Samstag, 24. Januar 2026

„Nachdem ihr letzter Einsatz in einer Tragödie endete, soll Scharfschützin Nell Gallows in die Spezialeinheit Malum versetzt werden. Die Soldaten dieser Truppe sind bekannt dafür, nur die gefährlichsten Einsätze zu übernehmen – und Neuzugängen das Leben zur Hölle zu machen. Was also tun, wenn bald die Qual beginnt? Eine letzte Nacht der Freiheit! Doch der Unbekannte, mit dem Nell sie verbringt, ist ausgerechnet der Mann, den sie am meisten fürchten sollte: Bradshaw, ihr künftiger Vorgesetzter. Bradshaw ist grausam und gnadenlos – und dennoch ist da etwas, das die beiden magnetisch zueinander zieht.“

- Beschreibung des Verlags -

Wahnsinn, was war das bitte für eine geniale Geschichte! Eigentlich hatte ich dieses Buch erst gar nicht auf dem Schirm, musste es dann aber einfach lesen, weil es so oft weiterempfohlen wurde. Wie bin ich froh, dass ich das getan habe, denn hiermit habe ich mein erstes Highlight für dieses Jahr gefunden.

In diesem Dark Military Romance Roman bekommt man es mit zwei wirklich durchgeknallten und doch großartigen Protagonisten zu tun, die einerseits absolute Psychopathen sind, andererseits aber auch zutiefst gebrochen und im Verlauf der Geschichte immer mehr ihre Menschlichkeit durchblitzen ließen. Diese treffen bereits ziemlich früh aufeinander, wobei es nach noch nicht einmal fünfzig Seiten direkt ziemlich heiß zwischen den beiden hergeht und wow, was war das für eine knisternde Chemie und prickelnder Spice. Ich war jedenfalls direkt drin in der Geschichte und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. 

Kurz darauf kam dann auch noch das Militär-Setting dazu, in welchem sich Nell beweisen und gleichzeitig Bradshaws Psychospielchen, die auch mal blutig und brutal werden konnten, stellen musste. Als es dann zum ersten richtigen Einsatz kam, wurde die Geschichte so richtig spannend, denn neben der knisternden, erotischen Anziehung zwischen Nell und ihrem Kollegen, wurde es auch noch richtig gefährlich und brutal. Schnell war der Spaß vorbei und die beiden mussten um ihr Überleben kämpfen. Dabei wurde das Militär selbst nicht romantisiert, sondern einfach knallhart aufgezeigt, wie schlimm es Soldaten wirklich ergeht. Gleichzeitig hat es die Autorin geschafft, ohne Verluste genau drauf zu halten, wenn verletzt und gemordet wird. Eine Realität, die so oder so ähnlich sicher existiert und von der ich mich absolut distanziere, die ich aber auch durchaus verstehen kann. Dazu kamen zahlreiche Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte, wozu auch Verrat gehört und Tote gibt es auch nicht wenige, sogar von einigen mehr oder weniger liebgewonnenen Charakteren musste ich mich verabschieden und das hat mich wirklich fertig gemacht. Das Ende dann war super emotional, hat mich aber auch zufrieden zurückgelassen.

Ansonsten kann man sich bei diesem Roman auf ziemlich viele witzige und gleichzeitig auf unterhaltsame Weise bekloppte Momente freuen, auf kreativ geschriebene, prickelnde, aber auch teils skurrilen Sexszenen, wobei Nell und Bradshaw anfangs noch eine gewisse Hassliebe verbindet, aber auch eine gewisse Tiefgründigkeit, die ich bei diesem Roman so gar nicht erwartet hätte. Überhaupt ist hier vieles anders, als man von Dark Romance gewohnt ist und gleichzeitig ist die Geschichte genau das, dark, brutal und sexuell aufgeladen.

Alles in allem habe ich dieses Buch einfach nur geliebt, denn dieses erzählt die außergewöhnliche, fast schon kranke Liebesgeschichte zwischen zwei sehr besonderen, starken und doch gebrochenen Charakteren. Die Geschichte ist zudem super spannend, knisternd und auf ihre ganz eigene Weise sogar extrem emotional. Kindern und Jugendlichen unter achtzehn Jahren kann ich aber dennoch nur raten, Finger weg, denn das hier ist Feuer pur und daran verbrennt man sich zu schnell.

