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Freitag, 5. September 2025

Band 1: Dark Cinderella
Band 2: Broken Prince

„Als ich mich in das Leben von Kronprinz Maximilian eingeschlichen habe, hatte ich nur ein Ziel: meine verschwundene beste Freundin zu finden, die zuletzt im Schloss gesehen wurde. Gefühle für den Prinzen zu entwickeln, stand allerdings nicht auf dem Plan. Denn seine Nähe ist nicht nur verführerisch, sie bringt mich in Lebensgefahr. Meine Nachforschungen haben einen Stein ins Rollen gebracht, der sich nicht mehr aufhalten lässt. Selbst wenn er mich, Maximilian und die gesamte Königsfamilie unter sich begräbt …“

- Beschreibung des Verlags -

Was im ersten Band aufgebaut wurde, geht hier, nach einer actionreichen Flucht, noch spannender weiter, wobei Sofia der Wahrheit immer näher kommt. Aber auch die Liebesgeschichte intensiviert sich, doch kommen auch hier Wahrheiten ans Licht, welche die Beziehung zwischen Sofia und Maximilian gefährden könnten.

Das alles hat die Autorin sehr rasant verpackt, aber auch mit viel Romantik und auf jeden Fall auch mehr Spice als noch im ersten Band. Die Liebesgeschichte ist wirklich süß und gefühlvoll, muss aber geheim bleiben, was für alle Beteiligten nicht leicht ist. Dann findet Maximilian auch noch Dinge über sich heraus, die ich so nicht erwartet hätte und natürlich löst sich zum Glück auch das Rätsel rund um Alva auf. Auch hier hätte ich bis zu einem gewissen Punkt nicht unbedingt damit gerechnet, was tatsächlich passiert ist und vor allem auch, was Alva mit der königlichen Familie verbindet. Diesbezüglich tritt auch ein neuer Antagonist auf die Bühne, der es echt in sich hat. Richtig schön fand ich auch hier wieder die liebevolle Beziehung zwischen Sofia und ihrer Oma Edda und auf emotionale Weise erzählt Sofia Maximilian zudem davon, was mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester Nora geschehen ist. Und auch von Maximilian erfährt man neue Dinge, die vorher noch nicht angesprochen wurden.

Schade fand ich ein bisschen, dass auch hier wieder gegendert wurde, aber das war klar und zum Glück weiterhin nicht zu schlimm. Auch ein bisschen Aufklärung durfte natürlich nicht fehlen. Und leider wurde nicht so richtig aufgelöst, warum Linnea zu Drogen gegriffen hat. Dafür hat aber auch sie ansatzweise ihr Glück gefunden.

Alles in allem fand ich diesen Band echt gut, auf jeden Fall besser noch als Band eins. Er war spannender, noch romantischer und hat die Geschichte passend abgeschlossen, ohne, dass er vorhersehbar gewesen wäre. Damit kann ich die Dilogie durchaus empfehlen, so man den ersten Band schon gemocht hat.

Mittwoch, 3. September 2025

Band 1: Dark Cinderella
Band 2: Broken Prince

„Wir alle wachsen mit diesen Geschichten auf. Mädchen trifft Prinz. Mädchen verliebt sich. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ... Doch das ist eine Lüge. Denn nachdem meine beste Freundin einen echten Prinzen getroffen hat, ist sie spurlos verschwunden. Ich werde Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um sie zu finden. Also bewerbe ich mich auf eine Stelle im Schloss und bekomme tatsächlich eine Zusage. Niemand darf wissen, warum ich wirklich hier bin. Vor allem nicht Kronprinz Maximilian. Doch schon die erste Begegnung mit ihm macht mir eines klar: Dieser Mann ist anders als erwartet. Freundlicher. Verführerischer. Verwirrender. Und das bringt nicht nur meinen Plan, sondern auch mein Herz in große Gefahr.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss sagen, ich mag eigentlich royale Liebesgeschichten und im Grunde ist auch diese hier wirklich toll, allerdings mag ich dieses teilweise woke angehauchte Möchtegern Aufklärerische nicht so ganz, auch, wenn ich verstehe, dass die Autorin auf gewisse Umstände aufmerksam machen möchte. Dennoch hätte ich nicht gebraucht, dass die Protagonistin immer wieder darauf hinweist, was für eine unabhängige Frau sie ist, die niemandem gehört.  Ebenfalls kann ich absolut nicht leiden, wenn in Romanen gegendert wird. Zum Glück war das in diesem Roman aber nicht allzu schlimm und auffallend.

