Posts mit dem Label harper collins werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label harper collins werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 28. November 2025

„Es tut mir leid. Es tut mir leid. Es tut mir leid.
Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann trifft die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter ein, und damit tun sich Abgründe auf. Warum hat Jules Mutter nie von ihr oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam den Nachlass der Großmutter in dem Haus am Waldrand ordnen, findet Jule Spuren lang zurückliegender Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss wirklich sagen, dass ich selten ein so gutes Buch über häusliche Gewalt gelesen habe, wie dieses hier, denn in „Die Nacht der Bärin“ wird recht anschaulich und realistisch die Geschichte von einer Familie erzählt, durch welche sich dieses Thema über die Generationen hindurchzieht. 

So lernt man einerseits Jule kennen, die zum ersten Mal mit der physischen Wut ihres Freundes konfrontiert wird und kurzerhand zu ihren Eltern flüchtet. Allerdings kommen mit der Nachricht über den Tod ihrer Großmutter langsam Dinge ans Licht, die ihren Blick auf ihre eigene Mutter noch einmal verändern. Gleichzeitig lernt man die beiden Schwestern Anna und Maja kennen, die eine sehr starke Bindung zueinander haben und die es immer wieder in den Wald zieht, bis Anna einen Jungen kennenlernt. Diese beiden werden ebenfalls mit häuslicher Gewalt konfrontiert, worunter auch die ältere Anna zu leiden hat. Vor allem aber die Mutter der beiden Mädchen wird immer wieder geschlagen, was von Maja, aus deren Sicht dieser Part der Geschichte erzählt wird, nicht unbemerkt bleibt. Beide Erzählstränge fand ich dabei von der Autorin absolut nachvollziehbar und bildlich geschrieben, allerdings ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Dennoch ging mir die Geschichte mit ihrer Härte insgesamt doch sehr ans Herz. Zudem hatte sie einige Überraschungen zu bieten und das auf nicht einmal dreihundert Seiten. 

Ebenfalls fand ich die Charaktere super überzeugend geschrieben, wobei für mich nicht einmal unbedingt Jule im Mittelpunkt stand, da es Figuren gab, die um einiges tiefgründiger beschrieben wurden. So fand ich vor allem Anna super interessant. Sie ist eine Teenagerin, die viel Verantwortung für ihre kleine Schwester übernimmt, gleichzeitig aber auch versucht, sich nicht vom eigenen Vater unterkriegen zu lassen. Und dann ist da noch Maja, die viel mitbekommt, aber noch ein Stück weit zu unbedarft ist, um das Böse richtig einzuordnen und so sieht sie in Annas neuem Freund eine Bedrohung, was irgendwie ein Spiegel der eigentlichen Gefahr ist.

Alles in allem kann ich an diesem Buch nichts auszusetzen finden. Es ist nämlich wirklich super geschrieben, bildlich und realitätsnah. Zudem geht es sehr sachlich und gleichsam eingängig mit dem Thema häusliche Gewalt um, ohne zu sehr in andere Themen abzuschweifen. Und die Charaktere sind ebenfalls lebendig und nachvollziehbar geschrieben.

Donnerstag, 27. November 2025

„Schwestern, getrennt durch Jahrhunderte. Stimmen, die nicht unterdrückt werden können
2019: Lucy erwacht aus einem Albtraum und findet ihre Hände an der Kehle ihres Ex. Entsetzt flieht sie zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch diese ist verschwunden. Während Lucy auf ihre Rückkehr wartet, erfährt sie von seltsamen Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen.
1999: Jess ist eine einsame Sechzehnjährige in einer ländlichen Stadt in der Mitte des Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie sich schon immer anders gefühlt, bis ihr junger, charmanter Kunstlehrer sich für ihre Zeichnungen interessiert.
1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza wurden von ihrem Vater in Irland getrennt und nach Australien verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint...“

- Beschreibung des Verlags -

Wieder einmal hat Emilia Hart hiermit einen super feministischen Roman geschrieben, der mir, obwohl ich eigentlich, was dieses Thema angeht, ziemlich zwiegespalten bin, echt gut gefallen hat. Schon die Idee fand ich dabei echt toll und interessant. Zudem wurde diese auch noch richtig schön und märchenhaft umgesetzt.

