Posts mit dem Label dtv werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label dtv werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 19. Januar 2026

„Als Romeo Montague die junge Rosaline Capulet zum ersten Mal sieht, ist er sofort verliebt. Die freiheitsliebende Rosaline wiederum ist empfänglich für Romeos Avancen, denn nach dem Tod ihrer Mutter will ihr Vater sie ins Kloster schicken. Romeo bietet ihr die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.
Doch nach und nach beginnt Rosaline an seinen Versprechungen zu zweifeln. Da richtet sich Romeos Blick auf ihre Cousine, die dreizehnjährige Julia. Allmählich begreift Rosaline, dass nicht nur ihre Zukunft auf dem Spiel steht, sondern Julias Leben.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss zugeben, dass ich skeptisch war, ob mir dieses Buch gefallen würde, da es sich erstens um eine Neuerzählung von „Romeo und Julia“ handelt, von welchem ich die Originalgeschichte wahnsinnig liebe und zweitens, weil ich nicht so richtig mit dem Gedanken klargekommen bin, dass Romeo hier der Bösewicht sein soll. Letztendlich muss ich sagen, hat es mich dann auch eher zwiegespalten zurückgelassen.

Am Anfang noch war ich relativ erstaunt, wie gut sich die Geschichte weglesen ließ, obwohl der Schreibstil nicht wahnsinnig geistreich wirkte und sich oft am Original abarbeitete. Zudem habe ich mich recht schnell in die Geschichte hineingefunden, mochte Rosaline echt gern und konnte auch ihre Lebensumstände gut nachvollziehen. Das Setting und die Umstände zu dieser Zeit fand ich ebenfalls soweit ganz gut beschrieben und selbst mit der etwas anderen „Nicht“-Liebesgeschichte zwischen Rosaline und Romeo bin ich klar gekommen, solange ich sie komplett unabhängig vom Original betrachtet habe. Doch leider wurde von Seite zu Seite die Geschichte immer abstruser und ideologischer. Zwar verstehe ich, worauf die Autorin hinauswollte und fand auch manche Hinweise und Erkenntnisse durchaus nachvollziehbar, aber ich glaube einfach nicht daran, dass alle Männer, egal ob zu Zeiten Shakespeares, noch heute, einfach nur böse waren, beziehungsweise sind. So aber kommt es in diesem Roman immer häufiger rüber, nur der treue Tybalt scheint ein wahrer Schatz zu sein. 

Ansonsten hatte ich oftmals das Gefühl, dass hier die Originalgeschichte nur umgedreht wurde und ein bisschen was dazu gedichtet. Eigene Ideen haben mir hier und da gefehlt. Selbst bestimmte Zitate wurden übernommen. Auch ist Rosaline zwar echt sympathisch, aber keine feministische Heldin, Julia war extrem auf naiv getrimmt und Romeo hatte keine Facetten. 

Alles in allem hat sich mir beim Lesen dieses Buches immer mehr der Verdacht aufgedrängt, dass die Autorin nur darauf hinauswollte, wie böse Männer doch im Allgemeinen sind und Romeo musste dafür herhalten, zu zeigen, wie sie kleine, unschuldige Mädchen ausnutzen. Trotzdem hatte die Geschichte auch etwas Unterhaltendes an sich und ich habe nie das Gefühl gehabt, es abbrechen zu müssen. 

Sonntag, 2. November 2025

„Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht.
Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen.
Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend.
Die kleine Emily leidet unter dem hartnäckigen Schweigen ihrer Urgroßeltern Margret und Hardy, bei denen sie wegen des unsteten Lebenswandels ihrer Mutter aufwächst. Als Jugendliche beginnt sie schließlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wird es ihr gelingen, das Erbe der unverarbeiteten Traumata ihrer Familie endlich aufzubrechen?“

- Beschreibung des Verlags -

Kaum ein Buch schafft es tatsächlich, mich zu Tränen zu rühren, aber dieses ist nun schon das zweite Buch der Autorin, dessen Geschichte mich gegen Ende hin tatsächlich hat Rotz und Wasser heulen lassen. 

