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Sonntag, 2. November 2025

„Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht.
Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen.
Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend.
Die kleine Emily leidet unter dem hartnäckigen Schweigen ihrer Urgroßeltern Margret und Hardy, bei denen sie wegen des unsteten Lebenswandels ihrer Mutter aufwächst. Als Jugendliche beginnt sie schließlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wird es ihr gelingen, das Erbe der unverarbeiteten Traumata ihrer Familie endlich aufzubrechen?“

- Beschreibung des Verlags -

Kaum ein Buch schafft es tatsächlich, mich zu Tränen zu rühren, aber dieses ist nun schon das zweite Buch der Autorin, dessen Geschichte mich gegen Ende hin tatsächlich hat Rotz und Wasser heulen lassen. 

Diese spielt wieder einmal sowohl in der Vergangenheit, nach dem Zweiten Weltkrieg, als auch in der Gegenwart. Es geht wieder darum, was die Vergangenheit aus den Protagonisten, hier Margret und Hardy gemacht hat und wie deren Erfahrungen als Kinder sich auch auf die Gegenwart auswirkt. So müssen beide Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre in verschiedenen Heimen grausame Misshandlungen über sich ergehen lassen, Margret wird sogar gerade dann vergewaltigt, als sie sich endlich in Sicherheit wähnt. Die Autorin hat diesbezüglich sehr realistisch und ungeschönt geschildert, was den beiden angetan wird, sodass ich beim Lesen einige Male mehr als entsetzt, teilweise richtig wütend war. Ebenfalls fand ich sehr nachvollziehbar geschrieben, wie sich Margret und Hardy später immer näher kommen, nämlich sehr langsam und aus einer tiefen Freundschaft und Verantwortungsgefühl heraus.

Auch die Handlung in der Gegenwart ist wirklich gut und eindrücklich geschrieben. Hier begleitet man Emily, die es auch nicht gerade leicht hat. Sie leidet darunter, dass sie keine zuverlässige Bindung zu ihrer Mutter hat. Gleichzeitig kennt sie ihren Vater nicht. Ihr einziger Halt sind ihre Urgroßeltern, die aber noch immer unter den Geschehnissen ihrer eigenen Kindheit zu kämpfen haben. Dies führt zu einer großen Zerrissenheit, welche die Autorin ebenfalls super herüberbringen konnte. Genauso ging es mir mit der Beziehung Emilys zu ihren Urgroßeltern, die Liebe zwischen ihnen, aber auch die kleinen und großen Problemchen, gerade auch, als Emily in die Pubertät kommt. 

Was ich der Autorin ebenfalls hoch anrechne, ist, dass sie auch für diesen Roman wieder sehr gut recherchiert zu haben scheint, denn die ganze Geschichte wirkt wie aus dem realen Leben gegriffen, ist sehr bildlich und nachvollziehbar geschrieben. Dazu kommt das super schöne Ende, welches vielleicht etwas sehr emotional ist, aber welches ich persönlich nach all dem Leid, den Problemen und Sorgen auch gebraucht habe. Zudem habe ich das, was dort geschieht, Hardy von ganzem Herzen gegönnt. Einzig einen versöhnlichen Satz gegenüber dem christlichen Glauben habe ich vermisst, denn Gott hat ganz sicher nie gewollt, was den Kindern damals durch die Institution Kirche angetan wurde.

Alles in allem war dieses Buch aber wieder einmal großartig, die Geschichte sehr berührend und gerade in den Teilen, die in der Vergangenheit spielen, schwer zu ertragen. Außerdem hangelt sich die Autorin erneut nah an der Realität entlang und macht auf Missstände aufmerksam, die es wirklich in Deutschland gab. Ich kann diesen Roman deshalb absolut weiterempfehlen und hoffe, dass die Autorin noch mehr schreiben wird. 