Ansonsten fand ich die Geschichte rund um die Suche nach Sofias bester Freundin Alva relativ spannend, wenn es auch erst gegen Ende so richtig Action diesbezüglich gab. Auch die zarten Annäherungen zwischen Sofia und Maximilian waren richtig süß und nicht überhastet. Dementsprechend gibt es hier auch noch nicht allzu viel Spice, was auch in Ordnung ist. Dann ist da noch Maximilians Schwester Linnea, die ihre eigenen Probleme hat und gegen jede Erwartung eine echt liebe Person ist. Dafür scheint es im Königreich Skønien einige Geheimnisse zu geben, die aber in diesem Band noch nur eher angekratzt werden. Diesbezüglich bin ich gespannt auf den zweiten Band.

Richtig toll fand ich die Charaktere, denn diese sind vielseitig, sehr natürlich und nachvollziehbar geschrieben. Sofia ist dabei eine echt mutige, junge Frau, die für ihre beste Freundin alle Gefahren auf sich nimmt. Dennoch geht sie manchmal auch zu große Risiken ein. Noch mehr mochte ich allerdings Maximilian, denn er ist wirklich ein Traummann, der trotz seines Standes absolut bodenständig ist, liebevoll und hilfsbereit. Am liebsten war mir aber Sofias Oma Edda, obwohl sie nur eine Nebenfigur ist. Sie ist aber einfach nur eine richtig tolle alte Dame, die sich aufopferungsvoll um ihre Enkelin kümmert und die man sich selbst nur als Oma wünschen könnte.

Alles in allem war dieser erste Band der Northern-Royal-Dilogie wirklich in Ordnung und auch, wenn mich ein paar Dinge gestört haben, so hat mich die Geschichte durchaus gut unterhalten. Es ist aber dennoch keine Geschichte, die mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird, trotzdem habe ich auf jeden Fall Lust auf Band zwei.

Mittwoch, 25. Dezember 2024

„Georgia Stanton steht am Tiefpunkt ihres Lebens. Nach einer schmerzhaften Scheidung kehrt sie in ihre Heimat Colorado zurück, um sich um den literarischen Nachlass ihrer Urgroßmutter zu kümmern. Scarlett Stanton war eine erfolgreiche Liebesromanautorin. Nur ein einziges Buch hat sie nie beendet – die Geschichte ihrer eigenen großen Liebe, die sie in den Wirren des Zweiten Weltkriegs fand und verlor.

Noah Harrison befindet sich als Autor auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Er bekommt von seinem Verlag die einzigartige Chance, das letzte Manuskript seines literarischen Idols zu beenden. Wäre da nicht Georgia. Georgia, die ihm auf jedem Schritt des Weges widerspricht und ohne deren Segen er kein einziges Wort schreiben darf. Und die ihn mit jedem Tag mehr fasziniert …“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss inzwischen echt sagen, dass mir so langsam der Verdacht kommt, dass es Rebecca Yarros durchaus mit Autorinnen wie Colleen Hoover und Bittainy C. Cherry aufnehmen kann, denn ihre Geschichten sind nicht weniger emotional und voller realem Drama, so auch die in diesem Buch.

Diese wird in zwei Zeitsträngen und Perspektiven erzählt, nämlich einmal in der heutigen Zeit von Georgia und in den vierziger Jahren über Scarlett. Dabei erfährt man, dass Georgia sich gerade erst hat scheiden lassen und in ihre Heimatstadt zurückkehrt, wo sie auf ein unvollendetes Manuskript ihrer Urgroßmutter Scarlett stößt. Um dieses zu vollenden, wird ihr Noah Harrison vorgeschlagen, was zu einigen Konflikten führt, aber auch dazu, dass sich die beiden nach und nach näherkommen. 

Gleichzeitig erfährt man, wie Scarlett im Zweiten Weltkrieg beim britischen Militär arbeitet und in diesem Rahmen den jungen Flieger Jameson kennenlernt. Nach und nach verlieben sich die beiden ineinander, was zu einer wahnsinnig romantischen, aber auch emotionalen Liebesgeschichte, voller realistischem Drama, dafür aber ohne Kitsch führt. Außerdem werden Themen wie der Krieg selbst und die Emanzipation Scarletts sehr sensibel angesprochen, was ich durchaus gelungen fand. 

