„Dieses Dornröschen ist aufgewacht ... in einem Albtraum!
OLIVER: Normalerweise locke ich Frauen mit Amnesie nicht in eine Ehe. Aber ich
nehme an, es gibt für alles ein erstes Mal. Wenn mir die Frau meiner Träume in
den Schoß fällt, kann ich nicht anders, als mich zu fragen, was sie in dieser
Position noch so alles tun kann. Sie ist hier. In meinem Haus. Meiner Gnade
ausgeliefert. Und sie denkt, dass wir das ganze Jahrzehnt, das wir getrennt
waren, ein Liebespaar waren. Briar und ich waren immer eine unerledigte
Angelegenheit. Jetzt ist es an der Zeit, das Geschäft zu besiegeln.
BRIAR: Ich heirate ein wunderschönes Ungeheuer. Einen korrupten Betrüger.
Amerikas reichsten Junggesellen. Er behauptet, dass wir uns lieben, doch
alles, was ich in unseren Küssen schmecke, ist Hass und Lust. Ich weiß nicht
mehr, warum oder wie es dazu gekommen ist. Aber ich weiß ganz genau, dass er
der Feind ist. Jetzt stecke ich in einem Albtraum fest. Und Oliver wird alles
tun, um mich im Dunkeln zu lassen.“
- Beschreibung des Verlags -
Also, irgendwie tut es mir leid, das zu sagen, aber dieser Band war mit
Abstand schwächer als seine zwei echt genialen Vorgänger. Das soll zwar nicht
heißen, dass er an sich schlecht war, aber dennoch konnte er einfach nicht
mehr mit dem Witz und der spicy Atmosphäre von Band eins und zwei mithalten.
So war die Geschichte von Briar und Oliver zwar schon irgendwie unterhaltsam
und im Grunde auch recht kreativ, aber so richtig packen konnte sie mich
dennoch nicht. Außerdem hat mir hier der Witz gefehlt, der die beiden anderen
Bände ausgemacht hat, ebenso die unterhaltsamen, echt tollen Schlagabtäusche.
Dafür hatte ich das Gefühl, dass hier etwas mehr auf Drama gesetzt wurde.
Zudem war dieser Roman bei weitem nicht mehr so prickelnd geschrieben.
Allerdings muss ich auch sagen, fand ich die Geschichte von Olivers Bruder
Sebastian echt interessant und fände einen Roman, der eine eventuelle Romanze
von ihm thematisieren würde, echt cool.
Auch die Charaktere fand ich hier nicht mehr ganz so toll. Oliver mochte ich
zwar sehr, obwohl er schon teilweise etwas skurrile Anwandlungen hatte, die
ihn aber auch irgendwie sympathisch machten. Briar hingegen fand ich zum
großen Teil aber einfach nur anstrengend. Ihre Aktionen gegen Oliver fand ich
oftmals sogar noch nicht einmal mehr witzig, sondern vielmehr infantil und
blöd. Das machte auch nicht besser, dass ihre Vergangenheit nicht gerade rosig
war, schließlich hatte Oliver auch seine Dinge, die ihn belastet haben.
Alles in allem bin ich froh, dass wenigstens die ersten beiden Bände dieser
Trilogie richtig toll waren, denn so konnte ich diesen Ausreißer hier dann
doch etwas besser verkraften, schließlich war es auch wirklich schwer, Band
eins und noch mehr Band zwei zu toppen. Und wie gesagt, wirklich schlecht war
er ja dann auch nicht, konnte mich aber eben leider nicht mehr so sehr
begeistern.
Freitag, 26. Dezember 2025
Band 1: My Dark Romeo
Band 2: My Dark Desire
Band 3: My Dark Prince
„Sie ist sein süßester Wunsch ... und sein dunkelstes Geheimnis!
Farrow Der Plan war simpel.
Schleich dich rein. Schnapp dir den Anhänger. Hau ab.
Problem Nummer eins? Amerikas eingefleischtester Junggeselle hat mich
erwischt.
Problem Nummer zwei? Er hat beschlossen, mich zu behalten. Als sein
Dienstmädchen.
Zach Sun strahlt eine ungeheure Kälte aus, trotzdem spüre ich in seiner
Gegenwart flammende Hitze auf der Haut.
Er ist ein reservierter, berechnender, grausamer Mann, der die Schwächen
anderer schamlos ausbeutet.
Dabei ahnt er nicht, dass er in mir seinen Meister gefunden hat.
