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Freitag, 14. Juli 2023


„Dies ist eine wahre Geschichte!!!
Jana Crämer ist 39 Jahre alt. Smart, sympathisch, humorvoll und beruflich erfolgreich. Etwas aber unterscheidet sie von den meisten Frauen ihres Alters: Jana hat noch nie in ihrem Leben einen Mann geküsst. Noch nicht einmal Händchen gehalten. Und obwohl sich zu verlieben ihr großer, unerfüllter Traum ist, ist sie dennoch in all den Jahren nicht an ihm zerbrochen. 
In einer Welt, in der wir uns oft fehl am Platz fühlen, in der wir gnadenlos bewertet werden von Menschen, die uns das Gefühl geben, nicht schlank, hübsch, reich oder glücklich genug zu sein, hat Jana allen Widrigkeiten zum Trotz ihren größten Gegner überwunden: sich selbst.“ 

- Beschreibung des Verlags -

Nachdem ich dieses Buch entdeckt habe und dann auch noch die liebe Jana selbst kurz treffen durfte, musste ich es einfach lesen, beziehungsweise hören und ich muss sagen, ich habe das bekommen, was ich mir vorgestellt habe und von Zeile zu Zeile ist mir Jana immer mehr ans Herz gewachsen.

Jana ist meine Generation, aufgewachsen größtenteils in den neunziger Jahren und hat einiges mitgemacht im Leben, wovon ich teilweise auch ein Lied singen kann. Dennoch hat sie sich auf Dauer nicht unterkriegen lassen, hat ihren eigenen Weg gefunden und ist durch ihren Tik Tok-Account sowie ihre Bücher so etwas wie eine kleine Berühmtheit geworden. Trotzdem ist sie auf dem Boden geblieben und das merkt man auch in ihrem Buch.

Dieses hat sie selbst auf wundervolle, sympathische Weise vertont und es war einfach toll, ihr zuzuhören. Sie erzählt sehr locker und leicht von Dingen, die gar nicht so locker und leicht sind und die, wie schon erwähnt, auch mich in mancher Weise angesprochen haben. Dabei geht es um Mobbing, Übergewicht, Krankheit, Alkoholismus und so viel mehr, aber es geht auch um Selbstliebe, Akzeptanz und darum im Leben, trotz aller Schwierigkeiten, die dieses mit sich bringt, glücklich zu sein. Jana ist hier eine große Inspiration, eine Frau, die man gern als Freundin hätte und welche einem sicher noch etwas beibringen würde. 

Dennoch muss ich sagen, ist dieses Buch keines, welches man in einem Rutsch durchliest oder hört. Es ist oft, trotz der doch recht lockeren Sprache, nicht ganz so leichte Kost und hat mir hier und da sogar ein Tränchen hervorgelockt. Es hat mich berührt und ich habe es gern gehört und kann es auch nur weiterempfehlen, selbst wenn man andere Erfahrungen gemacht hat, als die Autorin. 

Donnerstag, 2. März 2023

„Eine Frau schreibt an ihre neugeborene Tochter. Sie erzählt ihr von ihren Freuden, ihren Leiden, ihren Ängsten und von einer Abwesenden, ihrer eigenen Mutter: der großen und unvergessenen Romy Schneider. Sarah Biasini spürt in ihrem berührenden Buch der Beziehung zu ihrer Mutter nach. Ein poetischer Text, der Fragen aufwirft: Wie wächst man auf, wenn man die Mutter mit vier Jahren verliert? Wie lebt man weiter, wenn einem der Tod so früh so nahekommt? Wie trauert man um eine Mutter, die von der ganzen Welt abgöttisch verehrt wird? Die Antwort findet die Autorin bei sich, bei der Liebe ihrer Familie, ihrer Freunde, bei den Frauen, die ihr die Mutter ersetzt haben. Ein Buch über das Leben, das weitergeht, trotz allem.“

- Beschreibung des Verlags -

Romy Schneider war für mich eine sehr interessante Frau. Schon die Sissi-Filme haben mich immer wieder, nur durch diese Schauspielerin, in ihren Bann gezogen und nun hat die Tochter genau dieser Frau ein Buch herausgebracht. Ein Buch, welches von ihr erzählt, der Mutter, die viel zu früh verstarb, aber auch von den Ängsten und Bedenken, wenn man selbst zum ersten Mal Mutter wird

Dabei ist der Schreibstil der Autorin gut und verständlich, manchmal allerdings auch ein bisschen zäh. Dennoch konnte ich ihr im Großen und Ganzen gut folgen. Das auch wegen der wirklich guten Sprecherin des Hörbuchs.

