Donnerstag, 6. Juni 2024

Band 1: Nur noch ein einziges Mal-It Ends With Us
Band 2: Nur noch ein Mal und für immer-It Starts With Us

„Bevor Lily Ryle traf, den Vater ihres Kindes, gab es in ihrem Leben eine erste Liebe: Atlas. Als sie ihm zufällig wiederbegegnet, flammen bei beiden die alten Gefühle füreinander auf und sie beginnen, sich wieder zu treffen. Dabei ist ihnen beiden klar: Zwar ist Lily längst von Ryle geschieden und die Betreuung der gemeinsamen Tochter läuft relativ problemlos. Doch dieses fragile Gleichgewicht droht zu kippen, sobald Ryle von Atlas erfährt ...“

- Klappentext -

Ich muss sagen, dass dieser zweite und abschließende Band der Dilogie rund um Lily, Ryle und Atlas wirklich sehr erwachsen ist. Denn nicht nur, dass Lily mit der Scheidung von Ryle eine richtige und sehr erwachsene Entscheidung für sich und ihre Tochter getroffen hat, geht sie selbst danach noch sehr erwachsen und bedacht mit ihm um, obwohl er es ihr so gar nicht leicht macht.

Dafür nimmt die Beziehung zu Atlas aber wieder Fahrt auf und dieses Mal auch noch für mich sehr überzeugend und nachvollziehbar. Diese ist ebenfalls sehr erwachsen, nicht zu kitschig, aber dennoch emotional und romantisch, aber man merkt eben, dass beide noch ein eigenes Leben haben und in der wenigen Zeit, die sie zusammen haben, sehr respektvoll miteinander umgehen. 

Auch Atlas ist sehr erwachsen, rücksichtsvoll und in sich ruhend. Gerade auch, als es ein paar Anschläge auf seine Restaurants gibt, bleibt er eher ruhig und zeigt auch noch Verständnis für den Vandalen. Auch mit Ryle geht er sehr ruhig und freundlich um, selbst wenn dieser von Freundlichkeit nicht viel hält, gerade Atlas gegenüber, den er noch immer als Konkurrent und Eindringling empfindet. Außerdem steht auch noch eine weitere große Wendung in seinem Leben an, die mit einem neuen Charakter namens Josh zu tun hat. Dieser stellt Atlas Leben, neben Lily und ihrer Tochter Emerson, zusätzlich auf den Kopf. Ebenso lernt man seine sehr unsympathische Mutter Sutton kennen und erfährt damit auch, in welch unmöglichen Verhältnissen Atlas aufgewachsen ist.

Richtig schön fand ich hier auch die Freundschaft zwischen Lily und Allysa, denn sie steht zu ihr, obwohl sie Ryles Schwester ist und man meinen könnte, sie wäre auf seiner Seite. Sie unterstützt Lili aber, wo sie nur kann und nimmt sie vor Ryle in Schutz. Genauso verhält es sich mit Marschall, Allysas Mann und Ryles Freund. Auch er ist für Lily da und steht hinter ihr. Überhaupt finde ich die beiden richtig toll, denn obwohl sie reich sind, sind sie überhaupt nicht arrogant, sondern auf dem Boden geblieben.

Alles in allem fand ich diesen zweiten Band der Dilogie sogar noch besser als Band eins, weil die Liebesgeschichte zwischen Lily und Atlas intensiver wird und man dennoch zu spüren bekommt, wie es aussehen kann, wenn eine toxische Beziehung beendet wurde, dass dann nicht automatisch Ruhe einkehrt und die alte Beziehung oft noch eine neue Beziehung beeinflusst. Der Roman ist dabei sehr authentisch, gut geschrieben und gut vertont, mit tollen Charakteren und einem Ende, wie ich es mir für Lily und Atlas gewünscht habe. 

Montag, 3. Juni 2024

Band 1: Nur noch ein einziges Mal-It Ends With Us
Band 2: Nur noch ein Mal und für immer-It Starts With Us

„Als Lily nach Boston zieht, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der Start ins Berufsleben und dann noch Ryle - attraktiv, wohlhabend und bis über beide Ohren in Lily verliebt. Vergessen ist ihre schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe. Doch dann trifft Lily zufällig Atlas wieder, und auf einmal zeigt Ryle sich von einer Seite, die sie niemals von ihm erwartet hätte.“

- Klappentext -

Da nun bald der Film zum Buch ins Kino kommt, war es beinahe Pflicht für mich, es endlich zu lesen. Und typisch für die meisten Bücher der Autorin war auch dieses wieder höchst emotional und hatte zudem auch noch ein sehr wichtiges Thema, welches gleichzeitig erschreckt und mitreißt. Außerdem wirkt der Roman aufklärend und zeigt, wie es vielen Frauen auf der ganzen Welt ergeht. Dies ist der Autorin gleichfalls gut gelungen.

