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Donnerstag, 12. September 2024

Band 1: Tales from the Loop
Band 2: Things from the Flood

„Der Loop ist stillgelegt. Der unterirdische Teilchenbeschleuniger, der einmal die Geheimnisse der Welt entschlüsseln sollte, gehört der Vergangenheit an. Mit den neunziger Jahren hält langsam, aber sicher der digitale Wandel Einzug, auch auf den schwedischen Mälarinseln.

Doch dann kommt die Flut: Das Wasser, das aus der Forschungseinrichtung dringt, spült Dinge an die Oberfläche, die besser nie das Licht der Sonne erblickt hätten.“

- Beschreibung des Verlags -

Dieses Buch ist nun bereits das dritte Buch des Autors, welches ich gelesen und angeschaut habe und ich muss sagen, es lohnt sich absolut, vor allem wegen der großartigen, detailreichen und einfach wunderbaren Bilder. Diese, mit einfachen Strichen sehr realistisch wirkenden Kunstwerke im retro-futuristischen Stil, versprühen eine einzigartige Atmosphäre, wie es nur Stålenhag zu kreieren vermag. 

Die Erzählungen des fiktionalen Ich-Erzählers untermalen dabei noch einmal die Bilder, ergeben aber keine durchgängige Geschichte. Vielmehr handelt es sich eher um kurze Anekdoten aus der Zeit während der Flut, um relativ sprunghaft erzählte Erinnerungen aus einer Jugend im digitalen Umschwung. Diese sorgen ebenfalls für eine gewisse Atmosphäre, wirken aber teilweise auch etwas verwirrend.

Alles in allem handelt es sich hier um ein Buch, bei welchem auf jeden Fall die Kunst im Vordergrund steht und diese kann absolut überzeugen. Auch die Erzählungen finde ich ganz gut, aber man merkt schon irgendwie, dass Simon Stålenhag mehr Künstler ist als Schriftsteller. Trotzdem kann ich auch dieses Buch von ihm schon allein wegen der Bilder absolut empfehlen. 


Dienstag, 1. Juni 2021

Leider habe ich im Mai überhaupt nicht viel gelesen. Zum einen, weil ich einfach keine Zeit hatte, andererseits, weil ich teilweise auch keine Lust hatte, aber ein paar Bücher sind es dann doch noch geworden, die ich gerade zum Ende hin noch gelesen und gehört habe.

gelesene Bücher: 5
Seiten: ~ 2.100
durchschnittliche Seiten pro Tag: 57
Neuzugänge: 5 Bücher, 1 E-Book
aktuelle Bücher:
Caragh M. O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder
Jay Crownover - In seinen Augen

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr zu meiner Rezension!


Das wars dann auch schon wieder. Ich bin wirklich zufrieden mit meinen gelesenen Büchern, auch wenn "Wenn du mich heute wieder fragen würdest" dann doch eine kleine Enttäuschung war. Dafür waren die anderen Bücher aber echt toll. 

Dann sage ich mal Tschüss, bis zum nächsten Post!

Mittwoch, 19. Mai 2021


Band 1: Tales from the Loop
Band 2: Things from the Flood

„Der Loop: ein unterirdisches Forschungslabor für Experimentalphysik. Ein Wunder der modernen Technik, der Stolz der schwedischen Regierung in den 80er-Jahren. Doch oberhalb des Loops leben die Familien der Physiker und Techniker. Hier spielen die Kinder im Schatten von Kühltürmen, klettern in ausrangierte Echokugeln und finden merkwürdige Roboter. Und es gibt Gerüchte … Gerüchte über die unheimlichen Dinge, die der stärkste Teilchenbeschleuniger der Welt aus einer anderen Dimension zu uns geholt hat.“

- Beschreibung des Verlags -

Angefangen mit dem Lesen und Anschauen von Büchern dieses Autors und Künstlers habe ich mit „The Electric State“ und war vor allem von seinen Bildern wahnsinnig begeistert. Und genauso ging es mir auch hiermit, dem ersten Band aus dem Loop-Universum und seinem ersten Werk.

Dieses besticht einmal mehr mit beeindruckenden fotorealistischen Bildern, bei welchen es aus der Ferne manchmal extrem schwer fällt, zu sehen, dass diese eigentlich gemalt sind. Dabei ist das Thema auch hier wieder eine futuristische Vergangenheit, angesiedelt in den achtziger Jahren in Schweden. Allerdings sind die Illustrationen bei weitem nicht so düster und melancholisch wie in „The Electric State“, aber dennoch nicht weniger eindrücklich und die Abbildungen von allerhand Gerätschaften, Maschinen und Robotern bestechen durch eine wahnsinnige Kreativität.