Dabei spielt die Geschichte auf drei verschiedenen Zeitebenen, wobei Lucys Geschichte aus neutraler Sicht erzählt wird, die von Jess anhand von Tagebucheinträgen und die der Zwillingsschwestern Mary und Eliza als Träume, die sowohl Lucy als auch Jess immer wieder haben. Mit der Zeit verschwimmen die drei verschiedenen Perspektiven allerdings und es kommen mehr und mehr mysteriöse Geheimnisse, wie zum Beispiel die verschwundenen Männer, ans Tageslicht, die alle vier Schicksale miteinander verbinden. Diesbezüglich gab es einige interessante Wendungen, mit denen ich nicht unbedingt gerechnet hätte. Allerdings gibt es auch verschiedene Dinge, die bereits am Anfang schon ziemlich vorhersehbar waren, bei denen ich aber nicht weiß, ob es nicht eventuell auch so gewollt war. Ansonsten fand ich die Geschichte echt spannend und emotional, der magische Realismus ist der Autorin gut gelungen und hat ihr eine wirklich tolle Atmosphäre gegeben. Ebenfalls fand ich schön, dass es hier zwar auch um missbräuchliche Männer geht, Männer im Allgemeinen aber nicht über einen Kamm geschert werden. Außerdem geht es in gewissem Maße um Familie, um Rache und auch viel ums Wasser und das Meer. 

Die Protagonistin war in diesem Buch für mich dabei Lucy, weil man von dieser am meisten mitbekommt und ich muss sagen, dass ich sie zwar nicht unbedingt ins Herz geschlossen habe, sie aber dennoch nachvollziehbar und besonders geschrieben fand. Genauso ist ihre Schwester Jess eine sehr außergewöhnliche und fast schon mysteriöse Figur, die einige Geheimnisse verbirgt. Und dann sind da natürlich noch Mary und Eliza, die ich anfangs sehr tragisch fand, die sich aber immer mehr verwandeln und am Ende sogar zu Heldinnen werden.

Alles in allem fand ich dieses Buch wirklich toll. Die Geschichte ist echt packend, märchenhaft und emotional, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte und die Charaktere fand ich, wenn auch nicht super sympathisch, dennoch wahnsinnig interessant und außergewöhnlich. 

Freitag, 23. August 2024

Band 1: Golden Dynasty - Größer als Verlangen
Band 2: Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
Band 3: Golden Dynasty - Stärker als Begehren

„Jeder in New Orleans hat schon von Devlin »Devil« de Vincent gehört, der seit dem rätselhaften Tod des Patriarchen das neue Familienoberhaupt ist. Zahlreiche Gerüchte kursieren über die drei Brüder. Rosie ist sich dessen bewusst, als das Schicksal sie mit Devlin zusammenführt. Und doch hat kein Mann bisher solche wilden Fantasien in ihr entfacht. Rosie ist nicht nur entschlossen, den Mythos, der sich um die de Vincents rankt, zu erforschen, sondern auch, hinter Devlins gut verborgene Geheimnisse zu kommen. Aber dafür muss sie sich in die Arme des Teufels begeben …“

- Beschreibung des Verlags -

Gleich zuerst, dieser Band ist wirklich der Beste der ganzen Trilogie und das nicht nur, weil er alle losen Enden zu einem echt guten, unerwarteten Ende zusammenführt, sondern auch, weil er einfach die besten Protagonisten hat.

Mit Rosie bekommt man hier nämlich eine echt außergewöhnliche, junge Frau, die einfach kein Blatt vor den Mund nimmt, keinerlei unnötigen Respekt für Devlin aufbringt und auch keine Angst vor ihm oder seiner Familie hat. Dafür ist sie echt tough, schlau, witzig und hat auf jeden Fall das gewisse Etwas, was sie doch länger im Gedächtnis bleiben lässt. Ebenso fand ich Devlin um einiges interessanter als seine Brüder, auch, wenn er nun nicht mein Traummann wäre. Dennoch hatte er ein gewisses Charisma, welches ich wirklich gemocht habe.