Donnerstag, 22. Januar 2026

Band 1: The Pawn and The Puppet
Band 2: The Master and The Marionette
Band 3: The Puppeteer and The Poisoned Pawn
Band 4: The Doll and The Domination
Band 5: The Fortress and The Figurine
Band 6: The Clock and The Carnival (September 26)

„Als Skylenna, Dessin und ihre Freunde einen entscheidenden Fehler an Bord eines feindlichen Kriegsschiffs machen, landen sie in den höllischen Käfigen des Vexamen-Gefängnisses. Dort gibt es alles, von Vergnügungshaus-Nächten bis hin zu öffentlichen Hinrichtungen. Was passiert, wenn Patient Dreizehn nicht der einzige Großmeister ist, der das Spiel genießt?
Lerne Kaspias Valdawell kennen, den Zwillingsbruder von Kane, aufgezogen von den wahnsinnigen Führern der Vexemen, um den perfekten Kommandanten zu erschaffen. Er ist der ultimative Aufseher für seine besonderen Insassen.
Während ihres Aufenthalts kämpfen Dessin und Skylenna darum, ihre Familie zu schützen, Skylennas neue Fähigkeiten im Kampf zu verstehen und den bedrohlichen Methoden ihrer neuen Gefangenschaft zu widerstehen.
Werden sie Zeit haben, um eine große Flucht zu planen? Oder wird diese grausame Gefangenschaft das geschickteste Spiel von Patient Dreizehn dominieren und sie zu gehorsamen Puppen in einem Zirkus machen?“

- Beschreibung des Verlags -

Diese Reihe macht mich echt fertig. Nicht, weil sie besonders großartig, aber auch nicht, weil sie schlecht wäre, sondern weil sie mich echt ratlos zurücklässt. 

Während Band eins und zwei komplett und Band drei noch zum größten Teil aus Skylenna's Sicht erzählt wurden, so wurde dieser hier aus gleich sechs Perspektiven erzählt, nämlich aus denen aller Sechs, die sich am Ende vom dritten Band nach Vexamen aufgemacht haben. Damit lernt man schon einmal die vier besser kennen, in denen es dann im fünften Band gehen wird, allerdings waren die Perspektivwechsel manchmal auch etwas verwirrend. 

Die Geschichte selbst war im Grunde großartig, sehr kreativ und komplex konstruiert, zudem wahnsinnig intensiv, düster, emotional und spannend. Gerade die noch immer wachsende Freundschaft zwischen den sechs Charakteren und die sich entwickelnden Liebesgeschichten zwischen Ruth und Warrose als auch Marilynn und Niles fand ich sehr schön. Doch leider hat diese übertriebene Brutalität, die wirklich sehr plastisch und explizit dargestellt wurde, mir persönlich zu viel. Außerdem wurden so viele und lange Gewaltszenen eingewebt, dass sich die Geschichte zwischendrin wirklich gezogen hat. Trotzdem gab es auch schöne Szenen, viel Liebe, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung. Aber auch auf einige Wendungen muss man hier nicht verzichten, denn man wird einige Male überrascht, was die Entwicklung der Geschichte angeht. Und selbst am Ende gab es noch einmal einen richtigen Schock für mich zu verdauen, den es umso schlimmer macht, da der Band, der hierzu vielleicht eine Auflösung bringen könnte, erst Ende des Jahres erscheint. 

Die Charaktere habe ich mit diesem Band nun endgültig ins Herz geschlossen, denn diese sind zwar allesamt total unterschiedlich, aber dennoch auf ihre jeweils ganz eigene Art super liebenswert. Vor allem sind sie sehr vielschichtig, menschlich, mit Stärken und Schwächen, sie sind aber auch alle in der Lage, Gefühle zu zeigen. Dessin ist dabei nicht das Monster, welches man im ersten Band vielleicht noch erwartet, sondern ein Mann, der wahnsinnig viel durchgemacht hat, ein Krieger mit unendlich viel Herz, der sich nicht zu fein ist, auch einmal Tränen zu vergießen. Skylenna wird immer selbstbewusster und stärker, eine richtige Powerfrau, steht aber nicht mehr unbedingt im Mittelpunkt der Geschichte. Warrose ist ein starker Beschützer, ein treuer Freund und Unterstützer. Nilas hingegen ist pure Freundschaft und Liebe. Er ist extrem witzig und ein Spaßvogel, der die Situation öfter mal etwas aufgelockert hat. Dann ist da noch Ruth, Skylennas Seelenschwester, die sehr zerbrechlich und unschuldig auf mich gewirkt hat und die hier dafür das wohl mit Abstand schlimmste Schicksal erleiden musste. Marilynn ist die neuste Figur in dieser Reihe, aber deshalb nicht weniger interessant. Dennoch konnte ich sie am wenigsten fassen.