Er mag dem amerikanischen Geldadel angehören.
Aber ich Aschenputtel werde mich zur Königin emporschwingen.
Zach
Sie ist mein kleines Spielzeug.
Mutig, schlau und durchtrieben.
Betörend wie erlesene Kunst.
Ich sammle schöne Objekte, und Farrow Ballantine ist meine jüngste
Neuanschaffung.
Langfristige Pläne habe ich mit ihr nicht. Als Heiratskandidatin kommt sie
nicht infrage.
Sie ist zu widerspenstig. Völlig unkontrollierbar. Und außerdem mein
Dienstmädchen.
Normalerweise würden ihre endlos langen Beine und leuchtend blauen Augen nicht
das Geringste bei mir auslösen.
Aber in Kombination mit ihrem vorlauten Mundwerk stellt sie eine Versuchung
dar, der ich nicht widerstehen kann.
Dieses eine Mal werde ich ihr nachgeben.
Schließlich spielen die meisten Raubtiere mit ihrer Beute.
Und ich habe vor, meine mit Haut und Haar zu verschlingen.
Damit nichts für die Männer nach mir übrig bleibt.“
- Beschreibung des Verlags -
Ähm ja, ich glaube, ich muss meine letzte Rezension noch einmal ein Stück weit
revidieren, denn ich war doch tatsächlich der Meinung, dass es schwer wird,
den ersten Band dieser Reihe noch zu toppen und was soll ich sagen, der zweite
Band war doch tatsächlich noch ein Stück besser.
Was die Geschichte angeht, so war diese genauso witzig und unterhaltsam, wie
die von Dallas und Romeo, trotzdem fand ich die Neckereien, den Spice, die
teilweise echt skurrilen Szenen hier noch etwas genialer und das soll schon
etwas heißen. Ebenfalls fand ich die Liebesgeschichte zwischen Farrow und
Zach, die in diesem Fall eher an eine Neuerzählung von Cinderella erinnert,
mindestens genauso großartig, wenn nicht sogar noch etwas origineller. Vor
allem aber sind die Hintergrundgeschichten von Farrow, aber vor allem von Zach
echt dramatisch. Ansonsten gibt es hier wieder super tolle, witzige und
teilweise sehr freche Schlagabtäusche zwischen den beiden Protagonisten, viele
prickelnde Szenen, obwohl es eine Weile dauert, bis es tatsächlich zum
richtigen Akt kommt und richtig toll geschriebene, vielschichtige Charaktere.
So steht Farrow in ihrer Schlagfertigkeit Dallas in nichts nach, ist aber
dennoch eine ganz andere Persönlichkeit, verantwortungsvoll und fleißig, super
mutig und scheinbar ist ihr nichts wirklich peinlich. Irgendwie ist das aber
auch kein Wunder, schließlich muss sie mit einer echt bösartigen Stiefmutter
und faulen Stiefschwestern auskommen, Zach hingegen hat ganz andere Probleme,
erträgt keine Berührungen und will auch keine Ehefrau. Nur ist da seine Mutter
anderer Meinung. Am besten aber fand ich eine ganz besondere Sache, die ich
ihm nicht zugetraut hätte, die aber logisch ist. Was genau, verrate ich aber
nicht, denn ich will nicht spoilern. Schön fand ich außerdem, dass man auch
die Charaktere aus Band eins weiter begleitet, wenn auch nun als
Nebencharaktere.
Alles in allem war dieser Band der Trilogie einfach nur der Hammer, super
unterhaltsam, witzig, frech, charmant, ein bisschen dramatisch, aber auch
extrem sexy. Mir hat die Story wahnsinnig gut gefallen und die Charaktere habe
ich geliebt. Mal sehen, ob der dritte Band das noch toppen kann.
Sonntag, 21. Dezember 2025
Band 1: My Dark Romeo
Band 2: My Dark Desire
Band 3: My Dark Prince
„Du bist mein Lieblingsplottwist
Es sollte ein harmloser Kuss auf einem rauschenden Debütantinnenball sein.
Ein heimlicher Moment mit einem gut aussehenden Fremden. Doch im Gegensatz
zu seinem Namensvetter wird mein Romeo nicht von der Liebe angetrieben,
sondern von Rache. Für ihn bin ich eine Schachfigur. Ein Druckmittel. Die
Verlobte seines Rivalen.
Für mich ist er ein Mann, der Gift verdient. Ein dunkler Prinz, den ich
nicht heiraten will.
