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Freitag, 15. August 2025

„Paris, 1884. In die neurologische Abteilung der Salpêtrière-Klinik wird ein kleines Mädchen eingeliefert: Runa, die allen erprobten Behandlungsmethoden trotzt und den berühmten Arzt und Hysterieforscher Dr. Charcot vor versammeltem Expertenpublikum blamiert. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er eine Patientin heilen, indem er eine Operation an ihrem Gehirn durchführt. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis ...“

- Beschreibung des Verlags -

Eigentlich hat mich dieses Buch nie wirklich interessiert, bis es dieses dann als Mängelexemplar zu kaufen gab und die Buchkaufsucht zugeschlagen hat. Kein Wunder, dass es deshalb auch so lange ungelesen im Regal stand. Nun war es aber Zeit für die Lektüre dieses doch schon besonderen Werkes, welches ich einerseits schon interessant und streckenweise recht spannend fand, welches aber gerade am Anfang leider lange brauchte, um in Fahrt zu kommen und auch ansonsten einige Dinge an sich hatte, die mir nicht so gut gefallen haben.

Man begibt sich mit diesem Roman ins Paris des Jahres 1884, wo der junge Medizinstudent Jori versucht, Heilung für seine heimliche Liebe Pauline zu finden. Ihn begleitet man dann auch größtenteils durch die Geschichte, wobei es sehr medizinisch wird, aber nicht so, wie wir es heute kennen, sondern teilweise auf sehr makabere, teils schon bösartige Weise. Gerade Dr. Charcot war dabei ein Beispiel für Machtgehabe und fehlende Liebe für den Mitmenschen, was mich extrem sauer und traurig gemacht hat, zumal der Roman sich sehr an der Realität entlang schlängelt. Vieles, was man hier erfährt, gab es zu dieser Zeit wirklich und obwohl ich davon bereits wusste, hat es mich teilweise sprachlos gemacht. 

Jori ist dabei ein Charakter, von dem ich nicht so richtig wusste, was ich von ihm halten soll. Einerseits will er unbedingt Pauline retten, will wirklich heilen und scheint eigentlich kein schlechter Kerl zu sein. Andererseits scheint er manchmal etwas schwer von Begriff und macht vieles mit, was er eigentlich nicht tun sollte. Dennoch zeigt er wenigstens ein Gewissen und im Laufe der Geschichte entwickelt er sich weiter. Auch zu Runa entwickelt er eine fast schon liebevolle Beziehung.

Doch wer denkt, dass Jori, der eigentlich Johann Richard Hell heißt, die einzige wichtige Person in diesem Buch ist, der täuscht sich, denn dieses wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, allesamt aus der personellen Sicht, bis auf einen Fall, was im Endeffekt eine tiefere Bedeutung hat. Aber kommen wir erst einmal zu den anderen Charakteren. 

Da ist zum Beispiel der ehemalige Polizist Lecoq, der sich selbst als Verbrecher betitelt, aber durch einen alten Bekannten auf einen Fall angesetzt wird, der ihn, ohne, dass er es selbst merkt, immer mehr in die Machenschaften rund um Jori, die Salpêtrière und Runa verwickelt. Außerdem gibt es die beiden Kinder Isabelle und Frédéric, die sich mehr oder weniger mit Lecoq anfreunden und ihm helfen. Und dann ist da noch Maxime, der einzige Ich-Erzähler in diesem Buch, der mit der eigentlichen Geschichte gar nicht so viel zu tun hat, aber dennoch im Großen und Ganzen eine wichtige Rolle spielt. Hier will ich aber nicht zu viel verraten.

Am Wichtigsten ist aber die Figur, die hier im Mittelpunkt steht und das ist natürlich Runa selbst, von der man anfangs gar nicht allzu viel erfährt und die mehr wie ein großes Rätsel wirkt. Dieses Mädchen ist besonders, scheint aggressiv und unnahbar, redet nicht und interagiert auch nicht wirklich. Dafür aber gibt es an verschiedenen Orten mysteriöse Botschaften, welche nach und nach mehr und mehr Sinn ergeben und ein Stück weit erklären, warum Runa so ist, wie sie ist. Leider wird aber nie alles ganz aufgeklärt und es bleiben am Ende viele Fragen offen, was ich echt schade fand.

Alles in allem begann dieser Roman sehr langsam. Schon allein, bis Runa tatsächlich auftauchte, dauerte es um die hundert Seiten und selbst dann kam die Geschichte nur allmählich in Fahrt. Irgendwann wurde es allerdings echt spannend und ich habe auf eine allumfassende Auflösung hin gefiebert, was es mit Runa und ihrem Verhalten auf sich hat, was eben nicht so kam, wie erwartet. Dafür war das Buch aber wirklich gut geschrieben und bis auf das Medizinische und die französischen Namen ließ es sich flüssig lesen. Ob ich es empfehlen würde, kann ich aber nicht wirklich sagen, da es eben nicht schlecht war, mich aber auch nicht umgehauen hat. Dennoch wird die Geschichte sicher in meinem Kopf bleiben, weil sie doch recht einprägsam und besonders ist.

