Donnerstag, 22. März 2018



Nach dem Tod ihrer Eltern ist es nun an der 21-jährigen Hanna, sich um ihre jüngeren Geschwister zu kümmern. Gerade der achtjährige Mika braucht sie sehr und Hanna ringt eisern mit ihrer Tante um die Vormundschaft für die Kinder. Hoffnung auf bessere Chancen, legt sie in ihre Bekanntschaft mit dem jungen, hilfsbereiten Polizisten Mark. Doch dieser hat selbst Geheimnisse.

Ich danke der lieben Jana, dass ich mal wieder an einer Leserunde zu einem ihrer Bücher teilnehmen durfte und ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt.

Jana von Bergner hat einen wundervoll einfachen, leicht lesbaren und doch emotionalen Schreibstil, der den Leser perfekt durch die Geschichte führt. Und auch die abwechselnden Perspektiven haben mir recht gut gefallen, da man dadurch einen sehr guten Einblick in die Gefühle der beiden Hauptcharaktere bekommt, auch wenn es sich nicht um eine Ich-Perspektive handelt.

Genauso hat mir wieder einmal die sehr tiefgründige Geschichte gefallen. Es ist erstaunlich, wie viele neue Ideen die Autorin in sie hat einfließen lassen und dennoch bleibt sie eine typische New-Adult-Geschichte, mit den jungen, erwachsenen Charakteren, dem Herzschmerzen und den Problemen dieser Generation und aber auch darüber hinaus. Trotzdem hatte ich mit dem Einstieg in die Geschichte so meine kleinen Sorgen. Zwar fand ich gleich gut in die Handlung, die sich nicht lange mit irgendwelchen Einleitungen aufhält, und es war auch schön geschrieben, aber irgendetwas hat mir gefehlt. Ich kann nur leider nicht so richtig benennen, was es war. Allerdings hat das nicht sehr lange angehalten und der Rest der Story hat mich einfach nur bewegt und mitgerissen. Es gab einfach von allem ein bisschen, ein bisschen Drama, ein bisschen Liebe, aber auch Spannung, so dass ich unbedingt weiter lesen musste. Und das Ende hat mich dann auch belohnt. Ich fand es wirklich sehr gut gelöst und wurde völlig zufrieden zurückgelassen.

Ebenfalls haben mir die Charaktere recht gut gefallen. Ich mochte Hanna wirklich sehr, auch wenn sie mir manchmal ein bisschen zu aufopferungsvoll war. Ein bisschen weniger davon und sie wäre perfekt gewesen. Aber auch Mark war ein sehr liebenswerter Charakter. Vor allem hatte er nebenbei noch seine Ecken und Kanten, was mich sehr imponiert hat und er war kein Bad Boy, sondern ein Polizist, der zwar als attraktiv aber nicht wahnsinnig heiß, beschrieben wird. Das fand ich zugegeben erst einmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig, zumal er Hanna im Dienst kennenlernt und ihr näher kommt, als er dürfte, dafür aber auch sehr erfrischend.

Auch mit diesem Roman konnte mich die Autorin wieder überzeugen und begeistern, wenn auch nicht ganz so sehr, wie mit "Für die Liebe und das Leben". Dennoch kann ich dieses Buch nur jedem, der dieses Genre mag, weiter empfehlen und würde mich auf jeden Fall freuen, noch mehr von ihr zu lesen.