Er denkt, ich werde mein Schicksal akzeptieren. Nun, ich habe vor, es
umzuschreiben. Und in meiner Geschichte stirbt Julia nicht. Aber Romeo? Er
geht zugrunde.“
- Beschreibung des Verlags -
Oh man, was war das bitte für ein Wirbelsturm an Gefühlen, vor allem an Witz
und Sarkasmus? Ich muss einfach sagen, ich habe dieses Buch geliebt, denn
selten hat mich Dark Romance so sehr unterhalten und war gleichzeitig auch
ein Stück weit spannend.
Nein, die Geschichte ist definitiv nicht perfekt und es gab hier und da
Kleinigkeiten, die vielleicht nicht ganz realistisch wirkten, aber das hat
der Unterhaltungsfaktor bei weitem wieder wettgemacht. Dallas und Romeo sind
aber auch der Knaller, total unterschiedlich und doch zusammen ein
Feuerwerk, bei welchem es dauerhaft kracht und die Funken fliegen, aber auf
so witzige Weise, dass ich aus dem Lachen kaum noch heraus gekommen bin.
Aber es gibt auch super viele, echt spicy Szenen, die teilweise schon sehr
sexy und prickelnd sind. Ebenso mochte ich die Hintergrundgeschichte von
Romeo, die ganze Konkurrenz- und Rachegeschichte sowie die Chats zwischen
Romeo und seinen Kumpels Oli und Zach, die ebenfalls echt witzig sind.
Außerdem wurde es gegen Ende der Geschichte noch einmal richtig spannend und
sogar tragisch, aber ohne zu viel Kitsch, denn das hätte der Geschichte auch
nicht unbedingt gutgetan.
Auch die Charaktere fand ich hier extrem genial geschrieben, total
überzeichnet, aber dennoch einfach nur großartig und interessant. Romeo ist
ein typischer Workaholic, der nichts anderes im Kopf hat, als die Arbeit und
eigentlich hat er gar kein persönliches Interesse an Dallas, außer Rache. Er
findet sie eher nervig, wobei er sehr streng und gefühlskalt wirkt.
Allerdings hat sein Verhalten auch Gründe, die durchaus nachvollziehbar
sind. Dallas hingegen ist ein verwöhntes Mädchen aus gutem Hause, eher
konservativ erzogen, aber im Verhalten genau das Gegenteil. Sie hat absolut
keinen Respekt vor niemandem und erst recht nicht vor Romeo. Vielmehr lässt
sie sich so gar nichts von ihm bieten und stellt ihn immer wieder auf die
Probe. Für mich ist sie eine richtig starke Frau, aber nicht unbedingt ein
Vorbild.
Alles in allem bekommt man hier im weitesten Sinne eine sexy und witzige
Nacherzählung von Romeo und Julia, aber auf sehr moderne Weise und ohne
Tabus. Ich habe das Buch jedenfalls absolut gefeiert und bin mir ziemlich
sicher, dass es für mich DAS Jahreshighlight sein wird. Nun freue ich mich
auf den zweiten Band und hoffe, dass dieser mindestens genauso gut ist.
Mittwoch, 6. August 2025
„ER BESCHÜTZT NICHT NUR IHR LEBEN, SONDERN AUCH IHR HERZ
Hallie Thorne, Tochter des ehemaligen Präsidenten der USA, lebt das
sorgenfreie Leben eines It Girls in Los Angeles. Als sie es auf einer Party
mal wieder zu weit treibt und ein freizügiges Foto von ihr für Schlagzeilen
sorgt, zieht ihr Vater die Reißleine: Er stellt Hallie einen Bodyguard zur
Seite, der darauf achten soll, dass sie sich benimmt. Ransom Lockwood hat
eigentlich gar keine Lust darauf, Babysitter für eine verzogene
Hollywoodprinzessin zu spielen, und auch Hallie hält nichts von ihrem strengen
Aufpasser, mag er noch so attraktiv sein. Doch bei jedem hitzigen Wortgefecht
knistert es bald gewaltig zwischen ihnen ...“
- Beschreibung des Verlags -
Mal ganz ehrlich, wer die Bücher dieser Autorin kennt, der weiß, dass diese
selten wirklich mit Tiefgang aufwarten können und so ist es auch hier. Dennoch
hat sie das Talent, wahnsinnig unterhaltsame Romane mit interessanten
Charakteren zu schreiben und genau so einer ist dieser hier.