Donnerstag, 13. März 2025

„Für Rektor Jones des altehrwürdigen Internats St Stephen’s im idyllischen Norfolk wird ein Alptraum wahr, als einer seiner Schüler unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt: Der 18-jährige Charlie Cavendish, Sohn aus vermögendem Hause und bekannt für seine rebellische Art, wird tot in seinem Zimmer aufgefunden. Vergeblich versucht Jones, das Ereignis als Unfall abzutun, und Detective Inspector Jazz Hunter, die aus persönlichen Gründen gerade ihre Karriere bei der Londoner Polizei aufgegeben hat, lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen. Als wenig später ein Lehrer Selbstmord begeht und ein Schüler verschwindet, beginnt Jazz zu ahnen, dass sie eine Reise in die Vergangenheit antreten muss, um die Wahrheit über Charlies Tod zu enthüllen …“

- Beschreibung des Verlags -

Mal einen Krimi von Lucinda Riley zu lesen, war irgendwie interessant und ich muss sagen, die Autorin hat auch dafür richtig viel Talent gehabt, denn dieser hier war, bis auf den familiären Part der Ermittlerin Jazz, den ich nicht unbedingt gebraucht hätte, auch, wenn ihre Eltern wirklich sympathisch waren, super spannend, gut konstruiert und logisch. 

Die Geschichte wird dabei aus der personalen Erzählperspektive erzählt, aber nicht nur aus Sicht eines, sondern gleich vieler verschiedener Figuren rund um das Internat und Fleat House. Im Vordergrund steht allerdings die Polizistin Jazemine (Jazz) Hunter-Coughlin, welche einerseits den Fall rund um den Tod von Charlie Cavendish leitet als auch persönliche Dramen zu überwinden hat. Aber auch die Schicksale der anderen Figuren werden im Laufe der Ermittlungen mehr oder weniger beleuchtet. Vor allem die ziemlich zerrüttete Familie des kleinen Rory Millard rückt immer mehr in den Fokus von Jazz und ihren Kollegen, ebenfalls einige Angestellte des Internats, sowie eine alte Adelsfamilie mit Erbproblematik. 

Schön fand ich dabei, dass sich die Geschichte trotz der verschiedenen Figuren sehr gut und flüssig lesen ließ, weil sie recht übersichtlich ist. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, nicht zu wissen, um wen es gerade geht, was auch daran liegt, dass alle wichtigen Figuren sehr gut und ausführlich vorgestellt werden und damit sehr greifbar sind. Ebenfalls fand ich die Geschichte zu keiner Zeit vorhersehbar, hatte genug Stoff zum Mitdenken und zu schauen, ob ich selbst den Fall lösen könnte. Bis auf einen Punkt ist es mir übrigens nicht gelungen. 

Außerdem fand ich die Charaktere richtig gut geschrieben, sehr vielschichtig, menschlich und nachvollziehbar. Vor allem der kleine Rory ist mir dabei ans Herz gewachsen, aber auch Jazz fand ich großartig und liebenswert. Mit Rorys Vater David hatte ich hingegen ganz oft Mitleid, denn obwohl er ein gutmütiger Kerl ist, wird ihm oft böse mitgespielt. Ebenfalls mochte ich Jennie, die rechte Hand von Rektor Robert Jones, welcher im Übrigen ein eher unangenehmer Zeitgenosse ist, genauso Julian Forbes, ein in meinen Augen ziemlich schmieriger Anwalt und auch Sebastian Frederiks, der Housmaster von Fleat House war nicht sonderlich sympathisch. Es gibt aber noch viele andere Charaktere, die alle ihre Daseinsberechtigung hatten.

Alles in allem muss ich sagen, ist es schade, dass die Autorin keine weiteren Krimis mehr schreiben kann, denn dieser hier hat mir wirklich gut gefallen. Er war atmosphärisch, spannend und hatte eine sehr interessante Ermittlerin mit Potenzial zu bieten. Es hat sich also absolut gelohnt, mal einen Krimi von Lucinda Riley zu lesen. 

