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Sonntag, 4. April 2021

Wisst ihr was, im März sind bei mir schon wieder neun neue Bücher bei mir eingezogen. Es lohnt sich also, euch diese vorzustellen, weshalb es wieder einen Post zu meinen Neuzugänge von mir gibt. Ich hoffe, ich kann euch damit eine Freude machen, genauso wie ich mich über jedes einzelne Buch gefreut habe. Und hier sind sie auch schon:


Die ersten drei Bücher, die ich euch zeigen will, sind allesamt Rezensionsexemplare, beziehungsweise Leseexemplare für Leserunden, welche dementsprechend auch schon gelesen sind. Die jeweilige Rezension dazu könnt ihr euch durchlesen, wenn ihr direkt auf das Cover klickt.

"Weiter als der Ozean" und "Phasenland" waren dabei riesige Highlights, beide auf ganz unterschiedliche Art und Weise. "Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt" dagegen, war leider eine Enttäuschung für mich, weil ich mir so viel davon versprochen hatte, das Buch aber im Endeffekt ganz anders war als erwartet. Allerdings könnt ihr euch natürlich gern ein eigenes Urteil bilden, ihr müsst sogar, denn meine Meinung ist halt nur eine Meinung von vielen.


Die fünf Romane oben habe ich mir alle selbst gekauft, wobei nach langer Überlegung der zweite Band der Heartless-Reihe jetzt auch einziehen durfte, allerdings nur gebraucht. Was den neuen Joël Dicker angeht, so habe ich mich total darauf gefreut, bin aber nach der schlechten Kritik einer meiner Lieblingsbooktuberinnen jetzt doch ein bisschen skeptisch. Aber wer weiß, es kann ja auch sein, dass er mir total gut gefällt. "Effie Briest" musste einziehen, weil es eine Schmuckausgabe vom Coppenrath Verlag ist und die sammle ich und die beiden New Adult-Romane standen auf meiner dieses Jahr zugegebenermaßen recht kleinen Wunschliste. Ich würde also sagen, die sind mehr als legitim.


Ein ganz besonderes Buch und mit sage und schreibe 34,00 € auch das teuerste Buch, welches ich mir im Monat März gekauft habe, war "The Electric State" und ich muss sagen, dass es sich voll und ganz gelohnt hat, denn dieses Buch verbindet fotorealistische, morbide und geniale Kunst mit einer erschreckenden und tiefgründigen kurzen Geschichte. Auch hierzu gibt es im Übrigen schon eine Rezension. Diese ist mit dem Cover verlinkt.

Und damit wäre ich auch schon wieder durch mit meinen neuen Büchern für den März. Wie sah es denn bei euch aus? Sind viele neue Bücher bei euch eingezogen? Kennt ihr schon eines meiner neuen Bücher? 

Donnerstag, 1. April 2021

 

Wie ihr sehen könnt, habe ich es geschafft, mich an meinen Monatsrückblick für März zu setzen. Und obwohl es dieses Mal nicht so viele Bücher waren, so kann sich die Gesamtseitenzahl doch sehen lassen. Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass es am Ende dann doch noch so viele werden, denn bis etwa Mitte des Monats standen gerade einmal drei gelesene Bücher auf meiner Liste. 

gelesene Bücher: 9 Seiten: ~ 4.200
durchschnittliche Seiten pro Tag: 130
Neuzugänge: 8 Bücher, 1 E-Book
aktuelle Bücher:
Yves Gorat Stommel - Phasenland
Sarah J. Maas - Throne of Glass 2. Kriegerin im Schatten

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr zu meiner Rezension!


Das wars auch schon mit meinen gelesenen Büchern und ich bin schon gespannt, was ich im April lesen werde. Was habt ihr denn gelesen und habt ihr eins dieser Bücher schon gelesen? Wie hat es euch gefallen? 



Dienstag, 16. März 2021


Band 1: Weiter als der Ozean
Band 2: ? (im Original am 08.06.21, unter dem Titel "No Journey Too Far)

Diesen Roman dufte ich im Rahmen einer Leserunde lesen. Er wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Genauso bei allen, die an der Leserunde beteiligt waren.