Wahnsinnig viel Intellekt braucht man für die Lektüre dieses Schmökers
definitiv nicht, aber gefallen hat er mir dennoch richtig gut. Er war nämlich
echt unterhaltsam, spicy, ohne zu viel Sex, humorvoll, teilweise etwas
spannend und auch romantisch. Die Chemie zwischen Hallie und Ransom fand ich
gleichzeitig prickelnd und explosiv, wobei es auch noch einige witzige Szenen
zwischen ihnen gab. Aber auch ein bisschen Drama gab es in diesem Roman, denn
sowohl Hallie als auch Ransom haben eine nicht allzu schöne Vergangenheit,
wobei emotionale Vernachlässigung, sexuelle Misshandlung und Gewalt eine große
Rolle spielen. Außerdem gibt es noch eine diffuse Gefahr, welche gegen Ende
noch einmal zu etwas Spannung führte.
Die Charaktere fand ich in diesem Roman besonders gut gelungen, weil gerade
die beiden Protagonisten nicht die üblichen Klischees bedienten. So wird
Hallie zum Beispiel total verkannt, als It-Girl abgestempelt und ansonsten
kein Wert zugesprochen, weshalb sie sich selbst für dumm hält. Allerdings
stellt sich mit der Zeit heraus, dass sie ganz anders ist und viel mehr zu
bieten hat, als was man ihr andichtet. Ransom ist der eher harte Typ, der
keine Gefühle zeigt und in Dinge verstrickt zu sein scheint, die nicht ganz
legal sind. Gleichzeitig hat er etwas ausgefallene sexuelle Vorstellungen, Und
dennoch schlägt hinter seiner stahlharten Brust ein sanftes Herz, welches nur
noch herausgekitzelt werden muss. Und dann sind da noch die Nebencharaktere,
die mal mehr, mal weniger wichtig für die Geschichte waren, aber allesamt
lebendig geschrieben waren, mit Macken aber auch guten Seiten.
Alles in allem bekommt man mit diesem Roman reine Unterhaltungsliteratur ohne
viel Tiefgang geboten, welche auch nicht wahnsinnig emotional ist, aber dafür
umso mehr mit der Beziehungen zwischen den total unterschiedlichen
Protagonisten spielt, was ich super spannend fand und echt prickelnd.
Donnerstag, 2. September 2021
Band 1: All Saints High - Die Prinzessin
Band 2: All Saints High - Der Rebell
Band 3: All Saints High - Der Verlorene
„Nicht alle Liebesgeschichten sind gleich. Unsere hatte zerrissene Kapitel,
fehlende Absätze und ein bittersüßes Ende
Knight Cole und Luna Rexroth sind schon seit ihrer Kindheit beste Freunde,
auch wenn sie völlig unterschiedlich sind. Knight ist Captain des
Footballteams und der Star der Schule, Luna schüchtern, introvertiert und am
liebsten für sich. Und dennoch fühlen sich die beiden, als wären sie zwei
Teile eines Ganzen. Ohne den anderen sind sie einfach nicht vollständig. Aber
genau dieses Gefühl hält sie davon ab, dem Knistern nachzugeben, das sie nun
schon seit ein paar Jahren immer stärker spüren. Denn das Risiko, einander zu
verlieren, ist mehr, als sie ertragen könnten ...“
- Beschreibung des Verlags -
Und wieder einmal habe ich mit diesem Buch eines gelesen, beziehungsweise
gehört, bei welchem mir nicht so richtig klar ist, wie ich es eigentlich
bewerten soll. Einerseits fand ich die Geschichte von Luna und Knight nämlich
wirklich süß, andererseits konnte sie mich aber auch nicht so richtig packen.
Am Schreibstil der Autorin gibt es aber einmal mehr absolut nichts zu meckern.
L.J. Shen schreibt flüssig und gut leserlich, nimmt aber auch kein Blatt vor
den Mund. Gleichzeitig fand ich auch die Sprecher des Hörbuches wirklich gut
und überzeugend.
