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Dienstag, 28. Oktober 2025

„Als April ein Video von einer mysteriösen Skulptur auf YouTube hochlädt, steht sie schlagartig im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Denn weltweit sind identische Statuen aufgetaucht und sie scheinen nicht von der Erde zu stammen. April verschreibt sich dem Ziel, das Geheimnis um jeden Preis zu lösen. Sie teilt all ihre Erlebnisse auf Social Media, wird Dauergast in Talkshows und sogar die Regierung nimmt Kontakt mit ihr auf. Schon bald ist April kein Mensch mehr, sondern eine Marke, ein Symbol – und sie wird im kompromisslosen Kampf um Berühmtheit Opfer und Täterin zugleich. Denn als sie merkt, wie sehr die mediale Aufmerksamkeit sie verändert hat, ist es zu spät, um einen Rückzieher zu machen. Währenddessen entwickelt sich die Lösung des Rätsels zu einem Wettlauf gegen radikale Verschwörungstheoretiker – und deren Angriffe beschränken sich nicht nur auf die virtuelle Welt.“

- Beschreibung des Verlags -

Dieses Buch ist schon irgendwie etwas Besonderes, aber wahnsinnig gut fand ich es leider dennoch nicht, denn hier bekommt man ein eigentlich ziemlich aktuelles Thema recht einseitig betrachtet präsentiert. Zudem gibt es im Englischen noch einen zweiten Band, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde, der aber vielleicht einige Fragen hätte beantworten können. Hier blieben nämlich am Ende ziemlich viele besagter Fragen offen.

Dabei geht es hier vor allem um die Verantwortung im Umgang mit Sozialen Medien und wie schnell es möglich ist, sich im Internet zu radikalisieren. Rund um die mysteriösen Skulpturen, die von April „die Carls“ getauft werden, entspinnt sich so schon bald eine Art Kult, es entstehen zwei gegenseitige Gruppen und beide bestehen auf ihrer Meinung. Alles also, wie man es im realen Leben ebenfalls sieht und genau da liegt auch das Problem, denn auch hier ist automatisch eine Seite die Gute und die andere die Böse, ohne sich, bis auf einen kurzen Augenblick, überhaupt mit den Sorgen und Gedanken der Gegenseite auseinanderzusetzen. Dann gibt es auch noch Anschläge und Überfälle, April wird zu einer Kultfigur und alles, was sie macht, ist gut. Sorry, das war mir persönlich viel zu einseitig, fast schon manipulativ. 

Ansonsten war das Buch aber echt interessant und es hat mich auch gut unterhalten. Die Idee mit den Skulpturen fand ich großartig, auch den Science Fiction Aspekt. Der Werdegang Aprils war zudem echt spannend, wenn auch nicht in allen Punkten wahnsinnig realistisch. Und dann wurde es zum Ende hin auch noch einmal richtig actionreich, nur leider mit einem offenen Ende, welches mich zusätzlich unzufrieden zurückgelassen hat. 

Interessant fand ich aber ebenfalls die Charaktere, wenn für mich April auch ziemlich unsympathisch war, sehr naiv und auf sich selbst bezogen. Sie lebt nur in ihrer eigenen Bubble und ist auch kaum bereit, mal über ihren eigenen Horizont hinüber zu schauen. Genauso fand ich nicht besonders schön, wie sie mit ihrer Mitbewohnerin Maya umgeht. Ihre Freunde waren für mich hingegen allesamt echt liebenswerte Nerds, der sogenannte Gegner Petrawicki nicht böse, sondern einfach nur kritisch. 

Alles in allem ist dieses Buch schon interessant und auf irgendwie abgedrehte Weise durchaus unterhaltsam. Ich habe es jedenfalls nicht bereut, es gelesen zu haben, habe aber auch nicht das Bedürfnis, diese Geschichte noch einmal zu konsumieren. 


Montag, 21. Juli 2025

Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Band 3: Opal. Schattenglanz
Band 4: Origin. Schattenfunke
Band 5: Opposition. Schattenblitz

„Katy kann noch immer nicht fassen, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr sehnlichster Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser keinerlei Gefühle mehr für sie zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.“

- Beschreibung des Verlags -

Nun habe ich auch den fünften und letzten Band dieser Reihe endlich beendet und obwohl ich endlich schreibe, so kommt es mir gar nicht so vor, als hätte ich Jahre, nachdem ich den ersten Band schon einmal gelesen habe, tatsächlich die ganze Reihe hinter mich gebracht. Und ich muss sagen, es hat sich absolut gelohnt. Auch, wenn die Reihe mich nicht vom Hocker gerissen hat, so hat sie mich dennoch super gut unterhalten und dieser letzte Band war sogar von allen am spannendsten.

