Dienstag, 13. März 2018



In einer Welt, in der es möglich ist, sich einen eigenen Himmel kreieren zu lassen, damit man nach dem Tod in den eigenen, schönsten Erinnerungen weiter leben kann, arbeitet Isobel als Himmelsarchitektin. Sie entwirft virtuelle Himmel für diese, die es sich leisten können und liebt ihren Job. Doch eines Tages steht der todkranke Jarek vor ihrer Bürotür, attraktiv und viel zu jung zum sterben. Bald schon entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen den beiden, ohne dass Isobel weiß, welch dunkles Geheimnis Jarek verbirgt.

Ein lieber Dank geht an den Arctis Verlag für dieses Leseexemplar für eine Leserunde auf Lovelybooks. Auch, wenn mich dieses Buch nicht abholen konnte, habe ich doch gern meine Gedanken mit meinen Mitlesern geteilt.

Doch kommen wir mal wieder zu erst zum Schreibstil der Autorin. Dieser ist im Grunde recht einfach und lässt sich schnell lesen. Auch konnte ich mir die Umgebung, in der der Roman spielt, gut vorstellen. Diese wirkte sehr clean und steril. Was er allerdings überhaupt nicht transportieren konnte, waren Emotionen, denn diese haben mir vollends gefehlt.

Und so war auch die Geschichte recht trist. Was anfangs noch vielversprechend begonnen hatte, gerade weil ich mich sehr an die Serie „Black Mirror“ erinnert fühlte, entwickelte sich einfach nicht weiter. Leider konzentrierte sich die Autorin zu sehr auf den technischen Aspekt hinter den virtuellen Himmeln, so dass die tatsächliche Spannung viel zu kurz kam. Außerdem ging sie für mich mit der Thematik nicht kritisch genug um. Jedenfalls fühlte es sich so an, als wäre beinahe alles, was geschieht, völlig legitim. Erst zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass es dahingehend eine kleine gedankliche Wendung gab, doch auch diese war mir nicht ausgebaut genug. Ebenfalls die Liebesgeschichte zwischen Isobel und Jarek konnte mich nicht begeistern. Für mich war sie überhaupt nicht nachvollziehbar und wenig emotional. Genauso ging es mir mit dem Thrilleranteil der Geschichte. Was diesen anging, war er bis zum gefühlt letzten Drittel des Buches so gut wie gar nicht vorhanden. Und erst auf den letzten fünfzig Seiten wurde es dann auch etwas spannend, aber eben nicht genug, um das Rad noch umreißen zu können. Die tatsächliche Auflösung der Story hat mich dann auch nicht überraschen können, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass es eigentlich von vornherein keine andere Möglichkeit gab.

Ebenso konnten mich die Charaktere nicht überzeugen. Isobel bleibt bei all ihrer immer wieder angedeuteten Zwanghaftigkeit ziemlich blass und nichtssagen und Jarek war mir schon beinahe unsympathisch. Dazu kamen auch noch andere Personen, die alles nichts Besonderes waren. Weder konnten die Guten besonders hervorstechen, noch waren die Bösen besonders ernstzunehmen.

Ich kann leider nur sagen, dass sich zwar hinter diesem Roman eine durchaus interessante Idee verbirgt, diese aber nicht gut umgesetzt wurde. Für mich war die Geschichte einfach nur langweilig und ich hatte mir wirklich mehr erhofft. Dennoch würde ich mir für die Autorin wünschen, dass es andere gibt, denen ihr Buch besser gefällt. Für mich war es jedoch nichts.