Posts mit dem Label action werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label action werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 5. Mai 2024

 

„Zwei wie Feuer und Eis – spannende Liebesgeschichte in der gefährlichen Wildnis Alaskas.

Als Logan nach sechs Jahren Funkstille plötzlich vor der Tür ihrer Hütte steht, will Maddie ihn am liebsten umbringen. Egal, ob Logan der Sohn des US-Präsidenten ist oder dass sein Lächeln ihr Schmetterlinge verursacht! Doch bevor sie sich über ihre Gefühle für ihn klar werden kann, wird Logan entführt – und plötzlich liegt es an Maddie, ihren ehemals besten Freund zu retten. Dumm nur, dass ein gewaltiger Schneesturm aufzieht und die Zeit unerbittlich gegen sie arbeitet ...“

- Beschreibung des Verlags -

Mit diesem Buch habe ich endlich mal wieder eines gelesen, das mich von Anfang bis Ende packen konnte und mich auch nicht mehr losgelassen hat, weil sie nicht einfach nur das Young Adult Genre bedient, sondern auch noch richtig spannend ist. Es gab viel Action, Humor und eine dezente Liebesgeschichte, die sich für mich aber gar nicht so besonders in den Vordergrund gedrängt hat. Eigentlich hat sie nur das letzte bisschen Würze dazu gegeben, um den Roman perfekt zu machen, denn mir kommt es persönlich gar nicht darauf an, dass alles zu einhundert Prozent logisch ist und einen Sinn ergibt und auch, dass die Charaktere hier teilweise etwas überirdisch wirken, hat mich so gar nicht gestört, denn im Endeffekt fand ich sowohl Maddy als auch Logan einfach nur großartig geschrieben.

Maddy hat mich mit ihrer abgehärteten Art, ihrer Stärke, ihrem Mut und ihrer Intelligenz absolut begeistert. Sie hatte wirklich für jede noch so ausweglose Situation einen halbwegs vernünftigen Plan, war dabei aber trotzdem noch ein typisches Mädchen. Vor allem ihre Schlagfertigkeit aber habe ich einfach geliebt, weil sie trotz der steten Anspannung immer wieder für witzige Schlagabtausche gesorgt haben. Aber auch Logan hat mich nicht enttäuscht. Zwar ist er etwas zurückhaltender als Maddy und nicht ganz so mutig wie sie, aber trotzdem war er ein typischer Teenager, mit losem Mundwerk und einem großen Beschützerinstinkt. Beide zusammen waren für mich, obwohl sie auch ihre Probleme miteinander hatten, ein super Team.

Dazu kam dann noch das wunderbare, eisige Setting Alaskas, welches mich ebenfalls begeistert hat, denn die Autorin hat es einfach perfekt und bildhaft beschrieben. Überhaupt fand ich ihren eigentlich recht schlichten und einfachen Schreibstil toll, weil er packend und flüssig gleichzeitig war.

Alles in allem habe ich mich bei diesem Buch absolut überraschen lassen und obwohl es New Adult ist, womit ich mich eigentlich nicht mehr sonderlich identifizieren kann, konnte es mich vollends von sich überzeugen. So war es auch kein Wunder, dass ich es in wenigen Tagen zu Ende gelesen habe.


Samstag, 3. April 2021

Als erstes möchte ich dem Autoren und meinen Mitlesern ein großes Dankeschön für diese tolle und aufschlussreiche Leserunde aussprechen und Yves natürlich für die Bereitstellung des Leseexemplars und seine lieben Antworten auf Fragen, Kritik und Anregungen.

„Eine geheimnisvolle, wie auf ihn zugeschnittene Zeitungsanzeige. Eine Reise um die halbe Welt, ohne das Ziel zu kennen. Und ein verlassener, dem Verfall preisgegebener Freizeitpark: Phasenland.
Jean weiß nicht, warum er hierher gebracht wurde oder was von ihm erwartet wird. Allein das unbestimmte Gefühl, dass ein Aufenthalt in Phasenland sein festgefahrenes Leben zum Positiven verändern wird, treibt ihn an.
Inmitten des desolaten Vergnügungsparks stellt Jean sich den in Komplexität zunehmenden Aufgaben der zwölf Parkabschnitte. Dabei muss er allmählich erkennen, dass die verfallenen Kulissen, die unfertigen Bauten sowie die potenziell tödlichen Fahrgeschäfte nicht seine größten Herausforderungen darstellen.
Denn Phasenland ist nicht ganz so vereinsamt, wie gedacht. Neugierige Blicke richten sich auf ihn, sowohl wohlwollende als auch hasserfüllte. Doch wer ist Freund und wer ist Feind? Wer ist Angestellter oder Eindringling? Mitspieler oder Konkurrent?
Nur widerwillig gibt der Park seine Geheimnisse preis: Land für Land, Attraktion für Attraktion. Jean muss sich die Frage stellen, ob seine Anwesenheit dem Zufall geschuldet, oder er Spielfigur in einem ausgeklügelten Plan ist. Und ist es überhaupt vorgesehen, dass er Phasenland wieder verlässt?“