Aber auch die Geschichte selbst fand ich wirklich gut, was auch daran liegt, dass Rosie und Devlin sich so schön gegenseitig piesacken können und Rosie immer einen schlagfertigen Spruch auf den Lippen hat. Diese Wortwechsel habe ich an dem Roman einfach geliebt, aber auch die Sexszenen fand ich wirklich gut geschrieben, nicht zu plump und am Ende war die ganze Liebesgeschichte sogar noch echt romantisch. Ebenso mochte ich den Thrilleranteil im Buch, denn hier gibt es wieder einige Wendungen und natürlich den ein oder anderen Toten. Es gibt Irrungen und Wirrungen, Skandale und Intrigen. Teilweise wurde es sogar richtig schmutzig. Außerdem nimmt der ganze paranormale Aspekt noch einmal eine größere Rolle ein und auch, wenn dieser Geschmackssache ist, so hat er mir echt gut gefallen, weil er der ganzen Geschichte noch einmal eine ganz bestimmte Atmosphäre gibt und im Übrigen passt Rosie einfach perfekt in dieses verspukte Setting. 

Alles in allem hat dieser letzte Band die ganze Trilogie zu einem wirklich schönen Ende gebracht. Er hat nicht nur Rosie und Devlin zusammengeführt, sondern auch noch einmal Auskunft darüber gegeben, was aus den anderen beiden Paaren geworden ist. Er ist ebenso gut und flüssig geschrieben und das Hörbuch ist gut vertont. Ich bin also echt zufrieden damit. 

Dienstag, 20. August 2024

Band 1: Golden Dynasty - Größer als Verlangen
Band 2: Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
Band 3: Golden Dynasty - Stärker als Begehren

„Unfassbar reich, unglaublich mächtig - und sie füllen die Titelseiten der Boulevardpresse. Nikki Besson weiß nur zu gut, wie die Welt der de-Vincent-Brüder aussieht. Denn als Tochter der Haushälterin ist sie gemeinsam mit ihnen aufgewachsen. Aber nie hätte sie gedacht, dass sie einmal auf das Anwesen in Louisiana zurückkehren würde, um selbst für diesen skandalumwitterten Clan zu arbeiten. Dorthin, wo sie sich in Gabriel verliebt hat - den sie seit der verhängnisvollen Nacht von damals nie wiedersehen wollte …“

- Beschreibung des Verlags -

Auch der zweite Band der Golden Dynasty Trilogie ist echt unterhaltsam, mit einer relativ spannenden Liebesgeschichte, die auch wieder einiges an Thrill, Skandale und mysteriöse Vorfälle zu bieten hat. Spukt es im Anwesen der de Vincents? Allerdings gab es nicht ganz so viel Sex, wie im ersten Band, was ich recht erfrischend fand. Dafür gab es hier einige interessante Wendungen, die für mich persönlich, teilweise echt nicht vorhersehbar waren. 

Die Hauptcharaktere sind hier der mittlere der de-Vincent-Brüder, Gabriel und Nikki Besson, welche schon früher in ihn verliebt war. Es gibt also bereits eine Vorgeschichte, die hier mehr oder weniger wieder aufgenommen und nach einigem Hin und Her sogar ausgebaut wird. Dabei ist interessant, dass die zwei einen ziemlich großen Altersunterschied haben, was man auch merkt.

Nikki ist nämlich schon noch etwas kindisch. Ich fand sie aber dennoch okay. An Gabriel fand ich toll, dass er Holz verarbeitet und Möbel daraus herstellt, ein doch recht bodenständiges Hobby für einen reichen und berüchtigten Mann seiner Art. Ansonsten war aber auch er nur eher okay. Außerdem rücken auch die nervige und hochnäsige Zicke Sabrina, Devlins Verlobte, sowie deren Bruder Parker in den Mittelpunkt der Geschichte. Die beiden werden im Verlauf der Geschichte nämlich noch sehr wichtig. Beide fand ich einfach nur schrecklich, aber auf gute geschriebene Art. Ebenso lernt man nebenbei Nikkis Freundin Rosie kennen, welche ich schon recht interessant fand. Da sie die Protagonistin im letzten Band sein wird, bin ich schon richtig gespannt darauf.

