Donnerstag, 18. April 2019


Band 1: Pure Corruption-Verloren in der Dunkelheit
Band 2: Pure Corruption-Mit dir ins Licht

Gerade erst hat Cleo ihre Erinnerungen zurück, sitzt sie auch schon wieder in der Patsche, denn ausgerechnet Arthurs brutaler Vater, der schon einmal ihr Leben zerstört hat, hat sie dieses Mal entführt und hat nichts Gutes mit ihr vor. Allerdings hat er seine Rechnung ohne den Zorn seines Sohnes gemacht, der Cleos Leben, komme was wolle, beschützen will.

Wie schon der erste Band, hat mir auch der zweite wieder super gut gefallen. Über das Ende habe ich mich allerdings nur noch geärgert. Warum, erfahrt ihr später.

Erzählt wird die Geschichte dieses Mal abwechselnd aus der Sicht von Cleo und Arthur, wobei die Kapitelanfänge jeweils durch einen kurzen Tagebucheintrag oder Gedanken aus der Vergangenheit des jeweiligen Protagonisten eingeleitet wird. Ansonsten sind Schreibstil und Sprache genauso wie in Band eins, einfach und locker leicht lesbar, aber auch ziemlich hart und tabulos.  

Was die Geschichte angeht, so wird man direkt wieder ins Geschehen geworfen. Nicht nur, dass es gleich wieder spannend weiter geht, erfährt man in diesem Band auch mehr über den Bikerclub „Pure Corruption“ und auch Arthurs Racheplan wird immer weiter aufgedeckt. Außerdem geht natürlich auch die wirklich romantische und sexuell aufgeladene Liebesgeschichte zwischen Cleo und Arthur weiter, welche ich super emotional fand, obwohl es meiner Meinung nach ruhig auch ein bisschen weniger Sex hätte geben können. Dabei gibt es aber auch immer wieder einige Wendungen, reichlich Brutalität und dramatische Ereignisse, es wird geliebt, gehasst und geschossen. Und selbst, wenn man den Gedanken an Rache verabscheut, kann man Arthurs Beweggründe doch irgendwie nachvollziehen. Als es dann allerdings anfing, politisch zu werden, war ich leider gar nicht mehr begeistert und die Entwicklungen am Ende haben mich einfach nur enttäuscht, weil sie so gar nicht zum düsteren, dreckigen Flair der restlichen Geschichte gepasst haben. 

Die Charaktere fand ich allerdings auch hier wieder super klasse geschrieben. Gerade auch, dass man bis fast zum Ende nicht so richtig weiß, wem Cleo und Arthur trauen können, steigert die Spannung noch zusätzlich, wobei mir gerade die beiden extrem ans Herz gewachsen sind. Die Einzigartigkeit der toughen Cleo ist einfach nur genial und auch Arthur habe ich geliebt. Er ist ein Typ, der mir zwar manchmal mit seiner Sturheit super auf die Nerven gegangen ist, dafür ist er aber auch sehr loyal und hat das Herz am rechten Fleck. 

Alles in allem war ich von der Handlung in diesem Band, aber auch insgesamt, absolut geflasht und ich konnte auch den zweiten Band kaum aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, wie die  Geschichte wohl ausgeht. Wäre das schreckliche Ende nicht gewesen, wäre dieser Roman durchaus perfekt gewesen. 

Mittwoch, 17. April 2019


Band 1: Pure Corruption-Verloren in der Dunkelheit
Band 2: Pure Corruption-Mit dir ins Licht

Als sie aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern, nicht an ihren Namen oder ihr vergangenes Leben. Nur eins weiß sie, dass sie in einem Albtraum gelandet ist, aus dem sie einfach nur flüchten will. Doch dann schaut sie in die grünen Augen ihres Entführers Arthur „Kill“ Killian, Anführer des Bikerclubs „Pure Corruption“ und ist sich sicher, dass sie ihn irgendwoher kennt. Doch was steckt hinter diesem Mann und was ist in ihrem Leben geschehen, an dass sie sich nicht mehr erinnern kann?

Der Anführer eines Motorradclubs, eine Frau, die ihre Erinnerungen verloren hat, Geheimnisse und Erotik. Das klang nicht nur unheimlich interessant, sondern hat mir auch noch wahnsinnig gut gefallen. Ich kann nur sagen, diese Geschichte hat es in sich.

Erzählt wird die zum größten Teil aus der Sicht der Protagonistin, deren Namen wir erst nach mehr als der Hälfte des Romans erfahren, was schon dessen Anfang richtig spannend macht. Nur die Kapitelanfänge werden immer kurz durch Kills Gedanken eingeleitet und am Ende gibt es noch einmal ein langes Kapitel, welches nur aus seiner Sicht erzählt wird und damit so einiges erklärt, was vorher noch im Unklaren war. Außerdem gibt es immer wieder als Erinnerungen verpackte Rückblicke in die Vergangenheit. Eine richtig gute Idee, weil so immer mehr Spannung aufgebaut wird. Ansonsten ist der Schreibstil genau so, wie er sein sollte, einfach und gut zu lesen. Nur die Sprache ist schon etwas härter, passt aber zur Geschichte. 