Und auch die Liebesgeschichte zwischen Georgia und Noah ist wirklich wunderschön, wenn sie auch etwas lockerer wirkt. Dennoch gibt es auch hier ein paar kleine Dramen, wobei mich eines allerdings wieder etwas übertrieben vorkam, denn als Jameson einen Fehler macht, wird dieser wieder einmal super aufgebauscht. Dies fühlte sich für mich so an, als wollte die Autorin ihr Buch noch extra in die Länge ziehen. Trotzdem war die Geschichte insgesamt einfach nur super, teilweise sogar echt spannend und hat mich auf jeden Fall in ihren Bann gezogen.

Auch die Charaktere fand ich hier sehr realistisch und nahbar geschrieben, vielschichtig und einzigartig. Gerade Scarlett und ihre Schwester Constance fand ich extrem gut gezeichnet, sehr sympathisch, aber dennoch nicht ohne Fehler. Jameson ist zudem ein richtiger Traummann, der Scarlett regelrecht verehrt, sie schätzt und sich wie ein Gentleman benimmt. Georgia und Noah fand ich ebenfalls sehr sympathisch, allerdings hat Georgia auch eine kleine, nervige Seite. 

Alles in allem hat die Autorin nicht nur ein Talent, tolle Fantasy zu schreiben, sondern auch romantische und emotionale Liebesromane. Sie hat einen tiefgründigen, leicht lesbaren, flüssigen Schreibstil und ich fand dieses Buch, bis auf Kleinigkeiten, wieder einmal großartig, wurde nicht nur gut unterhalten, sondern auch wahnsinnig berührt. 

Samstag, 2. November 2024

„Eva entdeckt, dass ihr Mann eine Affäre hat – und sinnt auf Rache. Für den schnellen Trost gabelt sie in einer Kneipe Jonas auf. Sie ahnt nicht, dass ihr charmanter One-Night-Stand schwer gestört ist: Frauen, die mit ihm anbändeln, lässt er nie wieder los.“

- Beschreibung des Verlags -

Warum habe ich dieses Buch überhaupt beendet? Diese Frage stelle ich mir wirklich, denn eigentlich hatte es nicht wirklich viel zu bieten, vielmehr handelt es sich dabei um den wohl langweiligsten Thriller, den ich je gelesen habe.

Dieser hat noch nicht einmal dreihundert Seiten, hat sich aber gezogen wie Kaugummi, weil einfach nichts Spannendes passiert ist. Vielmehr lernt man erst einmal Eva kennen, deren Ehe gerade zu Bruch geht und die dabei erst wie ein Opfer wirkt und dann wie eine unkontrollierte Furie, die handelt, ohne überhaupt einmal tiefer darüber nachzudenken, was sie eigentlich tut. Zwischendurch erfährt man von Jonas, der sich scheinbar aufopfernd um seine Freundin kümmert, welche im Koma liegt. Schnell wird aber klar, dass dieser Typ eindeutig nicht ganz richtig im Kopf ist, sogar echt gefährlich. Nebenbei wird auch noch irgendwas über Jonas Vergangenheit erzählt, was aber so konfus und verwirrend ist, dass ich damit so gar nichts anfangen konnte.

Als dann Eva auf Jonas traf, dachte ich wirklich, dass endlich mal etwas Interessantes passieren könnte, sich zwischen den beiden ein gefährliches Spiel oder so ähnlich entwickelt, aber so war es nicht. Stattdessen dümpeln beide in ihren eigenen Problemen weiter und während Eva sich die ganze Zeit selbst bemitleidet und Rachepläne schmiedet, schmachtet Jonas ihr hinterher. Erst auf den letzten zwanzig Seiten passiert dann tatsächlich etwas zwischen den beiden, was zu einem Finale führt, welches zwar echt böse, aber auch extrem vorhersehbar war.