Ganz am Anfang war die Geschichte noch etwas verwirrend, weil neben den Origin, jetzt auch noch die neuen Lux dazu kommen, damit mehr neue Namen und Intentionen. Außerdem gibt es mit den neu angekommenen Lux einen neuen und sehr gefährlichen Kriegsgegner, wodurch sich insgesamt die Verhältnisse noch einmal ändern und es auch zu einigen Wendungen kommt, teilweise solche, die echt erschreckend waren. Gerade zum Ende hin gab es mindestens einen Schockmoment, welcher mir wohl noch eine Weile im Kopf bleiben wird und der mich echt traurig gemacht hat. Dazu bekommen Daemon und seine Freunde neue Verbündete, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hätte und auch Daedalus bekommt noch einmal eine ganz neue Bedeutung, wobei ich deren Interessen allerdings nicht so ganz verstanden habe. Schön fand ich auch wieder die Beziehung zwischen Katy und Daemon, die nach kurzer Pause noch intensiver wird, Dees zwischenzeitliche Entwicklung war mir aber nicht ganz geheuer. Dafür fand ich das Ende wieder großartig, weil es die Reihe perfekt abgeschlossen hat, mit einem kurzen Blick darauf, was aus den wichtigsten Charakteren nach einer Weile geworden ist.

Alles in allem war auch dieser Band wieder super, sehr unterhaltsam und vor allem richtig spannend, wenn auch hier und da etwas verwirrend. Dennoch konnte er mit einigen Wendungen aufwarten, mir die Charaktere noch mehr ans Herz wachsen lassen und die Reihe zu einem zufriedenstellenden Ende bringen. Und jetzt habe ich irgendwie Lust, in Zukunft auch noch die Spin Off Reihe rund um Luc zu lesen oder hören.

Donnerstag, 17. Juli 2025

Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Band 3: Opal. Schattenglanz
Band 4: Origin. Schattenfunke
Band 5: Opposition. Schattenblitz

„Daemons Leben hat jeglichen Wert verloren, seit Katy von Daedalus festgehalten wird. Auch Katy ist verzweifelt. Täglich muss sie neue Experimente über sich ergehen lassen. Trotzdem beginnt sie zu ahnen, dass Daedalus nicht nur schlechte Seiten hat. Und sind die Lux wirklich so friedlich, wie sie es bisher immer annahm? Wer sind hier die Guten und wer die Bösen? Katy ist fest entschlossen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden – doch dann könnte es bereits zu spät sein. Vor allem, wenn Daemon bis dahin nicht wieder an ihrer Seite ist …“

- Beschreibung des Verlags -

Für mich war dieser Band bisher der Beste der ganzen Reihe, denn dieser hat mich einfach am besten unterhalten, auch, wenn er am Anfang ein paar Längen hatte. Dennoch hat mir gefallen, dass man endlich, direkt aus Katys und später auch Daemons Sicht, mehr über Daedalus erfährt und was diese Organisation mit den Lux, sowie Hybriden vorhaben. Ebenfalls lernt man die Origin kennen, die noch einmal ein ganz neues Kaliber sind und gleichzeitig neue Möglichkeiten für beide Seiten eröffnen könnten. Gleichzeitig kam auch die Romantik nicht zu kurz und es knisterte wieder sehr zwischen Katy und Daemon, ebenso kamen sich Katy und Dee wieder näher und man lernt noch andere interessante Charaktere näher kennen, die teilweise sehr wichtig für den Fortgang der Geschichte sind. Am Ende gab es dann auch noch eine wirklich fiese und eine recht schöne Wendung, obendrein sehr spannende Momente, die neugierig auf den letzten Band der Reihe machen.

Auch die neuen Charaktere mochte ich sehr. Archer war für mich lange Zeit undurchschaubar, wurde mir aber mit der Zeit immer sympathischer. Luc, welchen man schon in Band drei kennenlernen durfte, war einfach ein Original im wahrsten Sinne des Wortes. So jung er auch ist, so selbstbewusst ist er und weiß sich recht in Szene zu setzen. Aber auch die anderen Charaktere sind mir immer mehr ans Herz gewachsen, vor allem die beiden Protagonisten Katy und Daemon, sowie Dee, Dawson und sogar Beth. Allerdings muss man sich auch von einigen Charakteren verabschieden, was ich wirklich tragisch fand, aber auch ein Stück weit wichtig für die Story.