Diese ist, wie ich schon angedeutet habe, wahnsinnig spannend und das trotz ein paar Stellen, die sich ein wenig gezogen haben. Man will von der ersten Seite an einfach nur noch wissen, wie es weiter geht und was hinter all den Geheimnissen steckt, die Kill verbirgt und was dazu geführt hat, dass die Protagonistin ihr Gedächtnis verloren hat. Dazu werden auch im Laufe der Handlung immer mehr Fragen aufgeworfen, die man, wie sie, einfach nur beantwortet haben möchte. Wobei man allerdings richtig auf die Folter gespannt wird. Außerdem mochte ich die romantische, aber auch prickelnde Liebesgeschichte wahnsinnig gern, obwohl sie manchmal schon ein bisschen unrealistisch war. Gerade, wie schnell die Protagonistin Kill Dinge vergibt, die absolut nicht leicht zu vergeben sind, hat mich schon überrascht. Ansonsten konnte ich mich einfach nur in die  Geschichte fallen lassen, die mich mit ihrer Atmosphäre von der ersten Seite an gepackt hat und auch die Sexszenen sind nicht übertrieben, wenn manchmal auch schon hart. Insgesamt bin ich einfach nur so durch die Seiten gerauscht und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Das Ende allerdings hat einen riesigen Cliffhanger, der mich schon wahnsinnig gespannt auf den zweiten Band macht.

Auch die Charaktere fand ich einfach nur klasse. Die Protagonistin in diesem Buch ist einzigartig. Trotz ihrer misslichen Lage ist sie nicht überängstlich oder panisch, sondern recht besonnen und auch ansonsten hat mir ihre aufmüpfige Art gefallen. Meiner Meinung nach sollte es in solchen Büchern viel mehr Protagonistinnen geben, die den Mund aufmachen und sich wehren. Genauso mochte ich, wie Kill beschrieben wurde. Ich konnte so gut nachvollziehen, dass er gleichzeitig gefürchtet und geliebt wird, mir ging es nämlich genauso. Ansonsten wurden aber auch alle anderen Charaktere sehr nachvollziehbar und realistisch gezeichnet. 

Für mich ist dieses Buch einfach nur super. Ich mochte, bis auf die Sprache, den Schreibstil wirklich gern, genauso wie die echt toll geschriebenen, individuellen Charaktere. Und vor allem habe ich die wahnsinnig spannende, brutale, aber auch emotionale Geschichte einfach nur geliebt. 

Montag, 15. April 2019


Nach einer erneuten Nachtschicht im Krankenhaus stolpert die junge Medizinstudentin Verena ausgerechnet über eine grausam zugerichtete Leiche. Nur mit viel Glück kann sie sich selbst vor dem Mörder retten. Als sie kurz darauf auch noch ihre Anstellung verliert, kommt ihr das Jobangebot des mysteriösen Wolf von Hagendorf, seine schwerkranke Mutter zu pflegen, gerade recht und sie macht sich auf zum abgelegenen Anwesen Weißenbach. 

Ein liebes Dankeschön an den dp Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat, nachdem ich es auf Lovelybooks gewonnen hatte. Umso trauriger bin ich, dass mir dieser Roman so gar nicht zugesagt hat, denn für mich war die Geschichte einfach nicht rund.

Der Schreibstil ist zwar an sich ganz in Ordnung, passt meiner Meinung nach aber nicht zur Handlung. Für mich war er viel zu blumig und ausschweifend, dafür dass die Geschichte nicht mehr zu bieten hat, als reine Unterhaltung und dabei noch nicht mal sehr unterhaltsam, sondern eher langweilig. Außerdem haben mich die zahlreichen fremdartigen Begriffe wahnsinnig gestört. Hier wollte die Autorin wohl beweisen, dass sie gute Sprachkenntnisse hat, hat dem Roman damit aber keinen Gefallen getan.

Die ganze Handlung ist einfach zu umfangreich und dennoch zu unausgereift. So ziehen sich gerade die ersten von gerade einmal dreihundert Seiten viel zu sehr in die Länge, nur um dann ziemlich viel hinein zu quetschen, was in einem Finale endet, dass sich förmlich überschlägt. Die Geschichte beginnt mit einem Autounfall, bei dem Verena ihre gesamte Familie verliert, der aber im Verlaufe der weiteren Handlung gar keine Bedeutung mehr hat. Dann gibt es da noch den Mörder, vor dem Verena flieht, der aber ebenfalls nur hin und wieder auftaucht und insgesamt nichts dazu beigetragen hat, um irgendwie Spannung aufzubauen. Im Mittelpunkt steht aber Verenas Job auf Weißenbach, die Vorgänge da und eine oder besser gesagt zwei Liebesgeschichten, die überhaupt keinen Sinn ergeben. Dabei ist dieses Anwesen einfach nur total komisch beschrieben und überhaupt nicht schaurig oder mysteriös, wie ich es erwartet hätte. Und auch die ganzen Geschehnisse dort waren allerhöchstens kurios, aber in keinster Weise spannend, sondern größtenteils vorhersehbar und klischeehaft. Am meisten hat mich allerdings dieser ganze Liebeskram gestört. Es fehlt nämlich komplett eine Entwicklung und die gewisse Chemie zwischen Verena und dem Mann, dem ihre Gefühle gelten und dann entliebt sie sich ganz plötzlich, weil dieser Mann nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Kurz darauf bändelt sie aus unergründlichen Motiven heraus dann aber auch schon wieder mit dem nächsten an. 

Und auch die Charaktere sind leider nicht das, was ich erwartet hätte. Sie alle bleiben über die dreihundert Seiten hinweg einfach nur blass und nicht greifbar. Dazu ist Verena eine Frau, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Niemand von ihnen wird mir wohl lange im Gedächtnis bleiben, was einfach nur schade ist.

Für mich war dieser Roman, trotz der eigentlich gar nicht schlechten Idee, leider überhaupt nichts. Weder konnte mich die wirre Geschichte packen, noch mochte ich die Charaktere. So war ich auch wahnsinnig froh, als ich es endlich geschafft hatte und die letzte Seite zuklappen konnte.