Die Handlung selbst beginnt eher ruhig und ich muss zugeben, dass ich eine
ganze Weile brauchte, um in die Geschichte hinein zu finden. Dennoch fand ich
die Freundschaft zwischen den beiden Hauptcharakteren wirklich toll und ich
konnte sie mir sehr gut als Kinder vorstellen, welche durch dick und dünn
gegangen sind. Umso schwieriger war es für mich, sie als Liebespaar zu
begreifen. Ohne Zweifel, ihre Liebesgeschichte ist wirklich süß, teilweise
auch heiß, aber zwischendrin hat mir leider irgendetwas gefehlt und so ging es
mir auch mit der Geschichte insgesamt. Zwar beschäftigt sich die Autorin in
diesem Buch mit teils wirklich emotionalen Themen, wobei vor allem der Verlust
von Angehörigen und Krankheit eine große Rolle spielt, aber bis es dann so
richtig emotional wurde, hat es meiner Meinung nach einfach zu lange gedauert.
Doch dann wurde es so richtig dramatisch und es stand nicht mehr nur die
Liebesgeschichte zwischen Luna und Knight im Vordergrund. Ab diesem Punkt
wurde die Geschichte so richtig interessant und emotional. Sie hat mich
zutiefst berührt und ich habe sogar ein oder zwei Tränchen verdrücken müssen.
Nur leider hat dies die Geschichte insgesamt auch nur noch zum Teil retten
können.
Was die Charaktere angeht, so fand ich beide Protagonisten nicht wahnsinnig
besonders. Zwar ist Luna Mutistin, was ich recht interessant fand, aber
dennoch war sie gleichzeitig auch etwas langweilig. Knight hingegen ist der
typische Bad Boy, der für mich das Klischee des gebrochenen Rebellen erfüllte,
welcher sich nur auf Grund seines inneren Schmerzes so aufführt. Dafür fand
ich seine Familie, die man ja schon aus der „Twisted Love“ kennt, super
interessant und ich habe mich gefreut, Rosie und Dean wieder zu treffen, auch
wenn man sich schon bald wieder verabschieden muss.
Insgesamt muss ich sagen, dass ich diesen Roman auf seine locker leichte Art,
gemischt mit Drama und Emotionen, schon irgendwie gut fand, aber er mich bei
weitem nicht so sehr packen konnte, wie ich mir erhofft hatte. Wenn ich ihn
mit den anderen Romanen der Autorin vergleiche, dann fehlte mir einfach das
gewisse Etwas, so dass er leider nur mittelmäßig für mich abgeschnitten
hat.
Freitag, 13. August 2021
Band 1: All Saints High - Die Prinzessin
Band 2: All Saints High - Der Rebell
Band 3: All Saints High - Der Verlorene
„Bereits mit unserem ersten Kuss waren wir dem Untergang geweiht …
Daria Followhill ist reich, wunderschön und das beliebteste Mädchen der All
Saints High. Sie müsste sich wie eine Prinzessin fühlen. Doch ihr Leben ist
alles andere als perfekt. Seit sie vor vier Jahren aus Eifersucht die Zukunft
der gleichaltrigen Silvia Scully zerstört hat, plagen sie schlimme
Schuldgefühle. Als sie nun erfährt, dass Silvias Zwillingsbruder Penn nach dem
Tod seiner Mutter kein Zuhause mehr hat, sorgt sie kurzerhand dafür, dass ihre
Eltern Penn bei sich aufnehmen. Und obwohl er keinen Zweifel daran lässt, dass
er Daria hasst, ist sie machtlos gegen das heftige Kribbeln zwischen ihnen.
Dabei weiß sie, dass seine Liebe sie zerstören könnte ...“
- Beschreibung des Verlags -
Zwar mag ich die Bücher von L.J. Shen immer sehr, aber dennoch fehlte mir
bisher jedes Mal das gewisse Etwas zum Highlight. Ob es dieses Buch hier für
mich endlich zum Highlight geschafft hat, erfahrt ihr nachfolgend.
Der Schreibstil der Autorin ist schon einmal highlightmäßig, nämlich leicht
und flüssig zu lesen. Die Sprache ist recht umgangssprachlich und achtet nicht
besonders auf Etikette, aber das passt zur Geschichte und den Charakteren. Und
auch das Hörbuch ist super vertont. Die Stimmen der Sprecher passen einfach
perfekt und sie machen wirklich einen tollen Job.