Montag, 27. Oktober 2025

„Eine junge Mutter, die um ihr Kind kämpfen muss – und eine intensive Achterbahnfahrt der Gefühle …
Fünf Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihrer großen Liebe Scott kehrt Kenna an den Ort des Geschehens zurück. Ihr einziger Wunsch: endlich ihre vierjährige Tochter Diem, die bei Scotts Eltern lebt, in die Arme zu schließen. Gleich am ersten Abend trifft sie auf Ledger, der erste Mann, zu dem sie sich seit Scotts Tod hingezogen fühlt – und er sich umgekehrt auch zu ihr. Doch dann stellt sich heraus, dass Ledger Scotts engster Freund seit Kindertagen war. Und dass er geschworen hat, dass die ihm unbekannte Mutter, die Schuldige am Tod seines Freundes, niemals eine Rolle in Diems Leben spielen wird …“

- Beschreibung des Verlags -

Dass Colleen Hoover emotionale Bücher schreiben kann, war ja schon immer klar, dennoch waren für mich bisher noch nicht viele Highlights dabei und jetzt kommt dieses hier, welches mich nach längere Zeit wieder begeistern konnte. Denn dieses hat für mich einfach alles, was eine schöne, emotionale Liebesgeschichte haben muss.

Dabei ist dieser Roman nicht nur ein einfacher Liebesroman, sondern viel mehr. So geht es hier in erster Linie nicht um die Liebesgeschichte, die sich langsam um Kenna und Ledger spinnt, sondern vor allem um den Verlust eines geliebten Menschen, um Schuld und Sühne, Mutterschaft und ums Verzeihen, auch, wenn es noch so unmöglich scheint. Es geht um Eltern, die ihren Sohn verloren haben und eine junge Frau, die nicht nur mit ihrer Schuld zu kämpfen hat, sondern auch damit, ihre kleine Tochter noch nie gesehen zu haben. Dies alles hat die Autorin wahnsinnig überzeugend und emotional geschrieben, dass ich die ganze Zeit mit Kenna gelitten habe und hoffte, dass sie endlich ihre Tochter kennenlernen darf. Ebenso konnte ich aber auch Scotts Eltern ein Stück weit verstehen, denn diese wollen nur das Beste für ihre Enkelin Diem, nachdem sie ihren Sohn ausgerechnet durch Kennas Schuld verloren haben. Allerdings gibt es auch einige Vorurteile, die es Kenna nicht gerade leicht machen. Die Liebesgeschichte fand ich ebenfalls wirklich gut. Diese beginnt ziemlich rasant, jedoch mit einem großen Knall, der alles zum Wackeln bringt, entwickelt sich aber dennoch weiter und man merkt einfach die Anziehung zwischen Kenna und Ledger.

Richtig gut fand ich auch die Charaktere, denn diese sind sehr vielschichtig, machen Fehler, aber lernen auch daraus. Dabei habe ich Kenna super gut verstehen können und obwohl sie wirklich viel falsch gemacht hat, so tat sie mir dennoch super leid. Auch Scotts Eltern konnte ich, wie gesagt, absolut verstehen. Ebenfalls fand ich Ledger großartig, sehr verantwortungsbewusst und gleichzeitig sexy. Außerdem wird er mit der Zeit zum wichtigen Verbindungsstück zwischen Kenna, Scotts Eltern und Diem, was ihm selbst einige Probleme einbringt.

Alles in allem fand ich diesen Roman super emotional, mit viel Drama, wobei dieses aber sehr realistisch wirkte und nicht übermäßig konstruiert. Genauso mochte ich die Charaktere und der Schreibstil war sowieso großartig. Jetzt freue ich mich auf die Verfilmung und hoffe, dass diese genauso gut wird, wie die Buchvorlage.

Samstag, 11. Oktober 2025

„Es gibt niemanden mehr, den du retten kannst.“
Helena Marino ist die letzte Überlebende des Widerstands, vergessen in Gefangenschaft. Bis sie durch einen Zufall in die Hände von Kaine Ferron gerät, dem erbarmungslosen High Reeve. Eingesperrt auf seinem eisernen Anwesen, will Helena die letzten Geheimnisse des Widerstands wahren, während Kaine versucht, mit alchemistischer Gewalt in ihren Kopf einzudringen. Denn Helena erinnert sich nicht an die letzten Jahre des Krieges. War sie wirklich nur eine einfache Heilerin in den Reihen der Ewigen Flamme? Helena ringt um ihr Überleben – und beginnt zu ahnen, dass Kaine und sie weit mehr verbindet, als ihre Feinde je erfahren dürfen …

- Beschreibung des Verlags -

Nachdem dieses Buch bereits vor Erscheinen einen solchen Hype erfahren hat, kam auch ich nicht darum herum, es mir zu Gemüte zu führen und was soll ich sagen, irgendwie kann ich schon verstehen, dass das Buch so gefeiert wird, auch, wenn es mich nicht zu einhundert Prozent abgeholt hat. Dennoch war die Geschichte wirklich interessant, sehr intelligent konstruiert und auf jeden Fall packend, sodass ich sie kaum zur Seite legen konnte.