Diese spielt wieder einmal sowohl in der Vergangenheit, nach dem Zweiten Weltkrieg, als auch in der Gegenwart. Es geht wieder darum, was die Vergangenheit aus den Protagonisten, hier Margret und Hardy gemacht hat und wie deren Erfahrungen als Kinder sich auch auf die Gegenwart auswirkt. So müssen beide Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre in verschiedenen Heimen grausame Misshandlungen über sich ergehen lassen, Margret wird sogar gerade dann vergewaltigt, als sie sich endlich in Sicherheit wähnt. Die Autorin hat diesbezüglich sehr realistisch und ungeschönt geschildert, was den beiden angetan wird, sodass ich beim Lesen einige Male mehr als entsetzt, teilweise richtig wütend war. Ebenfalls fand ich sehr nachvollziehbar geschrieben, wie sich Margret und Hardy später immer näher kommen, nämlich sehr langsam und aus einer tiefen Freundschaft und Verantwortungsgefühl heraus.

Auch die Handlung in der Gegenwart ist wirklich gut und eindrücklich geschrieben. Hier begleitet man Emily, die es auch nicht gerade leicht hat. Sie leidet darunter, dass sie keine zuverlässige Bindung zu ihrer Mutter hat. Gleichzeitig kennt sie ihren Vater nicht. Ihr einziger Halt sind ihre Urgroßeltern, die aber noch immer unter den Geschehnissen ihrer eigenen Kindheit zu kämpfen haben. Dies führt zu einer großen Zerrissenheit, welche die Autorin ebenfalls super herüberbringen konnte. Genauso ging es mir mit der Beziehung Emilys zu ihren Urgroßeltern, die Liebe zwischen ihnen, aber auch die kleinen und großen Problemchen, gerade auch, als Emily in die Pubertät kommt. 

Was ich der Autorin ebenfalls hoch anrechne, ist, dass sie auch für diesen Roman wieder sehr gut recherchiert zu haben scheint, denn die ganze Geschichte wirkt wie aus dem realen Leben gegriffen, ist sehr bildlich und nachvollziehbar geschrieben. Dazu kommt das super schöne Ende, welches vielleicht etwas sehr emotional ist, aber welches ich persönlich nach all dem Leid, den Problemen und Sorgen auch gebraucht habe. Zudem habe ich das, was dort geschieht, Hardy von ganzem Herzen gegönnt. Einzig einen versöhnlichen Satz gegenüber dem christlichen Glauben habe ich vermisst, denn Gott hat ganz sicher nie gewollt, was den Kindern damals durch die Institution Kirche angetan wurde.

Alles in allem war dieses Buch aber wieder einmal großartig, die Geschichte sehr berührend und gerade in den Teilen, die in der Vergangenheit spielen, schwer zu ertragen. Außerdem hangelt sich die Autorin erneut nah an der Realität entlang und macht auf Missstände aufmerksam, die es wirklich in Deutschland gab. Ich kann diesen Roman deshalb absolut weiterempfehlen und hoffe, dass die Autorin noch mehr schreiben wird. 

Dienstag, 28. Oktober 2025

„Als April ein Video von einer mysteriösen Skulptur auf YouTube hochlädt, steht sie schlagartig im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Denn weltweit sind identische Statuen aufgetaucht und sie scheinen nicht von der Erde zu stammen. April verschreibt sich dem Ziel, das Geheimnis um jeden Preis zu lösen. Sie teilt all ihre Erlebnisse auf Social Media, wird Dauergast in Talkshows und sogar die Regierung nimmt Kontakt mit ihr auf. Schon bald ist April kein Mensch mehr, sondern eine Marke, ein Symbol – und sie wird im kompromisslosen Kampf um Berühmtheit Opfer und Täterin zugleich. Denn als sie merkt, wie sehr die mediale Aufmerksamkeit sie verändert hat, ist es zu spät, um einen Rückzieher zu machen. Währenddessen entwickelt sich die Lösung des Rätsels zu einem Wettlauf gegen radikale Verschwörungstheoretiker – und deren Angriffe beschränken sich nicht nur auf die virtuelle Welt.“