Alles in allem ist dieser Band der Reihe der wohl brutalste, aber auch der emotional zerstörerischste. Dennoch war mir die Brutalität einfach zu viel, da diese den größten Teil des Buches einnahm und auch das Ende, mit diesem bösen Cliffhanger, fand ich nicht wirklich befriedigend. Insgesamt hat diese Reihe jedoch etwas, was mich wirklich gepackt und bewegt hat.

Montag, 19. Januar 2026

„Als Romeo Montague die junge Rosaline Capulet zum ersten Mal sieht, ist er sofort verliebt. Die freiheitsliebende Rosaline wiederum ist empfänglich für Romeos Avancen, denn nach dem Tod ihrer Mutter will ihr Vater sie ins Kloster schicken. Romeo bietet ihr die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.
Doch nach und nach beginnt Rosaline an seinen Versprechungen zu zweifeln. Da richtet sich Romeos Blick auf ihre Cousine, die dreizehnjährige Julia. Allmählich begreift Rosaline, dass nicht nur ihre Zukunft auf dem Spiel steht, sondern Julias Leben.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss zugeben, dass ich skeptisch war, ob mir dieses Buch gefallen würde, da es sich erstens um eine Neuerzählung von „Romeo und Julia“ handelt, von welchem ich die Originalgeschichte wahnsinnig liebe und zweitens, weil ich nicht so richtig mit dem Gedanken klargekommen bin, dass Romeo hier der Bösewicht sein soll. Letztendlich muss ich sagen, hat es mich dann auch eher zwiegespalten zurückgelassen.

Am Anfang noch war ich relativ erstaunt, wie gut sich die Geschichte weglesen ließ, obwohl der Schreibstil nicht wahnsinnig geistreich wirkte und sich oft am Original abarbeitete. Zudem habe ich mich recht schnell in die Geschichte hineingefunden, mochte Rosaline echt gern und konnte auch ihre Lebensumstände gut nachvollziehen. Das Setting und die Umstände zu dieser Zeit fand ich ebenfalls soweit ganz gut beschrieben und selbst mit der etwas anderen „Nicht“-Liebesgeschichte zwischen Rosaline und Romeo bin ich klar gekommen, solange ich sie komplett unabhängig vom Original betrachtet habe. Doch leider wurde von Seite zu Seite die Geschichte immer abstruser und ideologischer. Zwar verstehe ich, worauf die Autorin hinauswollte und fand auch manche Hinweise und Erkenntnisse durchaus nachvollziehbar, aber ich glaube einfach nicht daran, dass alle Männer, egal ob zu Zeiten Shakespeares, noch heute, einfach nur böse waren, beziehungsweise sind. So aber kommt es in diesem Roman immer häufiger rüber, nur der treue Tybalt scheint ein wahrer Schatz zu sein. 

Ansonsten hatte ich oftmals das Gefühl, dass hier die Originalgeschichte nur umgedreht wurde und ein bisschen was dazu gedichtet. Eigene Ideen haben mir hier und da gefehlt. Selbst bestimmte Zitate wurden übernommen. Auch ist Rosaline zwar echt sympathisch, aber keine feministische Heldin, Julia war extrem auf naiv getrimmt und Romeo hatte keine Facetten. 

Alles in allem hat sich mir beim Lesen dieses Buches immer mehr der Verdacht aufgedrängt, dass die Autorin nur darauf hinauswollte, wie böse Männer doch im Allgemeinen sind und Romeo musste dafür herhalten, zu zeigen, wie sie kleine, unschuldige Mädchen ausnutzen. Trotzdem hatte die Geschichte auch etwas Unterhaltendes an sich und ich habe nie das Gefühl gehabt, es abbrechen zu müssen. 