Der Text zu den einzelnen Bildern und Illustrationen ergibt hier keine durchgängige Geschichte, sondern besteht aus kurzen fiktionalen Anekdoten und Erinnerungen aus der Kindheit des Erzählers, wie er, Freunde und Bekannte das Leben rund um den Loop erlebt haben und welche Auswirkungen das auf ihr Leben hatte. Im Mittelpunkt stehen dabei immer wieder die zahlreichen Maschinen und Abnormitäten, welche der Loop mit sich brachte. In diesem Sinne ergänzen sich die Illustrationen und die kurzen Geschichten einfach perfekt. Und obwohl die Erzählungen fiktional sind, wirken sie sehr realistisch, als wäre das alles wirklich so geschehen. Nur leider ist mir der Text oft auch ein bisschen zu technisch, wodurch er sich nicht so gut lesen lässt, wie ich eigentlich gedacht hatte.

Dennoch kann ich auch dieses Buch von Simon Stålenhag insgesamt einfach nur weiterempfehlen, denn es verbindet eindrucksvolle, fotorealistische und kreative Kunst mit interessanten Geschichten rund um ein Untergrundlabor, welches das Leben einer Vielzahl von Menschen beeinflusst. Damit verbunden erzeugt es eine wahnsinnig atmosphärische Stimmung, was nur wenige Bücher schaffen. 

Sonntag, 4. April 2021

Wisst ihr was, im März sind bei mir schon wieder neun neue Bücher bei mir eingezogen. Es lohnt sich also, euch diese vorzustellen, weshalb es wieder einen Post zu meinen Neuzugänge von mir gibt. Ich hoffe, ich kann euch damit eine Freude machen, genauso wie ich mich über jedes einzelne Buch gefreut habe. Und hier sind sie auch schon:


Die ersten drei Bücher, die ich euch zeigen will, sind allesamt Rezensionsexemplare, beziehungsweise Leseexemplare für Leserunden, welche dementsprechend auch schon gelesen sind. Die jeweilige Rezension dazu könnt ihr euch durchlesen, wenn ihr direkt auf das Cover klickt.

"Weiter als der Ozean" und "Phasenland" waren dabei riesige Highlights, beide auf ganz unterschiedliche Art und Weise. "Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt" dagegen, war leider eine Enttäuschung für mich, weil ich mir so viel davon versprochen hatte, das Buch aber im Endeffekt ganz anders war als erwartet. Allerdings könnt ihr euch natürlich gern ein eigenes Urteil bilden, ihr müsst sogar, denn meine Meinung ist halt nur eine Meinung von vielen.


Die fünf Romane oben habe ich mir alle selbst gekauft, wobei nach langer Überlegung der zweite Band der Heartless-Reihe jetzt auch einziehen durfte, allerdings nur gebraucht. Was den neuen Joël Dicker angeht, so habe ich mich total darauf gefreut, bin aber nach der schlechten Kritik einer meiner Lieblingsbooktuberinnen jetzt doch ein bisschen skeptisch. Aber wer weiß, es kann ja auch sein, dass er mir total gut gefällt. "Effie Briest" musste einziehen, weil es eine Schmuckausgabe vom Coppenrath Verlag ist und die sammle ich und die beiden New Adult-Romane standen auf meiner dieses Jahr zugegebenermaßen recht kleinen Wunschliste. Ich würde also sagen, die sind mehr als legitim.


Ein ganz besonderes Buch und mit sage und schreibe 34,00 € auch das teuerste Buch, welches ich mir im Monat März gekauft habe, war "The Electric State" und ich muss sagen, dass es sich voll und ganz gelohnt hat, denn dieses Buch verbindet fotorealistische, morbide und geniale Kunst mit einer erschreckenden und tiefgründigen kurzen Geschichte. Auch hierzu gibt es im Übrigen schon eine Rezension. Diese ist mit dem Cover verlinkt.

Und damit wäre ich auch schon wieder durch mit meinen neuen Büchern für den März. Wie sah es denn bei euch aus? Sind viele neue Bücher bei euch eingezogen? Kennt ihr schon eines meiner neuen Bücher? 

Donnerstag, 1. April 2021

 

Wie ihr sehen könnt, habe ich es geschafft, mich an meinen Monatsrückblick für März zu setzen. Und obwohl es dieses Mal nicht so viele Bücher waren, so kann sich die Gesamtseitenzahl doch sehen lassen. Jedenfalls hätte ich nicht gedacht, dass es am Ende dann doch noch so viele werden, denn bis etwa Mitte des Monats standen gerade einmal drei gelesene Bücher auf meiner Liste. 

gelesene Bücher: 9 Seiten: ~ 4.200
durchschnittliche Seiten pro Tag: 130
Neuzugänge: 8 Bücher, 1 E-Book
aktuelle Bücher:
Yves Gorat Stommel - Phasenland
Sarah J. Maas - Throne of Glass 2. Kriegerin im Schatten

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr zu meiner Rezension!