- Beschreibung des Verlags -

Dieses Buch ist schon irgendwie etwas Besonderes, aber wahnsinnig gut fand ich es leider dennoch nicht, denn hier bekommt man ein eigentlich ziemlich aktuelles Thema recht einseitig betrachtet präsentiert. Zudem gibt es im Englischen noch einen zweiten Band, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde, der aber vielleicht einige Fragen hätte beantworten können. Hier blieben nämlich am Ende ziemlich viele besagter Fragen offen.

Dabei geht es hier vor allem um die Verantwortung im Umgang mit Sozialen Medien und wie schnell es möglich ist, sich im Internet zu radikalisieren. Rund um die mysteriösen Skulpturen, die von April „die Carls“ getauft werden, entspinnt sich so schon bald eine Art Kult, es entstehen zwei gegenseitige Gruppen und beide bestehen auf ihrer Meinung. Alles also, wie man es im realen Leben ebenfalls sieht und genau da liegt auch das Problem, denn auch hier ist automatisch eine Seite die Gute und die andere die Böse, ohne sich, bis auf einen kurzen Augenblick, überhaupt mit den Sorgen und Gedanken der Gegenseite auseinanderzusetzen. Dann gibt es auch noch Anschläge und Überfälle, April wird zu einer Kultfigur und alles, was sie macht, ist gut. Sorry, das war mir persönlich viel zu einseitig, fast schon manipulativ. 

Ansonsten war das Buch aber echt interessant und es hat mich auch gut unterhalten. Die Idee mit den Skulpturen fand ich großartig, auch den Science Fiction Aspekt. Der Werdegang Aprils war zudem echt spannend, wenn auch nicht in allen Punkten wahnsinnig realistisch. Und dann wurde es zum Ende hin auch noch einmal richtig actionreich, nur leider mit einem offenen Ende, welches mich zusätzlich unzufrieden zurückgelassen hat. 

Interessant fand ich aber ebenfalls die Charaktere, wenn für mich April auch ziemlich unsympathisch war, sehr naiv und auf sich selbst bezogen. Sie lebt nur in ihrer eigenen Bubble und ist auch kaum bereit, mal über ihren eigenen Horizont hinüber zu schauen. Genauso fand ich nicht besonders schön, wie sie mit ihrer Mitbewohnerin Maya umgeht. Ihre Freunde waren für mich hingegen allesamt echt liebenswerte Nerds, der sogenannte Gegner Petrawicki nicht böse, sondern einfach nur kritisch. 

Alles in allem ist dieses Buch schon interessant und auf irgendwie abgedrehte Weise durchaus unterhaltsam. Ich habe es jedenfalls nicht bereut, es gelesen zu haben, habe aber auch nicht das Bedürfnis, diese Geschichte noch einmal zu konsumieren. 


Montag, 27. Oktober 2025

„Eine junge Mutter, die um ihr Kind kämpfen muss – und eine intensive Achterbahnfahrt der Gefühle …
Fünf Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihrer großen Liebe Scott kehrt Kenna an den Ort des Geschehens zurück. Ihr einziger Wunsch: endlich ihre vierjährige Tochter Diem, die bei Scotts Eltern lebt, in die Arme zu schließen. Gleich am ersten Abend trifft sie auf Ledger, der erste Mann, zu dem sie sich seit Scotts Tod hingezogen fühlt – und er sich umgekehrt auch zu ihr. Doch dann stellt sich heraus, dass Ledger Scotts engster Freund seit Kindertagen war. Und dass er geschworen hat, dass die ihm unbekannte Mutter, die Schuldige am Tod seines Freundes, niemals eine Rolle in Diems Leben spielen wird …“

- Beschreibung des Verlags -

Dass Colleen Hoover emotionale Bücher schreiben kann, war ja schon immer klar, dennoch waren für mich bisher noch nicht viele Highlights dabei und jetzt kommt dieses hier, welches mich nach längere Zeit wieder begeistern konnte. Denn dieses hat für mich einfach alles, was eine schöne, emotionale Liebesgeschichte haben muss.

