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Mittwoch, 20. Oktober 2021


Band 1: Der letzte erste Blick
Band 2: Der letzte erste Kuss
Band 3: Die letzte erste Nacht
Band 4: Der letzte erste Song

„Das größte Risiko, das beste Freunde eingehen können ...

Elle und Luke sind beste Freunde – und das ist auch gut so. Zu oft sind sie in der Vergangenheit verletzt worden, als dass sie noch an die große Liebe glauben würden. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss alles. Und auf einmal ist es unmöglich, das heftige Prickeln zwischen ihnen noch länger zu ignorieren. Dabei wissen Elle und Luke, wie viel für sie auf dem Spiel steht. Und sie wissen auch, dass sie ihre Freundschaft mehr denn je brauchen …“

- Beschreibung des Verlags -

Ich weiß echt nicht, was es mit diesen New Adult-Romanen zur Zeit bei mir auf sich hat. Irgendwie fühlt sich alles an, wie eine Art Einheitsbrei, ohne neue Ideen und teilweise recht fade. Gut, die Grundgeschichte in diesem zweiten Band der Firsts-Reihe war wirklich süß, aber die rechte Lesefreude wollte sich bei mir dennoch nicht einstellen.

Dabei ist der Schreibstil von Bianca Iosivoni im Großen und Ganzen ganz gut. Sie kann zwar nicht mit der größten Emotionalität aufwarten, aber dennoch schreibt sie locker und leicht und eigentlich sollte man ganz gut durch die Geschichte hindurch kommen. Das haben mir aber die recht langen Kapitel, die zudem noch in ziemlich kleiner Schrift verfasst waren, zum Teil ein bisschen vermiest. Wären diese wenigstens atmosphärisch und kurzweilig geschrieben gewesen, wäre das sicherlich kein Problem gewesen, aber insgesamt hat sich der ganze Roman für mich nur einfach gezogen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das Buch als Hörbuch kurzweiliger ist. Schön fand ich allerdings, dass die Geschichte aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird.

Die Geschichte ist, wie schon gesagt, eigentlich ganz süß. Ich mochte einige Szenen und Ereignisse zwischen Elle und Luke wirklich sehr. Dabei gab es sowohl prickelnde als auch recht dramatische Szenen, wobei ich mich aber auch gefragt habe, warum man immer noch einen und noch einen drauf setzen muss und das ausgerechnet kurz vor Ende des Buches. Für mich wirkte das ganze Drama ein bisschen deplatziert und sinnlos rein gequetscht, auch wenn es natürlich auf eine bestimmte Weise für die Entwicklung der Charaktere wichtig war. Ich muss außerdem sagen, dass die Liebesgeschichte sowieso schon sehr langsam in Schwung kam und ich manche Zweifel und Probleme einfach nicht nachvollziehen konnte. Einerseits verstehe ich zwar, dass eine gute Liebesgeschichte Zeit braucht, sich zu entwickeln, andererseits aber sind mir fünfhundert Seiten nur allein dafür einfach zu viel, wenn man bedenkt, dass man sich beim Lesen schon danken kann, wie die ganze Geschichte ausgeht.

Die Charaktere fand ich in diesem Band recht sympathisch, aber auch wieder nicht wahnsinnig besonders. Natürlich machen ihre einzelnen Geschichten sie zu dem, was sie sind und da haben sowohl Elle als auch Luke ihr gewisses Leid zu tragen, aber einen gewissen Wiedererkennungswert lassen beide vermissen. Allerdings habe ich dementsprechend auch gar keinen allzu großen Anspruch mehr, weil ich mir vorstellen kann, wie schwer es ist, interessante und einzigartige Charaktere zu schreiben.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mich insgesamt mehr durch das Buch hindurch gequält habe, als es zu genießen. Zwar gab es einige interessante, unterhaltsame und echt tolle Szenen, aber durch das viele triviale Drumherum und die langgezogenen  Kapitel wirkte es eher langweilig. Ich denke jedenfalls, dass ich die nächsten zwei Bände der Reihe wohl nicht mehr lesen werde. 

Montag, 11. Oktober 2021


Band 1: Der letzte erste Blick
Band 2: Der letzte erste Kuss
Band 3: Die letzte erste Nacht
Band 4: Der letzte erste Song

„Manchmal genügt ein einziger Blick ...

