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Freitag, 19. Dezember 2025

„In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein – doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …“

- Beschreibung des Verlags -

Dieses war nun mein inzwischen viertes Buch von Sebastian Fitzek und ich muss sagen, ich spiele mit dem Gedanken, noch viel mehr Bücher von ihm zu lesen, denn bisher hat mich noch keiner seiner Psychothriller enttäuscht. Auch dieser hier war wieder großartig, mit einem im Großen und Ganzen unerwarteten Ende.

Die Geschichte selbst fand ich dabei vielleicht nicht immer super realistisch, aber echt kreativ, mit einigen Überraschungen sowohl für den Protagonisten als auch für den Leser. Zwar hatte ich hier und da ein paar Vermutungen, was wohl die Auflösung des ganzen Rätsels rund um Leon und all die mysteriösen Dinge, die ihm geschehen, sein könnte, am Ende lag dann aber doch noch viel mehr dahinter und das war teilweise wirklich krass. Vor allem die vielen Irrungen und Wirrungen fand ich echt gelungen und haben mich oft auf eine falsche Spur gelenkt. Ansonsten war die Geschichte super spannend und mitreißend, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte, die Atmosphäre war ziemlich düster und extrem mysteriös. Auch das Setting des recht noblen, wenn auch alten Mehrfamilienhauses fand ich großartig, wobei die Geschichte sich wie eine Art Kammerspiel auf relativ kleinem Raum anfühlte und damit auch eine gewisse bedrückende Stimmung mit sich brachte. 

Richtig toll, sehr realistisch und greifbar fand ich auch die Charaktere geschrieben, nicht zu überkandidelt und dennoch mit dem gewissen Etwas. Im Mittelpunkt steht dabei natürlich Leon, der sich nach gewissen, verstörenden Ereignissen nicht mehr selbst trauen kann, aber dennoch den Mut aufbringt, dem ganzen auf die Spur zu gehen. Er ist aber trotzdem ein ganz normaler Mann, kein Held, unsicher, aber auf seine Art liebenswert. Auch recht interessant fand ich seine etwas schrullige Nachbarin Ivana Helsing und seine Frau Natalie hatte, obwohl sie keine allzu große Rolle spielte, einige Überraschungen zu bieten. Alle anderen Charaktere waren zwar wichtig für die Geschichte, traten aber nicht allzu sehr in den Mittelpunkt.

Alles in allem hat es der Autor mit diesem Psychothriller geschafft, mich wieder einmal grandios zu unterhalten und das so gut wie ohne Blut und nennenswerte Tote. Das muss man in diesem Genre erst einmal schaffen. Von daher kann ich dieses Buch, auch, wenn es schon etwas älter ist, durchaus weiterempfehlen. 

Mittwoch, 2. Oktober 2019


Hey ihr da draußen,

nun ist auch schon der September wieder zu ende und ich habe einiges gelesen. Es waren zwar nicht so viele Bücher und Seiten wie im August, doch die Bücher, die ich gelesen habe, waren bis auf eines sehr gut bis großartig. Und natürlich habe ich auch meine Seriensucht ein bisschen befriedigt und ein paar Filme geschaut. Aber seht selbst.

Bücher:

gelesene Bücher: 10
Seiten: ~ 3.500
Neuzugänge: 22 Bücher (davon 2 E-Books)
aktuelles Buch:
Eva Woods - Und mit Polly kam das Glück

(ein Klick auf das Cover bringt euch, wie immer, zur Rezension)






Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden, welches Buch ich im September als Highlight ansehen soll, denn eigentlich waren alle Fünf-Sterne-Bücher ein Highlight, aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann sollten sich zumindest "Wenn Donner und Licht sich berühren" und "The Light In Us" diesen Platz teilen.

Einen Flop in diesem Sinne gab es nicht, aber von "Everless-Zeit der Wahrheit" war ich schon ein bisschen enttäuscht, dass mich die Geschichte einfach nicht packen konnte. Dieses Buch darf dann auch demnächst ausziehen.