Samstag, 17. Januar 2026

Band 1: The Pawn and The Puppet
Band 2: The Master and The Marionette
Band 3: The Puppeteer and The Poisoned Pawn
Band 4: The Doll and The Domination
Band 5: The Fortress and The Figurine
Band 6: The Clock and The Carnival (September 26)

„Skylennas Welt dreht sich nicht mehr nur um Dessin, als sie von einem neuen Geheimnis erfährt, das er verborgen gehalten hat. Geplagt von Verrat, Wut und lähmenden Wellen der Verwirrung, muss Skylenna ihre Gefühle beiseite legen und sich darauf konzentrieren, DaiSzek vor der Vexamen-Breed zu retten. Doch nach einer Tragödie begibt sie sich allein auf eine Reise, um dunkle Geheimnisse ihrer Vergangenheit aufzudecken. Die verlorenen Erinnerungen ihrer Kindheit. Die fehlenden Teile von Dessins großem Plan.
Was, wenn diese düstere Wahrheit ausreicht, um sie die Klippe hinunterzustürzen? Was geschieht, wenn das süße, mitfühlende Mädchen verschwunden ist und nur noch ein Monster bleibt?
Skylenna ist nicht länger eine hilflose Schachfigur. Stattdessen nimmt sie die Fäden in die Hand und inszeniert das dunkelste Puppenspiel, das jemals die Bühne der Emerald Lake Anstalt erreicht hat.“

- Beschreibung des Verlags -

Endlich bin ich mit diesem Band komplett in der Geschichte angekommen, denn hier wird endgültig aufgelöst, was es mit der gemeinsamen Vergangenheit von Skylenna und Dessin auf sich hat, wie alles miteinander zusammenhängt und warum die beiden so eine starke Verbindung zueinander haben. 

Dafür muss sich die Protagonistin auf eine echt interessante und spannende aber auch gefährliche Reise durch ihre Vergangenheit begeben, die nicht nur mit vielen Überraschungen und Wendungen daher kommt, sondern auch ihre ganz eigenen Fähigkeiten offenbart. Aber nicht nur das, sondern die erst noch relativ unschuldige Skylenna entwickelt sich immer mehr zu einer echten Kriegerin, die zwar durch einigen Schmerz physischer als auch psychischer Art gehen muss, aber dadurch auch stärker wird und endlich die ganze Wahrheit hinter all den Geheimnissen rund um Dessin und ihre Welt entdeckt. Diese Wahrheiten hätte ich persönlich dann auf keinen Fall so erwartet und ich muss sagen, dass sich die Autorin hier echt was hat einfallen lassen, denn was in diesem Band offenbart wurde, war extrem kreativ und nicht vorhersehbar.

Dabei ist die Geschichte durchaus packend und auch um einiges bildlicher als in den ersten beiden Bänden, sie ist super emotional, düster und melancholisch, voller Wut, aber auch voller Liebe. Es gibt zudem wieder einiges an Gewalt, wobei sich Skylenna endlich selbst zu wehren weiß und Rache eine große Rolle spielt. Ebenfalls gibt es gegen Ende dieses Bandes echt eine Menge Sex, wobei die Sexszenen aber super intensiv und prickelnd geschrieben sind. Überhaupt fand ich die Gefühle zwischen Skylenna und Dessin sehr tief, deren Chemie miteinander prickelnd, beschützend und respektvoll und auch die familiäre Freundschaft der beiden mit Niles, Chekiss, Ruth und Warrose war einfach nur großartig. Richtig toll ist zudem, dass die Geschichte zum Ende hin mit aus Sicht anderer Figuren erzählt wird, nicht mehr nur aus der von Skylenna.

Alles in allem ist dieser Band der für mich bisher beste der Reihe und ich habe ihn wirklich verschlungen, weil ich unbedingt jederzeit wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Außerdem habe ich die Charaktere inzwischen absolut ins Herz geschlossen und fand die ganze Atmosphäre des Buches großartig. Nur die ganze Gewalt ist mir hier und da etwas zu viel. 