Das Einzige, was Emery Lance sich wünscht, als sie ihr Studium in West Virginia beginnt, ist ein Neuanfang. Sie möchte studieren, und zwar ohne das Gerede, das Getuschel und die verurteilenden Blicke der Leute zu Hause. Dafür nimmt sie sogar in Kauf, dass sie mit dem nervigsten Kerl aller Zeiten in einer WG landet. Doch es kommt schlimmer: Dessen bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen. Dabei gehört er zu der Sorte Mann, von der Emery sich unbedingt fernhalten wollte: zu gut aussehend, zu nett, zu lustig. Und eine große Gefahr für ihr ohnehin schon zerbrechliches Herz …“

- Beschreibung des Verlags -

Eigentlich war dieses Buch für mich ein solides 4-Sterne-Buch, denn die Geschichte war, wenn auch nichts komplett Neues, witzig und spritzig. Aber dann kam das Ende und es wurde eine Sache wieder aufgerührt, die meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen.

Aber kommen wir als erstes zum Schreibstil. Dieser ist, wie bei den meisten New Adult-Romanen, wirklich gut, flüssig und leicht zu lesen. Wäre die Schrift im Buch nicht so winzig, hätte er sich aber sicherlich noch flüssiger angefühlt, aber dafür kann ja die Autorin nichts und das will ich auch gar nicht bemängeln. 

Dafür gibt es aber ein paar Dinge an der Geschichte zu bemängeln. Diese fing wirklich interessant und recht witzig an. Sofort hatte ich ein Bild von der Protagonistin und konnte mir gut vorstellen, auf was ich mich hier eingelassen habe. Das hat mir echt super gefallen. Doch dann wurde es irgendwie schleppender und nicht mehr ganz so packend, obwohl viele interessante, lustige, schöne und auch dramatische Dinge geschehen sind. Gerade einen Ausflug der Freunde fand ich dabei wirklich schön, oder das erste Date zwischen Emery und Dylan, wenn man es so nennen darf, welches super romantisch war, ohne aber zu kitschig zu sein. Ebenfalls fand ich die Neckereien zwischen den beiden echt erfrischend. Trotzdem hat mir aber die ganze Zeit etwas gefehlt, was erst zum Ende hin kam, nämlich tatsächliche Nähe und das Reden über die eigenen Gefühle über das, was die beiden jeweils zu den Menschen gemacht hat, die sie sind. Und da steckte wirklich viel dahinter, Mobbing, Familienprobleme und so weiter. Nur kam damit leider auch eine Wendung, die ich echt nicht so toll fand und die die Geschichte letztendlich noch mehr und vor allem sinnlos in die Länge gezogen hat. Von mir aus hätte eine bestimmte Sache aus der Vergangenheit jedenfalls nicht wieder heraus gebuddelt werden müssen. 

Die einzelnen Charaktere in diesem Roman sind alle soweit gut geschrieben, aber teilweise auch recht austauschbar. Am besten gefallen hat mir dabei aber noch Emery, die sich nichts hat bieten lassen und bei der man aber dennoch auch ihre große Unsicherheit spüren konnte. Auch Dylan hat mir gut gefallen. Er ist ein Mensch, der sich neben seinen eigenen Problemen noch aufrührend um die kümmert, die ihm wichtig sind. Die anderen Freunde der Clique sind allerdings alle eben typische Freunde, wie man sie aus Büchern dieser Art kennt. Dementsprechend bin ich aber auch gespannt darauf, wie sie in ihren eigenen Geschichten wirken. Das Zusammenspiel zwischen den jeweiligen Charakteren mochte ich allerdings sehr.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Geschichte schon irgendwie mochte, ebenso wie die beiden Protagonisten. Dennoch konnte sie mich nicht so richtig packen und mitreißen, das gewisse Etwas hat mir einfach gefehlt. So richtig enttäuscht haben mich aber dann doch die sich sehr ziehenden letzten Seiten des Buches.

Freitag, 2. Juli 2021


Ich kann es echt kaum glauben, aber ich habe im Juni tatsächlich 15 Bücher verschlungen, zwar die meisten davon mit Hilfe der Hörbücher, aber dennoch ist das für mich eine ganze Menge. Nachfolgend aber erstmal alles zusammengefasst.

gelesene/gehörte Bücher: 15    
gelesene Seiten: ~ 6.000
durchschnittliche Seiten pro Tag: 200
Neuzugänge: 1 Buch
aktuelle Bücher:
Dennis Kornblum - Die goldene Ananas
Diana Gabaldon - Outlander. Das flammende Kreuz

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr zu meiner Rezension!