Dabei ist dieser Roman nicht nur ein einfacher Liebesroman, sondern viel mehr. So geht es hier in erster Linie nicht um die Liebesgeschichte, die sich langsam um Kenna und Ledger spinnt, sondern vor allem um den Verlust eines geliebten Menschen, um Schuld und Sühne, Mutterschaft und ums Verzeihen, auch, wenn es noch so unmöglich scheint. Es geht um Eltern, die ihren Sohn verloren haben und eine junge Frau, die nicht nur mit ihrer Schuld zu kämpfen hat, sondern auch damit, ihre kleine Tochter noch nie gesehen zu haben. Dies alles hat die Autorin wahnsinnig überzeugend und emotional geschrieben, dass ich die ganze Zeit mit Kenna gelitten habe und hoffte, dass sie endlich ihre Tochter kennenlernen darf. Ebenso konnte ich aber auch Scotts Eltern ein Stück weit verstehen, denn diese wollen nur das Beste für ihre Enkelin Diem, nachdem sie ihren Sohn ausgerechnet durch Kennas Schuld verloren haben. Allerdings gibt es auch einige Vorurteile, die es Kenna nicht gerade leicht machen. Die Liebesgeschichte fand ich ebenfalls wirklich gut. Diese beginnt ziemlich rasant, jedoch mit einem großen Knall, der alles zum Wackeln bringt, entwickelt sich aber dennoch weiter und man merkt einfach die Anziehung zwischen Kenna und Ledger.

Richtig gut fand ich auch die Charaktere, denn diese sind sehr vielschichtig, machen Fehler, aber lernen auch daraus. Dabei habe ich Kenna super gut verstehen können und obwohl sie wirklich viel falsch gemacht hat, so tat sie mir dennoch super leid. Auch Scotts Eltern konnte ich, wie gesagt, absolut verstehen. Ebenfalls fand ich Ledger großartig, sehr verantwortungsbewusst und gleichzeitig sexy. Außerdem wird er mit der Zeit zum wichtigen Verbindungsstück zwischen Kenna, Scotts Eltern und Diem, was ihm selbst einige Probleme einbringt.

Alles in allem fand ich diesen Roman super emotional, mit viel Drama, wobei dieses aber sehr realistisch wirkte und nicht übermäßig konstruiert. Genauso mochte ich die Charaktere und der Schreibstil war sowieso großartig. Jetzt freue ich mich auf die Verfilmung und hoffe, dass diese genauso gut wird, wie die Buchvorlage.

Dienstag, 26. August 2025

„Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...“

- Beschreibung des Verlags -

Wieder einmal wurde ein Buch von Colleen Hoover verfilmt, welches ich bis dato noch nicht gelesen hatte, weshalb ich das schnell noch vor Erscheinen des Filmes nachgeholt habe und das Erste, was mir zu diesem Buch einfällt, ist, dass es gleichzeitig dramatisch und zuckersüß ist.

Die Geschichte wird dabei aus zwei Perspektiven erzählt, nämlich einmal aus der der vierunddreißigjährigen Morgan, die nach einem plötzlichen Verlust auch noch mit einer wirklich fiesen Offenbarung klarkommen muss. Gleichzeitig kommt sie einem Mann immer näher, dem sie vielleicht nicht so nahe kommen sollte. 

