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Samstag, 30. September 2017

Gelesene Bücher: 3
Seiten: ~ 1.200
Neuzugänge: 30 Bücher, 2 DVDs
aktuelles Buch:
Jamie Shaw - Rock my Body

Oh, es hätte ein so schöner, umfangreicher Lesemonat werden können, denn gerade am Anfang des Septembers habe ich die Bücher förmlich verschlungen und dann wurde ich krank. Damit war dann leider nach drei gelesenen Romanen Schluss. Und hier sind sie:







Und zu was hat man Zeit, wenn man nicht lesen kann? Ganz klar, Filme und Serien schauen und davon habe ich im September dafür eine ganze Menge gesehen.

Filme:


Antonina und Dr. Jan Żabińska leiten 1939 den Warschauer Zoo, als der zweite Weltkrieg beginnt. Nachdem daraufhin der größte Teil ihrer Tiere von der Wehrmacht erschossen wird, entscheiden sie sich, Juden aus dem Warschauer Ghetto zu retten und teilweise in den leeren Zwingern zu verstecken.

Der Film basiert auf der wahren, sehr interessanten Geschichte der Żabińskas. Obwohl er teilweise schon sehr emotional war und mich auch packen konnte, hat mir jedoch irgendwas gefehlt. Trotzdem ein recht guter Film.


Der junge Philip verdächtigt die Frau seines verstorbenen Cousins und ehemaligen Vormunds, diesen umgebracht zu haben. Doch schon bald verliebt er sich selbst in die charmante Rachel.

Leider war dieser Streifen absolut nicht mein Fall. Langweilig, mit leider selten dämlichen Charakteren und einem komischen, verwirrenden Ende, hat er mich dermaßen aufgeregt, dass ich es zum Schluss bereut habe, Zeit in ihn investiert zu haben.


Violonist François Gautier ist ein Geizhals, wie er im Buche steht. Selbst die kleinste finanzielle Ausgabe ist für ihn schon zu viel. Doch dann tritt die sechzehnjährige Laura in sein Leben, die sich als seine Tochter ausgibt und die junge Cellistin Valérie wirft ein Auge auf ihn. Die absolute Herausforderung für  François.

Dieser Film war witzig und charmant, hat mich aber leider auch nicht vom Hocker gerissen. Ich hatte mir noch ein bisschen mehr Humor erhofft und gerade das Ende war mir ein bisschen zu viel des Guten.


Als die australische Backpackerin Clare einen Zwischenstopp in Berlin macht, lernt sie Andi kennen, welcher sie nach einer prickelnden Nacht in seiner Wohnung einsperrt. 

Irgendwie schwankte dieser Streifen zwischen Spannung und Langeweile, interessant fand ich ihn dennoch. Das Ende fand ich sehr gut gemacht.


Im Moskau des Jahres 2070 werden in regelmäßigen Abständen junge Leute gesucht, um in einem tänzerischen Wettbewerb gegeneinander anzutreten. Ziel ist es, der Erde neue Energie zuzuführen, denn die herkömmlichen Energiequellen sind aufgebraucht. Dabei wird nur ein Tänzer überleben.

Verglichen wird diese russische Produktion mit Panem, was ich nicht ganz unterschreiben kann, eher hat er mich an eine Mischung aus Panem und Mad Max erinnert. Gerade die Bilder hatten einen wahnsinnig genialen Look. Und auch wenn ich ihn an manchen Stellen ein bisschen verwirrend fand,  fand ich den Film gar nicht mal schlecht und er hat mich gut unterhalten.


Als ein außerirdisches Flugobjekt in Moskau abstürzt, spalten sich unter den Menschen schon bald die Gemüter. Während die einen den Außerirdischen freundlich gestimmt sind, wollen die anderen sie so schnell wie möglich wieder los werden.

Ja, noch eine russische Produktion und was soll ich sagen? Ich war begeistert. Dieser Film hat mich tatsächlich berührt und unterhalten. Man sollte ihn sich echt mal anschauen, denn es steckt mehr in ihm, als er vorerst verspricht.


Serien:


Endlich hat die dritte Staffel meiner absoluten Lieblingsserie um den charmanten Highlander Jamie und seine Claire begonnen und ich habe die ersten drei Folgen schon in Originalsprache verschlungen. Ich bin noch immer begeistert und werde sie in Deutsch nochmal schauen, sobald alle Folgen draußen sind.


Auch der zweite Teil der dritten Staffel dieser Serie hat begonnen und ich muss sagen, dass mir diese inzwischen schon besser gefällt als The Walking Dead. Auf jeden Fall wird sie immer spannender und noch dreht sie sich nicht im Kreis.