Erzählt wird diese aus Sicht einer dritten Person, was bei all dem Übel, welches der Protagonistin und auch den anderen Charakteren geschieht, durchaus eine gute Wahl ist, selbst, wenn man dadurch auch ansonsten nicht ganz so gut in die Gefühlswelt der Protagonistin eintauchen kann. Großartig finde ich auch die drei Teile, in welche die Geschichte unterteilt ist, wobei gerade der zweite Teil der ist, welcher am wichtigsten ist, da er einige Fragen aus Teil eins beantwortet. Allerdings hat sich dieser für mich persönlich aber auch etwas gezogen. Am besten gefallen hat mir dagegen Teil eins und Teil drei, obwohl gerade Teil eins sehr viele Fragen aufwirft, wobei sich die Handlung hier größtenteils auf Kaines Anwesen abspielt, welches für Helena zum Käfig wird, in welchem sie immer wieder qualvoll misshandelt wird. Dafür war Teil drei für mich am emotionalsten, hat die zugehörige Liebesgeschichte auf den Höhepunkt gebracht und die gesamte Geschichte zufriedenstellend abgeschlossen. 

Insgesamt ist die Geschichte super düster, brutal und teilweise drückt sie wirklich auf die Psyche, ist also nichts für unter Achtzehnjährige. Es geht vor allem um einen grausamen Krieg zwischen Leben und Tod, wobei Alchemie eine große Rolle spielt. Zudem ist die ganze Geschichte extrem komplex, mit einem Magiesystem, welches mal was ganz anderes ist und hin und wieder musste ich mich deshalb auch nebenbei etwas schlaumachen und recherchieren, um alles besser zu verstehen. Dazu kommt, dass es wirklich viele verschiedene Figuren gibt, was mich anfangs ebenfalls etwas verwirrt hat.

Die Charaktere sind aber allesamt keine Helden im üblichen Sinne, sondern vielmehr tragische Figuren zwischen Krieg, Leid und Tod. Sie sind vielschichtig, teilweise undurchschaubar und ganz oft verwischen bei ihnen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Selbst Helena ist keine typische Heldin, sondern eine ganz normale, junge Frau, welcher ihre Fähigkeiten mehr oder weniger zum Verhängnis werden, ohne, dass sie als Person wirklich ernst genommen wird. Ihr zu folgen, war für mich manchmal gar nicht so leicht, obwohl ich sie wirklich mochte. Und auch Kaine hat mich durchaus überrascht, denn er ist nicht unbedingt das, was er zu sein scheint und hat einige Überraschungen zu bieten. Richtig abartig fand ich hingegen den High Necromancer Morrough, welcher ein Antagonist ist, wie man ihn nicht besser hätte schreiben können. Jedoch gibt es auch noch andere Figuren, die ich wirklich schrecklich fand.

Alles in allem ist dieses Buch wirklich gut, das lässt sich absolut nicht bestreiten, dennoch ist es für mich kein Highlight, weil es mir dann doch insgesamt um einiges zu lang war. Vor allem im Mittelteil hat es mich zeitweise etwas verloren. Ansonsten ist der Schreibstil großartig, das Worldbuilding echt interessant und düster, die Geschichte intelligent, brutal und doch irgendwie auch gar nicht so unrealistisch und die Charaktere gut geschrieben. Ich kann es also absolut weiterempfehlen, wenn man Dark Fantasy mit Romance mag.

Dienstag, 26. August 2025

„Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...“

- Beschreibung des Verlags -

Wieder einmal wurde ein Buch von Colleen Hoover verfilmt, welches ich bis dato noch nicht gelesen hatte, weshalb ich das schnell noch vor Erscheinen des Filmes nachgeholt habe und das Erste, was mir zu diesem Buch einfällt, ist, dass es gleichzeitig dramatisch und zuckersüß ist.

Die Geschichte wird dabei aus zwei Perspektiven erzählt, nämlich einmal aus der der vierunddreißigjährigen Morgan, die nach einem plötzlichen Verlust auch noch mit einer wirklich fiesen Offenbarung klarkommen muss. Gleichzeitig kommt sie einem Mann immer näher, dem sie vielleicht nicht so nahe kommen sollte. 