Auf der anderen Seite ist da Morgans sechzehnjährige Tochter Clara, welche denselben Verlust durchstehen muss, das in einer Phase, wo sich sowieso schon alles ändert. Hier spielen viele verschiedene Themen eine Rolle, unter anderem natürlich der Verlust selbst, aber auch die erste Liebe, die Probleme, die mit der Pubertät auf Mütter und ihre Töchter zukommen sowie Schuldgefühle und Zweifel. Besonders hat mir dabei die Beziehung zwischen Clara und ihrem Freund Miller gefallen, weil sie einfach super süß miteinander umgehen, selbst, wenn sie sich mal streiten. Sämtliche Szenen zwischen den beiden fand ich einfach nur großartig und habe sie wahnsinnig genossen. Aber auch Morgans Part fand ich wirklich schön, wenn auch nicht ganz so spannend, wie den von Clara, weil ihre Geschichte nicht wahnsinnig besonders war, aber trotzdem echt schön. Zudem fand ich die Beziehung zwischen Morgan und Clara sehr interessant und realistisch gezeichnet, die Streitereien, die langsame Absondern Claras und auch das ganze Gefühlschaos. Die Geschichte ist jedenfalls insgesamt einerseits tragisch, weil sowohl Morgan als auch Clara einiges durchmachen müssen, andererseits aber auch so oft super süß, mit richtig tollen, herzerwärmenden Szenen. 

Auch die Charaktere mochte ich hier sehr, denn diese sind sehr lebendig geschrieben und auch, wenn mich Claras Verhalten manchmal echt genervt hat, so war dieses für ein junges Mädchen mitten in der Pubertät einfach normal, zumal sie auch noch einiges durchzustehen hat. Ebenso mochte ich Morgan wirklich gern und konnte ihre Verzweiflung über die aktuelle Situation in ihrem Leben als auch den Problemen mit Clara absolut nachvollziehen. Ebenfalls fand ich Miller und Jonah super toll. Miller, weil er so viel Geduld mit Clara hat, scheinbar immer genau das Richtige tut und super witzig ist. Jonah, weil er für Morgan da ist, sich gleichzeitig aber auch zurücknimmt, obwohl er in sie verliebt ist.

Alles in allem war dieser Roman wieder einmal ein typischer Hoover, wenn man hier auch gleich zwei Liebesgeschichten in einem bekommt und gleichzeitig auch noch eine Coming-of-Age Geschichte. Dieser war super gut und flüssig geschrieben, emotional und, wie schon öfter erwähnt, zuckersüß. Jetzt freue ich mich jedenfalls auf den Film und hoffe, dass dieser gut umgesetzt wurde.

Mittwoch, 30. Juli 2025

„Als Maggie ein Kind war, floh die ganze Familie eines Nachts aus dem Haus und kehrte nie wieder dorthin zurück. Maggie selbst hat keine Erinnerung daran, was in jener Nacht wirklich geschah. Jetzt, 25 Jahre später, erbt Maggie nach dem Tod ihres Vaters das Haus. Doch kaum ist sie wieder dort, geschehen unerklärliche und zutiefst schaurige Dinge. Baneberry Hall war in seiner 100-jährigen Geschichte immer wieder Schauplatz grauenvoller Geschehnisse, böser Gedanken – und mehrerer Morde. Und während Maggie sich immer tiefer in das Geheimnis des Hauses verstrickt, greift das Böse auch nach ihr.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich inzwischen ziemlich abgehärtet bin, aber wirklich gruselig war dieser Thriller nicht für mich, nicht einmal unheimlich, obwohl es um ein Spukhaus geht, in welchem kuriose Dinge geschehen sind und noch immer geschehen. Dennoch fand ich das, was geschehen ist, sehr mysteriös und spannend ist die Geschichte ebenfalls. Dabei hat mich Maggies eigene Geschichte sehr berührt, die Liebe zu ihrem Vater, aber gleichzeitig das mangelnde Vertrauen in seine Ehrlichkeit, sein Verlust und die nicht vorhandenen Erinnerungen an die eigenen Kindheit. Dazu kommen die vielen verschiedenen Charaktere, von denen jeder sein eigenes Schicksal zu meistern hat, viele mysteriöse Todesfälle und vor allem zum Ende hin einige Wendungen, mit denen ich so auf keinen Fall gerechnet hatte. Auch eine angedeutete Liebesgeschichte gibt es, die aber nicht wirklich relevant ist. 

