Samstag, 3. März 2018



Band 1: Everless-Zeit der Liebe       Band 2: noch nicht bekannt

Die siebzehnjährige Jules lebt in einer Welt, in der Zeit alles bedeutet und die Reichen von der Zeit der Armen leben. So ist das Mädchen, um das Leben ihres Vaters zu erhalten, gezwungen, ausgerechnet dorthin zurück zu kehren, von wo sie einst flüchten musste. Dort trifft sie auf den Mann, der sie einst in die Flucht getrieben hat und den sie mehr als alles andere fürchtet. Dabei ist ihr nicht klar, welche Rolle sie selbst spielt und in welcher Gefahr sie sich befindet.

Als erstes will ich mich wieder dem Schreibstil der Autorin zuwenden. Dieser ist für einen High-Fantasy-Roman recht leicht zu lesen und man kommt schnell durch die Seiten. Dennoch habe ich eine Weile gebraucht, in die Geschichte hinein zu finden.

Das lag vor allem daran, dass ich mich erst einmal an die neue, unbekannte Umgebung gewöhnen musste. Außerdem wurde am Anfang die Geschichte des Landes erklärt, in der die Protagonistin lebt. Damit hatte ich so meine Probleme, da ich ihr nicht so richtig folgen konnte. Das wurde allerdings mit dem Fortlauf der Story immer besser und ab circa einhundert Seiten war ich direkt drin und wollte das Buch kaum noch zur Seite legen. Als es dann auf den ungefähr einhundertfünfzig letzten Seiten richtig spannend wurde, habe ich diese in einem Rutsch zu ende lesen müssen. Es gab so einige Wendungen und Jules Rolle in der ganzen Geschichte fand ich richtig genial. Das Finale hat mich dann auch sehr zufrieden zurück gelassen, auch wenn die Geschichte noch nicht beendet ist. In diesem Sinne ist nur schade, dass es hierzu wieder mehrere Bände geben wird. Dennoch kann ich mit diesem Ende gut leben und bin gespannt, wie es weiter gehen wird. Was ich jedoch nicht so richtig nachvollziehen kann, ist der Beititel „Zeit der Liebe“, denn dafür gab es in diesem Buch einfach keine klassische Liebesgeschichte, was dem Buch an sich aber keinen Abbruch tut.

Auch die Charaktere haben mir recht gut gefallen, wenn ich Jules Handeln auch nicht immer ganz nachvollziehbar fand. Sie war auf jeden Fall eine sehr sympathische und starke Protagonistin, hatte aber auch ihre Ecken und Kanten. Ebenfalls mochte ich ihre Beziehung zu ihrem Vater. Neben ihr gibt es aber auch noch eine ganze Menge andere Charaktere, die ich sehr gut gezeichnet und in ihrer Rolle passend fand.