Dazu kommt, dass die Charaktere hier super unsympathisch sind und in keinster Weise irgendwie interessant. Eva, die, ohne weiter zu hinterfragen, kopflos auf Rache sinnt, handelt total dumm und unüberlegt, wobei sie gleichzeitig in Selbstmitleid versinkt. Jonas ist ein Psychopath, der immerhin Potenzial hatte, welches aber nur sehr wenig ausgeschöpft wurde. Ebenso fand ich Evas Ehemann Henrik total nichtssagend, wobei er sich auch noch wie ein bockiges Kind benommen hat. Allenfalls Evas Eltern waren für mich ein kleiner Lichtblick, denn diese sind einfach toll, aber eben auch nur Nebencharaktere mit wenig Auftritt.

Der Schreibstil gibt ebenfalls nicht viel her, ist sehr verwirrend und mit vielen inneren Monologen zugekleistert. Dazu kommen die vielen skandinavischen Begriffe, Namen und so weiter, die echt schwer zu lesen sind. Gut, da der Roman auch von einer schwedischen Autorin geschrieben ist, ließ sich das wohl nicht vermeiden, aber im Zusammenspiel mit der echt komischen Geschichte, war das ein weiterer Störfaktor. 

Alles in allem fand ich die Idee hinter diesem Buch echt gut und hatte auch echt Hoffnungen, dass es mich packen könnte, doch diese wurden leider nicht erfüllt. Für mich war der Thriller jedenfalls echt langweilig und total skurril, mit nur sehr wenig Atmosphäre und regelrecht blöden Charakteren. Aber hey, ich habe es immerhin beendet. 

Freitag, 6. September 2024

„An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth. Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war. Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten. Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.

Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung?“

- Beschreibung des Verlags -

Auch, wenn ich mich selbst nicht als Feministin bezeichnen würde, fand ich, nachdem mehrere Personen diesen Roman bereits sehr hochgelobt hatten, dass ich ihn mir nun auch endlich einmal zu Gemüte führen müsste. Nun, unterhaltsam fand ich ihn, aber was das Thema angeht, so war er mir dann doch zu pathetisch. 

Erzählt wird die Geschichte dabei hauptsächlich aus den Perspektiven, der drei verschiedenen Protagonisten, unter welche noch kurze Kommentare von einer Pistole, der Gebärmutter und der Berichterstattung eingeschoben werden, die mir persönlich aber nichts erzählt haben, was ich interessant gefunden hätte. Der Schreibstil war aber okay und ich konnte der Geschichte gut folgen, auch das Hörbuch war gut vertont.

Inhaltlich begleitet der Leser hier Elin, eine Influencerin, die ständig wechselnde Sexpartner hat und sich irgendwann auch mit Gewalt konfrontiert sieht. Sie geht in meinen Augen unverantwortlich mit sich selbst um, gleichzeitig konnte ich ihre innere Leere auch irgendwie verstehen. Trotzdem wirkt ihr Engagement im Protest eher deplatziert, schließlich hat sie mit den Problemen, weswegen die Frauen demonstrieren, so gar keine Berührungspunkte. Außerdem folgt man Nuri, der die Schule abgebrochen hat und nun mit zahlreichen, schlecht bezahlten Jobs darum kämpft, jeden Tag zumindest etwas zu Essen und einen Schlafplatz zu haben. Einerseits war mein erster Gedanke „selber schuld“, aber ich habe auch mit ihm gelitten, fand ihn, obwohl er ein bisschen wie ein Weichei wirkt, sympathischsten und sein Weg war für mich persönlich am spannendsten. Auch Ruth fand ich sehr sympathisch. Ihr Einsatz und ihr Pflichtgefühl bis zur vollkommenen Erschöpfung ist bewundernswert und dennoch tat es mir extrem leid, dass sie so allein gelassen wird. Dabei legt sie selbst ihre Arbeit erst nieder, als es gar nicht mehr geht. 

Was das Thema des Buches angeht, diesen Kampf gegen das Patriarchat und die Ausbeutung in Care-Berufen, so fand ich das Buch sehr anstrengend und schon fast fanatisch. Nein, Männer sind keine Feinde der Frauen und Frauen sind auch nicht immer komplett solidarisch miteinander. Außerdem wird nicht jede Frau unterdrückt und nicht jeder Mann ist böse, was ja auch irgendwie Nuri widerspiegelt. Dementsprechend ist dieser Protest auch einfach nur unrealistisch, genauso der ganze Rattenschwanz, welcher dieser mit sich zieht. Als würden die Männer gar nichts allein hinbekommen und die Frauen sind die Krone der Schöpfung, ohne welche gar nichts geht. Vielmehr sollte man doch einmal darüber nachdenken, warum die Dinge so sind, wie sie sind und nein, das liegt zum größten Teil nicht am Patriarchat. 