Auf der anderen Seite ist da Morgans sechzehnjährige Tochter Clara, welche denselben Verlust durchstehen muss, das in einer Phase, wo sich sowieso schon alles ändert. Hier spielen viele verschiedene Themen eine Rolle, unter anderem natürlich der Verlust selbst, aber auch die erste Liebe, die Probleme, die mit der Pubertät auf Mütter und ihre Töchter zukommen sowie Schuldgefühle und Zweifel. Besonders hat mir dabei die Beziehung zwischen Clara und ihrem Freund Miller gefallen, weil sie einfach super süß miteinander umgehen, selbst, wenn sie sich mal streiten. Sämtliche Szenen zwischen den beiden fand ich einfach nur großartig und habe sie wahnsinnig genossen. Aber auch Morgans Part fand ich wirklich schön, wenn auch nicht ganz so spannend, wie den von Clara, weil ihre Geschichte nicht wahnsinnig besonders war, aber trotzdem echt schön. Zudem fand ich die Beziehung zwischen Morgan und Clara sehr interessant und realistisch gezeichnet, die Streitereien, die langsame Absondern Claras und auch das ganze Gefühlschaos. Die Geschichte ist jedenfalls insgesamt einerseits tragisch, weil sowohl Morgan als auch Clara einiges durchmachen müssen, andererseits aber auch so oft super süß, mit richtig tollen, herzerwärmenden Szenen. 

Auch die Charaktere mochte ich hier sehr, denn diese sind sehr lebendig geschrieben und auch, wenn mich Claras Verhalten manchmal echt genervt hat, so war dieses für ein junges Mädchen mitten in der Pubertät einfach normal, zumal sie auch noch einiges durchzustehen hat. Ebenso mochte ich Morgan wirklich gern und konnte ihre Verzweiflung über die aktuelle Situation in ihrem Leben als auch den Problemen mit Clara absolut nachvollziehen. Ebenfalls fand ich Miller und Jonah super toll. Miller, weil er so viel Geduld mit Clara hat, scheinbar immer genau das Richtige tut und super witzig ist. Jonah, weil er für Morgan da ist, sich gleichzeitig aber auch zurücknimmt, obwohl er in sie verliebt ist.

Alles in allem war dieser Roman wieder einmal ein typischer Hoover, wenn man hier auch gleich zwei Liebesgeschichten in einem bekommt und gleichzeitig auch noch eine Coming-of-Age Geschichte. Dieser war super gut und flüssig geschrieben, emotional und, wie schon öfter erwähnt, zuckersüß. Jetzt freue ich mich jedenfalls auf den Film und hoffe, dass dieser gut umgesetzt wurde.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Band 3: Opal. Schattenglanz
Band 4: Origin. Schattenfunke
Band 5: Opposition. Schattenblitz

„Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihre Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss schon zugeben, dass ich die Reihe bisher echt gut fand und auch dieser Band ist nicht schlecht, hatte aber einige Längen. Im Grunde geht es darum, Blake bei einem gefährlichen Plan zu helfen, der auch für die Blacks vom Vorteil wäre, doch bis tatsächlich hinsichtlich dieser Unternehmung etwas geschieht, dauert es, mit kurzen Unterbrechungen, gefühlt ewig. Zwar geschieht auch wieder viel Geplänkel hier und da und die Beziehung zwischen Katy und Daemon wird immer intensiver, während sich Dee von Katy distanziert, doch der gewisse Knall hat irgendwie gefehlt. Erst zum Schluss hin wurde es noch einmal richtig rasant und auch zwischendrin gab es trotz allem ein paar überraschende Wendungen.

Insgesamt war dieser dritte Band auch wieder recht gut, konnte aber mit den vorherigen Bänden leider nicht ganz mithalten. Dennoch freue ich mich auf Band vier und werde die Reihe sicher auch beenden, denn inzwischen bin ich in der Materie wirklich tief drin und auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Aber vor allem will ich wissen, wie es mit Katy und Daemon, sowie den anderen Charakteren, weitergeht. 

Freitag, 4. Juli 2025

Diesen wundervollen Roman habe ich von Vorablesen in Zusammenarbeit mit dem dtv Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür!