Montag, 16. Dezember 2024

„Eine dunkle Nacht im Dezember, ein Mord im vornehmen Hotel Palace de Verbier in den Schweizer Alpen. Doch der Fall wird nie aufgeklärt. – Einige Jahre später verbringt der bekannte Schriftsteller Joël Dicker seine Ferien im Palace. Während er die charmante Scarlett Leonas kennenlernt und sich mit ihr über die Kunst des Schreibens unterhält, ahnt er nicht, dass sie beide in den ungelösten Mordfall hineingezogen werden. Was geschah damals in Zimmer 622, das es offiziell gar nicht gibt in diesem Hotel …“

- Beschreibung des Verlags -

Ach Mensch, was ist das bloß mit den Büchern von Joël Dicker? Während ich Harry Quebert und die Baltimores geliebt habe, ist dieses hier nun schon das Zweite seiner Bücher, welches mich nicht wirklich vom Hocker reißen konnte.

Eigentlich sagt man ja immer, was lange währt wird gut, aber bevor diese Geschichte richtig gut wird, muss man sich erst einmal durch zig Kapitel quälen, die super langwierig sind, mit ziemlich vielen Perspektiv- und Zeitwechseln, sowie zahlreichen, verschiedenen Charakteren. 

Hier geht es in der Vergangenheit vor allem um den Bankier Erben Macaire Ebezner und seinen Kampf um den Präsidentenposten. Dabei gibt es viele Intrigen, Geheimnisse und zum Ende hin sogar einige interessante und vor allem intelligente Wendungen und selbst, wenn man denkt, man hätte endlich die Lösung gefunden, gibt es noch einmal eine neue Überraschung. Ebenfalls gibt es eine kleine, aber für die Geschichte wichtige Liebesgeschichte, ebenfalls Freundschaften und Feindschaften. Bis mit all diesen Themen allerdings erst einmal richtig Spannung aufgebaut wurde, dauerte es mir viel zu lange. Nebenbei wurden nämlich noch sämtliche Nebenstränge aufgezogen, die auch wieder in unterschiedlichen Zeiten spielen. Das war mir leider oftmals zu verwirrend und hin und wieder war ich einfach raus. Gut fand ich aber die Kapitel, die aus der Sicht des Protagonisten erzählt werden, denn diese sind am spannendsten, allerdings auch recht selten. Was ich jedoch davon halten soll, dass Joël Dicker sich selbst als fiktiven Protagonisten bestimmt hat, weiß ich nicht so recht. 

Überhaupt finde ich die Charaktere, mal abgesehen davon, dass es wirklich sehr viele gibt, eigentlich ganz gut geschrieben, sehr menschlich und realistisch, ebenso vielschichtig. Nur Macaire fand ich für einen Bankiers Sohn, der reich ist und eigentlich was auf dem Kasten haben sollte, an manchen Stellen schon sehr kindisch und naiv. Sehr interessant ist dagegen Lew Lewowitsch, welcher auch eine große Rolle spielt und das nicht nur als Konkurrent von Macaire. Ihn fand ich sehr charmant und sympathisch, aber auch mysteriös. Im Übrigen gibt es in diesem Roman einige mysteriöse Charaktere geboten, die echt interessant sind.

Alles in allem bekommt man hier schon irgendwie einen typischen Dicker, in dem nichts ist, wie es scheint. Mit einem wirklich guten Schreibstil, aber zu viel Ringsherum. Gerade der Anfang hat mich oftmals sehr gelangweilt und ebenso verwirrt. Und dennoch wurde der Roman hinten heraus wieder super spannend, mit intelligenten Wendungen. Es lohnt sich also, durchzuhalten. Und eins noch: Das Hörbuch lohnt sich ebenfalls, denn dieses ist wirklich gut vertont und erleichtert es etwas, durch die Geschichte zu kommen. 

Mittwoch, 30. Oktober 2024

Dieses Buch wurde mir von Vorablesen und dem Verlag zum Rezensieren zur Verfügung gestellt. Dafür ein großes Dankeschön.

„Baltikum, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Tiefer Schnee und endlose Wälder schneiden ein Herrenhaus von der Welt ab. Hierher reist die junge Lektorin Paula Engel aus Leipzig, um das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand einzusehen. Paula und ihr Verlobter Jonathan begegnen einem faszinierenden Exzentriker, der ein dunkles Mysterium wahrt.