Alles in allem mochte ich diesen Band wieder sehr und konnte mich auf diesen am meisten einlassen, habe ihn von vorn bis hinten genossen, war aber auch teilweise abgestoßen von dem, was Katy von Daedalus angetan wird. Auf jeden Fall aber bin ich gespannt, wie die Reihe wohl abgeschlossen werden wird. 

Donnerstag, 10. Juli 2025

Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Band 3: Opal. Schattenglanz
Band 4: Origin. Schattenfunke
Band 5: Opposition. Schattenblitz

„Auf den ersten Blick ist alles perfekt: Dawson lebt noch und niemand scheint nach ihm zu suchen. Katy wehrt sich nicht länger gegen ihre Gefühle für Daemon und alles könnte so schön sein – aber es ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Plötzlich ist Blake zurück und mit ihm ein gewagter Plan. Zu Katys großem Erstaunen bittet er sie um Hilfe. Katy weiß nicht, was sie tun soll, denn Blake ist nicht zu trauen, das hat sie schon einmal schmerzlich zu spüren bekommen. Doch für ihre Freunde – und für Daemon – würde sie alles tun. Selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss schon zugeben, dass ich die Reihe bisher echt gut fand und auch dieser Band ist nicht schlecht, hatte aber einige Längen. Im Grunde geht es darum, Blake bei einem gefährlichen Plan zu helfen, der auch für die Blacks vom Vorteil wäre, doch bis tatsächlich hinsichtlich dieser Unternehmung etwas geschieht, dauert es, mit kurzen Unterbrechungen, gefühlt ewig. Zwar geschieht auch wieder viel Geplänkel hier und da und die Beziehung zwischen Katy und Daemon wird immer intensiver, während sich Dee von Katy distanziert, doch der gewisse Knall hat irgendwie gefehlt. Erst zum Schluss hin wurde es noch einmal richtig rasant und auch zwischendrin gab es trotz allem ein paar überraschende Wendungen.

Insgesamt war dieser dritte Band auch wieder recht gut, konnte aber mit den vorherigen Bänden leider nicht ganz mithalten. Dennoch freue ich mich auf Band vier und werde die Reihe sicher auch beenden, denn inzwischen bin ich in der Materie wirklich tief drin und auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Aber vor allem will ich wissen, wie es mit Katy und Daemon, sowie den anderen Charakteren, weitergeht. 

Sonntag, 6. Juli 2025

Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Band 3: Opal. Schattenglanz
Band 4: Origin. Schattenfunke
Band 5: Opposition. Schattenblitz

„Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch heißt das, dass sie auch füreinander bestimmt sind? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss schon sagen, dass diese Reihe doch tatsächlich mit dem zweiten Band noch etwas besser geworden ist und sich auch inzwischen sehr von Twilight unterscheidet. Dabei fand ich die ständigen Neckereien und das Pendeln zwischen Abneigung und Anziehung zwischen Katy und Daemon echt unterhaltsam, zumal man einfach merkt, dass die beiden zusammengehören. Ebenfalls konnte ich aber auch Katys Skepsis, aufgrund ihrer mehr oder weniger erzwungenen Verbindung zwischen ihr und Daemon, absolut verstehen. Und dann tritt mit Blake Saunders auch noch eine Person auf den Plan, die einiges zwischen den beiden zusätzlich durcheinander bringt, vor allem Katys Gefühlswelt. Ist er Freund oder Feind? Dazu kam viel zwischenmenschliches Geplänkel zwischen Highschool und Privatbereich, man erfährt noch mehr über die Lux, aber auch über das Verfassungsministerium. Es gibt einige Gefahren und auch andere Entwicklungen hier und da, die ich so nicht erwartet hätte. Und am Ende kam es zudem noch zu einer besonderen Überraschung, die einige Veränderungen in Band drei mit sich bringen könnte.

Alles in allem fand ich auch diesen Band wieder richtig toll und bin froh, dass ich nun endlich mal damit die Reihe fortgesetzt habe. Es bleibt auf jeden Fall spannend und die Charaktere wachsen mir auch immer mehr ans Herz. Aber es gibt auch Charaktere, denen ich nicht über den Weg traue. 

