Montag, 21. August 2017

 

Band 1: Herzbauchgefühl                       Band 2: Herzschlagfinale

Greta ist ein Erfolgsmensch. Sie lebt für den Erfolg und den Luxus und nimmt dafür so einiges auf sich. Doch gerade als sie meint, auf ihrem persönlichen Olymp angekommen zu sein, scheint plötzlich alles umsonst gewesen zu sein. Also beschließt Greta kurzerhand, nach Indien zu reisen. Jedoch schon bei der Zwischenlandung in London trifft sie auf Ben, der ihr bisheriges Leben ziemlich auf den Kopf stellt.

Ich danke der lieben Subina noch einmal sehr für dieses Buch. Ich freue mich immer wieder, eines ihrer Bücher lesen zu dürfen.

Leider konnte mich dieser Roman aber nicht ganz so sehr packen, wie ihre anderen Romane, die ich bisher gelesen habe. Das lag einerseits am Schreibstil, der mir dieses Mal an manchen Stellen ein wenig zu verwirrend war. Verschachtelte Sätze und eine etwas ausschweifende Erzählweise taten ihr Übriges.

Auch die Geschichte hat es mir nicht ganz so leicht gemacht. Allerdings waren dieses Mal nicht die philosophischen und esoterischen Ansätze das Problem, denn diese haben genau gepasst, sondern viel mehr, dass es sich teilweise sehr zog. Gerade der Anfang der Geschichte, der sich mit Gretas Karriere beschäftigt, zieht sich doch extrem in die Länge. Ab circa Seite 120 wurde es dann aber immer interessanter und gerade die Stellen mit Ben und dann ihre Kindheits- und Jugendgeschichte konnten mich, bis auf wenige kleine Stellen, wirklich packen. So hat mir auch das Ende der Geschichte mit ihrem kleinen Cliffhanger gefallen und Lust auf die Fortsetzung gemacht. Sehr schön fand ich auch, dass es hier mal keine ausladende Liebesgeschichte gibt und auch keine Sexszenen im üblichen Sinne. Vielmehr setzt Subina Giuletti bei diesem Buch verstärkt auf Dramatik und Tiefgründigkeit, was ich daran sehr schätze.

Was die Charaktere angeht, so waren diese wieder wunderbar und realistisch gezeichnet. Ich konnte jeden Einzelnen begreifen und verstehen, wenn ich auch nicht jeden Charaktere leiden konnte. Insoweit gab es auch ein recht großes Spektrum an verschiedenen Persönlichkeiten und Individuen, wie man sie auch in der Realität antrifft. In Bezug darauf finde ich es auch nicht schlimm, dass ich zwar mit der Protagonistin gefühlt habe, sie aber dennoch nicht so recht leiden konnte. Dafür gab es aber genug andere sehr liebenswürdige Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Ben und Torsten.

Alles in Allem fand ich Herzbauchgefühl nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Die Autorin weiß auf jeden Fall, von was sie schreibt und das mag ich an ihren Büchern, vor allem, dass sie mit diesen ein ganz neues Genre erschaffen hat, was seinesgleichen sucht. Dennoch kann ich diesem Buch im Vergleich zu ihren anderen Werken nur 3 Punkte geben. Trotzdem freue ich mich auf den zweiten Band der Dilogie und bin gespannt, wie es mit Greta und Ben weiter geht.