Band 1: Die 5. Welle Band 2: Das unendliche Meer Band 3: Der letzte Stern
Nachdem die fünfte Welle über die
Menschen hereingebrochen ist, gibt es nicht mehr viele Überlebende.
Cassie und ihre Freunde konnten zwar aus Camp Haven entkommen, doch
der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Außerdem fehlt es ihnen an
einem sicheren Unterschlupf und die Kälte macht ihnen zu schaffen.
Irgendwie konnte ich mich bei diesem
Buch nicht so richtig auf den Schreibstil einlassen. Dieser war mir
für eine Geschichte dieser Art zu poetisch und davon ganz abgesehen,
oft auch ziemlich verwirrend. Dazu kommt auch noch, dass sie aus der
Perspektive zahlreicher Charaktere erzählt wird, man aber nicht
darauf hingewiesen wird, aus wessen Sicht die Geschichte gerade
geschildert wird. Dennoch lies sich die Geschichte ziemlich schnell,
wenn auch nicht besonders flüssig, lesen.
Diese fängt zwar stark und spannend
an, hält das Tempo dann auch ziemlich lange, zieht sich aber gegen
Ende hin sehr, bevor sie noch einmal in sehr interessanten, gut
gemachten Twists mündet, welche so einige Szenen, die beim Lesen
recht öde wirken, erklärt. Im Gegensatz zum ersten Band der Reihe
hatte dieser hier auch einen kleinen Cliffhanger und vor allem wurden
nicht alle Fragen geklärt, so dass man auf den dritten Band gespannt
sein kann. Schade fand ich an Band zwei nur, dass trotz der Spannung,
die immer wieder aufgebaut wurde, letztendlich nicht wirklich viel
passiert ist. Dennoch freue ich mich auf den letzten Teil und bin
gespannt, wie es mit Cassie, Evan, Ben und den anderen weiter geht.
Was die Charaktere angeht, so fand ich
sie alle recht gut und abwechslungsreich gezeichnet. Es gibt zwar
keinen, der besonders heraus sticht, aber auch niemanden, der nicht
nachvollziehbar wäre. Cassie ist zwar noch immer diejenige, die im
Fokus steht, doch auch andere Personen bekommen ihren größeren
Auftritt, so zum Beispiel Ringer, welche wir einen großen Teil der
Handlung über begleiten. Während allerdings Cassie doch eher etwas
blass wirkte, so wurde Ringer im verlauf der Geschichte immer
interessanter und sympathischer.
Abschließend kann ich nur sagen, dass
Das unendliche Meer ein typischer Mittelband ist, der sich trotz
teilweise anstrengendem Schreibstil gut weg lesen lässt und der auf
jeden Fall Lust auf das Finale macht. Von daher gibt es, obwohl er
durchaus schlechter als Die fünfte Welle ist, eine Leseempfehlung.