Montag, 30. Juni 2025

Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Band 2: Onyx. Schattenschimmer
Band 3: Opal. Schattenglanz
Band 4: Origin. Schattenfunke
Band 5: Opposition. Schattenblitz

„Als Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In dem kleinen Nest kommt sie anfangs nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln, und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber unfassbar unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß: Genau dieser Junge, dem sie von nun an aus dem Weg zu gehen versucht, wird ihrem Schicksal eine ganz andere Wendung geben.“

- Beschreibung des Verlags -

Vor vielen, vielen Jahren, dieses Buch war gerade erst herausgekommen, da hatte ich es schon einmal gelesen und für richtig gut befunden. Leider habe ich die Reihe aber nie weitergelesen, was ich irgendwie immer bereut habe. Und obwohl ich feststellen musste, dass ich echt viel von der Geschichte vergessen hatte, hat mir diese auch heute wieder echt gut gefallen.

Für die, die diese Reihe nicht kennen, man bekommt hier eine typische Romantasy, die auf ein eher jüngeres Publikum zugeschnitten ist, aber dennoch mit genug spicy Andeutungen daher kommt. Dabei erinnert die Geschichte immer wieder ein bisschen an Twilight, nur eben nicht mit Vampiren, sondern Außerirdischen. Trotzdem fand ich diesen ersten Band echt spannend und die Geschichte der Lux, soweit bereits erklärt, super interessant. Es gibt einen Kampf zwischen Gut und Böse, eine tolle Freundschaft und eine Liebesgeschichte mit einigem Hin und Her, die aber dennoch für viel Unterhaltung sorgt. Gerade die kleinen Streitereien zwischen Katy und Daemon fand ich teilweise echt witzig. 

Die Charaktere haben mir ebenfalls gut gefallen. Vor allem, dass Katy eher eine Einzelgängerin mit eigenem Buchblog ist, macht sie super sympathisch. Auch mit Daemons recht ruppiger Art bin ich gut zurechtgekommen, wenn ich ihn nun nicht unbedingt ins Herz geschlossen habe. Dafür fand ich seine Schwester Dee mit ihrer erfrischenden Art umso liebenswerter.

Alles in allem bekommt man hier eine wirklich tolle und spannende Fantasygeschichte mit Science Fiction Elementen und einer süßen Liebesgeschichte. Mir hat das gut gefallen und ich habe mir vorgenommen, jetzt endlich auch noch den Rest der Reihe zu lesen oder hören. 

Freitag, 18. April 2025

„Die Inseln von Prospera liegen in einem riesigen Ozean, idyllisch abgeschieden vom Rest der Menschheit. Die Bewohner genießen ein unbeschwertes Leben voller Privilegien, umsorgt von dienendem Hilfspersonal. Neigt sich die Lebenszeit der Prosperaner dem Ende zu, werden sie auf eine geheimnisvolle Nachbarinsel geschickt, um dort neu gebootet zu werden und ein weiteres Leben zu beginnen. Proctor Bennett ist der Fährmann, der die Prosperaner dorthin geleitet. Er hat seine Arbeit nie in Frage gestellt, bis er eines Tages eine kryptische Nachricht erhält. Sie bestätigt, was er insgeheim immer befürchtet hat – denn sie birgt eine Wahrheit, die das Schicksal der Menschheit auf ewig verändern wird ...“

- Beschreibung des Verlags -

Wow, was für eine genial konstruierte Geschichte! Jahrelang habe ich auf einen neuen Roman von Justin Cronin gewartet und es hat sich absolut gelohnt, denn ich habe auch diesen wieder geliebt. Dabei bekommt man hier eine ganz andere Geschichte als in der Passage Trilogie und doch konnte ich einige stilistische Ähnlichkeiten erkennen.

Hier wird man erst einmal in eine recht interessante Welt entführt, nämlich auf die Inselgruppe rund um die Insel Prospera mit ihren Nebeninseln Annex und Nursery. Prospera wirkt dabei auf den ersten Blick wie das Paradies, denn das Wetter ist immer angenehm, die Menschen scheinbar glücklich und jeder hat alles, was er oder sie braucht. Auf Annex hingegen lebt das Hilfspersonal, welches nichts vom Luxus abbekommt und für die Prosperaner arbeitet. Die Nursery ist der Ort, an welche die Prosperaner gebracht werden, sobald sie ihren Lebensabend erreicht haben, um als junger Mensch wieder von Neuem zu starten. Was dort allerdings wirklich geschieht, weiß niemand so richtig.