Insgesamt fand ich auch diesen Roman wieder okay. Zwar ist die Geschichte nicht solch eine, welche lange im Gedächtnis bleibt, genauso die Charaktere, aber ich wurde dennoch echt gut unterhalten und wollte auch wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auf den nächsten Band bin ich ebenfalls schon neugierig. 

Samstag, 17. August 2024

Band 1: Golden Dynasty - Größer als Verlangen
Band 2: Golden Dynasty - Brennender als Sehnsucht
Band 3: Golden Dynasty - Stärker als Begehren

„Eine Familie, aufgebaut auf Sünden und Skandalen. Julia ist fassungslos, dass dieser berüchtigte Clan sie als Krankenschwester engagiert hat. Aber noch mehr schockiert sie, dass sie einen der Brüder bereits persönlich kennt. Sehr persönlich. Mit Lucian, dem jüngsten und wildesten Spross der Familie, hatte sie erst gestern eine heiße Nacht. Und er könnte ihr gefährlicher werden als alle Intrigen und dunklen Geheimnisse, in deren Strudel sie hinter den Toren des prächtigen Anwesens gerät …“

- Beschreibung des Verlags -

Lange stand diese Reihe in meinem Regal, weshalb es endlich an der Zeit war, mir den ersten Band zu Gemüte zu führen, was mit dem Hörbuch auch ganz gut funktioniert hat. Trotzdem fand ich das Buch insgesamt nur eher mittelmäßig.

Okay, der Schreibstil war wirklich gut und flüssig, außerdem mochte ich die verschiedenen Aspekte des Romans, denn neben der recht sexy Liebesgeschichte gibt es auch noch etwas Mystery rund um das Anwesen der de Vincents und ein bisschen Thrill war ebenfalls dabei. Die Liebesgeschichte selbst war für mich aber nichts Besonderes. Es gibt viel Sex zwischen zwei sehr unterschiedlichen Personen, ohne viel Drama zwischen den beiden, aber dafür um sie herum, Mord und Totschlag nicht ausgenommen. Wer also skandalöse Familiengeschichten mag, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

Dazu kamen recht austauschbare, teilweise klischeehafte Charaktere, die ich, für das, was sie darstellen sollen, im Großen und Ganzen aber recht gern hatte. Gerade Julia fand ich wirklich sympathisch und selbst Lucian, der anfangs noch etwas zwielichtig schien, war eigentlich ganz nett. Ebenfalls ist die Familie de Vincent recht interessant, wenn sie auch das typische Klischee der reichen, einflussreichen Familie mit Geheimnissen und Skandalen erfüllen. 

Alles in allem ist dieser erste Band der Reihe ein guter und unterhaltsamer Roman für zwischendurch, welcher sich schnell weglesen, beziehungsweise hören lässt, mich aber dennoch nicht vollends vom Hocker gerissen hat. 

Freitag, 5. Juli 2024

„Ende des 19. Jahrhunderts: Die 10-jährige Pariserin wird plötzlich von einem mysteriöses Leiden heimgesucht. Sie kann nie länger als drei, in Ausnahmefällen fünf Tage, an einem Ort bleiben. Bis zu ihrem Tod mit 70 Jahren bereist sie die Erde jahrzehntelang zu Fuß. Dabei erlebt sie unendlich viele Abenteuer und trifft Menschen, die ihr sehr viel bedeuten.

Unter anderem durchquert sie die Wüste und lernt ihre erste Liebe kennen. Auf geheimnisvolle Weise bezwingt sie den Himalaya. Auf ihrer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn trifft sie ihre große Liebe, verliert sie und findet sie Jahre später wieder. Aubry tanzt mit den amerikanischen Ureinwohnern um das Feuer. Die Zeit mit dem indischen Prinzen Surasiva lehrt Aubry, dass es sich nicht lohnt, in der kurzen Zeit, die sie zusammen haben, unglücklich zu sein, sondern die Zeit, die ihnen bleibt, unvergesslich zu machen. Marta, die Aubrys Freundin wird und sie lange Zeit auf ihrer unendlichen Reise begleitet, kommt dem Geheimnis von Aubrys Leben sehr nahe, das am Ende jedoch nur von Aubry selbst entschlüsselt werden kann.“

- Beschreibung des Verlags -

Dieses Buch wurde mir von der Plattform Vorablesen in Zusammenarbeit mit dem Verlag Harper Collins zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich als erstes ganz herzlich bedanken.

Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen, denn was vielversprechend begann, war nicht die ganze Zeit so spannend und interessant, wie noch am Anfang. Vielmehr hat sich die Geschichte irgendwie um sich selbst gedreht und es fehlten einige Erklärungen. Doch erst einmal von vorn.

Der Schreibstil des Autors ist hier schon mal großartig, sehr bildlich, gleichzeitig poetisch, tiefgründig und doch leicht und flüssig zu lesen. Außerdem waren die Kapitel so kurz, dass sie dazu angeregt haben, eines nach dem anderen zu verschlingen. Schön fand ich ebenfalls, dass in zwei Zeitformen geschrieben wurde, was die Geschichte in ein Jetzt und eine Erzählung von früheren Erlebnissen unterteilt. 

Dennoch war es nicht immer so leicht, der Geschichte und damit Aubry Tourvel zu folgen. Oftmals wusste ich nicht, wo ich war und vor allem, wo Aubry gerade steht. Man bekommt zwar immer wieder mit, wo ungefähr sie sich auf der Welt gerade aufhält, aber wie sie von Ort zu Ort kommt, spielt auch noch einmal eine andere Rolle und diese hat mit einer mysteriösen Bibliothek zu tun, die jedoch auch nicht so richtig erklärt wird. Ebenso wird bis zum Ende nicht so richtig klar, warum Aubry krank geworden ist und was nun eigentlich der Sinn ihrer Reise war, ist zu vielen Teilen Interpretationssache. Trotzdem gab es auch viele schöne, teils emotionale und spannende Geschichten in der Geschichte, tiefgründige Beziehungen, aber auch Liebesgeschichten, die ich wiederum nicht so richtig nachvollziehen konnte. Eine Begebenheit am Klondike ist mir allerdings am meisten im Gedächtnis geblieben, weil diese wirklich witzig war. Auch das Ende hat mich, obwohl es viele Fragen offen gelassen hat, dennoch versöhnlich zurückgelassen.

Aubry ist als Protagonistin eine außergewöhnliche Figur, die zwar schon als Kind weiß, was sie will, sich aber im Laufe ihrer Reise immer weiter entwickelt. Obwohl sie viel allein unterwegs ist und das bereits als junges Kind, bringt sie sich selbst einiges bei, wird stärker und intelligenter und das ganz ohne Schulbildung. Auch, wie sie sich ihrer Umgebung immer wieder anpasst, neue Sprachen lernt, fand ich sehr bewundernswert. Irgendwie fand ich auch super, dass ihre Krankheit sehr menschlich dargestellt wurde. Sie ist ein Teil von Aubry, mit welcher sie sich unterhält und die sie lenkt. Vielleicht ist sie auch eine Metapher, aber wer weiß das schon. Alle anderen Figuren, wie Aubrys Familie, Mitreisende und so weiter sind teilweise wirklich cool und vielseitig geschrieben, bleiben aber trotzdem größtenteils Randfiguren, die immer nur ein Stück des Weges an Aubrys Seite wandern.

Alles in allem fand ich die Idee hinter diesem Buch großartig und es hat mir auch teilweise wirklich gut gefallen, doch dann hat sich die Geschichte auch wieder oftmals gezogen und es hat mir auch eine schlüssige Erklärung zu Aubrys Krankheit gefehlt. 

Mittwoch, 29. Mai 2024

„KATE, 2019
Kate flieht aus London und lässt alles zurück – endlich hat sie die Kraft gefunden, den Mann zu verlassen, der ihr Leben kontrolliert. Sie findet Zuflucht im Weyward Cottage im Norden Englands, das sie von ihrer Großtante Violet geerbt hat. Dort stößt Kate aber auf verstörende Gerüchte und auf ein sorgsam gehütetes Geheimnis, das sie tief in die Geschichte ihrer Vorfahren führt, bis zurück in die Zeiten der Hexenjagd.