 
   
 


Damit ist das Jahr schon wieder zur Hälfte rum und ich muss sagen, dass ich echt zufrieden mit meinen bisher gelesenen Büchern bin. 
Wie viele Bücher habt ihr denn im Juni gelesen? Hattet ihr ein Highlight? Welches der Bücher, die ich gelesen habe, habt ihr auch schon gelesen und wie fandet ihr sie?
Ich wünsche euch auf jeden Fall erst einmal einen schönen Juli.

Donnerstag, 1. Juli 2021


Band 1: Finding Back to Us
Band 2: Feeling Close to You
Band 3: Fighting Hard for Me

„Was, wenn das Game Over gerade erst der Anfang ist?

Teagan hat nur einen Wunsch: endlich raus aus ihrer Heimatstadt und ans College zu gehen. Um das Geld dafür zu sparen, streamt sie nachts online Videospiele. Sie ist so gut, dass sie sogar Parker, den beliebten YouTube-Gamer, besiegt. Der will unbedingt herausfinden, wer die unbekannte Spielerin ist. Obwohl die beiden Tausende von Meilen trennen und sie zunächst nur über Chats und Nachrichten kommunizieren, knistert es schon bald heftig zwischen ihnen. Doch Teagan ist in der Vergangenheit zu oft verletzt worden – und auch für Parker sind Gefühle das Letzte, was er gerade gebrauchen kann. Dennoch können die beiden einander nicht so einfach vergessen …“

- Beschreibung des Verlags -

Ein Liebesgeschichte mit Protagonisten, welche gern Onlinespiele spielen, streamen und zudem noch jeder für sich ihre Probleme haben? Klang irgendwie sehr spannend und war es auch und doch gab es hier und da ein paar Kleinigkeiten, die mich dann doch gestört haben.

Am Schreibstil von Bianca Iosivoni habe ich allerdings nichts auszusetzen. Dieser ist auch in diesem Band wieder richtig angenehm, frisch und spritzig, jugendlich und einfach zu lesen. Die Sprache ist angepasst, locker leicht und dennoch niveauvoll. Auch die Sprecher des Hörbuchs haben mir im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen. Nicolás Artajos Stimme hat einfach perfekt zu Parker gepasst und auch Julia Stoepel hat einen guten Job gemacht, nur wirkte ihre Stimme manchmal ein bisschen weinerlich, selbst wenn es gar nicht zur Situation passte. 

Die Handlung, welche hier abwechselnd aus Sicht beider Protagonisten erzählt wird, fand ich sehr interessant und teilweise sogar echt spannend. Vor allem das Thema Gaming ist echt mal etwas anderes, allerdings finde ich auch, dass gerade damit nicht besonders sensibel umgegangen wurde, denn es gibt auch viele negative Auswirkungen, die gerade das übermäßige Spielen haben kann. Soweit kam es hier zwar nicht, auch wenn Teagan schon sehr besorgniserregende Eigenschaften an den Tag legte, und trotzdem wurde es in keiner Silbe angesprochen. Dennoch muss ich auch sagen, dass ich das Thema ansonsten richtig gut umgesetzt fand und es zusammen mit der süßen Liebesgeschichte und all den kleinen und großen Dramen und Entwicklungen eine gute und spannende Story ergibt. Dabei entwickelt sich die Beziehung zwischen Teagan und Parker eher langsam, aber dadurch auch auf eine realistische Art und Weise, ohne dass es zwischendurch langweilig wurde. Außerdem haben die beiden eine tolle Chemie und ich konnte ihre Gefühle füreinander absolut nachvollziehen. Dazu kommt noch eine Menge Drama, wobei familiäre Probleme und Krankheit eine ziemlich große Rolle spielen. Hier sind es aber keine trivialen, nullachtfünfzig Teenager-Probleme, sondern schon ernste und echt emotionale Angelegenheiten, bei welchen ich teilweise wirklich schlucken musste. 

Und auch die Charaktere haben mir in diesem Roman super gut gefallen, wenn nicht sogar besser noch als im ersten Band, denn diese sind einzigartig und facettenreich geschrieben, wenn auch nicht ohne hier und da ein kleines Klischee zu bedienen. Aber das finde ich gar nicht schlimm, denn irgendwie gehört das doch zum Genre. Dabei mochte ich vor allem Teagan, diesen kleinen, frechen, misanthropischen Nerd, einfach wahnsinnig gern und obwohl sie oft sehr bärbeißig wirkt, so sind ihr Handeln und ihre Gefühle absolut nachvollziehbar, wenn aber teilweise auch sehr bedenkenswert. Parker ist einfach nur großartig, witzig und dennoch bodenständig. Er hat es zwar definitiv nicht leicht und wird im Laufe der Geschichte sogar noch vor eine viel größere Herausforderung gestellt, trotzdem ist und bleibt er einfach nur liebenswert und ich habe echt mit ihm mitgefiebert.

