Dienstag, 19. Dezember 2023


Band 1: Beautiful Liars-Verbotene Gefühle
Band 2: Beautiful Liars-Gefährliche Sehnsucht
Band 3: Beautiful Liars-Geliebte Feindin

„New York, 2119. Auch ein Jahr nach den tragischen Ereignissen im Tower kehrt im höchsten Wolkenkratzer der Welt kein Frieden ein. Die Polizei nimmt überraschend die Ermittlungen in einem mysteriösen Todesfall wieder auf, und die Mitwisser drohen aufzufliegen. Um einer Strafe zu entgehen, spinnen sie ihr Netz aus Lügen weiter, und am Ende steht wieder jemand auf dem Dach des Towers, bereit, alles hinter sich zu lassen …“

- Beschreibung des Verlags -

Nach inzwischen mehr als einem Jahr habe ich es nun endlich geschafft, auch den dritten Band der Trilogie rund um Avery, Leda, Rylin und Watt zu Ende zu lesen. Ehrlicherweise weiß ich gar nicht, warum ich so lange gebraucht habe, das Buch war nämlich wieder richtig klasse.

Egal, wie lange ich jedes Mal wieder gebraucht habe, dieses zur Hand zu nehmen, ich fand immer sofort wieder in die Geschichte, denn diese war sehr eindrücklich, blieb im Kopf und war ebenso gut und fesselnd geschrieben, sodass ich dann, wenn ich das Buch einmal in Händen hielt, es kaum noch zur Seite legen konnte. Schade ist nur, dass ich es eben so selten geschafft habe, weiterzulesen, denn das Buch hätte es verdient, verschlungen zu werden.

So spannend die ersten beiden Bände geendet haben, so spannend ging es hier weiter. Nach dem Tod von Erin sind die Freunde, verstrickt in Geheimnisse, weiter zusammengewachsen und gleichzeitig gibt es immer wieder Spannungen. Dazu kommt ein zweiter Mordfall, welcher erst ganz am Ende aufgelöst wurde und so bis zum Schluss für viele Fragen gesorgt hat. Dennoch werden final alle Fragen aufgelöst und jeder Charakter bekommt einen würdigen Abschluss, wobei ich den Ausgang des Ganzen sehr gut gelöst fand. 

Schön fand ich ebenfalls die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Im Laufe der drei Bücher sind sie ein Stück weit erwachsen geworden, sind Beziehungen eingegangen und haben gelernt, füreinander einzustehen, aber auch für sich selbst. Besonders hat mir hier Calliopes Weg von einer betrügerischen, kleinen Intrigantin zu der gefallen, die sie am Ende war. Und auch Averys Story hat mich sehr berührt. Aber ebenso mochte ich alle anderen Charaktere und deren Entwicklung sehr.

Alls in allem finde ich, ist dieser Roman als Abschluss der Reihe sehr gut gelungen. Er hat die Geschichte zu einem, für mich, perfekten Ende gebracht und sie großartig abgerundet. Außerdem haben alle Charaktere ihr würdiges Ende bekommen, oder eben auch einen angemessenen Neuanfang.

Sonntag, 17. Dezember 2023


„London im Jahr 1908. Drei Wege führen aus dem Waisenhaus: der Tod, das Arbeitshaus oder eine Adoption. Als die junge Florence in den Haushalt der Familie Molyneux aufgenommen wird, kann sie eigentlich aufatmen – doch sie erkennt schnell, dass etwas auf dem prachtvollen Landsitz Hollyhock ganz und gar nicht stimmt. Warum darf außer ihr niemand das Zimmer voller alter Puppen betreten? Wieso kann sie dort manchmal Kinderlachen hören und manchmal ein Weinen? Und welches düstere Geheimnis bergen der gutaussehende Rufus Molyneux und seine eiskalte Schwester? Florence ahnt noch nicht, wie gefährlich Neugier sein kann – und dass nicht nur ihr Leben auf dem Spiel steht ...“

- Beschreibung des Verlags -

Schon seit langer Zeit hatte ich dieses Buch im Auge, war aber auch skeptisch, da die Bewertungen eher im Mittelfeld lagen. Nun, da es endlich auch als Hörbuch verfügbar war, musste ich es unbedingt hören und muss sagen, dass ich einige eher verhaltene Stimmen gut nachvollziehen kann, aber dennoch gut unterhalten wurde.

Als Erstes muss ich zugeben, dass ich den Anfang des Romans wahnsinnig spannend fand. Ich mochte die ganze Atmosphäre des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, welches gerade erst aus dem Viktorianischen Zeitalter erwachte und sich auf den Weg zur Moderne machte. Aber auch das ganze sonstige Setting, das Anwesen und das Mysterium um die Molyneux und das geheimnisvolle Puppenzimmer fand ich sehr interessant und hätte mich darin verlieren können.