Alles in allem ist das Buch schon okay, spannend geschrieben und gerade die Schicksale von Nuri und Ruth gingen mir zum Teil echt ans Herz. Ich finde auch das Thema Feminismus bis zu einem bestimmten Punkt interessant, ebenfalls die Idee hinter dem Buch. Meiner Meinung nach bewegt sich dieser Roman aber sehr nah an der Grenze zum Fanatismus und Schubladendenken. 

Mittwoch, 15. Mai 2024

Band 1: When the King Falls
Band 2: The Queen Will Rise

"Er ist mein König. Er ist mein Geliebter. Er ist mein Untergang …

Londons Straßen werden von Blut regiert. Nach dem gescheiterten Attentat auf Vampirkönig Benedict Tudor schlägt der Hass zwischen Menschen und Vampiren in offene Gewalt um. Florence ist als Blutbraut die menschliche Repräsentantin an Benedicts Seite und könnte eigentlich vermitteln. Doch sie wird im Tower gefangen gehalten. Ursprünglich als Rebellin ins Schloss gekommen, um den König zu töten, hat sie sich gegen ihren Willen in ihn verliebt. Und diese Liebe wird ihr nun zum Verhängnis. Denn Benedict hat von ihren Plänen erfahren, und ihr Verrat hat ihn zu einem Monster gemacht …“

- Beschreibung des Verlags -

Der erste Band dieser Dilogie war bereits großartig, dieser hier hat allerdings sogar noch eine Schippe draufgelegt. Er war nämlich noch spannender, aufregender, gleichzeitig aber auch sehr grausam und brutal. Ebenso ist er noch sexyer und sogar richtig romantisch. Es ist also für alle, die romantische Fantasy mögen, etwas dabei.

Auch gibt es wieder einige interessante Wendungen, eine Entführung, einen wichtigen Besuch, sowie Intrigen und Verrat. Die Grenzen zwischen Freund und Feind verwischen immer mehr und die Gefahren kommen von innen und außen. Außerdem lernt man auch Flos Familie etwas besser kennen, vor allem ihren Bruder und die Fronten wechseln sich hier und da, denn es gibt auch Feinde in den eigenen Reihen, während dich ehemalige Feinde mit Benedict verbünden. 

Am Anfang drehen sich hier daher auch die Rollen ein bisschen, denn während Flo sich entschieden hat, wem sie ihr Vertrauen schenken will, ist es nun Benedict, der zweifelt und mit sich ringt, ob er ihr noch vertrauen kann. Der Verrat, der ihm entgegengebracht wurde, macht ihn zu dem Monster, welches Florence immer in ihm gesehen hat und so zeigt er sich auch von seiner verzweifelten Seite, die ihn sehr grausam macht. Dennoch spürt man, dass er Florence liebt und dass er ihr so gern vertrauen möchte, was mich echt fertig gemacht hat, denn für mich ist und bleibt er ein toller Typ, Vampirkönig hin oder her. 

Gleichzeitig muss Flo zeigen, wo ihre Loyalitäten liegen, was gar nicht so leicht ist, denn einerseits ist Ben, nachvollziehbarer Weise, ihr gegenüber sehr skeptisch, andererseits fühlt er sich weiterhin wahnsinnig von ihr angezogen. Diese Anziehung zwischen den beiden ist es, die auch diesem Band wieder einen sehr prickelnden Unterton verschafft. Außerdem mag ich die teilweise echt provokanten und schlagfertigen Dialoge zwischen Flo und Ben. 

Insgesamt muss ich sagen, war diese ganze Reihe für wohl das Highlight bisher in diesem Jahr. Sowohl der erste, als auch der zweite Band haben mich von vorn bis hinten super gut unterhalten, waren spannend, fantasiereich, teilweise etwas brutal, aber gleichzeitig auch super spicy. Ich habe sie jedenfalls geliebt. 