Alles in allem hat mir dieser Roman enorm gut gefallen. Ich wurde super unterhalten und hatte eine schöne, teilweise witzige, teilweise emotionale Zeit mit den beiden Protagonisten. Dennoch hätte ich mir einen differenzierteren Umgang mit dem Thema Gaming gewünscht.

Sonntag, 27. Juni 2021


Band 1: Finding Back to Us
Band 2: Feeling Close to You
Band 3: Fighting Hard for Me
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„Sie darf ihn nicht lieben – denn er ist ihr Stiefbruder ...

Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder ...“

- Beschreibung des Verlags -

Viel zu lange stand dieser Roman schon in meinem Regal und das, obwohl der Klappentext so vielversprechend und interessant klang. Zum Glück habe ich ihn nun endlich gelesen, beziehungsweise gehört, denn im Großen und Ganzen hat mir die unterhaltsame und süße Geschichte von Callie und Keith echt gut gefallen.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist dabei an das Genre und das Alter der Protagonisten angepasst, wirkt frisch und spritzig und ließ sich gut und schnell lesen. Die Sprache war ebenso recht jung gehalten und hatte dennoch ein gewisses Niveau, was mir wirklich gut gefallen hat. Ebenfalls mochte ich die Sprecherin des Hörbuches, welche die Geschichte wirklich gut rüber gebracht hat.

Und auch die Geschichte fand ich echt klasse, teils romantisch, teils echt spannend, wobei mir vor allem die kleinen Neckereien und größeren Schlagabtäusche zwischen den beiden Protagonisten sehr gefallen haben. Dieses Schwanken zwischen Hass und Liebe, die Unsicherheiten und die Zweifel hat die Autorin gut in ihrem Roman verarbeitet. Toll fand ich ebenfalls, dass man zwar die ganze Zeit spürt, dass da noch etwas im Geheimen lauert, aber bis fast zum Ende nicht weiß, was es genau damit auf sich hat. Die Auflösung dazu hat mich dann echt überrascht und ich fand diese nicht nullachtfünfzig und somit auch nicht wirklich vorhersehbar. Wie in den meisten New Adult-Romanen geht es hier, neben der Liebesgeschichte, auch um Familie und um familiäre Strukturen, welche in diesem Roman, wie der Klappentext schon suggeriert, natürlich dazugehören und die ich echt interessant fand. Außerdem geht es zu einem großen Teil um alte Wunden, welche es zu verarzten gilt, denn es sind noch einige Verletzungen offen, die erst nach und nach heilen können. Dazu ist auch der Verlauf der Geschichte sehr wichtig, in dem sich alles in einem angenehmen und nachvollziehbaren Tempo entwickelt, was in Liebesroman leider nur eher selten der Fall ist. Dennoch muss ich aber auch sagen, dass mir die ganzen verschiedenen kleinen Probleme und Dramen insgesamt doch ein bisschen zu viel wurden, was der Geschichte aber keinen allzu großen Abbruch tat. 

Die Charaktere sind hier typische junge Erwachsene mit Problemen und Sorgen, die junge Erwachsene nun einmal haben. Für mich waren sie diesbezüglich nichts Besonderes und dennoch mochte ich sie und habe sie gern durch die Handlung begleitet. Callie ist dabei eine recht sensible und nachtragende Protagonistin, was ich teilweise auch gut nachvollziehen konnte und doch begann sie für mich erst ein bisschen spät, mal bestimmte Dinge zu hinterfragen. Keith hingegen fand ich super, wenn er auch manchmal ein wenig zu selbstlos war. Aber auch Callies kleine Schwester Holly und ihre Stiefmutter Stella fand ich wirklich großartig, wobei ich jedoch ihre Reaktionen auf die Liebe von Callie und Keith nicht so richtig nachvollziehen konnte.

Insgesamt bekommt man hier eine wirklich tolle, unterhaltsame und kurzweilige Liebesgeschichte geboten, welche sich in einem angenehmen und interessanten familiären Setting abspielt. Dennoch hat sie mich insgesamt nicht komplett vom Hocker gerissen und deshalb ziehe ich auch einen Punkt in meiner Bewertung ab. 