Die Charaktere fand ich ebenfalls super geschrieben, sehr authentisch und lebendig. Jeder von ihnen ist wichtig für die Geschichte und egal, ob man ihn oder sie mag, sind sie sehr interessante, teilweise mysteriöse und manchmal auch tragische Figuren. Auch die Protagonistin Maggie mochte ich ganz gern.

Alles in allem bekommt man hier einen spannenden Mysterythriller mit interessanten Charakteren und einem leicht schaurigen, aber wirklich schönen Setting, nämlich einem alten Haus, gebeutelt von tragischen Ereignissen. Dieser hat mich echt gut unterhalten und ich bin mir sicher, dass er auch nicht der letzte Thriller von diesem Autoren für mich gewesen sein wird.

Freitag, 4. Juli 2025

Diesen wundervollen Roman habe ich von Vorablesen in Zusammenarbeit mit dem dtv Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür!

„Allie kehrt nach einer schweren Ballettverletzung zur Regeneration nach Cape Cod zurück, wo eine Begegnung mit ihrem ehemaligen besten Freund längst vergessen geglaubte Gefühle und schmerzhafte Erinnerungen weckt. Hudson hat sie als Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet, aber er hat sie auch nach dem Tod ihrer Schwester im Stich gelassen. Als Hudsons Nichte plötzlich vor Allies Tür steht und verzweifelt ihre leibliche Mutter finden will, gerät Allie in eine unmögliche Situation.“

- Beschreibung des Verlags -

Bisher habe ich noch keinen Roman der Autorin gelesen, der nicht gut gewesen wäre und auch dieser hier war wieder wunderschön, mit einer emotionalen Geschichte, welche mit einigen interessanten Wendungen daher kam, mit denen ich nicht gerechnet hätte. 

Schön fand ich dabei schon von Anfang an das sommerliche Setting Cape Cods. Aber natürlich hat mir auch die Geschichte um eine zweite Chance für die Liebe super gut gefallen. Dabei sind Allie und Hudson ein großartiges Paar, welches ich sofort wie geschaffen füreinander fand. Auch die Themen fand ich hier schön gewählt, denn Allie steht als professionelle Ballerina, die mit einer strengen Mutter aufgewachsen ist, unter ständigem Stress. Gleichzeitig kämpft Hudson damit, Allie vor zehn Jahren im Stich gelassen zu haben. Damals ist nämlich etwas Tragisches geschehen, was beider Leben aus der Bahn geschmissen hat. Und dann ist da natürlich noch die Sache mit Hudsons Nichte Juniper, die eng mit der Familie Rousseau verbunden ist. Nicht nur in diesem Sinne gab es einige interessante Wendungen, aber auch wirklich süße Szenen, eine Menge Drama und ganz viel Romantik. Ebenfalls wurde es immer mal wieder recht spicy, aber auf eine angenehme und prickelnde Art und Weise. Leider gab es aber ebenso einige Längen und gerade zum Ende hin war ich einmal kurz etwas verwirrt. Alles in allem fand ich die Geschichte aber echt großartig und sie hat mich gut unterhalten.

Ebenso fand ich die Charakter sehr gut und lebendig geschrieben. Ich konnte sie alle wirklich gut leiden, wenn ich auch hier und da Allie und ihre Entscheidungen nicht so ganz nachvollziehen konnte. Sowieso mochte ich irgendwie von den vier Rousseau Schwestern Anne mit ihrer sehr erwachsenen und ruhigen Art am liebsten. Auch Hudson fand ich richtig toll, denn er bemüht sich um Allie, ohne aber ihre Grenzen zu überschreiten. Er ist ein Held, ohne sich selbst als Helden darzustellen, sondern ist bodenständig und super sympathisch. Mein Liebling allerdings war die wahnsinnig intelligente, freche und zu allem entschlossene Juniper, die sich gegen alle durchzusetzen und diese auch um ihren kleinen Finger zu wickeln weiß.