Allerdings ist die Geschichte leider wieder nicht perfekt. Hier und da gab es
mir von allem ein bisschen zu viel, zu viel unnötiges Drama und zu viel
Reichtum und Luxus. Andersherum fehlten mir aber ein paar Emotionen, die mich
hätten berühren können. Und dennoch konnte mich die Geschichte packen. Ich
mochte das Zusammenspiel von Daria und Penn, dieses Hin und Her, das Necken
und die versteckten Gefühle, die sich immer wieder in einem hintergründigen
Prickeln ausdrücken, welches ich beim Lesen beziehungsweise Hören richtig gut
mitfühlen konnte. Trotzdem wird mit dem Sex nicht übertrieben. Gleichzeitig
fand ich die Konkurrenz zwischen Daria und Silvia echt toll und
nachvollziehbar beschrieben, wie es dazu kam und wie sich am Ende irgendwie
alles wieder aufklärt. Hier spielt sowohl Darias als auch Silvias Familie eine
große Rolle, in welcher auch nicht alles ganz rund läuft und wo es viel Platz
für Intrigen und Drama gibt. Am besten fand ich allerdings, dass die Autorin
auch ein bisschen Tiefgründigkeit in ihr ansonsten eher auf Unterhaltung
setzendes Buch eingebunden hat und das auf eine echt interessante Art, denn
schließlich hat jeder ein Geheimnis.
Die Charaktere fand ich allerdings uneingeschränkt großartig geschrieben,
ungewöhnlich und oftmals alles andere als sympathisch und liebenswert, aber
dennoch sehr interessant. Gerade Daria als Protagonistin ist ein echtes Biest,
sie ist aufmüpfig, frech und kennt scheinbar keine Limits. Doch hinter ihrer
Fassade steckt so viel mehr und das zu erforschen, hat mir richtig viel Spaß
gemacht. Auch Penn ist nicht perfekt, aber auf Grund seines Hintergrunds
konnte ich sein Verhalten absolut nachvollziehen, ebenso das von Silvia,
welche Daria in keinster Weise nachsteht. Am aller schönsten fand ich
allerdings, dass man viele Charaktere aus der Sinners of Saint Reihe hier als
Erwachsene wieder trifft.
Insgesamt muss ich sagen, dass sich auch dieses Buch wieder an die Bücher
anschließt, welche ich bereits von L.J. Shen gelesen habe. Es war wirklich
gut, unterhaltsam und konnte mich echt fesseln, zum Highlight hat es aber
einmal mehr nicht gereicht. Dennoch kann ich es an alle weiterempfehlen,
welche erotisch angehauchte Liebesgeschichten im Genre New Adult mögen und mit
einem etwas härteren Umgangston umgehen können.
Montag, 3. Februar 2020
Nach einer etwas längeren Leseflaute geht es nun endlich wieder aufwärts. Zwar habe ich noch immer nicht wieder so viele Bücher gelesen, wie zu meiner Bestzeit, aber darauf kommt es auch gar nicht an. Oder wie sehr ihr das?
Bücher:
gelesene Bücher: 8
Seiten: ~ 2.600
Neuzugänge: 20 Bücher (davon 1 E-Book)
aktuelles Buch:
Tillie Cole - A Wish for Us
(ein Klick auf das Cover bringt euch, wie immer, zur Rezension)
Müssen eigentlich immer nur die 5-Sterne Bücher ein Highlight sein? Eigentlich nicht, oder? Bei mir sind bei den Highlights jedenfalls gleich zwei 4-Sterne Bücher dabei, nämlich "Songs of our Past" und "Melody of our Future". Beide Bände der Dilogie waren einfach grandios, emotional und herzzerbrechend. Die kleinen Makel können da ruhig mal unter den Tisch fallen. Aber es gibt auch noch ein drittes Highlight, "Die Schneeschwester" war nämlich ebenfalls großartig und hat mich sehr berührt. Ein tolles, tiefgründiges Kinderbuch über Familie, Freundschaft und Tod.
Auch, wenn es kein Flop an sich war, so hat mich "Liebe mich, wenn du kannst" schon irgendwie enttäuscht, denn leider war es nicht, was ich erwartet hatte und konnte mich weder emotional erreichen, noch so richtig packen..
Filme:
Filmisch lief der Januar ganz gut, aber ich bin inzwischen sowieso eher der Serienjunkie, wie ihr gleich noch zu sehen bekommen werdet.
Die Schwester der Königin ↗
Wenn Schwestern zu Konkurrentinnen werden, dazu noch in der Liebe, gibt es einiges an Drama, Herzschmerz und Intrigen. Der Film erzählt ein bisschen romantisiert, aber dennoch eindrucksvoll und mit Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana in den Hauptrollen, die tragische Geschichte von Anne und Mary Boleyn.