Donnerstag, 15. Januar 2026

Band 1: Songs for the Beautiful
Band 2: Songs for the Broken

„Manchmal kann ein einziger Song dein Leben zerstören …
Presley Wren ist eine der erfolgreichsten Pop-Sängerinnen, die Amerika zu bieten hat. Bis ein Shitstorm ihrer skandalträchtigen Karriere ein Ende setzt und sich das Label von ihr trennt. Presley ist gewillt, alles für ein großes Comeback zu tun – sie ist sogar bereit, sich auf eine Publicity-Beziehung mit dem gefeierten Football-Star Kane Crawford einzulassen, wie es ihr neuer Produzent von ihr verlangt. Doch der Musik-Mogul stellt noch weitaus härtere Bedingungen. Und Presley muss sich bald fragen, ob sie wirklich bereit ist, den hohen Preis für Ruhm zu bezahlen …“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss schon sagen, dass ich diesen Band hier durchaus besser fand als seinen Vorgänger, denn hier war die Liebesgeschichte tatsächlich um einiges intensiver und auch die Handlung insgesamt war spannender. Zudem wurde hier ein Thema eingewoben, welches echt wichtig ist und es Presley schwer macht, sich voll auf Kane einzulassen, obwohl die beiden natürlich mit der Zeit Gefühle füreinander entwickeln. Dabei fand ich schön, dass sich die beiden von Anfang an mit viel Respekt begegnen und auf Augenhöhe. Außerdem gab es wirklich schöne und romantische Szenen, zum Beispiel im Zusammenhang mit einer Preisverleihung, die nicht so verläuft, wie es sich Presley gewünscht hätte, aber vor allem bei einem gemeinsamen Besuch auf der Farm von Kane's Familie. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Presley eher mit der Sprache über das, was ihr geschehen ist, herausrückt, kann aber auch ihre Bedenken, Zweifel und Ängste verstehen. Am Ende war die Geschichte aber, bis auf Kleinigkeiten, wirklich gut.

Was die Charaktere angeht, so war ich hier in Bezug auf Presley etwas hin und her gerissen, denn durch ihr toughes Auftreten im ersten Band hatte ich ein gewisses Bild von ihr in meinem Kopf, welchem hier komplett widersprochen wurde. Plötzlich war Presley eigentlich nur noch ein Haufen bedauernswertes Elend, gleichzeitig habe ich sie immer wieder als ziemlich arrogant wahrgenommen, obwohl sie es gar nicht wirklich war. Andererseits konnte ich sie aber absolut verstehen und auch ihre Maske, die sie nach außen hin aufsetzt, habe ich als solche erkannt. Kane hingegen habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn er ist einfach ein Traummann, der immer wieder versucht, es Presley so angenehm wie möglich zu machen, sie zu keiner Zeit bedrängt und stattdessen immer auf respektvollen Abstand geht. Auch seine Familie mochte ich sehr, denn diese hat, obwohl sie nur eine kleine Nebenrolle spielt, eine gewisse Gemütlichkeit in die Story gebracht. Und dann gibt es noch Kane's Haustier, welches mal was gans Besonderes war.

Alles in allem war dieser Roman nicht perfekt und es war nun auch nicht unbedingt so, dass ich ihn nicht hätte aus der Hand legen können, aber er war dennoch recht unterhaltsam und die Liebesgeschichte zwischen Presley und Wren echt süß. Mal schauen, ob ich demnächst noch einmal ein Buch dieser Autorin lesen werde.

Dienstag, 13. Januar 2026

Band 1: The Pawn and The Puppet
Band 2: The Master and The Marionette
Band 3: The Puppeteer and The Poisoned Pawn
Band 4: The Doll and The Domination
Band 5: The Fortress and The Figurine
Band 6: The Clock and The Carnival (September 26)

„Skylenna hat die Chandelier City, die Emerald Lake Anstalt und die verdrehten gesellschaftlichen Zwänge der Frauen hinter sich gelassen, um mit dem Patienten zu fliehen, vor dem alle Angst haben. Dessin. Als sie sich in den unerforschten Wäldern verstecken, erfährt Skylenna, dass das Geheimnis des berüchtigten Patienten Dreizehn noch lange nicht gelöst ist. Jede gefährliche Situation bringt eine neue Persönlichkeit hervor und damit einen neuen Mann, der ihre Anziehung vertieft.
Erst als sie auf unerwartete Verbündete und alte Kolonien der Wälder stoßen, haben sie einen Grund, freiwillig in die Anstalt zurückzukehren. Doch nicht als Angestellte. Dieses Mal ist Skylenna die zwölfte Patientin der Emerald Lake Anstalt.
Wird Dessin beweisen, dass sie ihm genauso viel bedeutet wie er ihr? Oder spielt der Meister nur mit seiner Marionette?“