Alles in allem mochte ich das Buch echt gern, fand die Geschichte echt süß, prickelnd und manchmal sogar auch spannend, wenn es zwischendurch dann auch hier und da ein paar Längen gab. Die Charaktere sind ebenfalls toll und menschlich geschrieben und der Schreibstil ist sowieso flüssig und echt bildlich. Obendrein lohnt es sich, zumindest einmal in das Hörbuch hineinzuhören, denn dieses ist echt gut vertont.

Montag, 23. Juni 2025

„Nächstes Jahr fahren wir ans Meer, sagt Beatrices Vater an zu heißen Sommerabenden jedes Jahr lächelnd. Ein Versprechen, das sich nie erfüllt, aber die Familie trotzdem glücklich macht. Im Stockwerk darüber jedoch wird Alfredo, Beatrices bester Freund, von seinem besoffenen Vater mal wieder halb totgeprügelt. So wie viele in der »Festung«, jenem Viertel in den Hügeln der Stadt, in das kein Taxi fährt, kein Polizist freiwillig einen Fuß setzt, hat Alfredo schon verloren, bevor sein Leben richtig beginnen kann. Als Kinder hat man Beatrice und Alfredo »die Zwillinge« genannt, später wurde aus der Freundschaft Liebe. Eine harte Liebe, ohne Romantik und Liebesgeflüster, und mit einem jähen Ende ...“

- Beschreibung Amazon -

Oft habe ich von diesem Buch noch nicht gehört, doch was ich gehört habe, war nur Gutes. Deshalb bin ich auch wirklich traurig, dass es mich nicht so sehr begeistern konnte, wie ich es erhofft hatte. 

Die Geschichte an sich ist im Grunde echt interessant und hätte viel Potenzial gehabt, um emotional von der Freundschaft zwischen Bea und Alfredo zu erzählen. Auch das heruntergekommene und trostlose Setting hat dafür wirklich viel hergegeben. Doch leider konnte mich weder der Schreibstil noch die Geschichte selbst richtig packen. Die Autorin erzählt hier nämlich recht sachlich und ohne viel emotionalem Tiefgang von Beatrice und Alfredo, die in einer Art Ghetto im Italien der siebziger und achtziger Jahre groß werden und eigentlich von vornherein keine Chance im Leben haben. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden erst eine tiefe Freundschaft und später auch Liebe, wobei beides aber nicht so richtig rüberkam. Vielmehr wirkt alles eher toxisch und der Umgang der beiden miteinander schwankt zwischen besitzergreifend, genervt voneinander und bösartig. Genauso gab es nicht wirklich viel Interaktion zwischen den beiden. Zwar verstehe ich, dass dies alles, ebenso der rotzige Umgangston von Bea und Alfredo, ihr ebenso unwirtliches, trostloses Leben widerspiegeln soll, doch dadurch gingen eben die Emotionen fast komplett verloren. Selbst das Ende, welches wirklich dramatisch war und sehr traurig, konnte mich genau deshalb nicht mehr schocken oder gar mitnehmen.

Die Charaktere konnte ich in Teilen leider auch nicht richtig greifen. Gerade Alfredo konnte mein Herz so gar nicht berühren. Für mich blieb er sehr oberflächlich und nicht wirklich sympathisch. Ebenso lernt man auch die meisten anderen Nebencharaktere nie richtig kennen, außer vielleicht Beas beste Freundin Arianna. Zudem fand ich schön, dass man zumindest erfährt, wie Beas Eltern, welche diese schon in sehr jungen Jahren bekommen haben, in La Fortezza gelandet sind. Am besten lernt man Beatrice kennen, ihre Gedanken und Gefühle, womit sie am besten greifbar ist, aber dennoch nicht die sympathischste Protagonistin. Das ist allerdings auch kein Wunder, da die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird.

Alles in allem war das Buch nicht wirklich schlecht, aber eben enttäuschenderweise auch nicht gut. Es konnte mich nicht packen und emotional auch nicht berühren. Dennoch war die Geschichte interessant und wirkte sehr lebensnah. Überzeugt bin ich aber trotzdem nicht. 