Leipzig, 1933. Im legendären Graphischen Viertel rettet der von den Nazis entlassene Kommissar Cornelius Frey einem Mädchen das Leben. Bei ihrem Abschied flüstert sie »Sie weinen alle im Keller ohne Treppe«. In der nächsten Nacht liegt sie ermordet neben einem toten Polizisten. Auf der Spur des Mörders kämpft Cornelius sich zurück in seinen alten Beruf und stößt auf ein Netz aus Okkultisten und Verschwörern, Freimaurern und Fanatikern. In welcher Verbindung standen sie zu Paula und Jonathan, die vor zwanzig Jahren spurlos im Baltikum verschwanden?“

- Beschreibung des Verlags -

Nach Lesen der Leseprobe zu diesem Buch, wusste ich noch nicht so richtig, wohin sich die Geschichte wohl entwickeln würde. Dennoch klang sie schon wahnsinnig interessant. Das tolle Setting, ein Mordfall und ein ehemaliger Kommissar haben mich neugierig auf die weiteren Geschehnisse gemacht und brachten bereits auf den ersten Seiten einige Spannung ins Buch. Nun, ich muss sagen, ich wurde absolut nicht enttäuscht, denn hier bekommt man eine wirklich großartige Geschichte, voller unerwarteter Wendungen, interessanter Charaktere und einer richtig tollen, leicht schaurigen Atmosphäre.

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, nämlich einmal 1933 im Graphischen Viertel Leipzigs, wo der ehemalige Kommissar Cornelius versucht, einen mysteriösen Zweifachmord aufzuklären. Dabei gerät er zwischen die Fronten von Nationalsozialisten, Kommunisten, Okkultisten und Freimaurern. Gleichzeitig erfährt man aus Sicht von Paula Engel, was zwanzig Jahre früher ihr und ihrem Verlobten in einem Herrenhaus im Baltikum geschah. Dieses Herrenhaus und auch seine Bewohner, sind sehr mystisch, düster und gruselig, verbergen sie doch einige Geheimnisse, welche nach und nach gelüftet werden. 

Natürlich ist von Anfang an klar, dass beide Geschichten unmittelbar zusammenhängen, wie allerdings, bleibt bis zum Schluss ein Rätsel. Dann aber werden alle Stricke logisch und nachvollziehbar zusammengeführt und es gibt einige Wow-Momente. Ich jedenfalls hatte immer wieder, auch schon während der Lektüre, meine Vermutungen, was geschehen sein könnte und hier hat es der Autor auch grandios geschafft, mich immer mal wieder auf eine falsche Fährte zu führen. Am Ende ist nämlich doch vieles ganz anders als gedacht. Bis dahin war es aber auch schon super spannend, sowohl Cornelius als auch Paula zu begleiten. 

Ebenfalls fand ich großartig, wie viel man über das alte Leipzig lernt, über die Verhältnisse damals, was es mit den Freimaurern auf sich hat und so vieles mehr. Das alles wurde zudem super gut recherchiert und wohl pointiert in die Geschichte eingebunden. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es sogar bei der Polizei Telepaten und Hellseher gab, die mit ihren Fähigkeiten helfen sollten, Fälle zu lösen? 

Alles in allem bekommt man hier eine echt vielschichtige, manchmal vielleicht auch etwas zu ausführliche, historische Kriminalgeschichte mit schaurigem Einschlag, die man nicht so schnell weg liest, die aber sehr aufschlussreich ist, spannend und atmosphärisch. Außerdem gibt es sehr authentisch und realistisch geschriebene Charaktere und einen eher anspruchsvollen, aber guten Schreibstil. Ich finde dieses Buch jedenfalls großartig und es passt auch einfach perfekt in den Herbst. 

Dienstag, 27. August 2024

Band 1: Talberg 1935
Band 2: Talberg 1977
Band 3: Talberg 2022

„Ist der Ort verflucht? Oder sind es die, die hier leben?

Ein schweres Unwetter legt die Überreste eines Toten frei. Handelt es sich bei der Leiche um die Knochen des Hirscher-Buben, der vor fast hundert Jahren spurlos aus dem Ort verschwand? Oder handelt es sich um das Opfer eines Mörders, der heute noch in Talberg lebt? Die Ermittlungen führen den Dorfpolizisten Adam Wegbauer tief in die eigene Familiengeschichte.“

- Beschreibung des Verlags -

Wie schon bei den Bänden vorher, brauchte ich auch hier wieder ein bisschen, bis ich in das Buch hineingefunden hatte, einerseits wegen der neuen Zeit, in welcher er spielt und andererseits der neuen Protagonisten wegen. Dabei ist dieser wieder echt gut und flüssig geschrieben und erneut in zwei Teile unterteilt, ein Buch Adam und ein Buch Eva. So wird es auch aus deren Sicht erzählt, ebenso aus der von Adams Vater Franz und später von András, der auch noch für die Geschichte interessant wird.  

In Buch Adam lernt man den mittelalten, gleichnamigen Dorfpolizisten kennen, der schon etwas abgehalftert wirkt und irgendwie auch mit seinem Job überfordert. Dennoch wirkt er sehr menschlich und nahbar, aber auch recht einsam. Dazu kommt, dass gerade ein schweres Unwetter tobt, bei welchem die Knochen eines Jungen ans Tageslicht kommen, welche einige Fragen aufwerfen. Gleichzeitig erfährt man einiges über besagten Adam, seine eher freudlose und von Gewalt geprägte Kindheit und Jugend. Ebenfalls wird nach und nach erzählt, was dazu geführt hat, dass er nach Talheim versetzt wurde. 