- Beschreibung des Verlags -

Also, wer den ersten Band dieser Reihe schon grausam fand, ihn gar gerade nur so ertragen konnte, der sollte von diesem hier vielleicht Abstand nehmen, dieser hatte nämlich einige sehr explizite What-the-F...- Momente und die hatten nichts mit Sex zu tun, wenn es auch in diesem Roman einige, wenn auch noch recht wenige,  erotische Szenen gab. Oftmals habe ich mich sogar gefragt, ob man als Autor nicht selbst schon ein bisschen psychopathische Tendenzen haben muss, um so etwas zu schreiben. Vor allem die Folterszenen fand ich dabei extrem perfide und böse. 

Bevor es dazu kommt, treffen die beiden Protagonisten nach ihrer Flucht aus dem Emerald Lake Asylum aber erst einmal auf verschiedene Figuren, die endlich auch den Fantasy-Part der Geschichte etwas mehr zum Tragen bringen. So gibt es hier die sogenannte Nachtschattenhorde, Nachkommen von Dunkelelfen, als auch die Sturmweisen, die ich aber nicht so richtig einordnen konnte. Überhaupt fand ich den ersten Part des Buches etwas verwirrend, was vor allem daran lag, dass mir entweder einfach die Vorstellungskraft oder dem Buch die Lebendigkeit gefehlt hat. Jedenfalls hat mir hier irgendetwas gefehlt. Der zweite Part war dann gespickt mit super viel Gewalt, Missbrauch und Folter. Dieser war echt interessant und spannend, weil auch einiges ans Licht kam, womit ich nicht gerechnet hätte. Allerdings war er auch echt schwer zu ertragen und hätte ruhig um einiges kürzer sein können. Am Ende gab es dann noch einmal einen echt unerwarteten Cliffhanger, der auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Band macht. Ansonsten war die Liebesgeschichte zwischen Skylenna und Dessin hier noch intensiver, obwohl die zwei immer wieder getrennt wurden, und man lernt auch mehr Alter, also Persönlichkeiten, von ihm kennen, die allesamt echt interessant sind und ganz verschiedene Fähigkeiten haben. 

Alles in allem fand ich auch diesen Band wieder super düster und vor allem, was die ganze Folter angeht, kaum zu ertragen. Allerdings hatte die Geschichte auch etwas Packendes und ich wollte durchaus wissen, wie die Geschichte weitergeht. Die Liebesgeschichte ist ebenfalls sehr intensiv und ich bin extrem gespannt, wie es mit Skylenna und Dessin weitergeht.

Sonntag, 11. Januar 2026

Band 1: The Pawn and The Puppet
Band 2: The Master and The Marionette
Band 3: The Puppeteer and The Poisoned Pawn
Band 4: The Doll and The Domination
Band 5: The Fortress and The Figurine
Band 6: The Clock and The Carnival (September 26)

„Die Emerald Lake Anstalt ist kein Ort, den man freiwillig besucht. Die neunzehnjährige Skylenna hat jedoch ein Versprechen abgegeben, das sie einhalten muss. Nach ihrer Einstellung verfolgt sie nur ein Ziel — sie will dem Rat beweisen, dass barbarische Behandlungen wie Waterboarding, kochende Bäder und Schläge nicht mehr die Antwort sind. Doch all das gerät ins Stocken, als sie auf die Quelle des Schreckens in der Anstalt trifft. Ein Patient mit einer gespaltenen Persönlichkeit – auf der einen Seite ist er Dessin, ein blutdürstiges Genie. Auf der anderen Seite eine tief in seinem Unterbewusstsein begrabene Persönlichkeit.
Als Dessin bei einem versuchten Zellenausbruch erwischt wird, droht ihm die Hinrichtung. Nur Skylenna kann dies verhindern, sollte sie seine Kernpersönlichkeit hervorbringen und seine Menschlichkeit offenbaren können. Sie hat neunzig Tage, um sein Leben zu retten. Aber dafür muss sie mit ihm in seine Welt aus meisterhaften Puppenspielereien eintauchen.
Eine verbotene Anziehungskraft entsteht entgegen ihrer besten Urteile. Stück für Stück deckt Skylenna die finsteren Geheimnisse seiner Vergangenheit auf, die ihn zu dem Monster gemacht haben, vor dem sich alle fürchten. Und Dessin hat trotz der furchterregenden, unzerstörbaren Persönlichkeit, die er der Welt präsentiert, eine Schwäche: sie.“

