Samstag, 9. März 2019


Die 32-jährige Elisabeth hat eigentlich alles. Sie ist selbständig, wohnt in einem tollen Haus und hat zwei bezaubernde Töchter. Nur eines fehlt ihr zu ihrem Glück, nämlich eine beständige, liebevolle Partnerschaft, denn bisher sind ihre Beziehungen immer ziemlich schnell gescheitert. Doch dann landet sie auf dem Blog von Sky, einem Mann, der seine eigene, unkonventionelle Meinung zum Thema Liebe hat. Kurzerhand lässt sich Lisa auf seine Methoden ein und lernt damit nicht nur, ihr eigenes Denken zu ändern.

Ein ganz großes Dankeschön an die beiden Autorinnen, sowie den Wolfstein Verlag, dass sie mir dieses Buch zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt haben. Ich muss sagen, dass mir die Geschichte rund um Elisabeth, trotz Anfangsschwierigkeiten, wirklich gut gefallen hat.

Der Schreibstil von Ellen Kühne und Nadine Herberger ist einerseits recht einfach gehalten und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Andererseits ist er aber auch sehr tiefgründig und für die knapp dreihundert Seiten recht beschreibend, ohne aber ausladend zu wirken. Trotz der vielen philosophischen Ansätze in diesem Buch, bin ich jedoch insgesamt recht schnell durch die Geschichte hindurch gekommen.

Diese war für mich anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig, gerade eben, weil sie viele philosophische Gedanken und Gespräche beinhaltet, die manchmal ein bisschen zu erzwungen wirkten. Außerdem lernt man auf den ersten Seiten erst einmal Elisabeth und ihre kleine Familie kennen, was  mich zwar erst nicht so richtig interessiert hat, weil ich auf die Liebesgeschichte gewartet habe, aber am Ende doch einen Sinn ergeben hat, der sehr gut zum Rest der Handlung passte. Und als ich erst einmal in der Geschichte angekommen war, konnte sie mich durchaus packen und ich wollte unbedingt wissen, wie sich das Liebesleben von Elisabeth wohl entwickelt. Auch das ganze Philosophische ringsherum hat mich gar nicht mehr gestört. Im Gegenteil fand ich es sogar richtig erfrischend und die Tiefgründigkeit der Geschichte hat mir gut gefallen. Gerade die Liebesgeschichte fand ich sehr gelungen und habe sie sehr genossen, vor allem, weil sie im Gegenteil zu anderen, Stil hat. Genauso mochte ich die kleinen Geschichten rund um die Liebesgeschichte herum, sei es das emotionale Schicksal von Harry, die Handlung rund um Valentina oder aber auch die Freundschaft zwischen Maxima und Sophie. Und das Ende hat alles noch einmal richtig schön und emotional abgerundet.

Die Charaktere in diesem Buch fand ich ebenfalls super. Nicht nur, dass es sich mal um eine ältere, erwachsene Protagonistin handelt, die auf eigenen Beinen steht, waren auch alle anderen Charaktere recht einprägsame und gut geschriebene Personen. Außerdem fand ich gerade Elisabeth und Victor sehr sympathisch und auch die Kinder sind liebenswert und richtige kleine Persönlichkeiten. 

Alles in Allem kann ich sagen, dass es sich absolut gelohnt hat, dieses Buch gelesen zu haben und ich bin sehr dankbar, dass mir das möglich gemacht wurde. Auch wenn es für mich kein Liebesroman im üblichen Sinne ist, steckt doch sehr viel Liebe in und zwischen den Zeilen dieses doch eher unaufgeregten, ruhigen Romans. Nur auf die doch recht philosophischen Gedanken musste ich mich erstmal einlassen können. 

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