VIOLET, 1942
Violet liebt die Natur über alles. Sie sammelt weitaus lieber Insekten und klettert auf Bäume, als sich an die strengen Benimmregeln für junge Damen zu halten. Dann verändert die folgenschwere Begegnung mit einem Mann das Leben der jungen Frau für immer.

ALTHA, 1619
Altha ist der Hexerei angeklagt – sie soll einen Mann getötet haben. Bekannt für ihr abgeschiedenes Leben als unabhängige Frau und für ihre besondere Verbindung zu den Tieren ist sie eine Bedrohung, die beseitigt werden muss.

Drei Frauen kämpfen in drei verschiedenen Zeitaltern um ihre Unabhängigkeit – aber ihre Geschichten sind weitaus enger verwoben, als es anfangs scheint.“

- Beschreibung des Verlag-

Auf diesen Roman bin ich nur durch eine Empfehlung gekommen und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, ihn gekauft zu haben, denn obwohl er feministisch angehaucht ist, ist er dennoch sehr sensibel und zeigt anhand drei verschiedener Frauenschicksale, wie man dieses Thema auch ohne Männerhass und radikaler Ansichten, umsetzen kann. Dennoch war ich deshalb nicht immer derselben Meinung, wie die jeweiligen Erzählerinnen, was aber auch nicht schlimm ist.

Dabei begleitet man die drei Frauen immer im Wechsel und kann lesen, wie sie versuchen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, mit ihrem Schicksal umzugehen, ob es die Anklage zur Hexe ist, das Nichterfüllen des Rollenbilds der jungen Frau in den vierziger Jahren oder die Flucht vor einer toxischen Beziehung in der heutigen Zeit. Vor allem aber geht es um Gewalt an Frauen, Misshandlung, Vergewaltigung und Unterdrückung, wobei die Autorin aber auch kein Blatt vor den Mund genommen hat und einfach draufgehalten. Zwar werden damit ein typische Probleme der jeweiligen Zeit angesprochen, aber gerade das macht den Roman und eben diese Probleme so leicht zu verstehen und anschaulich. Ich habe jedenfalls mit allen drei Frauen mitgelitten und mich über jeden Fortschritt, jedes kleine Bisschen Freude und Hoffnung gefreut. Schön fand ich auch, dass sowohl Altha, Violet als auch Kate miteinander verbunden sind, genauso wie die Verbundenheit mit der Natur, die immer wieder eine große Rolle spielt und die Atmosphäre, welche die Autorin richtig gut eingefangen hat. 

Gleichermaßen mochte ich die drei Frauen selbst, deren Stärke, Wissbegierde und dass sie alle ihren Weg gehen, auch, wenn ihnen viele Steine in den Weg gelegt werden. Egal, ob sie abgelehnt werden, wie Violet, verrufen, wie Altha oder eingesperrt und misshandelt, wie Kate, alle drei kämpfen sich durch. Dennoch wurden sie auch recht individuell gezeichnet und jede von ihren hat ihre Eigenheiten. So wächst die selbstständige und unabhängige Altha allein bei ihrer Mutter auf, was zu ihrer Zeit eher ungewöhnlich ist. Violet ist mit ihren sechzehn Jahren ein Wildfang, tierlieb und wissbegierig, aber auch sehr unbedarft und unerfahren. Kate hingegen ist ein eher ruhiger Charakter, anfangs noch recht unsicher und muss erst wieder lernen, unabhängig zu sein. Eins haben aber alle drei gleich und das ist ihr Mut.  

Was ich an diesem Roman ebenfalls sehr interessant fand, war der Schreibstil, denn Emilia Hart hat für jede der drei Frauen eine andere Erzählperspektive gewählt, was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig für mich war. Während Althas Kapitel nämlich aus der Ich-Perspektive im Präteritum geschrieben sind, gibt es bei Violets Kapiteln einen personellen Erzähler im Präteritum und bei Kates Kapiteln wiederum einen Ich-Erzähler im Präsens. Ansonsten ist der Schreibstil aber wirklich gut zu lesen, flüssig und bildlich. Außerdem hat es die Autorin geschafft, jeder Zeitebene ihren eigenen Charakter zu verleihen. 