Ungefähr zur Mitte des Buches kommt dann die LKA-Kommissarin Eva ins Spiel, welche noch einmal Schwung in die Geschichte bringt. Sie ist neben dem etwas verwirrten Adam eher der rationale Part, ist ehrgeizig und versucht auf ihre Weise, den Fall rund um die gefundenen Knochen zu lösen. Dennoch hat auch sie ihre ganz eigenen Gründe, nach Talheim zu kommen. Ansonsten erfährt man von ihr aber nicht allzu viel.

Insgesamt begann die Geschichte, bis auf den Fund der Knochen gleich am Anfang, eher ruhig, aber nicht langweilig, wurde aber von Seite zu Seite immer spannender. Nicht nur, dass etwas Wichtiges verschwindet, gibt es nach und nach weitere Tote. Es gibt Geheimnisse, die sich bis weit in die Vergangenheit ziehen, familiäre Tragödien und einige sehr interessante Wendungen, wobei die sonstigen Bewohner des Dorfes, bis auf wenige, im Großen und Ganzen gar keine allzu große Rolle spielen. Am Ende gab es dann auch noch eine echt tolle Offenbarung, mit welcher ich so gar nicht gerechnet habe.

Alles in allem fand ich diesen dritten Band wieder echt gut und ich finde, er hat die Reihe auf seine ganz besondere Art gut abgeschlossen, selbst, wenn nicht alle Fragen, die im Laufe der Bände aufgeworfen worden sind, beantwortet wurden. Schön fand ich ebenfalls, dass hier beide Protagonisten nicht unsympathisch waren. Die Reihe hat sich somit für mich wirklich gelohnt. 

Samstag, 24. August 2024

Band 1: Talberg 1935
Band 2: Talberg 1977
Band 3: Talberg 2022

„Schwarz ist der Wald, finster sind die Herzen

Maria lebt allein im Wald. Sie hat zwei Ehen hinter sich, ihr erste Gatte war ein Choleriker, der zweite ein Säufer. Beide sind lange tot. Die Leute aus dem Dorf halten sie für eine Hexe, der man besser aus dem Weg geht. Wenn jemand stirbt, gibt man der Hexe die Schuld. Doch niemand ahnt ihr wahres Geheimnis – und wie gerne der Tod ihr zur Hand geht.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht so richtig weiß, wie ich diesen Band der Trilogie rund um die Geschehnisse in Talberg bewerten soll. Einerseits fehlte mir am Anfang etwas, andererseits wurde es am Ende so spannend, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.

Dabei ist dieser Band wieder in zwei Teile aufgebaut, diesmal Buch Maria und Buch Josef. Irgendwie finde ich die Anspielung auf die beiden biblischen Figuren schon interessant, am Ende hatte dies aber nicht wirklich etwas zu bedeuten.

Geschrieben war der Roman auch wieder recht gut und flüssig, mit bayrischer Mundart hier und da, aber gut verständlich. Nur finde ich, hat das Korrektorat hier echt etwas nachgelassen, denn es gibt einige Rechtschreibfehler, die zwar nicht besonders schlimm sind, aber dennoch auffallen.

Die Geschichte selbst beginnt eher ruhig und ich musste mich auch erst einmal an die neue Protagonistin Maria gewöhnen, die nicht wirklich viel mit denen aus Band eins zu tun hat. Diese lebt allein in einer Hütte, abgelegen auf einer Lichtung im Wald. Hier geschehen plötzlich, nach und nach seltsame Dinge. So bekommt Maria einen Brief von ihrer vor zwanzig Jahren verstorbenen Tante, es taucht ein Pilger auf, der kurz danach verschwindet und nach einem Besuch der Metzgerstochter, geht es dieser auch nicht mehr so gut. Schnell drängt sich der Gedanke auf, dass Maria hinter all den Dingen steckt, doch schon bald merkt man, dass noch viel mehr dahinter steckt, spätestens als Josef auftaucht, der seine ganz eigene Agenda verfolgt. Ebenso taucht ein neuer Polizist auf, welcher erst das Verschwinden des Pilgers untersucht, dann aber immer mehr in die Geschehnisse hineingezogen wird.