Montag, 13. Mai 2024

Band 1: When the King Falls
Band 2: The Queen Will Rise

„Ich bin seine Auserwählte. Ich bin sein Schicksal. Ich bin sein Tod …

London, Gegenwart. Seit Jahrhunderten herrschen die Vampire mit harter Hand über die Menschheit. Doch im Untergrund hat sich eine Rebellion gebildet. Eine Gruppe von Menschen, die nicht länger bereit ist, diese Unterdrückung hinzunehmen. Auch Florence ist Teil des Widerstands und wurde von Geburt an auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Mit ihr hat die Rebellion erstmals die Chance, eine Attentäterin ins Crimson Heart, das Schloss des Vampirkönigs, einzuschleusen. An jeder Wintersonnenwende wählt der König eine neue Blutbraut aus, von der er sich nähren wird. Und dieses Jahr gehört Florence zu den Kandidatinnen. Sie soll ihn dazu bringen, sich für sie zu entscheiden, sie zu begehren, ihr zu vertrauen. Und sie wird all das gegen ihn benutzen, um ihn zu töten. Es sei denn, ihr eigenes Herz verrät sie …“

- Beschreibung des Verlags -

Wow, was für eine Achterbahn der Gefühle. Dieses Buch hat mich einfach nur von der ersten bis zur letzten Seite mitfiebern lassen, hat mich teilweise echt ratlos gemacht, manchmal auch sentimental berührt, aber auch oft echt wütend. Vor allem aber hat es mich großartig unterhalten. Ich dachte zwar schon fast, dass Vampirromane inzwischen aus der Mode sind, aber dieser hier ist einfach nur genial.

Dabei würde ich sagen, dass er noch nicht einmal ein typischer Vampirroman ist, denn die Vampire sind hier, bis auf ein paar Besonderheiten, schon sehr menschlich. Sie essen, sie trinken, sie schlafen und tun noch mehr menschliche Dinge. Ob sie allerdings Monster sind, wie es Florence beigebracht wurde, muss man beim Lesen selbst herausfinden. 

Ich habe diese Geschichte jedenfalls absolut genossen, denn sie ist super spannend und ich habe beim Lesen die ganze Zeit ein unterschwelliges Knistern gespürt, bis es dann so richtig zur Sache ging. Die Liebesgeschichte entwickelt sich dabei in einem sehr angenehmen Tempo, wird immer intensiver und es gibt auch einige spicy Szenen. Doch bis auf die Liebesgeschichte passieren auch noch einige andere Dinge, die meist ziemlich überraschend daher kommen und es gibt auf beiden Seiten einige Gefahren und interessante Entwicklungen. Selbst auf richtig schöne, emotionale Momente muss man nicht verzichten. Das Ende des Buches kam dann auch noch mit einem riesigen Cliffhanger daher, der mich wahnsinnig neugierig auf Band zwei gemacht hat.

Die Charaktere haben mich hier ebenfalls sofort für sich einnehmen können. Für mich war Benedict nämlich alles andere, als ich erwartet hätte. Seine Figur hat diesen Roman für mich überhaupt erst zu dem gemacht, was er ist. Er hat mich gar nicht erst zum Zweifeln kommen lassen, auch wenn er anfangs noch etwas mysteriös und verschlossen daher kommt. Doch umso besser ich ihn kennenlernen durfte, umso schwerer war es für mich, Florence Hass auf ihn und ihre Abscheu zu ertragen. Dennoch konnte ich ihre Zerrissenheit gleichzeitig absolut nachvollziehen, schließlich wurde sie ihr Leben lang auf ihre Aufgabe vorbereitet und manipuliert. Außerdem mochte ich ihre selbstbewusste, provokante Art, wohingegen ihre Unsicherheit sie auch menschlich machte. Sowohl Ben als auch Flo fand ich jedenfalls super geschrieben, sehr lebendig und ich mochte sie beide auf ihre Weise. Ebenso mochte ich Bens kleine Schwester und ihre beste Freundin Briana. Was ich von Florences Bruder Valerian halten sollte, wusste ich allerdings nicht so richtig und am Ende hat er mich sogar noch richtig sauer gemacht.

Alles in allem hat mich dieser Roman mit seiner großartigen, modernen und doch fantastischen Geschichte, den tollen Charakteren und einem flüssigen, leicht lesbaren Schreibstil einfach vom Hocker gerissen. Ich habe alles daran geliebt und in gerade einmal zwei Tagen verschlungen. Man kann ihn im Übrigen auch gut als Hörbuch hören, denn dieses wurde super vertont. 