Was die Erzählungen Sarah Biasinis angeht, so war ich allerdings ein bisschen hin- und hergerissen. Vieles, was sie in ihrem Buch verarbeitet, ist sehr interessant, oft emotional und melancholisch. Manchmal haben sich die gerade einmal 192 Seiten aber auch ziemlich gezogen, weil sich die Autorin etwas im Kreis gedreht hat und es einige Wiederholungen gab. Was sie aber vor allem über ihre Mutter schreibt, zeigt, wie sehr sie sie geliebt hat, ihren Respekt vor dieser Frau und ihre Anerkennung. Dennoch hätte ich gern noch mehr über diese Beziehung erfahren. Dafür erfährt man aber viel über andere Menschen, die für die Autorin wichtig waren und auch da zeigen sich wieder ganz viel Liebe und schöne Erinnerungen. Ebenso hat mir gefallen, wie Sarah Biasini mit ihrer Mutterschaft umgeht. Sie zeigt voller Ehrlichkeit, wie es ist, als verwaistes Kind selbst eines zu bekommen, wie viel Unsicherheit dabei ist und gleichzeitig wie viel Glücksgefühl. Aber auch hier hat mir einiges zur Beziehung zu ihrem Mann und dessen Gefühle gefehlt.

Alles in allem ist dieses Buch nicht unbedingt für Fans von Romy Schneider, auch wenn es von ihrer Tochter geschrieben wurde. Es ist vielmehr eine Erzählung über den Verlust und über das Mutterwerden, emotional erzählt, aber leider etwas langgezogen. Wer jedoch damit klarkommt, dass es hier und da ein paar Längen gibt, kann dieses Buch ruhig zur Hand nehmen.


Mittwoch, 20. November 2019



Wer war der Mann namens Ed Parker, der Mann aus Hawaii, der das Kenpo-Karate erfunden hat? In seinem Buch erzählt Robert Fuhr, selbst Kenpo-Lehrer und Inhaber eines Kenpo-Studios, von seinen Begegnungen mit diesem sehr interessanten Menschen, über tiefsinnige Gespräche und die Lehren, die Ed Parker ihm mitgegeben hat.

Ein großes Dankeschön an Robert Fuhr, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Schon seit langer Zeit habe ich mich für Bruce Lee interessiert und auch, wenn ich selbst keinen Kampfsport mache, so finde ich das Thema doch sehr spannend und interessant. Nun, da ich dieses Buch hier lesen durfte, habe ich in einige Dinge noch einmal einen ganz anderen Einblick bekommen.

Der Autor erzählt in eher grober chronologischer Reihenfolge aber sehr authentisch und vor allem mit sehr viel Respekt für diesen Mann, von seinen Erlebnissen und Gesprächen mit Ed Parker. Dabei ist sein Schreibstil recht locker und lässt sich gut lesen. Dennoch musste ich das Buch langsam lesen, weil Robert so viel mit tieferer Bedeutung zu erzählen hat. Dies alles musste ich erst einmal auf mich wirken lassen. Und ich bin mir auch sicher, dass es noch nachwirken muss und wird.