Im Großen und Ganzen fand ich diese Geschichte schon interessant, habe aber gerade am Anfang mehr Spannung erwartet, auch, wenn diese mit den kuriosen Begebenheiten rund um Maria recht gut aufgebaut wird. Dafür wurde es gegen Ende immer spannender und die Wendungen habe ich wirklich nicht erwartet, auch, wenn ich mir bereits sicher war, dass Maria nicht hinter allem stecken kann. Schade fand ich allerdings, dass man als Leser zwar die meisten Fragen am Ende beantwortet bekommt, aber auch einige offen bleiben. Hier hoffe ich, dass Band drei eventuell noch Antworten gibt.

Interessant fand ich aber auch die einzelnen Charaktere, welche zwar zumeist echt nicht besonders sympathisch waren, wobei ich vor allem Josef richtig schrecklich fand, aber dennoch super in das ganze Setting und die Geschichte gepasst haben. Maria fand ich sehr unfreundlich, menschenscheu und eigenbrötlerisch. Josef hingegen ist ein nichtsnutziger Kleinkrimineller, ohne Skrupel. Der Polizist Walter Göhring war mir noch am sympathischsten, wenn ich auch ihn manchmal nicht so richtig verstanden habe und seine Handlungen unlogisch waren.

Alles in allem war dieser Roman schon gut, war aber nicht so spannend wie Band eins. Dennoch mochte ich die Atmosphäre und die Wendung am Ende hat mich echt überrascht.

Montag, 19. August 2024

Band 1: Talberg 1935
Band 2: Talberg 1977
Band 3: Talberg 2022

„Ein Mann, der totgeglaubt war, ist zurückgekehrt. Und einer, der gestern noch lebte, liegt mit zerschmettertem Schädel auf dem Berg.

Der Lehrer Steiner hat einen Turm bauen lassen. Angeblich für Vermessungszwecke. Doch im Wirtshaus erzählen sie sich, er beabsichtige, seine Frau dort hinunterzuwerfen. Aber dann liegt er selber unten, mit zerschmettertem Schädel und leeren Augen. Wer hat seinen perfiden Plan für sich missbraucht? Und wer erbt jetzt den Hof, den der Lehrer nie haben wollte? Seine Frau? Oder der ungeliebte Bruder, dessen Name voreilig ins Kriegerdenkmal gemeißelt worden war? Doch er kehrte zurück, und statt seines Lebens hat er nur einen Arm im Krieg gelassen – und jegliche Menschlichkeit.“

- Beschreibung des Verlags -

Hätte ich dieses Buch nicht empfohlen bekommen, ich bin mir ziemlich sicher, ich hätte es niemals zur Hand genommen. Umso glücklicher bin ich, dass ich mich darauf eingelassen und es gelesen habe, denn obwohl es anders ist, als das, was ich sonst so lese, fand ich es echt gut und spannend.

Erzählt wird dieser Roman, welcher eher eine Mischung aus Regionalkrimi und Thriller ist, in zwei Abschnitten und damit auch hauptsächlich aus zwei Perspektiven, die unterschiedlicher nicht sein könnten. So beginnt er mit der Sicht von Elisabeth, Steiners Witwe und endet mit Johannes, dessen Bruder. Aber auch aus der Sicht des Polizeimajors Karl Leiner wird das eine oder andere Kapitel erzählt. Den Schreibstil des Autors fand ich dabei echt gut. Er ist recht flüssig und lässt sich, trotz bayrischer Mundart hier und da, wirklich gut lesen. Vielmehr finde ich, bringt genau diese Mundart zum Teil auch die Atmosphäre im Buch zustande, genauso einige andere Aspekte, wie das Herbstwetter und natürlich auch das Setting.

Ich muss zwar zugeben, dass ich anfangs etwas gebraucht habe, um vollends in die Geschichte und das Setting hineinzufinden, aber allzu lange hat das nicht gedauert, vor allem auch deshalb, weil es schon ziemlich bald echt spannend wird, denn so viel kann ich sagen, es bleibt nicht nur bei einer Leiche. Und so stellt sich die Frage nach dem wer und auch dem warum umso dringlicher. Aber neben den Todesfällen und deren doch zeitlich bedingten, recht altmodischer Aufklärung, bekommt man auch noch einige sehr interessante Einblicke in die Vergangenheit der Hauptcharaktere und lernt diese noch besser kennen. Die Übergänge zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit sind dabei wirklich gut gemacht, sodass man nicht verwirrt wird. Zudem werden die Ermittlungen auch noch durch einige Manipulationen gestört, welche ich teilweise schon etwas absurd witzig fand, die ganze Handlung aber auch noch spannender gemacht haben.