Samstag, 4. Juni 2022


Band 1: Show me the Stars
Band 2: Save me from the Night
Band 3: Find me in the Storm

„Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet. Nach dem Journalismusstudium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein verpatztes Interview hat sie gerade den ersten Job gekostet. Da hört sich die Anzeige, in der für sechs Monate ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, wie ein Traum an. Eine Auszeit ist genau das, was sie jetzt braucht. Sie bewirbt sich, und nur wenige Wochen später steht Liv vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz erst zum Klopfen, dann zum Überlaufen und schließlich zum Zerbrechen bringt … „

- Beschreibung des Verlags -

Eigentlich habe ich es zur Zeit ja nicht so mit New Adult und Liebesgeschichten. Umso erstaunter war ich, dass mich diese Geschichte hier dann doch so sehr in ihren Bann ziehen konnte. Aber irgendwie hatte sie mich von der ersten Seite an. Was mir besonders gefallen hat, kommt jetzt.

Als erstes ist da der tolle Schreibstil, der mich gleich packen und mitreißen konnte. Kira Mohn schreibt nämlich locker, flüssig und leicht, aber dennoch niveauvoll. Dabei hat sie einen gewissen Witz, weiß jedoch auch, alle anderen Emotionen gut herüber zu bringen. Und mit Marie-Isabel Walke hat man eine wirklich tolle Sprecherin für das Hörbuch gefunden, was ich auch anmerken möchte.

Die Geschichte selbst war auch einfach nur toll. Schon die Idee dahinter ist echt interessant und die Autorin hat sie zudem noch richtig gut umgesetzt. Es gibt einen etwas längeren, einleitenden Teil, in dem man erfährt, warum Liv überhaupt einen neuen Job sucht und sie auch besser kennenlernt. Danach entwickelt sich die Liebesgeschichte erst nach und nach. Ich wurde also nicht ins kalte Wasser geschmissen und konnte mich von der ersten Seite an in die Geschichte hinein fallen lassen. Trotzdem war die Geschichte zu keiner Zeit langweilig oder hat sich gezogen. Dabei ist auch das Setting der einsamen Insel mit dem Leuchtturm und das raue Irland einfach wundervoll und super beschrieben. Am meisten habe ich aber den Leuchtturm selbst geliebt und wäre am liebsten mit zu Liv gezogen. Hier hat man einfach ein richtig gemütliches und warmes Gefühl beim Lesen. Aber auch die Liebesgeschichte selbst hat mir super gut gefallen. Ich mochte nicht nur Livs Hintergrundgeschichte, sondern auch Kjers und diese ist nicht ohne. Und das hat natürlich für die ein oder andere Dramatik gesorgt. Wenn es aber Probleme in dieser Geschichte gab, dann wurden diese auf erwachsene Weise geklärt, es wurde kein Wert auf ewig lange Sexszenen gelegt und überhaupt wirkte die ganze Geschichte recht erwachsen, was ich super fand. Dennoch kam die Romantik nicht zu kurz und auch für ein bisschen Drama wurde natürlich gesorgt.

Ebenfalls haben mir die Charaktere gut gefallen. Ich mochte Livs etwas unbeholfene, zuckersüße Art und dass sie, obwohl sie keine Freunde hat, kein Mauerblümchen ist. Und auch Kjers zurückhaltender, ruhiger Charaktere hat mir sehr zugesagt. Er scheint zwar ein Typ zu sein, welcher seine Liebschaften inflationär wechselt, ist aber gar kein Bad Boy  auch kein Nerd, noch sonst irgendwas, sondern einfach nur ein ganz normaler Typ. Ebenso habe ich Airin, die im dritten Band der Reihe die Hauptfigur ist, sofort ins Herz geschlossen. 

Für mich ist „Show me the Stars“ alles in allem ein richtig toller Wohlfühlroman, mit welchem man sich gemütlich auf die Couch kuschelt und die Welt um sich herum vergisst. Er ist auf seine ganz eigene, erwachsene Weise romantisch, hat aber auch die richtige Portion Witz und konnte mich einfach begeistern.

Montag, 28. Dezember 2020


Band 1: Prince of Passion - Nicholas
Band 2: Prince of Passion - Henry
Band 3: Prince of Passion - Logan
Band 4: Queen of Passion - Leonora
Band 5: Princess of Passion - Jane (Kurzgeschichte)

„Jede Dynastie hat einen Anfang, jede Legende beginnt mit einer Geschichte!