Wie man sich denken kann, ist aber sowieso nichts so, wie es scheint und als der Protagonist Proctor Bennett eine mysteriöse Nachricht erhält, wird er in eine Geschichte verstrickt, die wahnsinnig komplex ist, voller Wendungen und manchmal auch ziemlich verwirrend. Aber das hat mir absolut nichts ausgemacht, schließlich habe ich am Ende auf alle meine Fragen eine durchaus logische Antwort bekommen. Allerdings ist dieses Buch gerade auch deshalb nichts, wenn man sich einfach mal ein bisschen unterhalten lassen möchte, denn man muss hier durchaus mitdenken, um alles vollends zu verstehen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass man hier eine Mischung aus Dystopie und Science Fiction bekommt, was am Anfang nicht wirklich klar wird, sondern erst im Laufe der Geschichte und bis dahin braucht man eventuell etwas Durchhaltevermögen. Aber auch das hat mich absolut nicht gestört, denn der Autor hat es geschafft, mir am Anfang erst einmal die Welt vorzustellen, die Charaktere und das Leben auf Prospera und auch Annex, was super interessant war, besonders und mysteriös, sodass es mir zu keiner Zeit langweilig wurde.

Überhaupt ist die Geschichte wahnsinnig spannend, mitreißend und manchmal auch recht emotional. Sie ließ sich außerdem super weglesen, da der Autor einen richtig angenehmen, flüssigen und intelligenten Schreibstil hat. Dieser ist obendrein sehr bildlich, was es noch leichter machte, in der Geschichte zu versinken. Diese wird zudem größtenteils aus Proctors Sicht erzählt, wobei er hin und wieder auch die vierte Wand durchbricht, sodass die Geschichte wie ein persönlicher Bericht wirkt. Es gibt aber auch Kapitel, welche aus der personellen Sicht erzählt werden, wobei immer wieder andere Charaktere im Mittelpunkt stehen.

Und auch die Charaktere, von denen es hier eine Menge gibt, fand ich allesamt sehr gut und vielschichtig geschrieben, wobei diese noch eine Besonderheit haben, die ich aber nicht spoilern möchte. Nur sei auch hier gesagt, dass nicht alles unbedingt so ist, wie es scheint. Was ich aber sagen kann ist, dass ich Proctor super gern bei seiner Reise begleitet habe, da er wahnsinnig menschlich wirkte, nicht heldenhaft, sondern ganz normal, mit Stärken, aber auch Schwächen. Ebenso wird mir wohl Thea im Kopf bleiben, welche Proctor lange Zeit begleitet und vor allem Caeli, welche eine Art roten Faden durch die Geschichte bildet und damit eine sehr wichtige Figur ist.

Alles in allem fand ich dieses Buch einfach grandios, voller intelligenter und kreativer Ideen, außerdem super spannend und mal wieder etwas ganz Besonderes. Für mich ist es jedenfalls ein riesiges Highlight und ich kann es kaum erwarten, ein weiteres Buch des Autors zu verschlingen.

Donnerstag, 12. September 2024

Band 1: Tales from the Loop
Band 2: Things from the Flood

„Der Loop ist stillgelegt. Der unterirdische Teilchenbeschleuniger, der einmal die Geheimnisse der Welt entschlüsseln sollte, gehört der Vergangenheit an. Mit den neunziger Jahren hält langsam, aber sicher der digitale Wandel Einzug, auch auf den schwedischen Mälarinseln.

Doch dann kommt die Flut: Das Wasser, das aus der Forschungseinrichtung dringt, spült Dinge an die Oberfläche, die besser nie das Licht der Sonne erblickt hätten.“

- Beschreibung des Verlags -

Dieses Buch ist nun bereits das dritte Buch des Autors, welches ich gelesen und angeschaut habe und ich muss sagen, es lohnt sich absolut, vor allem wegen der großartigen, detailreichen und einfach wunderbaren Bilder. Diese, mit einfachen Strichen sehr realistisch wirkenden Kunstwerke im retro-futuristischen Stil, versprühen eine einzigartige Atmosphäre, wie es nur Stålenhag zu kreieren vermag. 

Die Erzählungen des fiktionalen Ich-Erzählers untermalen dabei noch einmal die Bilder, ergeben aber keine durchgängige Geschichte. Vielmehr handelt es sich eher um kurze Anekdoten aus der Zeit während der Flut, um relativ sprunghaft erzählte Erinnerungen aus einer Jugend im digitalen Umschwung. Diese sorgen ebenfalls für eine gewisse Atmosphäre, wirken aber teilweise auch etwas verwirrend.