Endstation Sehnsucht (1951) ↗
Die meisten kennen Marlon Brando sicher als der Pate, doch ich persönlich habe diesen Klassiker der Filmgeschichte bis heute noch nie geschaut. Dafür aber diesen wunderschönen, tragischen und atmosphärische Film nach einem Stück von Tennessee Williams. Wer Klassiker in Schwarz-Weiß liebt sollte sich "Endstation Sehnsucht" unbedingt mal anschauen.
I can only imagine ↗
Als Junge bei seinem alkoholkranken und gewalttätigen Vater aufgewachsen, wendet sich Bart Millard der Musik zu und tingelt später als Sänger mit seiner Band eher erfolglos durchs Land. Erst, als Bart sich seiner Vergangenheit stellt und das Lied "I can only imagine" komponiert, kommt für ihn der große Durchbruch. Eine wahre Geschichte, die mich am Ende echt zum Heulen gebracht hat.
Serien:
Ich glaube, mit den Serien habe ich es im Januar ein bisschen übertrieben, dabei schaue ich die meisten davon eher nebenbei und verpasse auch hier und da mal ein bisschen was. Dennoch will ich euch die, die ich etwas aktiver geschaut habe, gern zeigen.
Anne with an E, Staffel 3 ↑
Anne wird erwachsen und mit dem Erwachsenwerden stellt sich natürlich die Frage, wer ihre leiblichen Eltern sind. Die Suche danach und auch ganz viele andere Dinge, stehen in der dritten und letzten Staffel dieser großartigen, emotionalen und unterhaltsamen Serie im Vordergrund. Und wieder war ich hin und weg und werde Anne und ihre Freunde wahnsinnig vermissen.
Poldark, Staffel 5 ↑
Und noch eine großartige Serie hat leider ihr Ende gefunden, doch man sagt ja nicht umsonst, dass man Schluss machen soll, wenn es am schönsten ist. Dafür gab es aber noch einmal ein sehr actionreiches Finale mit viel Liebe, Intrigen und Spannung.
How to get away with Murder, Staffel 1-3 ↗
Tja, wie kommt man wohl mit einem Mord davon? Diese Frage beantwortet Viola Davis als abgebrühte Anwältin und Jura-Dozentin Annalise Keating nur allzu gern. Dabei sind die einzelnen Folgen wirklich gut gemacht. Dennoch habe ich diese Serie eher sporadisch geschaut und irgendwann war es dann auch genug mit Annalises Eskapaden. Mal sehen, ob ich die Serie irgendwann weiter schauen werde, denn wert ist sie es allemal.
9-1-1, Staffel 2 ↗
Endlich konnte ich die zweite Staffel dieser wunderbaren, emotionalen und spannenden Serie schauen und ich bin wieder einmal begeistert. Ich mag die kleinen Dramen, genauso wie die großen Gefühle, aber auch die einzelnen spannenden Einsätze, zu denen die Einsatzkräfte Los Angeles ausrücken müssen.
Vikings, Staffel 6, Teil 1 ↗
Der Anfang der sechsten und letzten Staffel der Serie rund um Ragnar Lothbrok und seine Söhne war noch ein bisschen zäh, inzwischen hat es mich aber wirklich gepackt und ich freue mich schon jede Woche auf die nächste Folge, weil ich unbedingt wissen will, wer wohl die große Schlacht am Ende gewinnen wird.
Basar des Schicksals, Staffel 1 ↗
Auf jeden Fall eine Empfehlung ist diese bisher noch eher unbekannte Serie rund um den großen Brand des Bazar de la Charité 1898 in Paris. Dabei geht es gar nicht mal nur um die Katastrophe, bei der vor allem Frauen und Kinder umgekommen sind, sondern es wird auch ein Blick auf einzelne Schicksale von Frauen zu dieser Zeit geworfen, die sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen müssen.
Spinning Out, Staffel 1 →
Hoch gelobt wurde diese Serie, mich hat sie hingegen nur mittelmäßig begeistern können. Erstens ist Eiskunstlauf nicht mehr so wirklich mein Sport, zweitens war mir die Atmosphäre zu eisig und erdrückend. Dazu kamen eine Menge psychische Probleme, Drama und Intrigen, aber eher wenig Spannung. Insgesamt einfach zu viel für mich, sicher aber toll für viele andere.