Allerdings wurde es etwa zur Hälfte der Geschichte dann irgendwie komisch. Diese entwickelte sich in eine ganz andere Richtung, als ich erwartet hätte. Plötzlich war der Roman nicht mehr ganz so atmosphärisch, denn statt Spannung gab es sehr viel Fantasy, fantastische Wesen wurden plötzlich Teil des Ganzen und es kam zu einem Kampf um das Gute, wobei nicht so richtig deutlich wurde, was hier das Gute und was das Böse war. Dennoch fand ich die Geschichte, wenn auch nicht mehr ganz so spannend, noch immer recht interessant und ich war auf jeden Fall neugierig, wohin die Reise mit der Protagonistin wohl noch gehen würde. 

Diese konnte jedoch nicht so ganz mein Herz erreichen, was vor allem an der Sprecherin lag. Ihre Stimme war, meiner Meinung nach, nicht gut gewählt, da sie zu alt klang für ein vierzehnjähriges Mädchen und außerdem gab sie ihr eine sehr unsympathische Ausstrahlung, klang zu ruppig und zu hochnäsig. Die Moulineux hingegen blieben mir, nachdem sie anfangs sehr mysteriös waren, am Ende doch etwas zu flach. Dafür fand ich den Schreibstil der Autorin aber wirklich gut, locker, flockig und leicht zu folgen. Ebenso war die Sprache gut auf die Zeit der Geschichte angepasst. 

Alles in allem fand ich die Geschichte bis zur Mitte hin wirklich gut, interessant und spannend. Danach flaute sie allerdings etwas ab, verlor sich am Ende dann aber in absolutem Nonsens. Das Finale und die Erkenntnis der Protagonistin wirkten auf mich extrem erzwungen und konnten die gesamte Handlung einfach nicht rund abschließen. Schade, denn dadurch wurde die ganze Geschichte nur mittelmäßig. 

Donnerstag, 23. November 2023

„Was, wenn unsere Liebe mein Untergang ist?
Als Azalées Mutter stirbt, bleibt ihr nichts anderes übrig: Sie muss nach vier Jahren zum ersten Mal in ihre Heimatstadt zurückkehren. Augenblicklich holen sie dort die schrecklichen Erinnerungen an ihre Vergangenheit ein. Doch nicht nur das: Azalée lernt auch ihren neuen Nachbarn Eden kennen. Er ist sexy und geheimnisvoll, und auch wenn sie sich geschworen hat, niemals Gefühle für einen Mann zu entwickeln, berührt er sie auf eine Weise, die ihre Welt mit jedem Tag ein bisschen mehr ins Wanken bringt …“

- Beschreibung des Verlags -

Niemals hätte ich gedacht, was mit diesem Roman hier auf mich zu kommt und ich muss sagen, dass ich ihn einfach großartig fand, denn dieser geht mit Themen wie sexuellem Missbrauch, Feminismus und Suizid auf eine Art um, die mich zu einhundert Prozent erreicht hat, sehr sensibel und ohne jeglichen radikalen Ansatz.

Auf jeden Fall sollte man sich vor der Lektüre dieser Geschichte bewusst sein, dass es hier hart wird. Wer, wie ich, mit einer lockeren Liebesgeschichte rechnet, sollte schon etwas gefestigt sein und wird auf jeden Fall überrascht werden, denn das, was mit Azalée geschieht, ist ganz sicher nicht aus der Luft gegriffen, wahnsinnig ungerecht und böse. So was wünsche ich keinem Menschen. Und obwohl mir solche Dinge selbst zum Glück noch nicht geschehen sind, konnte ich sie so gut verstehen, habe mit ihr gelitten und so sehr gehofft, dass sie endlich Gerechtigkeit erfährt. Ebenfalls hat es Eden nicht leicht. Er musste schnell erwachsen werden und hat eine große Verantwortung. Gleichzeitig hat er leichte Aggressionsprobleme, die er allerdings auch in den Griff bekommen möchte.

Beide Protagonisten sind einzigartig, keine Stereotypen, sondern facettenreich und richtig gut geschrieben. Ich habe ihre Gedanken, Gefühle und ihr Handeln gut nachvollziehen können, war zu jeder Zeit bei ihnen und wollte wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Und auch ihre Liebesgeschichte mochte ich super gern. Diese ist gespickt voller witziger Momente, aber auch sehr respektvoll und obwohl sie nicht wahnsinnig romantisch ist, so hat das bei den beiden einfach so gepasst. Dafür gibt es ein paar prickelnde, süße und sogar sehr emotionale Momente, wobei die Dämonen der Vergangenheit immer wieder um sich greifen und Probleme schaffen, die nicht an den Haaren herbeigezogen wirken. Dazu kommen noch einige Charaktere, manche echt liebenswert und manche so hassenswert, dass man sie am liebsten aus dem Buch werfen möchte, aber alle absolut gut geschrieben.

Alles in allem hat die Autorin mit einem sehr guten, flüssigen Schreibstil einen Roman geschaffen, der sich mit wichtigen Themen auseinandersetzt, ohne dass diese erzwungen wirken. Mir hat hieran einfach alles gefallen, egal ob die Charaktere, die Handlung oder auch, wie das Buch geschrieben ist. Auch die Sprecher des Hörbuches haben einen super Job gemacht und die Geschichte als auch die Charaktere zum Leben erweckt. Deshalb kann ich es auch nur weiterempfehlen, wenn man sich durch oben genannte Themen nicht getriggert fühlt.