Sonntag, 17. Dezember 2017


Es gibt viele Bücher über die Zeit der Pubertät. Mit ihrem Buch „Pubertät in Sicht“ beschäftigen sich die Autoren Claudia und David Arp mit den entscheidenden Jahren davor, nämlich zwischen dem neunten und dreizehnten Lebensjahr und bieten somit einen Einblick in eine wichtige Lebensphase unserer Kinder.

Dieses Buch ist sehr gut und übersichtlich aufgebaut und dem Autoren- und Ehepaar Arp ist es hier mit einfachen und leicht verständlichen Texten gelungen, auf die zahlreichen und wichtigen Themen und Probleme der Vorpubertät einzugehen.

Inhaltlich geht es dabei vor allem um die typischen Sorgen und Angelegenheiten in diesem Alter, wie Schule und Freunde, körperliche Veränderungen und der Umgang mit den modernen Medien. Auch das Thema Religion und Selbstfindung kommt nicht zu kurz und wird ausführlich, aber nicht über alle Maße behandelt. Gleichzeitig führen die Autoren eigene Erfahrungen mit ihren Söhnen an und auch andere Eltern und Experten kommen zu Wort.

Richtig schön fand ich, wie einfühlsam und verständnisvoll die beiden mit den jeweiligen Themen umgegangen sind und dass sie immer wieder die Beziehung zwischen Eltern und Kindern in den Mittelpunkt gestellt haben. Andererseits konnte ich aber auch nicht alle Meinungen mit ihnen teilen. Gerade was das Thema Medien angeht, bin ich etwas strenger und denke, dass Kinder zwischen neun und dreizehn eben kein eigenes Handy oder Laptop haben müssen. Aber das kann ja zum Glück auch jeder sehen, wie er will.

Dennoch hat mir dieses Buch auf jeden Fall neue Denkanstöße gegeben und geholfen, meinen Sohn besser zu verstehen. Ich finde viele Tipps gut umsetzbar und sehr wertvoll. Auf jeden Fall ist dieses Buch ein guter Ratgeber für alle Eltern von vorpubertären Kindern.