Alles in allem mochte ich dieses Buch wirklich gern und die Geschichten der Frauen haben mich sehr berührt. Der feministische Ansatz ist auch gut gelungen, genauso wie die Charaktere. Ebenfalls fand ich den Schreibstil gut. Ich kann ihn also durchaus weiterempfehlen. 


Dienstag, 24. April 2018

Endlich ist es mal wieder soweit und ich kann euch meine Neuzugänge für den April vorstellen. Leider sind es, obwohl ich mir vorgenommen hatte, nicht mehr so viele Bücher zu shoppen, wieder eine ganze Menge geworden. Darunter sind dieses Mal aber auch einige christliche Bücher, die ich unbedingt haben wollte und eine Arvelle-Bestellung war ausnahmsweise auch mal wieder dabei. Aber seht selbst.


Als erstes hat mich in diesem Monat nach langer Zeit mal wieder ein Arvelle-Paket erreicht. Eigentlich wollte ich nur ein Buch haben, habe mir dann aber noch weitere ausgesucht, damit ich keine Versandkosten bezahlen musste.


Lisa Heathfield - Hier musst du glücklich sein

Ich hab schon einiges von diesem Buch gehört und die Thematik über eine Sekte hat mich sehr interessiert. Ob ich es wirklich gebraucht hätte? Eigentlich nicht, aber es klang halt interessant. Bezahlt habe ich dafür 8,99 €.

Larissa Brown - Feuer und Wind

Für gerade mal 7,99 € ist dieser Roman bei mir eingezogen. Der dystopischen Geschichte über Jen, die während einer Computersimulation im Island des 10. Jahrhunderts landet und sich dort in einen Wikingeranführer verguckt, konnte ich aber auch einfach nicht widerstehen.

 Joël Dicker - Die Geschichte der Baltimores

Genau wegen diesem Buch habe ich die Bestellung bei Arvelle überhaupt getätigt. Nachdem ich "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von diesem Autor gelesen habe, musste ich auch diesen Roman von ihm haben, ohne überhaupt genau zu wissen, um was es geht. Gekostet hat mich dieses Hardcover 11,99 € statt 24,00 €

Das Lied von Eis und Feuer (Malbuch)

Und weil es gerade so schön war, meinen Warenkorb zu füllen und es mit 5,99 € nicht teuer war, durfte dann auch noch das ↓ tolle Malbuch zur beliebten "Das Lied von Eis und Feuer-Reihe" mitkommen. Das tolle daran ist, dass es zu jeder Ausmalseite auch noch ein Zitat aus den Büchern gibt. Ich liebe es!


Dann war ich diesen Monat noch das ein oder andere Mal in meinem geliebten Thalia und habe mir einige Neuerscheinungen zugelegt. Geduld ist halt nicht unbedingt meine Stärke. Hier erstmal die Romane, die ich mir angeschafft habe.


Mary E. Pearseon - Die Chroniken der Verbliebenen. Der Glanz der Dunkelheit

Endlich ist der vierte und letzte Band dieser recht bekannten Reihe veröffentlicht worden. Klar, dass ich ihn gleich haben musste, auch wenn ich die Vorgängerbände noch nicht mal gelesen habe. Immerhin habe ich sie jetzt komplett im Regal.

Nina Laurin - ESCAPE-Wenn die Angst dich einholt

Auch dieser Psychothriller musste unbedingt bei mir einziehen. Die Geschichte über ein entführtes Kind und eine Frau, die selbst als Kind entführt wurde, klang aber auch echt spannend. Mal sehen, wie es mir gefallen wird. Die Stimmen sind bisher ja leider noch nicht so gut.

Ransom Riggs - Die Legenden der besonderen Kinder

Nachdem ich die Trilogie über die besonderen Kinder inzwischen vollständig in meinem Regal stehen habe und mir der erste Band schon richtig gut gefallen hat, durfte auch dieser wunderhübsche Zusatzband nicht fehlen.