„Allie kehrt nach einer schweren Ballettverletzung zur Regeneration nach Cape Cod zurück, wo eine Begegnung mit ihrem ehemaligen besten Freund längst vergessen geglaubte Gefühle und schmerzhafte Erinnerungen weckt. Hudson hat sie als Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet, aber er hat sie auch nach dem Tod ihrer Schwester im Stich gelassen. Als Hudsons Nichte plötzlich vor Allies Tür steht und verzweifelt ihre leibliche Mutter finden will, gerät Allie in eine unmögliche Situation.“

- Beschreibung des Verlags -

Bisher habe ich noch keinen Roman der Autorin gelesen, der nicht gut gewesen wäre und auch dieser hier war wieder wunderschön, mit einer emotionalen Geschichte, welche mit einigen interessanten Wendungen daher kam, mit denen ich nicht gerechnet hätte. 

Schön fand ich dabei schon von Anfang an das sommerliche Setting Cape Cods. Aber natürlich hat mir auch die Geschichte um eine zweite Chance für die Liebe super gut gefallen. Dabei sind Allie und Hudson ein großartiges Paar, welches ich sofort wie geschaffen füreinander fand. Auch die Themen fand ich hier schön gewählt, denn Allie steht als professionelle Ballerina, die mit einer strengen Mutter aufgewachsen ist, unter ständigem Stress. Gleichzeitig kämpft Hudson damit, Allie vor zehn Jahren im Stich gelassen zu haben. Damals ist nämlich etwas Tragisches geschehen, was beider Leben aus der Bahn geschmissen hat. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit Hudsons Nichte Juniper, die eng mit der Familie Rousseau verbunden ist. Nicht nur in diesem Sinne gab es einige interessante Wendungen, aber auch wirklich süße Szenen, eine Menge Drama und ganz viel Romantik. Ebenfalls wurde es immer mal wieder recht spicy, aber auf eine angenehme und prickelnde Art und Weise. Leider gab es aber ebenso einige Längen und gerade zum Ende hin war ich einmal kurz etwas verwirrt. Alles in allem fand ich die Geschichte aber echt großartig und sie hat mich gut unterhalten.

Ebenso fand ich die Charakter sehr gut und lebendig geschrieben. Ich konnte sie alle wirklich gut leiden, wenn ich auch hier und da Allie und ihre Entscheidungen nicht so ganz nachvollziehen konnte. Sowieso mochte ich irgendwie von den vier Rousseau Schwestern Anne mit ihrer sehr erwachsenen und ruhigen Art am liebsten. Auch Hudson fand ich richtig toll, denn er bemüht sich um Allie, ohne aber ihre Grenzen zu überschreiten. Er ist ein Held, ohne sich selbst als Helden darzustellen, sondern ist bodenständig und super sympathisch. Mein Liebling allerdings war die wahnsinnig intelligente, freche und zu allem entschlossene Juniper, die sich gegen alle durchzusetzen und diese auch um ihren kleinen Finger zu wickeln weiß.

Alles in allem mochte ich das Buch echt gern, fand die Geschichte echt süß, prickelnd und manchmal sogar auch spannend, wenn es zwischendurch dann auch hier und da ein paar Längen gab. Die Charaktere sind ebenfalls toll und menschlich geschrieben und der Schreibstil ist sowieso flüssig und echt bildlich. Obendrein lohnt es sich, zumindest einmal in das Hörbuch hineinzuhören, denn dieses ist echt gut vertont.

Samstag, 28. Juni 2025

Band 1: Things We Never Got Over
Band 2: Things We Hide From the Light
Band 3: Things We Left Behind

„Lucian Rollins ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der sich vor nichts und niemandem fürchtet – bis auf vor Sloane Walton, der frechen Kleinstadt-Bibliothekarin, die Lucian gerade mal bis zur Brust reicht. Denn Denn Sloane und Lucian verbinden nicht nur verborgene Gefühle, sondern auch ein altes Geheimnis, das droht, Lucians Rachepläne zu durchkreuzen. Sloane kann Lucian nicht ausstehen, doch als sie in die Schusslinie gerät, weicht Lucian ihr nicht mehr von der Seite. Und nicht nur die Wortgefechte zwischen ihnen werden hitziger …“

- Beschreibung des Verlags -

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann hatte mich der Thrilleranteil in dieser Reihe schon im zweiten Band nicht mehr und hier war es genauso. Ich konnte damit absolut nichts mehr anfangen und war eher verwirrt, wer, wie und was. Spannend war das Ganze aber für mich nicht mehr. Umso mehr hatte ich mich auf die Liebesgeschichte von Lucian und Sloane gefreut, die es aber auch nicht mehr so richtig rausreißen konnte. 