- Beschreibung Amazon -

Ein großes Abenteuer, ein bisschen Thriller, einiges an Action, aber auch ein wenig Liebe, Mystery und ganz viel Verwirrung, bringt dieser großartige Roman des mir bis dahin unbekannten Autors Yves Gorat Stommel mit sich und ich bin mir fast schon sicher, dass dies nicht mein letzter Roman von ihm gewesen sein wird.

Dabei hat Yves einen recht anspruchsvollen Schreibstil voller tiefgründiger Gedanken, der sich im Großen und Ganzen aber dennoch sehr schnell und einfach lesen lässt. Nur die zahlreichen philosophischen Gespräche, ob nun Monologe oder Dialoge, die ohne Zweifel wichtig für die Geschichte sind, haben hier und da leider ein bisschen meinen Lesefluss gestört. Hier bin ich mir auch sicher, dass ein bisschen weniger manchmal mehr gewesen wäre. 

Die Geschichte selbst ist einfach der Hammer, rätselhaft, undurchschaubar und wahnsinnig spannend. Ich wollte einfach immer weiterlesen und konnte das Buch kaum zur Seite legen, wenn es denn dann mal nötig war. Schon allein das Setting des Phasenlandes fand ich sagenhaft und einmal wieder etwas absolut Neues. Dieser mehr oder weniger verlassene Freizeitpark ist mystisch, magisch und birgt einige Geheimnisse in sich, versteckte Orte, gefährliche Attraktionen und eine Menge Lebensweisheiten. Wer hätte das gedacht? Ich nicht! Jedenfalls nicht, als ich mit dem Buch angefangen habe. Aber so habe ich mir einige Entwicklungen vorher nicht denken können und das Buch hat mich in Gefilde geführt, mit denen ich niemals gerechnet hätte, so sehr ich auch von Anfang an wusste, dass hinter Phasenland und der ganzen Geschichte mehr steckt, viel mehr. Dieser anhaltende Überraschungseffekt, der gut gespannte Spannungsbogen und vor allem das gut durchdachte und absolut nicht vorhersehbare Ende der Geschichte haben allein diese schon zu einem Highlight der ganz besonderen Art gemacht.

Und auch die Charaktere in diesem Buch sind gut durchdacht, facettenreich und teilweise undurchschaubar. Der Protagonist Jean wirkt dabei die meiste Zeit, trotz seiner bereits neunundzwanzig Jahre, wie ein flatterhafter, wenig gefestigter Teenager, der noch nicht in seinem Leben angekommen ist und irgendwie auch nichts zu hinterfragen scheint. Dennoch ist er extrem intelligent, macht sich Gedanken über das Leben und über den Tod. Und auch das alles wirkt anfangs noch sehr verwirrend, hat aber einen Grund, der meiner Meinung nach gut nachvollziehbar ist, wenn man sich darauf einlässt. Aber Jean entwickelt sich im Laufe der Geschichte auch weiter, immer den Sinn des Lebens hinterfragend. Dazu sei zu sagen, dass Jean kein Sympathieträger ist, kein Held und vermutlich nicht einmal unbedingt einer, mit dem man befreundet sein möchte, doch genau das macht ihn so interessant und ich habe ihn gern bei seinem Abenteuer begleitet. Ebenso gibt es einige Nebencharaktere, welche alle sehr geheimnisvoll wirken, manchmal nicht ganz nachvollziehbar agieren, die aber allesamt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte einnehmen und diese teilweise noch spannender machen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich selten ein Buch gelesen habe, welches mich so gefesselt hat und mich in eine vollkommen andere Welt hineingezogen hat, die gleichzeitig sehr realistisch und surreal wirkt. Man kommt sich vor, wie auf einem Drogentrip und vermutet gleiches auch vom Protagonisten, wird dann aber immer wieder überrascht, in welche Richtung sich die Geschichte tatsächlich entwickelt. Dabei wirkt diese sehr morbide, denn das Vergängliche und der Tod lauern in allen Ecken, ohne sich aber lauthals erkennbar zu geben. Ein großartiger Roman, bei welchem Geschichte und Charaktere den nicht zu einhundert Prozent perfekten Schreibstil mehr als wettmachen und dem ich deshalb einfach nur die volle Punktzahl geben kann.