Ares, Staffel 1 →
Eine Mischung aus Mystery Horror und Thriller ist die Serie "Ares" aus Norwegen. Hier geht es um eine mysteriöse Studentenverbindung in die Rosa und ihr Freund Jacob hineingeraten und in deren Sog sie immer mehr und mehr gefangen werden. Teilweise war diese Serie ganz in Ordnung, teilweise aber auch riesiger Quatsch. Weder habe ich mich wirklich gegruselt, noch hat am Ende irgendwas für mich einen Sinn ergeben.
Der Mörder in Aaron Hernandez, Miniserie ↗
Wie wird jemand, der nach außen hin ein großes, sportliches Talent ist und immer nett und freundlich, zu einem Mörder. Der Fall Aaron Hernandez ist wirklich interessant und spannend und auch ein ganzes Stückchen tragisch.
Sex Education, Staffel 1-2 ↗
Sehr unterhaltsam ist diese Serie, in der ein 16-Jähriger an seiner Highschool als Sexualtherapeut fungiert. Dabei gibt es eine Menge pubertäre Probleme und Dramen, aber auch einiges an Witz und Tragik. Für mich eine tolle Serie für zwischendurch.
Das war er, mein Monat Januar. Wie war euer Januar denn so, was habt ihr gelesen und gesehen? Auf jeden Fall wünsche ich euch einen schönen Februar.
Donnerstag, 16. Januar 2020
Indigo ist jung, hübsch und hat eine Menge finanzielle Probleme am Hals. Da kommt ihr das Jobangebot, als Aufpasserin für den berühmten Rockstar Alex Winslow zu arbeiten, gerade recht. Dieser ist allerdings alles andere als freundlich zu ihr, denn seine Vergangenheit hat ihn zu einem unausstehlichen Menschen gemacht, verbittert und großkotzig. Allerdings haben beide nicht mit der gegenseitigen Anziehung gerechnet, derer sie beide erliegen könnten.
Ein neuer Roman von L.J. Shen und dann noch einer, in dem ein Rockstar die Hauptrolle spielt? Das klang so toll und ich war mir sicher, dass er mich nicht enttäuschen könnte. Und tatsächlich wurde ich einmal mehr absolut nicht enttäuscht, denn auch hier gibt es wieder einen typischen, unterhaltsamen Shen.
Schon der Schreibstil in diesem Buch ist so, wie ich ihn von der Sinners of Saint Reihe der Autorin gewohnt bin, locker, spritzig und mit einer Sprache, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Zudem gibt es viele witzige, aber auch teils emotionale Dialoge. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Indigo und Alex erzählt und man bekommt einen guten Einblick in beide Gefühlswelten, die hier ein wichtiger Aspekt sind.
Die Handlung an sich ist nichts total Neues, es gibt die typischen Probleme wie in den meisten New Adult Romanen und ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich sage, dass am Ende alles gut wird. Oder vielleicht doch nicht? Davon muss sich einfach jeder selbst überzeugen. Dennoch konnte mich die Geschichte absolut abholen und unterhalten. Ich mochte die Leichtigkeit, die sie rüber brachte, die Neckereien zwischen Indie und Alex und die Atmosphäre des Rockstarlebens auf Tour, auch wenn das gar nicht so sehr im Mittelpunkt stand, wie ich anfangs gedacht hatte. Allerdings war die Mischung einfach gut und ich habe diesbezüglich nichts vermisst. Zudem mochte ich, dass es zwar immer zwischen den beiden Protagonisten prickelte und die Funken förmlich stoben, aber es dennoch nicht nur um Sex ging, sondern auch um deren Probleme, wie sie sich miteinander arrangieren und langsam näher kommen.
Auch die Charaktere sind wieder super geschrieben, so wie ich es von der Autorin bereits kenne. Zwar gibt es hier ebenfalls wieder einige Klischees, aber das störte mich nicht, denn ich mochte vor allem die Vielschichtigkeit, gerade von Alex. Natürlich könnte man ihn als Bad Boy bezeichnen und das ist er in gewisser Weise auch, doch da steckt noch viel mehr in ihm, was man erst im Laufe der Geschichte zu sehen bekommt. Schön ist auch, dass Indie, die doch eher ruhig ist und dennoch nicht auf den Mund gefallen, neben im bestehen kann.
Insgesamt gesehen ist dieser Roman einer, den ich jedem empfehlen kann, der sich nichts aus Klischees macht, der unterhalten werden möchte und auch mit einem eher raueren Ton umgehen kann. Ich jedenfalls mochte ihn wieder super gern, auch wenn mir zum Highlight noch das gewisse etwas gefehlt hat.