So geht es hier hauptsächlich um eine toxische Beziehung, häusliche Gewalt und darum, wie schwer es für Betroffene tatsächlich ist, sich aus so einer Hölle zu befreien. Dabei geht Colleen Hoover sehr realistisch und feinfühlig mit diesem Thema um, lässt die Protagonistin bei all den Zweifeln und Gefühlschaos aber nicht als bloßes Opfer dastehen, sondern ebenso als starke Frau mit Träumen und Wünschen, die mit sich und ihren Gefühlen kämpft und sich im Endeffekt nicht unterkriegen lässt. Trotzdem gab es für mich auch einige Stellen im Buch, bei denen ich wirklich mitgefiebert habe und teilweise gehofft habe, Lily würde andere Entscheidungen treffen. Oft hätte ich sie wahnsinnig gern geschüttelt und gleichzeitig in den Arm genommen, denn irgendwie konnte ich sie doch verstehen, schließlich will man im Partner, den man so sehr liebt, nur das Gute sehen, hofft und zweifelt auch an sich selbst. Das ist menschlich und macht Lily zu einem Beispiel vieler Frauen, denen es so ergeht, wie ihr. Der Fakt, dass die Geschichte an die eigenen Erfahrungen der Autorin, beziehungsweise ihrer Mutter, angelehnt ist, macht diese sogar noch intensiver. Außerdem gibt es noch ein Interview mit Colleen Hoover und ihrer Mutter Vannoy, sowie einige Familienfotos am Ende des Buches, was ich richtig toll finde.

Was die Liebesgeschichte selbst angeht, so fand ich die zwischen Lily und Ryle sehr interessant und intensiv geschrieben. Vor allem ist Ryle ein sehr interessanter, charmanter und charismatischer Mann, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Gleichermaßen fand ich ihn aber auch irgendwie beängstigend und sehr dominant. Im Gegensatz fand ich die ehemalige Liebesgeschichte zwischen Lily und Atlas, die in Form von Tagebucheinträgen erzählt wird, nicht ganz so einnehmend. Zwar fand ich schön, wie die beiden aufeinandertreffen und ihre Beziehung zueinander, dennoch sind die Funken nicht so richtig übergesprungen. Dafür war Atlas ein sehr sympathischer, aber auch Mitleid erregender, junger Mann, von dem ich hoffe, im zweiten Band mehr zu erfahren.

Insgesamt fand ich diesen Roman aber wirklich großartig, sehr mitnehmend und emotional. Das Thema hat mich ebenfalls richtig doll berührt und fertig gemacht, da es so oft vorkommt, dass Frauen und teilweise auch Männer Gewalt in der Beziehung ertragen müssen. Und auch der flüssige, packende Schreibstil der Autorin konnte mich absolut überzeugen. Wer die Geschichte im Übrigen als Hörbuch hören will, kann damit ebenfalls nichts falsch machen, denn dieses ist richtig gut vertont. 

Samstag, 1. Juni 2024

„Luke ist schon lange Katis bester Freund. Dass sie mehr für ihn empfindet, will sie ihm nach einer Party endlich sagen. Doch dann passiert ein tragischer Unfall, von dem Kati schwere Narben davonträgt. Niedergeschlagen reist sie als Au-Pair nach L.A., wo ihr Leben einen geradezu magischen Aufschwung nimmt. In einer Bar namens ""LIVED"" findet Kati in den attraktiven Geschwistern Jeff und Lucy neue Freunde. All ihre Träume scheinen plötzlich wahr zu werden. Doch die Glamour-Welt verbirgt etwas - und erst mit Lukes Hilfe erkennt Kati, dass sie längst in einem Albtraum gefangen ist.“

- Beschreibung Amazon -

Eins muss man Beatrix Gurian lassen, denn schreiben kann sie. Sie hat nämlich einen wirklich tollen, leicht und flüssig lesbaren Schreibstil, der zudem auch noch recht bildlich ist. Außerdem hat sie sich hier eine echt kreative Geschichte einfallen lassen.

Dennoch konnte mich diese nicht so sehr packen, wie ich gehofft hatte. Schon bald konnte ich mir nämlich denken, in welche Richtung sich wohl alles entwickeln würde und im Großen und Ganzen kam es auch so. Trotzdem fand ich die Hintergründe hinter der Story nicht ganz greifbar. Dabei beginnt die Geschichte schon etwas verwirrend, weil man einfach so in die Handlung geschmissen wird. Trotzdem fand ich die Entwicklungen, nachdem Kati Jeff und Lucy kennenlernt, schon recht interessant, ebenfalls die Liebesgeschichte, die sich schon bald in eine Dreiecksgeschichte entwickelt, aber nicht auf die romantische Art, sondern eher wirkt sie etwas komisch. Zudem fand ich, gab es einige Logiklöcher. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht so richtig überzeugt, weil mir irgendwas gefehlt hat. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich den Epilog echt gelungen fand, da dieser auf kreative Art doch einen großen Teil der Fragen beantwortet, die bis dahin geblieben sind.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese okay. Kati fand ich schon ziemlich anstrengend. Sie ist ziemlich naiv, selbst für ihr junges Alter. Jeff ist recht mysteriös, aber auch autoritär und wirkte auf mich ziemlich zwielichtig. Ebenso ging es mir mit seiner Schwester Lucy, wobei sie am Ende irgendwie keinen Sinn ergibt. Luke war mir hier noch am sympathischsten, denn er ist ein normaler Teenager, der zwar etwas auf der Leitung steht, aber immerhin ein netter Kerl ist. Süß fand ich ebenfalls die kleine Mia, die zwar nur eine kleine Nebenrolle innehat, mich aber mit ihrer wissbegierigen, süßen Art echt begeistert hat.

Alles in allem war dieses Buch okay, recht unterhaltsam, mit einer kreativen Idee, doch umgehauen hat es mich dennoch nicht.