Samstag, 29. November 2025

Was aussieht wie Magie, ist einfach ein Teil des Lebens, den wir noch nicht verstehen …
Als Grace, eine pensionierte Mathematiklehrerin, von einer fast vergessenen Freundin ein heruntergekommenes Häuschen auf einer Mittelmeerinsel erbt, siegt ihre Neugier. Ohne Rückflugticket, Reiseführer oder einen Plan fliegt sie nach Ibiza. Zwischen den rauen Hügellandschaften und goldenen Stränden der Insel macht Grace sich auf die Suche nach Antworten über das Leben ihrer Freundin – und das Rätsel ihres Todes. Was sie dabei entdeckt, ist merkwürdiger, als sie es sich je hätte träumen lassen. Eine Wahrheit, die unmöglicher kaum sein könnte. Doch um sich auf sie einlassen zu können, muss Grace sich erst ihrer eigenen Vergangenheit stellen.“

- Beschreibung des Verlags -

Also, eigentlich mochte ich die Bücher von Matt Haig bisher echt gern. Vor allem „Ich und die Menschen“ fand ich einfach nur großartig. Aber dieses Buch hier war absolut nicht mein Fall, die Geschichte viel zu abgedreht, wirr und esoterisch angehaucht.

Eigentlich hatte ich mit einer lebensbejahenden Geschichte gerechnet, vielleicht sogar mit ein paar Lebensweisheiten, aber das, was man hier tatsächlich geboten bekommt, ist in meinen Augen nichts, was ich ernst nehmen kann. So geht es um eine mysteriöse, außerirdische Präsenz unter Wasser, besondere Fähigkeiten und dann gibt es noch den Kampf für die Umwelt, gegen den Kapitalismus und einen komischen Typen, der keine Rücksicht auf Land und Leben nimmt. Außerdem geht es darum, sich selbst vergeben zu können, denn Grace leidet extrem unter Selbstvorwürfen, wobei dieser Aspekt der Geschichte zumindest noch etwas emotional war. 

Erzählt wird die Geschichte dabei in Form einer E-Mail von Grace an ihren ehemaligen Schüler Maurice. Der Schreibstil ist super und gespickt mit viel Humor, so wie ich es bereits vom Autor gewohnt bin. Die Charaktere waren okay, aber nichts Besonderes. Grace ist vierundsiebzig, mit den typischen Wehwehchen, die dieses Alter mit sich bringen, verändert sich aber im Laufe der Geschichte auf ziemlich verrückte Weise. Dann gibt es noch den für sein Alter recht flippigen Alberto und seine Tochter Martha, die Grace zur Seite stehen. Christina, Grace Freundin, lernt man allerdings nur nebenbei kennen.

Alles in allem kann ich verstehen, dass der Autor mit diesem Buch auf verschiedene Themen aufmerksam machen möchte, allerdings mochte ich die Art und Weise nicht. Ich konnte leider mit der Geschichte nicht wirklich etwas anfangen und im Großen und Ganzen auch nicht unbedingt mit den Charakteren. Dafür war aber zumindest der Schreibstil einmal mehr großartig.

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