Was die Charaktere angeht, so stehen eindeutig Elisabeth, Karl und Johannes im Vordergrund, wobei erstere eine für ihre Zeit recht selbstbewusste, starke Frau ist, die sich vom herrschenden Patriarchat nicht großartig beeindrucken lässt. Karl ist ein junger, aber kluger Polizist, der sich hier einer echt schwierigen Dorfgemeinschaft gegenübersieht, die es ihm schwer macht, seinen Job auszuüben. Er ist ein recht sanfter Charakter, der sich aber auch durchzusetzen versucht. Leider gelingt ihm das jedoch nicht immer, was ihm bei seinen Ermittlungen teilweise im Wege steht. Johannes hingegen fand ich einfach nur ekelhaft, pervers und mit seinen fiesen inneren Monologen, extrem nervig. Dazu kommt noch der Waldbauer Steiner, Vater von Wilhelm, Johannes und Michael, welcher ebenfalls ein richtiges Ekel ist, gewalttätig, hochnäsig und schmutzig, Nur allein wegen seines Geldes hat er, noch vor dem eigentlichen Ortsvorsteher, das Sagen im Dorf. Ihn habe ich, genauso wie Johannes, extrem verabscheut. In dem Sinne ist es dem Autoren gelungen, so richtig gut geschriebene, verachtenswerte Charaktere zu schaffen. Insgesamt fand ich aber alle Charaktere echt gut und authentisch geschrieben, selbst wenn einige davon schon ein paar Klischees erfüllt haben.

Alles in allem fand ich diesen Roman echt super, spannend und atmosphärisch, mit sehr interessanten Charakteren, in einer ebenfalls interessanten Zeit, in der es noch keine Smartphones gab, noch nicht einmal überall Festnetztelefon oder gar Strom. Ebenfalls mochte ich das bayrische Setting und die bayrische Mundart, genauso wie die echt lebendig geschriebenen Charaktere. Band zwei kann also auf jeden Fall folgen und wird es auch tun.

Donnerstag, 8. August 2024

„Den Palast zu betreten bedeutet, einen blutigen Pfad zu beschreiten.

Joseon (Korea), 1758. Unehelichen Töchtern stehen in der Hauptstadt nur wenige Möglichkeiten offen, aber durch harte Arbeit und Studium hat sich die achtzehnjährige Hyeon eine Stelle als Palastschwester verdient. Alles, was sie will, ist, den Kopf unten halten, gute Arbeit leisten und vielleicht endlich die Anerkennung ihres entfremdeten Vaters gewinnen.
Doch plötzlich wird Hyeon in die dunkle und gefährliche Welt der Hofpolitik gestoßen, als jemand in einer einzigen Nacht vier Frauen ermordet. Die Hauptverdächtige ist Hyeons Mentorin. Entschlossen, die Unschuld ihrer geliebten Lehrerin zu beweisen, beginnt Hyeon mit ihren eigenen geheimen Ermittlungen.
Bei ihrer Suche nach der Wahrheit trifft sie auf Eojin, einen jungen Polizeiinspektor, der ebenfalls auf der Suche nach dem Mörder ist. Als die Beweise beginnen, auf den Kronprinzen als Mörder hinzuweisen, müssen Hyeon und Eojin zusammenarbeiten, um die dunkelsten Ecken des Palastes zu durchsuchen und die tödlichen Geheimnisse hinter dem Blutvergießen aufzudecken.“

- Beschreibung des Verlags -

Schon allein das Cover dieses Romans ist echt eine Wucht, weshalb es mir direkt ins Auge gesprungen ist und auch der Klappentext, welcher eine spannende Geschichte im historischen Korea verspricht, hat mir echt Lust auf die Geschichte gemacht. Doch leider war diese dann doch nicht so ganz mein Fall.

Zwar hatte die Autorin an sich einen recht angenehmen Schreibstil, doch enttäuschenderweise konnte dieser mich nicht so richtig mitreißen. Das koreanische Setting des achtzehnten Jahrhunderts wollte in meinem Kopf einfach kein richtiges Bild einnehmen. Dazu kamen noch die zahlreichen koreanischen Namen, die sich alle irgendwie ähneln und schon war ich in einer mir fremden Welt, welche sich wahnsinnig weit weg angefühlt hat. Außerdem konnte ich die Stimme der Hörbuchsprecherin einfach nicht der asiatischen Protagonistin zuordnen, obwohl diese ansonsten einen wirklich guten Job gemacht hat. 

Die Geschichte selbst war im Großen und Ganzen recht interessant und stellenweise auch wirklich spannend. Da sich in meinem Kopf aber kein richtiges Bild über die einzelnen Situationen und Charaktere einnisten wollte, wirkte sie oftmals etwas verwirrend auf mich. Ich wusste einfach irgendwann nicht mehr so richtig, wer eigentlich wer ist und was getan hat. Nur manche Charaktere, wie zum Beispiel die Protagonistin oder auch Eojin konnte ich mir merken, weil sie auch am meisten in der Geschichte vorkamen. Obendrein waren mir die beiden jeweils auf ihre Weise wirklich sympathisch. Hyeon ist nämlich klug, kämpferisch und loyal, während Eojin sie beschützt und das Richtige tun will. Andere konnte ich mir anhand ihrer Geschichte wenigstens ein bisschen einprägen, manche aber waren mir immer wieder neu. 