Vor allem wurde mir bis zum Schluss nicht so richtig klar, warum die beiden eigentlich so im Clinch miteinander liegen. Trotzdem waren ihre Streitereien bis zu einem bestimmten Punkt echt unterhaltsam. Ansonsten besteht die Geschichte von Lucian und Sloane größtenteils aus Sex. Die Sexszenen sind dabei zwar wirklich gut und prickelnd geschrieben, aber dem einen oder anderen könnte es dann doch etwas zu viel werden. Gut gefallen haben mir jedoch die Beziehungen der verschiedenen Charaktere untereinander, die Freundschaft zwischen Naomi, Lina und Sloane, ebenfalls zwischen Knox, Nash und Lucian. Genauso schön ist, wie die Kinder hier mit eingebunden wurden, vor allem Waylay, die immer mal wieder ihren kleinen Auftritt bekommt. Auch das Ende fand ich wirklich schön und es hat die Reihe wirklich gut abgerundet. 

Die Charaktere fand ich okay. Zwar wird mir wahrscheinlich keiner davon ewig im Gedächtnis bleiben, aber das müssen sie auch nicht unbedingt. Lucian war in diesem Band allerdings mein Favorit, auch, wenn ich ihn alles andere als sympathisch fand, doch irgendwie ist er wirklich charismatisch und heiß. Sloane hingegen fand ich relativ langweilig. Doch auch das ist okay, denn es gibt nun mal auch im realen Leben eher langweilige Menschen.

Alles in allem fand ich auch diesen Band nur eher okay. Er hat mich, wie schon Band zwei, nicht vom Hocker gerissen, aber dennoch für zwischendurch ganz gut unterhalten und als Hörbuch ist er auch gut vertont. 

Mittwoch, 25. Juni 2025

Band 1: Things We Never Got Over
Band 2: Things We Hide From the Light
Band 3: Things We Left Behind

„Polizeichef Nash Morgan ist für zwei Dinge bekannt: Er ist ein guter Kerl und seine Uniformhose sitzt wie angegossen. Doch seit Nash im Dienst schwer verwundet wurde, leidet er unter PTBS und Depressionen. Denn er hat versagt und die einzige Familie, die er noch hat, in Gefahr gebracht. Obendrein muss er sich mit einer Stadt voller Bürger herumschlagen, die das Gesetz eher als „Leitfaden“ betrachten. Das letzte, was er gebrauchen kann, ist seine neue Nachbarin Lina, die ihn Dinge fühlen lässt, die er schon lange nicht mehr gefühlt hat.
Lina ist auf der Durchreise und hat einen wichtigen Auftrag in Knockemout zu erledigen. Als Nash dahinterkommt, warum Lina wirklich in der Stadt ist, werden aus Freunden erbitterte Feinde. Aber die Funken zwischen ihnen kennen den Unterschied zwischen Liebe und Hass nicht …“

- Beschreibung des Verlags -

Dieser Band der Trilogie setzt da an, wo der erste Band noch vor dem Epilog endet. Man weiß also schon aus dem Epilog von Band eins ein bisschen, was geschieht, aber wirklich nur minimal und nicht so, dass es die Geschichte hier beeinflussen würde. Dennoch fand ich die Geschichte von Lina und Nash nicht ganz so toll, wie die von Naomi und Knox, was vor allem daran lag, dass sie mich nicht wirklich packen konnte.

An sich ist die Geschichte wieder unterhaltsam und es gibt einmal mehr einen spannenden Part. Auch Spice gibt es ausreichend und zwischendrin immer wieder recht witzige Szenen. Genauso fand ich schön, dass es ein Wiedersehen mit den beiden Protagonisten und anderen Charakteren aus Band eins gibt. Doch leider war es zwischendrin etwas langatmig und nicht so interessant, wie ich es erhofft hatte. Die Liebesgeschichte selbst fand ich aber ganz in Ordnung, ebenso die Chemie der Charaktere untereinander. Warum es hier am Ende allerdings ähnliche Szenen gibt, wie am Ende von Band eins, kann ich mir nicht so ganz erklären. Für mich wirkte das etwas zu erzwungen.

Die Charaktere fand ich okay, wobei mir Lina am besten gefallen hat. Sie war nämlich ziemlich tough und ließ sich nichts so schnell vormachen. Nash fand ich ganz süß, aber auch etwas langweilig. Ansonsten gibt es hier ein paar Charaktere, mit denen ich nicht wirklich viel anfangen konnte, weil ich sie nicht so richtig zuordnen konnte. Das liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass mich die Geschichte, vor allem, was den Thrillerpart angeht, nicht wirklich mitreißen konnte.