Dienstag, 18. Februar 2025

Dieser Roman wurde mir von Vorablesen und dem dtv Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich im Vorfeld sehr herzlich bedanken.

„Evelyn kann sich an jedes ihrer früheren Leben erinnern. Auch daran, dass sie in jedem einzelnen davon ihren 18. Geburtstag nicht erlebt hat – und schuld daran ist jedes Mal ihre große Liebe, der sie unerklärlicherweise nicht entrinnen kann. Nur dass sie ihr aktuelles Leben gerade sehr mag und, noch wichtiger, dass ihre Schwester sie für eine Knochenmarktransplantation braucht. Wenn sie ihre Schwester retten und den tragischen Verlauf ihrer Zeit und Raum überdauernden Liebesgeschichte aufhalten will, muss Evelyn:
1. die Person finden, die sie seit Jahrhunderten in jedem Leben jagt,
2. herausfinden, warum sie überhaupt gejagt wird, um den Fluch endlich zu brechen, und
3. um jeden Preis verhindern, dass sie sich wieder ineinander verlieben …“

- Beschreibung des Verlags -

So gut ich die Idee hinter diesem Roman fand, so sehr war ich letztendlich enttäuscht, dass er mich nicht durchgängig packen konnte und auch ansonsten ein paar Schwächen aufweist. Dabei hatte er wirklich viel Potenzial, welches meiner Meinung nach aber nicht ganz ausgeschöpft wurde.

Der Anfang des Buches hatte mich schon richtig neugierig auf die Geschichte gemacht und ich fand auch toll, wie diese aufgebaut ist, aber zwischendrin hat sie sich dennoch etwas gezogen, weil es mir persönlich zu lange dauerte, bis irgendwas ans Licht kam, was das Ganze erklärt hätte. Ansonsten wird die Geschichte in erster Linie im Jetzt, also 2022 in Wales, erzählt, bewegt sich zwischendurch aber immer weiter in der Vergangenheit zurück, sodass man immer wieder kurze Einblicke in die früheren Leben der Protagonistin bekommt. Allerdings waren mir gerade diese Einblicke teilweise etwas zu kurz und auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Arden war für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Dass Evelyn die Liebenswürdigkeit in Person ist, wird recht schnell klar, ohne Frage, wogegen Arden meist ziemlich hart und abgeklärt wirkt. Sie beide ermorden sich immer und immer wieder gegenseitig, sprechen aber gleichzeitig von Liebe, was die Beziehung der beiden eher toxisch wirken lässt, als verliebt romantisch, zumal man erst ziemlich spät erfährt, wie es überhaupt zu den wiederkehrenden Morden kommt und selbst dann konnte ich die angebliche Liebe der beiden nicht so ganz nachvollziehen. 

Die Charaktere fand ich soweit okay. Ja, Evelyn ist, trotz ihrer Herkunft, eine Gute, dennoch war sie mir teilweise zu naiv. Trotzdem mochte ich sie im Großen und Ganzen. Mit Arden hingegen konnte ich nicht ganz so viel anfangen, was auch kein Wunder ist, schließlich spielt er im Gegensatz zu Evelyn keine allzu große Rolle, dafür, dass er eigentlich ziemlich wichtig ist. Allerdings fand ich Evelyns Schwester Gracie echt großartig geschrieben, super erfrischend und originell und auch ihre Mutter habe ich wirklich geliebt.

Am besten fand ich bei diesem Buch aber den Schreibstil, denn dieser ist, bis auf das them/they hier und da, wirklich toll und bietet richtig viele schöne, tiefgründige Sätze. Was das them/they angeht, so verstehe ich durchaus, warum dieses genutzt wurde, fand es beim Lesen dann aber doch etwas zu störend und ich hätte mir letztendlich eine andere Lösung gewünscht.

Alles in allem war dieses Buch von der Idee her tatsächlich super und auf gute Art speziell. Das Potenzial wurde aber leider nicht ganz ausgeschöpft und die Gefühle sind für mich nicht so richtig rübergekommen, was ich wirklich schade finde.