Montag, 21. Januar 2019


Band 1: Fighting to Be Free-Nie so geliebt
Band 2: Fighting to Be Free-Nie so begehrt

Als der 18-jährige Jamie aus dem Gefängnis kommt, nimmt er sich fest vor, endlich ein anderes Leben zu führen, eines ohne Straftaten und Gewalt. Und dann trifft er auch noch auf Ellie, ein Mädchen aus gutem Hause, und sein Wunsch nach einem normalen Leben wird immer stärker. Für sie will er sich ändern und der Mensch sein, der ihre Liebe verdient. Doch nicht nur, dass er es nicht über sich bringt, Ellie von seiner Vergangenheit zu erzählen, holt ihn diese auch noch schneller wieder ein, als er geahnt hätte. 

Auch wenn dieses Buch, soweit ich gesehen habe, die Gemüter doch recht spaltet, muss ich sagen, dass ich die Geschichte rund um Jamie und Ellie wirklich gut fand. Zwar gab es auch für mich hier und da ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht ganz so sehr gefallen haben, dennoch konnte mich dieser Roman durchaus packen und mitreißen.

Die Geschichte wird sowohl aus Jamies, aber auch aus Ellies Sicht erzählt, was beide sehr greifbar macht. Dabei hat Kirsty Moseley, wie viele Autoren, die in diesem Genre schreiben, einen sehr einfachen und leichten Schreibstil, der sich wirklich gut und schnell lesen lässt. Die Sprache ist an die Geschichte angepasst, aber nicht niveaulos und vor allem nur wenig sexistisch. 

Die Handlung fand ich ebenso wirklich gut. Gerade Jamies Schicksal hat mich nicht kalt gelassen und ich habe immer wieder gehofft, dass er seine Ziele verwirklichen kann und es schafft, ein neues Leben zu beginnen. Doch, wie man sich sicher denken kann, ist das gar nicht so leicht und schon bald wurde es ziemlich dramatisch, aber auch spannend und actionreich. Allerdings muss ich zugeben, dass ich Jamies Entscheidung, die dafür ausschlaggebend war, dass sich die Geschichte so entwickelt, wie sie sich entwickelt, doch schon etwas grenzwertig und nur teilweise nachvollziehbar fand. Und so hat mich das dramatische Ende dieses Romans auch nicht mehr großartig überrascht, weil es einfach kommt, wie es kommen musste. Nur konnte ich auch da nicht verstehen, warum er gegenüber Ellie so ungerecht reagiert, wie er es tut. Die Liebesgeschichte hingegen fand ich super, eben auch, weil sie mal ein bisschen anders beginnt. Ich kann aber auch verstehen, wenn es andere Leser anders sehen. Dennoch fand ich sie durchaus realistisch und ich mochte Jamie und Ellie als Paar wirklich gern. Außerdem mochte ich, dass die Sexszenen nicht zu sehr im Mittelpunkt standen und ausschweifend erzählt wurden.

Die einzelnen Charaktere fand ich durchaus sehr spannend und interessant geschrieben. Wenn man anfangs noch denken könnte, Jamie wäre ein typischer Bad Boy, so wird doch schnell klar, dass er alles andere als ein solcher ist. Vielmehr entpuppt er sich als eine sehr tragische Figur in dieser ganzen Geschichte. Dagegen ist Ellie nicht nur das brave und wohlbehütete Mädchen, sondern hat es teilweise auch dick hinter den Ohren und ist dazu noch ziemlich tough. Beide Charaktere mochte ich sehr gern, auch wenn ich ihre Entscheidungen, wie schon erwähnt, nicht immer nachvollziehen konnte. Aber auch alle anderen Nebencharaktere fand ich sehr gut.

Alles in allem muss ich sagen, dass mich dieser Roman wirklich extrem gut unterhalten hat und ich auf den zweiten Band sehr gespannt bin. Gerade die Mischung aus Liebesgeschichte und spannender Action hat mich durchaus überrascht und mitgenommen. 

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