Dadurch konnte ich auch nur Hyeons und Eojins Beziehung zueinander zu einhundert Prozent nachvollziehen und für mich stand sie im Mittelpunkt der Geschichte, weil ich in diesem Punkt emotional mitgerissen wurde. Genauso ging es mir zumindest ein bisschen mit der Beziehung zwischen Hyeon und ihrem Vater, wobei die sonstigen familiären Bindungen auch eher schwammig blieben. Die Ermittlungen allerdings waren für mich nicht durchgängig nachvollziehbar, ebenso war der Palast für mich ein schwarzes Loch, genauso wie die ganze Stadt. So wusste ich oftmals nicht so richtig, wer, wie, wo und was. Dennoch muss ich sagen, dass es einige interessante Wendungen gab und die Geschichte in keinster Weise vorhersehbar war. Und auch das Ende hat mir wirklich gut gefallen, weil es sie wirklich super gut abgeschlossen hat, ohne auf die Tränendrüse zu drücken, aber trotzdem emotional war. 

Letztendlich war die Geschichte an sich schon okay, konnte mich halt nur leider nicht in allen Teilen richtig packen und mitreißen. Bei solch einem Setting ist es wahrscheinlich auch gar nicht mal so leicht, es lebendig herüberzubringen, da es hier vor allem gleich eine andere Kultur und eine andere Zeit vereint. Deshalb kann ich auch nicht sagen, ob und wenn wem ich es weiterempfehlen würde.  

Donnerstag, 25. April 2024

 

„London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt.“

- Beschreibung des Verlags -

Anfangs hatte ich bei diesem Buch noch etwas Probleme, in die Geschichte hineinzufinden, was auch daran liegt, dass der Schreibstil nicht immer so flüssig ist, wie ich es mir gewünscht hätte. Das soll aber auch nicht heißen, dass er schlecht ist, denn mit der Zeit wurde es immer besser und irgendwann war ich mittendrin. Wahrscheinlich musste ich mich auch erst einmal an den Schreibstil gewöhnen.

Die Geschichte hat mir dabei richtig gut gefallen, denn sie ist nicht nur ein spannender, historischer Krimi, sondern auch eine Hommage an das historische London und eine kleine, süße Liebesgeschichte gibt es obendrein geboten. Das alles ist oftmals ziemlich spannend, manchmal auch ziemlich mysteriös und teilweise sogar witzig, auf jeden Fall aber super unterhaltsam. Ebenso ist die Geschichte rund um das Haus in der Nebelgasse und der Familien, die dort lebten, recht düster und für manche vielleicht auch etwas gruselig. Am besten fand ich aber die tolle, tiefgreifende und exzellente Recherche der Autorin, was die historische Fakten angeht, die sie in ihrem Buch vielfältig zum Besten gibt. Ebenfalls ist die Zeit selbst, in welcher die Geschichte spielt, wahnsinnig interessant und die Atmosphäre wurde auch großartig getroffen.

Richtig toll fand ich außerdem die tollen, lebensecht und nachvollziehbar geschriebenen Charaktere. In einer Zeit, in der Frauen noch ein gewisses Bild an Häuslichkeit und Unterwürfigkeit erfüllen sollen, ist die junge Protagonistin Matilda unabhängig und aufgeschlossen. Gleichzeitig ist sie getrieben davon, das Geheimnis um ihre Schülerin Laura zu entschlüsseln. Mrs. Westlake, ihre Vermieterin ist eine drollige, ältere Dame, die man einfach nur ins Herz schließen muss. Auch sie ist sehr aufgeschlossen und Schriftstellerin von Romanen mit einer abenteuerlustigen Protagonistin. Schon allein deshalb muss man sie einfach lieben. Und dann gibt es da natürlich noch Stephen Fleming, einen Professor mit einer recht emotionalen Vergangenheit, der Matilda bei ihren Untersuchungen mit Rat und Tat zur Hilfe steht. Mit seiner unerschrockenen, freundlichen Art konnte auch er mein Herz erobern.

Alles in allem fand ich dieses Buch jedenfalls wirklich gut. Schade nur, dass es etwas gebraucht hat, bis ich in der Geschichte drin war. Empfehlen kann ich es aber auf jeden Fall, wenn man historische Krimis und Detektivgeschichten mag.