- Beschreibung des Verlags -

Jetzt habe ich inzwischen schon so viel über dieses Buch gehört, dass ich es mir gleich zu Gemüte geführt habe, und ich muss sagen, dass ich etwas zwiegespalten bin, denn die Geschichte ist schon sehr komplex, mit relativ vielen Charakteren und einigen Irrungen und Wirrungen. Andererseits konnte ich es, nachdem ich einmal in der Geschichte drin war und sich auch Skylenna und Dessin endlich nähergekommen sind, kaum noch aus der Hand legen.

Dabei fand ich das Worldbuilding echt interessant und gut gemacht, ziemlich düster, aber auch vielschichtig. Ich mochte die Mischung aus Dark Romance und Fantasy, wobei das Fantastische noch nicht allzu sehr zum Tragen kam. Ebenfalls mochte ich die Chemie zwischen Skylenna und Dessin, die zwar anfangs noch nicht besonders prickelnd war und auch komplett ohne Sex auskam, aber vom Beschützerinstinkt der beiden für den jeweils anderen geprägt war. Erst später wurde die Beziehung der beiden immer inniger, und obwohl nicht von Liebe gesprochen wird, so wirkte ihr Umgang miteinander sehr liebevoll. Es gab aber auch einiges an Gewalt in diesem Buch, einmal in Form der wirklich grausamen Behandlungen, die in der Emerald Lake Anstalt angewandt werden und die kaum zu ertragen sind, dann durch die bösartigen Übergriffe auf Skylenna, aber auch ausgehend von Dessin, der viel mehr ist als einfach nur multipel. Und dann gibt es noch die Geschichte rund um Skylennas Schwester Scarlett, bei welcher die Ursachen für ihren Tod bis gegen Ende noch ungeklärt sind. Ein großes Problem war allerdings für mich, dass irgendwie keine Bilder vor meinem inneren Auge auftauchen wollten, womit die Geschichte ziemlich eindimensional blieb und was ich sehr schade fand.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese durchaus interessant. Vor allem Dessin ist eine extrem vielschichtige Figur, die mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten schwer zu greifen, aber auch sehr besonders ist. Dazu kommt, dass er recht mysteriös ist, aber trotz der vielen Gewalt, die von ihm ausgeht, irgendwie nicht wirklich böse. Skylenna fand ich liebenswert, aber im Gegensatz zu Dessin nicht wahnsinnig besonders. Dennoch hat sie ein gutes Herz, und schon allein dafür, dass sie so viel durchmachen musste und muss, aber auch so viel Mitgefühl hat, muss man sie einfach mögen. 

Alles in allem muss ich sagen, passiert in diesem Buch ziemlich viel, was manchmal etwas überfordernd sein kann. Außerdem werden im Laufe der sehr düsteren, bedrückenden Geschichte viele Fragen aufgeworfen, die am Ende echt unerwartete Antworten bekamen. Auf jeden Fall sind die meisten Trigger hier tatsächlich ernst zu nehmen. 

Freitag, 9. Januar 2026

„Ein Wochenende voller Fragen, voller Hoffnung
Manchmal genügt ein einziger Moment, um das Leben neu zu sehen. In der Stille der Hütte beginnt eine Suche nach Sinn, Trost und innerer Stärke.
Nach dem schmerzhaften Verlust seiner Tochter ist Mackenzie voller Trauer und Zweifel. Als er eine rätselhafte Einladung in eine abgelegene Hütte erhält, steht er vor der Entscheidung, sich seiner Vergangenheit und seinen Ängsten zu stellen. In der Stille des Waldes beginnt Mackenzie, neue Hoffnung zu schöpfen und entdeckt, was im Leben wirklich zählt. Schritt für Schritt findet er den Mut, sich dem Schmerz zu öffnen – und vielleicht einen Neuanfang zu wagen.“

- Beschreibung des Verlags -

Schon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.

