Samstag, 27. Januar 2018


Jay ist siebzehn und gerade erst für ein Austauschjahr zu seinem Onkel nach New York gezogen. Dort lernt er ziemlich schnell die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen kennen und verliebt sich in sie. Doch dann taucht, wie aus dem Nichts, Ivy auf, ein Mädchen, welches außer ihm niemand zu sehen scheint und ihn in eine mysteriöse Welt entführt. Schon bald kann Jay sie nicht mehr vergessen und sitzt damit nicht nur zwischen zwei Welten, sondern auch zwischen zwei Mädchen fest.

Nina Blazon hat ohne Zweifel einen guten Schreibstil, so dass sich dieses Buch wirklich schnell und ohne Probleme lesen ließ. Dazu passte er perfekt zur Handlung, die sich eher an jüngere Teenager richtet. Von daher konnte mich ihr Stil durchaus überzeugen.

Anders ging es mir da leider bei der Geschichte. Erst brauchte ich eine ganze Weile, bis ich überhaupt hinein gefunden habe, weil sie schon mit vielen verschiedenen Namen und Charakteren beginnt und dann hat sie sich teilweise auch noch ganz schön gezogen. Allerdings meine ich damit nicht, dass die Story an sich langweilig wäre, sondern vielmehr, dass sie mich oft ganz schön verwirrt hat und ich mehr darüber nachdenken musste, wer nun eigentlich wer ist und wer welches Ziel verfolgt, als mich in sie hinein fallen lassen zu können. Und dann kam so ziemlich in der Mitte des Buches die große Wendung, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte und es wurde endlich spannend. Nur hielt das leider nicht an und zum Ende hin wurde es wieder sehr verwirrend und ich wollte auch gar nicht mehr so richtig wissen, wie es nun ausgeht. Allerdings muss ich der Autorin zu Gute halten, dass sie super überzeugende Welten geschaffen hat, die ich mir unheimlich gut vorstellen konnte und auch das Ende der Geschichte hat mir dann besser gefallen, als ich gedacht hätte.

Auch an den Charakteren kann ich soweit nicht rummeckern. Sie wirken zwar nicht von Anfang an immer nachvollziehbar, aber am Ende ergibt so manches einen Sinn. Außerdem mochte ich Jay, genauso wie Madison und Ivy recht gern, selbst wenn sie an viele andere Charaktere aus Jugendbüchern nicht heran reichen.

Im Großen und Ganzen ist „Zweilicht“ also ein Jugend-Fantasy-Roman, welcher sowohl Schwächen, als auch ein paar Stärken hat. Der leichte, lockere Schreibstil ließ mich durch die Seiten fliegen, die verwirrende Geschichte hingegen konnte mich nicht so richtig packen. Dennoch werde ich Büchern von Nina Blazon sicher noch mehr Chancen geben.