Alles in allem fand ich die Geschichte ganz okay, aber das gewisse Etwas hat mir einfach gefehlt. Die Liebesgeschichte zwischen Lina und Nash ist zwar ganz süß, hat mich allerdings auch nicht vom Hocker gerissen. Schade.

Freitag, 20. Juni 2025

Band 1: Things We Never Got Over
Band 2: Things We Hide From the Light
Band 3: Things We Left Behind

„Der Tag könnte für Naomi nicht schlechter laufen. In einer Kurzschlussreaktion flieht sie von ihrer eigenen Hochzeit, wird von ihrer entfremdeten Zwillingsschwester ausgetrickst, steht ohne Auto und Handtasche da und muss sich plötzlich um ihre Nichte kümmern, von der sie nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Entgeistert bittet sie im erstbesten Diner um Hilfe – und wird hochkant hinausgeworfen. Denn ihre Zwillingsschwester, der sie zum Verwechseln ähnlich sieht, ist in Knockemout äußerst unbeliebt. Und als ein attraktiver Fremder sie auf der Straße anbrüllt, reißt ihr die Hutschnur. Wo ist sie hineingeraten?
Bad Boy Knox hat in seinem Leben keinen Platz für Drama. Doch die wunderschöne Fremde, die aus dem Nichts für Unruhe in Knockemout sorgt, bringt alles durcheinander. Als Naomis Leben direkt vor seinen Augen implodiert, ist das Mindeste, was Knox für sie und ihre Nichte tun kann, sein Gästehaus anzubieten. Doch dann werden aus ihren Schwierigkeiten handfeste Probleme …
Knox ist sich sicher: Er wird sich auf gar keinen Fall verlieben.“

- Beschreibung des Verlags -

Allzu viel gibt es zu diesem Buch nicht zu sagen, denn es handelt sich hier um einen typischen, sehr unterhaltsamen Small Town Romance Roman mit zwei interessanten Protagonisten und relativ viel Spice. Dramatisch, aber noch mehr witzig, fand ich dabei, wie die beiden überhaupt zusammenkommen und auch, wie sie miteinander umgehen. Vor allem aber fand ich interessant, wie Naomi durch ihre chaotische und kriminelle Zwillingsschwester zu einem Kind kommt. Und Waylay, ihre Nichte, bringt auch noch etwas zusätzlichen Pep in die Geschichte, sorgt für mehr Action, als wären da nur Naomi und Knox. Ansonsten gab es zum Ende hin noch etwas Spannung und am Ende wurde es echt romantisch und richtig schön. Alles in allem war die Geschichte aber nichts absolut Neues und natürlich musste es mal wieder Probleme geben, die eigentlich gar keine wären, würde man mal miteinander reden.

Auch mit den Charakteren wurde das Rad nicht unbedingt komplett neu erfunden, aber dennoch waren sie gut und lebendig geschrieben. Gerade auch, dass sie mit Ende Dreißig, beziehungsweise Anfang Vierzig schon etwas älter sind, fand ich echt toll, da in Liebesromanen die Charaktere sonst meist in ihren Zwanzigern sind. Ebenfalls hat mir hier gefallen, dass sich Naomi nichts von Knox bieten lässt und sich zu behaupten weiß. Ihre Kaffeesucht ist auch ziemlich witzig. Er hingegen ist vielleicht nicht unbedingt der typische Bad Boy, kommt aber durch seine grummelige Art erst mal nicht wahnsinnig sympathisch rüber. Hinter seiner harten Schale verbirgt sich aber ein echt lieber Kerl und ein versteckter Familienmensch. Ebenfalls fand ich Knox Oma Liza J wirklich großartig geschrieben, verschroben und dennoch eine Oma, wie man sie sich nur wünschen kann. Die weiteren Charaktere, von denen es schon eine Menge gab, fand ich ebenfalls gut geschrieben und ein jeder hatte seine Daseinsberechtigung.

Alles in allem bekommt man hier eine unterhaltsame, gemütliche und romantische Liebesgeschichte im ländlichen Setting, die mir wirklich gut gefallen hat und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Das Hörbuch lohnt sich im Übrigen ebenfalls, denn dieses ist echt gut vertont.