Filme:

I am Mother →

Die Menschheit ist ausgestorben. Doch in einem Bunker gibt es zehntausende menschliche Embryonen, eines davon wird ausgebrütet und von einem Roboter großgezogen. Das Mädchen lernt alles Wichtige und darüber hinaus, immer im Glauben, dass es außerhalb des Bunkers keine Menschen mehr gibt. Doch dann taucht eine verletzte Frau auf und bittet um ihre Hilfe.
Dieser Film klang im ersten Moment sehr interessant, konnte mich aber nicht besonders überzeugen. Irgendwie war er mir teilweise zu langatmig und das Ende ließ mir zu viele Interpretationsmöglichkeiten offen.

Falling Inn Love →

Nach ein paar Rückschlägen in ihrem Leben freut sich die Amerikanerin Gabriela riesig über den Gewinn einer Farm in Neuseeland. Womit sie allerdings nicht rechnet ist, dass diese vollkommen heruntergekommen ist. Dennoch will sie das Anwesen renovieren und gewinnbringend verkaufen. Helfen soll ihr dabei Jake, dem sie, wie sollte es anders sein, mehr und mehr verfällt.
Okay, okay, ich bin ein riesiger Fan von romantischen Filmen, aber dieser war eher eine mittelmäßige Schmonzette mit einer sehr pubertären und nervigen Protagonistin. Lichtblick war aber Adam Demos, welcher Jake spielt. Der ist nämlich zumindest schön anzusehen. Und unterhaltsam war der Film allemal.

Serien:

The I-Land, Staffel 1 →

Zehn völlig verschiedene Menschen wachen ohne Erinnerungen auf einer einsamen Insel auf und geraten natürlich irgendwann aneinander. Und dann kam die ach so große Wendung und bei mir war es aus. Ich fand nämlich, dass diese Serie wahnsinnig spannend klang, aber schon sehr bald erfährt man, was hinter der ganzen Sache mit der Insel steckt, womit die Serie für mich ihren Flair verlor. Aber vielleicht gefällt anderen ja der Twist. Oder ich hätte mir den Trailer einfach mal vorher angeschaut.

The Terror, Staffel 2 ↗

In einem Internierungslager für Japaner in der USA während des Zweiten Weltkriegs geschehen merkwürdige Dinge. Dort werden die Menschen nämlich von einem grausamen Geisterwesen terrorisiert.
Ich finde diese Serie noch immer wahnsinnig spannend, auch wenn sie in den letzen Folgen ein bisschen geschwächelt hat. Diese Staffel hat es nämlich wirklich in sich. Es gibt zwar massenweise Tote, die teilweise auf sehr grausame Weise ins Gras beißen, aber die lauernde Gefahr ist echt interessant und gruselig.

The Shannara Chronicles, Staffel 2 ↗

In dieser Fantasy Serie, die auf den Romanen von Terry Brooks basiert, geht es um eine postapokalyptische Welt und den Kampf zwischen Gut und Böse. Dabei gibt es ganz verschiedene Rassen, wie zum Beispiel Menschen, Elfen und Trolle.
Ich finde die Welt, in der diese Serie spielt, einfach großartig, ebenso die Charaktere und die Geschichte ist auch sehr spannend. Insgesamt ist sie einfach nur sehenswert.

Fear the Walking Dead, Staffel 5 ↘

Auch im Ableger von "The Walking Dead" kämpft eine Gruppe Überlebender gegen die Untoten und eine Menge anderer Feinde und Gefahren.
Ganz ehrlich? Mir fehlen die Worte! Diese Serie wird einfach nur noch schlechter und schlechter und ist an Langeweile kaum noch zu überbieten und dann wurde es in der finalen Folge noch einmal spannend, nur um mit einem riesigen Cliffhanger zu enden. Keine Ahnung, ob ich mir eine sechste Staffel auch noch anschauen werde.

The Last Kingdom. Staffel 1-3 ↑

Als Kind wird der angelsächsische Adlige Uhtred von Wikingern entführt und aufgezogen. Doch als diese von anderen Wikingern umgebracht werden, will sich Uhtred mit Hilfe des angelsächsischen Königs Alfred sein eigenes Land, welches von seinem Onkel übernommen wurde, zurückholen.
Nachdem ich einiges Gutes von dieser Serie gehört habe, musste ich sie endlich schauen und wurde nicht enttäuscht. Man muss zwar erst in die Geschichte hineinwachsen, aber dann ist sie einfach nur noch großartig, spannend und hat toll geschriebene, interessante Charaktere. Ich kann es kaum erwarten, dass die vierte Staffel endlich erscheint.