Die Frage stellt sich mir bei diesem Buch allerdings, ob man persönliche Erfahrungen überhaupt bewerten kann, deshalb möchte ich mich zum Inhalt kurz halten. Auf jeden Fall bekommt man aber einen sehr interessanten Eindruck von Ed Parker, von seinen Philosophien, seiner Denkweise, aber auch vom Kenpo selbst. Oft gibt es sehr tiefgründige Eindrücke und wer „Einer von 10“ von Robert Fuhr gelesen hat, wird hierzu einige Parallelen finden. Dazu gibt es Hintergrundgeschichten zum Autor selbst und seinem Weg im Kenpo, über seinen Kampf gegen das Establishment und für ein reines Kenpo, wie ich es mit meinen eigenen Worten sagen würde. Beeindruckend finde ich auch, dass Robert diese ganzen Ereignisse, die über mehrere Jahre hinweg stattgefunden haben, frei aus seinem Gedächtnis heraus aufgeschrieben hat.

Müsste ich aber irgendetwas an diesem Buch bemängeln, dann wäre es, dass es schon sehr philosophisch ist, was nicht ganz mein Ding ist. Aber ist das wirklich ein Mangel? Vielmehr denke ich, dass es für diejenigen, die das gern haben, die gern in die Tiefe eintauchen, eine große Bereicherung sein kann.

Ansonsten ist dieses Buch auf jeden Fall wahnsinnig interessant. Ich habe ein ganz neues Bild von Ed Parker bekommen, dessen Namen ich zwar schon einmal gehört hatte, aber den ich nicht wirklich kannte. Ich habe ein bisschen über Kenpo gelernt und ich habe den Autoren näher kennengelernt. Schon das allein, war es wert, dieses Buch zu lesen.

Dienstag, 17. Juli 2018


Isa wird durch ein Tattoo an eine kurze, aber ungewöhnliche Freundschaft erinnert.
Luna und ihren besten Freund Kim verbindet mehr als nur Freundschaft, bis dieser mit seiner Freundin Leona nach Griechenland geht.
Luna lernt Leona kennen, als diese zu ihr kommt, um sich ein Kleid nähen zu lassen. Dadurch entsteht zwischen ihnen eine Art Freundschaft.
Auf einer griechischen Insel wird die Leiche einer Touristin gefunden. Hat sie sich wirklich selbst umgebracht und was haben Einwanderer John und seine Katherina mit ihr zu tun?
Model Sarah wohnt gegenüber von Leon, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Ihr fällt es schon immer schwer, „nein“ zu sagen, doch zu Leon will sie nicht „nein“ sagen.
Leon sucht nach dem perfekten Mord. Seine Freundin Sarah stört das so gar nicht. Vielmehr steht sie voll und ganz hinter ihm und doch ist Zeit für Veränderung.

Ein ganz großer Dank geht an Alizée Korte, die mir ihr Buch zum Vorablesen zur Verfügung gestellt hat und ich muss sagen, dass ich froh bin, dass ich auch das zweite Werk der Autorin lesen durfte, auch wenn es sich dieses Mal um eine Sammlung von Erzählungen handelt und keinen Roman.

Wieder einmal hat sie mich mit ihrem unfassbar guten Schreibstil überrascht. Dieser ist zwar teilweise recht niveauvoll und poetisch, lässt sich aber dennoch richtig gut und einfach lesen. So machte es auch hier wieder eine wahre Freude, ihre Worte zu verschlingen.

Was die einzelnen Geschichten in diesem Buch angeht, so fand ich diese sehr gelungen. Schon das Vorwort von Alizée ist sehr emotional und hat mich tief berührt. Und auch die einzelnen Erzählungen voller Freundschaft und Liebe sind einfach toll. Sie sind teilweise wirklich bewegend, sehr packend und oft sogar richtig spannend, was ich so nicht erwartet hätte. Wie schon erwähnt und auch die Autorin selbst erwähnt es in ihrem Vorwort, sind alle Erzählungen miteinander verwoben. Charaktere tauchen mal als Protagonist und mal als Nebencharakter auf. Dabei stellt man schnell fest, dass es durchaus Parallelen zu „Dein Weg, meine Liebe“, dem ersten Roman der Autorin gibt. Das macht das Ganze nochmal extra interessant, weil es tatsächlich trotzdem eigenständige Geschichten mit ganz anderen Charakteren sind, die nur an diese aus dem Roman erinnern. In dieser Hinsicht kann der Leser ganz und gar selbst entscheiden, ob er beide Bücher miteinander in Verbindung bringen möchte oder nicht. In diesem Sinne können die Bücher vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden, auch wenn man „Das Echo der Farben“ als lose Vorgeschichte zum Roman sehen könnte.

