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Mittwoch, 28. August 2019


Larson ist alt, seine Frau gestorben und die Kinder selbst erwachsen und ausgezogen. In seiner Einsamkeit hat er allen Lebensmut verloren. Doch dann klopft ein Nachbarsjunge an seine Tür und drückt ihm eine Topfpflanze in die Hand, um die er sich kümmern soll, solange der Junge im Urlaub ist. Und plötzlich wird Larsons Leben wieder heller.  

Angespornt durch ein anderes Buch des Autors, welches ich erst vor Kurzem gelesen habe, musste ich nun endlich auch diesen Schatz zur Hand nehmen und ich muss sagen, dass er mir außerordentlich gut gefallen hat und das, obwohl das Buch größtenteils eher düster gehalten ist.

Dabei ist der Schreibstil wieder einfach und leicht zu lesen, aber auch irgendwie besonders, bildlich und nachvollziehbar. Die Geschichte ist herzallerliebst und emotional. Auch hier geht es doch irgendwie wieder um Trauer und darum, wie ein armer, einsamer Mann wieder ins Leben zurück findet. Und wie er es tut, ist einfach wunderschön und tiefgründig geschrieben. Martin Widmark schafft es, auf relativ wenigen Seiten, seinen Protagonisten eine Metamorphose durchleben zu lassen, die man sehr gern miterlebt und so wird aus Dunkelheit Licht und aus Einsamkeit eine außergewöhnliche Freundschaft.

Emotional und wunderschön sind ebenfalls die Illustrationen von Emilia Dziubak, die die Geschichte wieder super gut unterstreichen und ihr eine schöne wenn auch etwas düstere Atmosphäre geben. Das passt aber alles einwandfrei zusammen und spiegelt die Trostlosigkeit in Larsons Leben wider, die sich, genau wie die Bilder mehr und mehr aufhellt. 

Für mich sind die Bücher des Autoren, in Zusammenarbeit mit Emilia Dziubak, auf jeden Fall nicht nur einfache Kinderbücher, sondern Kunstwerke, die eigentlich viel zu schade sind, um sie nur ins Regal zu stellen. Und ich freue mich schon, ein weiteres dieser Kunstwerke zu lesen.

Montag, 26. August 2019


Auf der einen Seite des Meeres lebt Sonia mit ihrer Katze Miezi, während auf der anderen Seite Adam mit seinem Hund Rufus bei seiner Großmutter in einem Haus am Strand lebt. Doch Rufus ist schon alt und als er stirbt, bricht für Adam eine Welt zusammen. Gerade zu dieser Zeit macht sich Sonia mit Miezi zur anderen Seite des Meeres auf.

Ein ganz großes Dankeschön an Vorablesen und den Verlag arsEdition, dass ich dieses tolle Kinderbuch, welches sich in einfühlsamer Weise mit dem Thema Tod auseinandersetzt, lesen durfte.

Martin Widmark ist bekannt für seine tiefgründigen und dennoch kindgerechten Geschichten und ich muss sagen, dass er mich mit dieser hier auf jeden Fall überzeugt hat. Mit einem schönen, kindgerechten Schreibstil erzählt er eine Geschichte, die einerseits traurig ist, andererseits aber auch Hoffnung birgt. Dabei kommt genau die richtige Atmosphäre auf, ob nun die Trauer, welche Adam fest gefangen hält oder aber auch die Hoffnung, die durch die lebenslustige Sonia verkörpert wird. Was mir allerdings fehlte, war ihr Hintergrund, ich gehe aber davon aus, dass sie selbst, wie auch Adam, ein Waisenkind ist. Ansonsten hat mich und auch meine Tochter diese Geschichte einfach nur begeistert.
Komplettiert wird diese noch durch die einzigartigen Illustrationen aus der Hand von Emilia Dziubak, welche ein großartiges Talent hat, die Stimmung der Geschichte aufzufangen. Jedes einzelne Bild in diesem Buch ist einfach wunderschön und untermalt sie stilistisch und farblich perfekt. 

Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich durch dieses Buch richtig Lust bekommen habe, auch die anderen Bücher von Martin Widmark in Zusammenarbeit mit Emilia Dziubak zu lesen, weil ich denke, dass auch diese richtig toll und tiefgründig sind.