Alles in allem handelt es sich hier um ein Buch, bei welchem auf jeden Fall die Kunst im Vordergrund steht und diese kann absolut überzeugen. Auch die Erzählungen finde ich ganz gut, aber man merkt schon irgendwie, dass Simon Stålenhag mehr Künstler ist als Schriftsteller. Trotzdem kann ich auch dieses Buch von ihm schon allein wegen der Bilder absolut empfehlen. 


Montag, 18. März 2024

„62 Jahre lag sie in einem künstlichen Schlaf – dann erwacht sie in einer tödlichen Welt
Rose Fitzroys Welt scheint perfekt: Als einzige Tochter steinreicher Eltern genießt sie alle Privilegien und ist zudem noch frisch verliebt. Doch dann versetzen ihre Eltern sie in einen künstlichen Schlaf – und niemand weckt sie auf. Bis ein fremder Junge sie 62 Jahre später zurück ins Leben holt. Rose muss feststellen, dass nichts in ihrer Welt mehr so ist, wie es war: Ihre Eltern sind verschwunden, ihr Liebster unauffindbar, und an ihre Fersen heftet sich ein seltsames Wesen, das ihr offensichtlich Böses will ...“

- Beschreibung Amazon -

Ehrlich gesagt habe ich absolut keine Ahnung, wie dieses Buch damals in mein Bücherregal gefunden hat, aber das ist auch egal. Jedenfalls war es Zeit, diesen doch bereits ziemlich in die Jahre gekommenen Schinken endlich zu lesen. Nun, er hat mich recht gut unterhalten, war aber nichts Besonderes.

Dabei hat die Autorin mit einem recht flüssigen Schreibstil eine interessante Welt erschaffen, in welcher es, in scheinbar nicht allzu weiter Zukunft, möglich ist, auch auf anderen Planeten und Monden zu leben, Menschen mittels Stasis in einen künstlichen Schlaf zu versetzen und in welcher auch andere Zukunftsversionen zur Realität geworden sind. In dieser Welt wurde die sechzehnjährige Rose in Schlaf versetzt und 62 Jahre später wieder geweckt, was zu einigen Problemen führt, denn natürlich hat sich die Welt noch weiter entwickelt und ihre Eltern, sowie ihr Freund sind vermutlich tot. Damit aber nicht genug, ergibt sich durch einen sogenannten Plastobot noch eine Gefahr für Rose, die ihr Leben bedroht und für einige Spannung sorgt. Allerdings muss ich sagen, dass diese erst ziemlich spät bei mir ankam, denn am Anfang plätscherte die Geschichte noch eher so vor sich hin, teils berechtigt, weil man erst einmal Rose und ihre Situation kennenlernen musste, teils aber den vielen Beschreibungen, die auch manchmal nicht so wichtig gewesen wären, geschuldet.

Ansonsten fand ich die kleine Liebesgeschichte, welche im Buch vorkommt, etwas skurril und nicht besonders ergreifend, auch, wenn sie das wahrscheinlich sein sollte. Ebenso gibt es Erfindungen, die es in dieser Form nicht gebraucht hätte, worauf ich gleich noch komme. Und auch der erfundene Zukunftsslang hätte nicht sein müssen, da dieser sehr konstruiert wirkte und nicht so richtig stimmig. Dafür muss ich aber zugeben, dass ich mit der Wendung gegen Ende der Geschichte nicht gerechnet hätte und diese sehr erschreckend fand.

Was die Charaktere angeht, so habe ich Rose zwar nicht besonders ins Herz geschlossen, fand sie aber auch nicht besonders schrecklich. Ihren Freund Xaver fand ich ebenfalls ganz okay, konnte allerdings auch zu ihm während des Lesens keine Bindung aufbauen. Dafür fand ich Bren wirklich sympathisch und auch Otto ist von seinem Wesen her richtig toll, hätte für mich aber gern auch ein ganz normaler Mensch sein können, was ich mit der Erfindung meinte, die ich vorher angesprochen habe.

Alles in allem ist das Buch wirklich in Ordnung. Man kann es gut lesen, wobei es allerdings recht ruhig anfängt und erst ab der Mitte spannender wird. Auch den Grundton verstehe ich bei dieser Geschichte gut und denke, dass nicht jede Erfindung gut für den Menschen ist. Vom Hocker gerissen hat mich das Ganze dann aber auch nicht.