Dienstag, 24. November 2020


Band 1: Sturmtochter - Für immer verboten
Band 2: Sturmtochter - Für immer verloren
Band 3: Sturmtochter - Für immer vereint

 „Wenn die Wellen tosen. Blitze, Wind, Erde und Feuer aufbegehren. Wenn eine uralte Fehde sich neu entfacht und jeder Kuss einen Wirbelsturm herbeiruft – dann ist die Zeit der Sturmkrieger gekommen. Seit jeher herrschen fünf mächtige Clans, die die Elemente beeinflussen können, über Schottland und seine Inseln. Von alledem ahnt die 17-jährige Ava nichts, obwohl sie Nacht für Nacht Jagd auf Elementare macht – die Kreaturen, die ihre Mutter getötet haben. An ihrer Seite kämpft der geheimnisvolle, aber unwiderstehliche Lance. Sie kennt jede seiner Bewegungen, seiner Narben, den Blick aus seinen tiefbraunen Augen. Doch dann entdeckt Ava, dass sie die Gabe besitzt, das Wasser zu beherrschen. Und plötzlich werden die Naturgesetze außer Kraft gesetzt, sobald sie und Lance sich näherkommen …“

- Beschreibung des Verlags -

Ich weiß wirklich nicht, woran es liegt, ob es das Genre ist oder ob ich insgesamt einfach nur zu alt für eine solche Art von Geschichten geworden bin. Jedenfalls konnte mich dieses Buch, obwohl es gut geschrieben war, nicht so richtig von sich überzeugen.

Dabei hat Bianca Iosivoni eigentlich einen richtig guten Schreibstil. Sie schreibt flüssig und bildlich, wenn auch manchmal ein bisschen zu ausführlich. Gerade die Kampfszenen waren mir persönlich einfach zu lang und ausgebaut. Trotzdem muss ich auch sagen, dass ich es gleichzeitig bewundere, wie authentisch und detailreich die Autorin diese geschrieben hat. Das Hörbuch wurde ebenfalls super gut eingesprochen und ich mochte die Stimme der Sprecherin wirklich sehr.

Das eigentliche Problem hatte ich leider mit der Handlung. Diese ist zwar im Grunde sehr interessant und konnte mich am Anfang auch gleich in ihren Bann ziehen, doch leider nahm mein Interesse an der Geschichte von Seite zu Seite mehr ab, bis ich mich am Ende nur noch durch die Seite gequält habe. Die Idee hinter dieser Trilogie finde ich dabei wahnsinnig toll, genauso wie das Setting und die Beschreibung der Elementare und ich hatte wirklich gehofft, dass mich die Geschichte packen kann, aber irgendwie hat mir einfach das gewisse Etwas gefehlt, die Spannung und das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, wie es denn weitergeht. Auch an der Liebesgeschichte hat mir etwas gefehlt. Für mich gab es kaum spürbare Emotionen und auch später konnte ich mich für diese Liebe nicht so richtig erwärmen, was vielleicht auch daran lag, dass es gleich zwei potentielle Liebhaber gibt, die Beziehung zwischen ihnen und Ava aber dennoch eher kumpelhaft herüber kommt. Insgesamt hat mich die Liebesgeschichte hier einfach nur kalt gelassen. Das Ende habe ich dann nur noch überflogen und ich werde wohl auch die weiteren Bände nicht mehr lesen oder hören, weil ich nicht unbedingt wissen muss, wie es weitergeht.

Dafür habe ich aber die Charaktere geliebt. Davon gibt es hier einige, wovon allerdings Ava als Protagonistin im Vordergrund steht. Sie habe ich im Übrigen einfach nur gefeiert, denn sie lässt sich nichts gefallen, ist tough und schlägt manchmal einfach über die Stränge, so wie es Teenager in ihrem Übereifer nun manchmal auch tun. Das machte sie sehr lebensecht und liebenswürdig. Dann gibt es noch Lance, Reid, Brianna und Juliana, die Ava begleiten und die alle ihren festen Platz in der Geschichte haben. Diese sind alle ganz unterschiedliche, richtig gut geschriebene Charaktere.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich finde, dass Bianca Iosivoni auf jeden Fall schreiben kann und auch ihre Charaktere mochte ich hier wirklich super gern. Nur leider war die Geschichte nicht wirklich mein Ding. Ich denke aber, dass sie sehr vielen anderen sicherlich richtig gut gefallen wird, denn schlecht ist sie definitiv nicht.