Das Filmgeschäft der dreißiger Jahre, Matt Bomer in einer neuen Hauptrolle und daneben Lily Collins. Es klang so gut, doch leider war die Staffel vorbei, als es erst richtig interessant wurde. Eine zweite Staffel soll es nicht geben. Schade!


Auch die Serie über die junge Königin von Schottland, Mary Stewart, am französischen Königshof klang sehr interessant. Doch sie konnte mich absolut nicht packen und so habe ich sie nach nur vier Folgen abgebrochen. 


Das war er, mein September 2017. Viel zu schnell war er mal wieder vorbei und inzwischen haben wir schon Oktober. Ich hoffe, dass es ab dann wieder aufwärts geht mit dem Lesen, denn irgendwie sind mir die Serien, bis auf Outlander und Fear the Walking Dead ausgegangen. Ich hoffe jedenfalls, euer Lesemonat war erfolgreicher, wenn es auch nicht auf die Quantität der gelesenen Bücher ankommt, sondern auf die Qualität.

Donnerstag, 14. September 2017


Die Baltic Charisma ist eine alte Ostseefähre, die zwischen Schweden und Finnland verkehrt. An Bord feiern die meisten Passagiere die Nacht durch, betrinken sich oder suchen nach dem nächsten schnellen Flirt. Doch auch eine Frau und ihr Sohn sind an Bord gekommen und mit ihnen ein dunkles Grauen, dass sich bald über die ganze Fähre ausbreitet.

Mats Strandberg hat einen Schreibstil, an den man sich vor allem erst mal gewöhnen muss. Dieser ist überaus beschreibend und ausführlich, lässt sich aber dennoch schnell und einfach lesen. Man muss sich allerdings klar sein, dass die Ausführlichkeit auch vor unheimlich ekeligen und gruseligen Szenen keinen Stopp macht. Der Autor nimmt absolut kein Blatt vor den Mund, die Sprache im Buch ist härter als gewohnt bis hin zu äußerst obszön.

Man sollte sich auch nicht von dem Roman auf dem Buchcover täuschen lassen, denn es handelt sich hier, auch wenn es anfangs noch nicht so wirkt, um etwas ganz anderes, als einen üblichen Roman, sondern vielmehr um einen knallharten, blutigen Splatter-Horror-Thriller, der sich aber erst zu dem entwickelt, was er sein soll. So lernt man auf den ersten Seiten erst verschiedene Passagiere kennen, man erfährt mehr über die einsame ältere Dame Marianne, die endlich mal wieder unter Menschen will, den Jungen Albin, der mit seinen schwierigen Eltern, seiner Tante und Cousine an Bord geht, den großkotzigen und gelangweilten Schlagerstar Dan Appelgren und viele viele mehr. Dabei schließt man manche immer mehr ins Herz und andere widern einen einfach nur an. Als es dann mit dem wahren Horror los geht und dieser immer extremer wird, wird schnell klar, wessen Tod man mehr und wessen man weniger verkraften würde und ohne zu viel zu verraten kann ich sagen, dass viele Menschen sterben. Was mich allerdings gestört hat, war das Ende. Dieses war zwar intelligent gelöst und stimmig, für mich war die Geschichte aber damit nicht abgeschlossen. Mal sehen, vielleicht gibt es ja noch einen zweiten Band.

Die Charaktere in diesem Buch sind sehr zahlreich, wobei es aber keinen wirklichen Protagonisten gibt. Wenn man sich aber einen aussuchen müsste, so würde ich sagen, dass es die Baltic Charisma selbst ist. Man lernt einfach zu viele verschiedenen Persönlichkeiten kennen, die meiner Meinung nach alle sehr gut gezeichnet sind. Es gibt Charaktere, die sind herzlich, andere sind einfach nur nett und manche sind dumm und unsympathisch. Es gibt also eine große, bunte Auswahl ohne dass man die einzelnen Personen nicht auseinander halten könnte, denn jedes Kapitel ist mit dem Namen desjenigen überschrieben, aus dessen Sicht gerade erzählt wird.

Ehrlich gesagt kann ich mich den viele negativen Stimmen über dieses Buch nicht anschließen. Ich fand es durchaus spannend und konnte es kaum zur Seite legen. Natürlich gibt es viel Blut und Erbrochenes und und und, und der Autor beschreibt extrem ausführlich. Doch das lässt diesen Roman erst realistisch wirken. Wer also nichts gegen Splattermomente in einem guten Horror-Thriller hat, der kann dieses Buch ruhig lesen. Kindern und Jugendlichen unter achtzehn Jahren würde ich allerdings davon abraten.