Erin Watt - When It's Real

Die Paper-Reihe von diesem Autorenduo habe ich bis zum dritten Band bereits gelesen und war begeistert. Nun haben sie einen neuen New-Adult-Roman heraus gebracht und ich konnte nicht widerstehen. Also durfte auch er bei mir einziehen. 

Tracy Banghart - Iron Flowers: Die Rebellinen

Skandale, Emotionen und eine romantische Liebesgeschichte. Das erwarte ich von diesem langersehnten neuen Fantasy-Jugendbuch und hoffe, ich werde nicht enttäuscht. Gerade heute erst ist dieses Buch mit dem außergewöhnlich hübschen Cover bei mir eingezogen.

Kommen wir zu den religösen Büchern. Wie einige vielleicht schon gemerkt haben, bin ich sehr gläubig und erziehe auch meine Kinder christlich. Dafür brauchen wir auch immer mal wieder neues Material und hier ist es.

Bibelgeschichten für die ganze Familie

Dieses kleine Buch ist aufgebaut wie eine Kinderbibel, bebildert mit richtig tollen, bunten Illustrationen. Aber es gibt auch ein paar Zusatzinformationen, die ich immer gut finde. Leider weiß ich nicht mehr genau, was ich bezahlt habe, aber es waren so um die 3,00 € bei rebuy.

Sue und Larry Richards - Alle Frauen der Bibel

Mal etwas anders ist dieses Buch. Hier geht es nämlich um sämtliche Frauen, die in der Bibel eine Rolle spielen, was sie getan haben, was sie charakterlich ausmachte und vieles mehr. Gekauft habe ich es bei Thalia.

Tim Dowley - Der große Bibelführer

Auch dieses Buch habe ich bei Thalia gekauft, nachdem es schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste stand, aber nie viel günstiger zu bekommen war als zum Neupreis. Hier geht es um ein Buch, welches alle möglichen Themen der Bibel behandelt, von der Entstehung des Buches der Bücher, über die Propheten, bis hin zur Bedeutung biblischer Namen und so weiter.

Dann hat mich ebenfalls von Amazon Marketplace ein Buch erreicht und als wir in Dresden waren, war ich seit langer Zeit wieder in einem Hugendubel. Was ich dort gekauft habe, seht ihr jetzt.

Tom Fletcher - Der Weihnachtosaurus

Voila, darf ich vorstellen! Das Weihnachtsbuch, welches so viele Leute gelobt und geliebt haben und welches jetzt erst im Frühjahr bei mir eingezogen ist. Warum, weiß ich auch nicht. Da freut man sich doch direkt wieder auf den Winter. 

Lauren DeStefano - Fallende Stadt

Den Auftakt einer neuen Reihe habe ich beim Hugendubel gekauft. Und ja, nur das eine Buch. Das schöne daran, die nächsten beiden Bände erscheinen bereits im Mai und Juni. 

Last but not least haben mich auch noch ein paar Leseexemplare erreicht. Zwei davon habe ich sogar schon gelesen. 

Anita Schalk - Der Herr ist mein Hirte 

Dieses süße Geschenkbuch für Konfirmation oder Kommunion hat mich für eine Leserunde auf Lovelybooks erreicht. Ich habe es auch schon gelesen und rezensiert, nämlich hier.

Bear Grylls - Ghost Flight

Ebenfalls für eine Leserunde auf Lovelybooks habe ich diesen Thriller vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Und auch ihn habe ich schon gelesen. Hier kommt ihr zu dieser Rezension.

Rosie Walsh - Ohne ein einziges Wort

Ein Highlight unter den Neuzugängen war für mich diesen Monat dieser Roman. Es ist nämlich das erste Buch, welches ich beim Bloggerportal von Random House angefragt und gleich bekommen habe. Ihr glaubt gar nicht, wie dankbar ich bin und freue mich schon darauf, es zu lesen und rezensieren.

Das waren sie, meine 17 Neuzugänge im April und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch nichts mehr dazu kommen wird. Wie ihr seht, es war doch wieder viel mehr als vorgenommen, aber immerhin unter zwanzig neue Bücher. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auch so viele neue Bücher geshoppt?