Das wars auch schon mit meinen gelesenen Büchern und ich bin schon gespannt, was ich im April lesen werde. Was habt ihr denn gelesen und habt ihr eins dieser Bücher schon gelesen? Wie hat es euch gefallen? 



Sonntag, 28. März 2021


„Nach einem Drohnenkrieg hat sich Amerika in einen postapokalyptischen Friedhof verwandelt: Wie fremdgesteuert streifen die Menschen durch ein zerfallendes Land. Und während die alte Welt stirbt, erhebt sich etwas Neues aus den Ruinen, das noch keinen Namen hat.

Mitten durch das Chaos bahnt sich eine junge Frau mit ihrem Roboter einen Weg nach Westen. Sie will zu ihrem Bruder, der in einem kleinen Nest am Pazifischen Ozean hilflos an das Virtual-Reality-Netz angeschlossen ist, das sich wie eine Seuche ausgebreitet hat und die Menschen versklavt. Sie unternimmt eine einsame Reise durch die Überreste unserer Zivilisation.“

- Beschreibung des Verlags -

Schon lange bin ich um die Bücher von Simon Stålenhag herumgeschlichen, aber da sie nicht besonders günstig sind, fiel mir die Entscheidung nicht leicht, obwohl mich seine Zeichnungen wahnsinnig interessiert haben. Nun endlich musste ich aber zumindest dieses Buch haben und konnte mich auch nicht mehr zurückhalten, es gleich zu lesen. Ich kann nur sagen, dass dem Autor und Künstler hiermit ein wahres Meisterwerk gelungen ist, zumindest was die Bilder angeht. Aber auch die Geschichte ist wirklich gut und schnell gelesen.

Dabei ist der Schreibstil des Autors im Großen und Ganzen ziemlich einfach gehalten und gut verständlich, wobei es aber auch hier und da Texte gibt, die recht tiefgründig und wissenschaftlich geschrieben sind. 

Die großartigen, fotorealistischen Bilder sprechen eigentlich schon für sich, sie sind düster, morbide, zum Teil ein bissen gruselig und irgendwie auch melancholisch, wobei sich der Autor ganz oft dunkle Farben zu Nutze gemacht hat. Doch selbst, wenn die Bilder recht freundlich und hell gehalten sind, strahlen sie eine gewisse Trübsal aus.

Dazu passt dann auch die Geschichte, deren Inhalt eher wie Tagebucheinträge wirkt. Darin erzählt die Protagonistin, welche Michelle heißt, wie man im Laufe der Handlung erfährt, von ihrer Reise durch die zerstörte, irgendwie ausgeartete Zivilisation. Mehr noch erfährt man aber von ihrer persönlichen Vergangenheit, vom Krieg, von Familie oder so ähnlich und der Übernahme durch eine hochentwickelte Technologie, welche die Menschheit mehr und mehr zerstört. Dies alles klingt nach einem einfachen Science-Fiction Roman, wie man ihn schon oft gelesen hat, ist es aber überhaupt nicht, denn diese Geschichte wirkt, zusammen mit den beeindruckenden Bildern, einfach wahnsinnig realistisch und beklemmend. Sie ist auf besondere Weise emotional und verstörend und  regt zum Nachdenken an, wenn man sich die Zeit nimmt, ein bisschen zwischen den Zeilen zu lesen. Denn der wahre Schrecken steckt irgendwo dort. Leider kam das Ende dann aber ein bisschen zu abrupt und die Geschichte blieb offen. Ebenso hat mir teilweise hier und da auch der Bezug zu den Bildern gefehlt. Dennoch ist die Geschichte einfach super und man denkt noch lange darüber nach. 

Und auch die Charaktere haben mir gut gefallen, obwohl man ja eigentlich nur die Protagonistin direkt begleitet. Diese agiert auch nicht viel, fährt mit dem Auto durch die Gegend und unterhält sich hier und da mit ihrem Begleiter, der selbst nicht sprechen kann. Aber das passt einfach perfekt. Mehr braucht das Buch nicht, denn vielmehr unterstützt die recht schlicht gehaltene Charakterbildung noch die Atmosphäre des ganzen Buches. Dafür fand ich die Nebencharaktere, welche auch nur nebenbei erwähnt wurden, um Michelles Geschichte zu erzählen, richtig gelungen, denn gerade die Stiefeltern sind Teil des Untergangs der Zivilisation.

Alles in allem ist dieses Buch ein Gesamtkunstwerk, welches man nicht einfach nur liest und dann im Regal verstauben lässt. Vielmehr ist es ein Buch, welches man immer wieder zur Hand nimmt, weil schon allein die Bilder in ihren Bann zu ziehen wissen. Für alle Fans von morbider, fotorealistischer Kunst im Genre Science Fiction ist dieses Buch sicherlich ein absolutes Highlight, weshalb ich nur weiterempfehlen kann.