Electric Dreams, Staffel 1 →

In dieser Anthologieserie geht es in jeder Folge um ein anderes Szenario, ähnlich wie in "Black Mirror", allerdings eher im futuristischen Sinne.
Ich habe zwar erst die ersten vier Folgen dieser Serie geschaut, aber ich kann sagen, dass ich mich bisher noch nicht so richtig entscheiden kann, ob ich sie mag oder nicht. Es sind halt alle Folgen unterschiedlich gut. Aber ich werde auf jeden Fall weiter schauen.

Das war er auch schon wieder, mein Monatsrückblick für September und ich wünsche euch einen goldenen Oktober mit vielen schönen Büchern, Filmen und Serien. Habt ihr was von dem oben genannten eigentlich schon gelesen oder gesehen? Erzählt es mir gern in den Kommentaren.




Montag, 16. September 2019


Es ist der 8.8. 8 Uhr 8 abends, als Ben sein eigenes Gesicht auf einem riesigen Bildschirm sieht. Er wurde ausgelost, für ein Kopfgeld von zehn Millionen Euro zur Jagd freigegeben und für die nächsten zwölf Stunden darf ihn jeder ungestraft töten. Und ganz schnell ist ein massenpsychologisches Experiment außer Kontrolle geraten.

Ich muss zugeben, dass ich nicht unbedingt ein Fan von Fitzek bin, habe ich mit diesem hier auch gerade erst mein drittes Buch des Autors gelesen. Dennoch haben mir diese bisher wirklich gut gefallen, wenn auch „AchtNacht“ einige Schwächen hatte.

An sich ist der Schreibstil von Sebastian Fitzek in diesem Thriller wirklich mitreißend und packend, aber an manchen Stellen auch etwas zu ausführlich. Vor allem fand ich einige Beschreibungen einfach überflüssig und auch, dass ständig irgendwelche Straßen benannt wurden, war mir manchmal ein wenig zu viel. Gerade, wenn man sich in Berlin, wo die Geschichte spielt, nicht besonders gut auskennt, sagt einem vieles davon gar nichts und verwirrt bloß unnötig. Trotzdem konnte ich dieses Buch partout nicht aus der Hand legen und wurde gut unterhalten.

Auch die Handlung war im Großen und Ganzen nämlich wirklich gut und hatte einige spannende Twists, aber auch sie hatte ihre Schwächen. So begann die Geschichte erst einmal mit teilweise ellenlangen Charaktervorstellungen, wobei einige Informationen gar nicht wichtig gewesen wären, womit die Spannung erst ziemlich langsam zum Tragen kam. Außerdem war manches nicht ganz schlüssig, vereinzelt sogar unrealistisch. Allerdings mochte ich die Idee hinter dem Buch recht gern. Na klar, wer den Film „The Purge“ kennt, denkt vielleicht, dass dieser Thriller ein Abklatsch davon ist, aber so ist es ganz und gar nicht. Zwar hat Fitzek die Grundidee übernommen, aber daraus eine ganz eigenständige, innovative Story gezaubert, die am Ende eine Wendung zu bieten hatte, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte. Die letzten Seiten nach der Auflösung der eigentlichen Geschichte haben mich jedoch ein bisschen verwirrt.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese sehr gut geschrieben. Am besten gefiel mir, dass Ben eine recht vielschichtige Figur ist, die man erst im Laufe der Geschichte lieben lernt. Auch Arezu fand ich wirklich interessant, wenn auch etwas undurchsichtig. Ansonsten gibt es einige psychopathisch wirkende Charaktere, die, so grausam sie geschrieben waren, aber auch ebenso gut. 

Insgesamt denke ich, dass dieser Thriller wohl nicht der beste aus der Feder von Sebastian Fitzek ist, aber auf keinen Fall so schlecht ist, wie er teilweise geredet wurde. Insgesamt hat er mir trotz seiner Schwächen jedenfalls richtig gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.