So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt. 

Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht. 

Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.  

Mittwoch, 7. Januar 2026

Band 1: Die Bücher, der Junge und die Nacht
Band 2: Die Bibliothek im Nebel
Band 3: Das Haus der Bücher und Schatten
Band 4: Das Antiquariat am alten Friedhof

„Sankt Petersburg, 1917. Der junge Bibliothekar Artur flieht vor den Schergen der Revolution, im Gepäck ein Manuskript, das ihn retten soll – und die Leben vieler anderer bedroht. Sein Ziel ist Leipzig, die Stadt der Bücher. Im legendären Graphischen Viertel will er seine große Liebe Mara wiedersehen, die dem Sohn eines reichen Verlegers versprochen ist.
Cote d’Azur, 1928. Das Mädchen Liette findet auf dem Dachboden des Luxushotels Château Trois Grâces die vergessenen Reisekisten russischer Familien, die während der Revolution ermordet wurden. Darin entdeckt sie ein altes, mit einem Schloss gesichertes Buch.
Dreißig Jahre später beauftragt Liette, mittlerweile Direktorin des Hotels, den Gentleman-Ganoven Thomas Jansen, mehr über die ehemalige Besitzerin des Buchs herauszufinden – eine Russin namens Mara. Die Spur führt zu einem Bibliothekar, der vor Jahren nach Leipzig kam, zu einer verlassenen Villa am Meer und der geheimnisvollen Bibliothek im Nebel.“

- Beschreibung des Verlags -

Wie schon im ersten Band, war auch hier wieder der Schreibstil großartig, sehr bildlich und zum Teil sogar echt poetisch. Ebenfalls war die Atmosphäre wieder großartig, mystisch, spannend und ein Stück weit schaurig. 

Die Geschichte hat mir dabei, bis auf ein paar Stellen, die ich etwas an den Haaren herbeigezogen fand, wirklich gut gefallen und ich wurde super unterhalten. Diese spielt wieder einmal in drei verschiedenen Zeitebenen, die allesamt ihren gewissen Reiz hatten. Es geht wieder um Okkultismus, um Familie und um die Liebe, vor allem aber um die Bücher und das Geschäft mit Büchern, wobei die Geschichte aber nur zu einem relativ kleinen Teil im graphischen Viertel spielt. Vielmehr findet man sich oftmals auch in Frankreich wieder, an der Côte d’Azur, oder auch auf einem Schiff von Russland nach Leipzig. Im Mittelpunkt steht dabei das Geheimnis rund um Mara, welches sich durch das ganze Buch hindurchzieht und damit den roten Faden bildet, um den noch weitere Handlungen gesponnen wurden, die allesamt mit dieser mysteriösen Frau zu tun haben. Auch gibt es hier ein paar Morde, ausreichend Dramatik und eine ganze Menge Detektivarbeit, welche ich echt spannend und interessant fand.  

Was die Charaktere angeht, so sind die Protagonisten hier der junge Artur, den man immer wieder, auch in anderen Zeitebenen, antrifft, sowie Liette und Thomas Jansen, wobei es mir bei Thomas manchmal so vorkam, als wäre er mehr oder weniger nur Mittel zum Zweck. Wirklich tief ging dieser Charakter jedenfalls nicht. Dafür fand ich Artur richtig toll, sehr sympathisch und loyal. Liette hingegen fand ich sowohl als Kind als auch als Erwachsene echt super, selbstständig, schlau und unerschrocken. Richtig schön fand ich aber auch, dass es ein Wiedersehen mit Grigori aus Band eins gibt und man erfährt, wie er letztendlich im „Montecristo“ gelandet ist. 

Alles in allem fand ich auch diesen Band wirklich großartig, spannend, mysteriös und auf recht bodenständige Art sogar romantisch und dramatisch. Jetzt fehlt mir nur noch der letzte Band und ich freue mich darauf, ihn demnächst zur Hand zu nehmen.