Prinzessin Lenora Celeste Beatrice Arabella Pembrook wurde von Kindesbeinen an darauf vorbereitet, Königin zu werden. Die erste Königin von Wessco. Als sie 1956 mit neunzehn Jahren gekrönt wird, ist sie also bereit, zu regieren. Lenora ist charmant, klug, selbstbewusst und – wenn nötig – skrupellos. Doch eins ist sie nicht: verheiratet.

Plötzlich hat niemand mehr etwas anderes als ihre Heirat im Sinn. Der Kronrat. Das Parlament. Das Volk. Lenora hat keinerlei Verlangen danach, sich an einen Mann zu binden – vor allem an keinen, der sie nur ihrer Krone wegen will. Doch Pflicht ist Pflicht. Selbst für eine Königin. Besonders für eine Königin. Also lässt sie sich auf eine Zweckehe ein. Nur hat sie nicht mit einem Mann wie dem Herzog von Anthorp gerechnet …“

- Beschreibung des Verlags -

Manchmal sind Geschichten einfach nur schön, ohne, das es allzu viel dazu zu sagen gibt und genau so ist es auch hier, denn Lenoras Liebesgeschichte hat mich gleichzeitig gut unterhalten und teilweise auch wirklich berührt.

Zu Emma Chases Schreibstil will ich dieses Mal gar nicht mehr so viel schreiben, denn dieser ist und bleibt wirklich gut und auch die beiden Sprecher haben einmal mehr ihr Bestes gegeben und das war wirklich überzeugend.

Das wirklich tolle an diesem Roman ist für mich allerdings, zumindest im ersten Teil, zu großen Stücken die Handlung. In dieser begleitet man Lenora als junge Frau, man erfährt, wie sie zur Königin wird, wie sie als diese wächst und immer mehr an Selbstbewusstsein zunimmt. Dabei ist die Liebesgeschichte anfangs noch lange Zeit absolute Nebensache, wären da nur nicht diejenigen, die der Meinung sind, eine Königin müsste verheiratet sein. Aber bis es tatsächlich zur Liebesgeschichte kommt, dauert es eben eine ganze Weile und man lernt Lenora und ihr Leben erst einmal kennen, erfährt, was sie alles durchmachen muss und wie sie zu der Person wurde, die sie in den ersten Bänden ist. Vor allem mochte ich die Beziehung zwischen ihr und ihrem besten Freund Thomas, die wirklich herzallerliebst ist und die Eskapaden ihrer jüngeren Schwester haben die Geschichte teilweise echt aufgelockert. Die tatsächliche Liebesgeschichte mochte ich aber auch. Diese ist wirklich romantisch und süß, hätte allerdings ein bisschen weniger Sexszenen vertragen können. Von diesen gibt es nämlich ab etwas Mitte des Romans eine ganze Menge, meiner Meinung nach, sogar etwas zu viel. Das Ende der Geschichte fand ich dann allerdings bittersüß, da man durch die ersten Bände ja bereits weiß, wie es ausgehen wird.

Lenora als junge Protagonistin kennenzulernen fand ich einfach großartig, auch wenn ich zwischendurch einfach nicht das Bild einer alten Königin aus meinem Kopf bekommen habe. Vielleicht wäre es diesbezüglich besser, diesen Band vor den eigentlich ersten drei Bänden zu lesen, denn in denen lernt man Lenora eben schon als alte, strenge Königin kennen. Doch das ist sie nur nach außen hin, weil sie so erzogen wurde. Im Inneren ist sie nämlich eine wunderbare, liebenswerte Person mit Herz. Und auch Edward ist einfach großartig geschrieben, männlich und stark, aber dennoch nicht ohne Fehler. Beide sind absolut unterschiedlich und doch passen sie zusammen wie kaum ein anderes Paar. Dazu kommen noch die bereits erwähnten Charaktere, nämlich Thomas und Lenoras Schwester Miriam. Beide mochte ich sehr und fand, dass sie ebenfalls super gut geschrieben sind. Und auch alle anderen Nebenfiguren waren einfach großartig und nachvollziehbar geschrieben.

Abschließend muss ich sagen, dass ich diesen Band einfach super fand, auch wenn dieser ebenfalls wieder hier und da ein paar kleine Mängel hatte. Aber als pure Unterhaltungsliteratur ohne großen Anspruch ist auch dieser Band wieder großartig.