„London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Edna McAlister mit aller Kraft um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftigt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht - noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag Hunderte britischer Kinder - ob tatsächlich Waisen oder nicht - nach Kanada verschickt werden. Laura beschließt zu handeln, wohl wissend, dass sie damit eine Menge aufs Spiel setzt ... Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich liebe Bücher, die ernste Themen ansprechen, von denen man sonst eher wenig hört, ebenso wie Familiengeschichten, verbunden mit emotionalen Schicksalen. Wenn dann auch noch ein bisschen Liebe dazu kommt, kann das Buch eigentlich schon nur noch perfekt werden. Dieses hier thematisiert zudem auch noch ganz viel Gottvertrauen und Glaube, was mir extrem gut gefallen hat.

Dabei ist der Schreibstil der Autorin wirklich leicht zu lesen und dennoch niveauvoll und bildlich. Die Sprache ist an das historische Setting angepasst und zudem hat es die Autorin geschafft, auf liebevolle Weise der Geschichte und den Charaktere Leben einzuhauchen. Überhaupt spürt man die ganze Zeit die Liebe zwischen den Zeilen, mit welcher dieses Buch geschrieben wurde. 

In der Geschichte begleitet man in verschiedenen Abschnitten Katie McAlister, welche mit ihren Geschwistern als angebliches Waisenkind nach Kanada emigriert wird, außerdem deren älteste Schwester Laura, die sich auf die Suche nach ihnen macht und den jungen Anwalts Andrew Frasier, welcher sich im Laufe der Geschichte mit Laura zusammentut. Dabei ist diese wirklich großartig, voller Emotionen, Liebe, Glaube und Familienzusammenhalt, obwohl sich die Hauptcharaktere ganz oft in extrem lieblosen und hoffnungslosen Situation wiederfinden. Gerade das System dieser Kinderemigrationen, die es tatsächlich noch bis in die siebziger Jahre hinein gab, fand ich einerseits sehr interessant, andererseits aber auch extrem erschreckend. Wie diese Kinder oftmals behandelt wurden, teilweise sogar aus liebevollen Familien herausgerissen, nur um als Sklaven, anders kann man es nicht nennen, an ausländische Familien verkauft zu werden, war für mich kaum zu ertragen. Und so kam es, wie es kommen muss und auch der ein oder andere Charakter, den ich mit der Zeit wirklich sehr lieb gewonnen hatte, musste Furchtbares durchstehen. Umso mehr hat es mich positiv überrascht und immer wieder begeistert, wie fest im Glauben und in der Hoffnung sowohl Katie und ihre Geschwister, als auch Andrew standen. Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat ist, dass sich die Geschichte teilweise ein wenig gezogen hat, auch wenn sie im Großen und Ganzen echt spannend war und die Autorin wirklich versucht hat, Unwichtiges wegzulassen. Das Ende des Romans war aber sehr emotional, hoffnungsvoll und vor allem realistisch. 

Die Charaktere haben mir hier ebenfalls sehr gut gefallen. Es gibt zwar eine Menge verschiedener Figuren, aber die Familie McAlister und ihr tragisches Schicksal steht definitiv im Mittelpunkt. Bei diesen Fünf merkt man einfach den Zusammenhalt und die Liebe zwischen ihnen, genauso wie ihren Glauben und ihre dadurch gewonnene Stärke. Katie und Laura sind wirklich verantwortungsbewusste junge Frauen, voller Glaube und Zuversicht, die sich ihren Problemen stellen und immer versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Außerdem ist da noch Andrew, welcher aus reichem Hause kommt und dem dennoch die Gerechtigkeit am Herzen liegt. Er ist wahnsinnig sympathisch und liebenswert und konnte ebenfalls mein Herz erreichen. Aber leider gibt es ebenso Charaktere, welche es den Hauptcharakteren immer wieder schwer machen, seien es die teils sehr hartherzigen Mitarbeiter der Waisenhäuser oder auch andere ebenso unerträgliche Figuren, die immer wieder im Roman ihren Auftritt haben.  

Insgesamt muss ich sagen, dass mich dieses Buch einfach nur fasziniert hat, manchmal auf sehr positive, oft aber auch auf sehr negative und erschreckende Weise. Carrie Turansky hat dabei eine Geschichte geschrieben, welche in einer grausamen Welt mit so viel Liebe daher kommt, dass man bei aller Hoffnungslosigkeit, die Hoffnung doch nicht aufgeben möchte und ich kann nur sagen, dass ich hoffe und mich schon darauf freue, wenn der zweite Band dann auch ins Deutsche übersetzt wird.