Die einzelnen Charaktere in dieser Sammlung aus Erzählungen fand ich im Großen und Ganzen nicht sonderlich sympathisch, was mich aber gar nicht störte, denn dafür waren sie richtig gut geschrieben und vor allem individuell. Dabei haben gerade die Erzähler aber alle eines gleich, denn für mich fühlte es sich so an, als wären sie alle ziemlich unsichere Menschen, die ihren Platz im Leben suchen.

Mich konnte Alizée mit ihrem neuen Buch auf jeden Fall wieder richtig begeistern, auch wenn es nicht ganz an ihr Erstlingswerk heran reicht, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich Romane ein bisschen lieber lese als Erzählungen und Kurzgeschichten. Dennoch hat sie mir wieder einmal bewiesen, dass sie einfach schreiben kann und es schafft, den Leser in ihre Geschichten hinein zu ziehen. Ich freue mich jedenfalls schon auf ihr nächstes Werk und kann ihre Bücher nur weiter empfehlen.

Donnerstag, 15. Februar 2018


Es ist das frühe neunzehnte Jahrhundert, als das Bauernmädchen Mary von ihren nicht sehr liebevollen Eltern zum Dorfpfarrer geschickt wird, um sich dort um dessen kranke Frau zu kümmern. Diese schließt das schwer arbeitende, ehrliche Mädchen sofort in ihr Herz. Als die Frau des Pfarrers jedoch stirbt, bleibt Mary mit dem Pfarrer allein und es ändert sich alles. Im ersten Moment ist der Schreibstil in diesem Buch etwas gewöhnungsbedürftig, denn dieser ist sehr simpel und ohne jede wörtliche Rede geschrieben. Umso weiter man allerdings in die Geschichte eintaucht, desto mehr wird klar, wie gut dieser Schreibstil zum Roman passt. Denn hier erzählt Mary, die keinerlei Bildung hat, ihre eigene Geschichte in ihren eigenen, einfachen Worten. Er ist also im Nachhinein betrachtet, einfach perfekt.

Die Handlung beginnt eher ruhig und wird auch bis zum Ende nicht sonderlich spannend. Dafür ist sie aber sehr sensibel und richtig packend geschrieben. Obwohl anfangs nicht viel passierte, konnte ich nicht aufhören zu lesen, denn Marys Erlebnisse haben mich einfach mitgerissen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihr weiter geht. Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist. Nachdem man den Klappentext des Buches gelesen hat, kann man sich das Ende schon denken und so kam es dann auch. Trotzdem gab es doch noch eine kleine Überraschung, die mich tatsächlich zerstört und mit einem schweren Herzen zurückgelassen hat. Außerdem mochte ich die Atmosphäre des Buches und das sehr bildliche Setting, welches mich direkt in die Story hineingezogen hat.

Ebenfalls fand ich die Charakterzeichnung sehr gelungen, auch wenn circa die Hälfte der auftretenden Personen eher unsympathisch war. Alle hatten das gewisse Etwas, waren authentisch und überzeugend. Im Mittelpunkt steht allerdings ohne jede Konkurrenz Mary, dieses ungestüme, offene und trotz aller Widrigkeiten immer fröhliche Mädchen, welches sich nicht unterkriegen lässt. Ich will ehrlich sein. Am Anfang hatte ich noch meine Probleme mit ihrer Offenheit, die manchmal auch etwas frech rüber kam. Doch von Seite zu Seite habe ich sie immer mehr in mein Herz geschlossen und ich wage zu behaupten, dass es selten solch außergewöhnliche Buchcharaktere wie sie gibt.

Für mich gehört dieser Roman auf jeden Fall zu denen, die man gelesen haben sollte. Er ist bewegend, aber ohne jede Sentimentalität geschrieben, nimmt den Leser jedoch von der ersten Seite an mit. Wen Marys Schicksal kalt lässt, dem ist meiner Meinung nach eindeutig nicht mehr zu helfen.