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Montag, 27. Oktober 2025

„Eine junge Mutter, die um ihr Kind kämpfen muss – und eine intensive Achterbahnfahrt der Gefühle …
Fünf Jahre nach dem tragischen Unfalltod ihrer großen Liebe Scott kehrt Kenna an den Ort des Geschehens zurück. Ihr einziger Wunsch: endlich ihre vierjährige Tochter Diem, die bei Scotts Eltern lebt, in die Arme zu schließen. Gleich am ersten Abend trifft sie auf Ledger, der erste Mann, zu dem sie sich seit Scotts Tod hingezogen fühlt – und er sich umgekehrt auch zu ihr. Doch dann stellt sich heraus, dass Ledger Scotts engster Freund seit Kindertagen war. Und dass er geschworen hat, dass die ihm unbekannte Mutter, die Schuldige am Tod seines Freundes, niemals eine Rolle in Diems Leben spielen wird …“

- Beschreibung des Verlags -

Dass Colleen Hoover emotionale Bücher schreiben kann, war ja schon immer klar, dennoch waren für mich bisher noch nicht viele Highlights dabei und jetzt kommt dieses hier, welches mich nach längere Zeit wieder begeistern konnte. Denn dieses hat für mich einfach alles, was eine schöne, emotionale Liebesgeschichte haben muss.

Dabei ist dieser Roman nicht nur ein einfacher Liebesroman, sondern viel mehr. So geht es hier in erster Linie nicht um die Liebesgeschichte, die sich langsam um Kenna und Ledger spinnt, sondern vor allem um den Verlust eines geliebten Menschen, um Schuld und Sühne, Mutterschaft und ums Verzeihen, auch, wenn es noch so unmöglich scheint. Es geht um Eltern, die ihren Sohn verloren haben und eine junge Frau, die nicht nur mit ihrer Schuld zu kämpfen hat, sondern auch damit, ihre kleine Tochter noch nie gesehen zu haben. Dies alles hat die Autorin wahnsinnig überzeugend und emotional geschrieben, dass ich die ganze Zeit mit Kenna gelitten habe und hoffte, dass sie endlich ihre Tochter kennenlernen darf. Ebenso konnte ich aber auch Scotts Eltern ein Stück weit verstehen, denn diese wollen nur das Beste für ihre Enkelin Diem, nachdem sie ihren Sohn ausgerechnet durch Kennas Schuld verloren haben. Allerdings gibt es auch einige Vorurteile, die es Kenna nicht gerade leicht machen. Die Liebesgeschichte fand ich ebenfalls wirklich gut. Diese beginnt ziemlich rasant, jedoch mit einem großen Knall, der alles zum Wackeln bringt, entwickelt sich aber dennoch weiter und man merkt einfach die Anziehung zwischen Kenna und Ledger.

Richtig gut fand ich auch die Charaktere, denn diese sind sehr vielschichtig, machen Fehler, aber lernen auch daraus. Dabei habe ich Kenna super gut verstehen können und obwohl sie wirklich viel falsch gemacht hat, so tat sie mir dennoch super leid. Auch Scotts Eltern konnte ich, wie gesagt, absolut verstehen. Ebenfalls fand ich Ledger großartig, sehr verantwortungsbewusst und gleichzeitig sexy. Außerdem wird er mit der Zeit zum wichtigen Verbindungsstück zwischen Kenna, Scotts Eltern und Diem, was ihm selbst einige Probleme einbringt.

Alles in allem fand ich diesen Roman super emotional, mit viel Drama, wobei dieses aber sehr realistisch wirkte und nicht übermäßig konstruiert. Genauso mochte ich die Charaktere und der Schreibstil war sowieso großartig. Jetzt freue ich mich auf die Verfilmung und hoffe, dass diese genauso gut wird, wie die Buchvorlage.

Dienstag, 26. August 2025

„Ein tragischer Unfall verändert von einer Sekunde auf die andere Morgans Leben und entlarvt, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte. Gleichzeitig entgleitet ihr ihre Tochter Clara immer mehr: Sie trifft sich heimlich mit einem Jungen, von dem sie weiß, dass ihre Mutter ihn nicht an ihrer Seite sehen möchte. Halt findet Morgan in dieser schweren Zeit ausgerechnet bei dem einen Menschen, bei dem sie keinen Trost suchen sollte ...“

- Beschreibung des Verlags -

Wieder einmal wurde ein Buch von Colleen Hoover verfilmt, welches ich bis dato noch nicht gelesen hatte, weshalb ich das schnell noch vor Erscheinen des Filmes nachgeholt habe und das Erste, was mir zu diesem Buch einfällt, ist, dass es gleichzeitig dramatisch und zuckersüß ist.

Die Geschichte wird dabei aus zwei Perspektiven erzählt, nämlich einmal aus der der vierunddreißigjährigen Morgan, die nach einem plötzlichen Verlust auch noch mit einer wirklich fiesen Offenbarung klarkommen muss. Gleichzeitig kommt sie einem Mann immer näher, dem sie vielleicht nicht so nahe kommen sollte. 

Auf der anderen Seite ist da Morgans sechzehnjährige Tochter Clara, welche denselben Verlust durchstehen muss, das in einer Phase, wo sich sowieso schon alles ändert. Hier spielen viele verschiedene Themen eine Rolle, unter anderem natürlich der Verlust selbst, aber auch die erste Liebe, die Probleme, die mit der Pubertät auf Mütter und ihre Töchter zukommen sowie Schuldgefühle und Zweifel. Besonders hat mir dabei die Beziehung zwischen Clara und ihrem Freund Miller gefallen, weil sie einfach super süß miteinander umgehen, selbst, wenn sie sich mal streiten. Sämtliche Szenen zwischen den beiden fand ich einfach nur großartig und habe sie wahnsinnig genossen. Aber auch Morgans Part fand ich wirklich schön, wenn auch nicht ganz so spannend, wie den von Clara, weil ihre Geschichte nicht wahnsinnig besonders war, aber trotzdem echt schön. Zudem fand ich die Beziehung zwischen Morgan und Clara sehr interessant und realistisch gezeichnet, die Streitereien, die langsame Absondern Claras und auch das ganze Gefühlschaos. Die Geschichte ist jedenfalls insgesamt einerseits tragisch, weil sowohl Morgan als auch Clara einiges durchmachen müssen, andererseits aber auch so oft super süß, mit richtig tollen, herzerwärmenden Szenen. 

Auch die Charaktere mochte ich hier sehr, denn diese sind sehr lebendig geschrieben und auch, wenn mich Claras Verhalten manchmal echt genervt hat, so war dieses für ein junges Mädchen mitten in der Pubertät einfach normal, zumal sie auch noch einiges durchzustehen hat. Ebenso mochte ich Morgan wirklich gern und konnte ihre Verzweiflung über die aktuelle Situation in ihrem Leben als auch den Problemen mit Clara absolut nachvollziehen. Ebenfalls fand ich Miller und Jonah super toll. Miller, weil er so viel Geduld mit Clara hat, scheinbar immer genau das Richtige tut und super witzig ist. Jonah, weil er für Morgan da ist, sich gleichzeitig aber auch zurücknimmt, obwohl er in sie verliebt ist.

Alles in allem war dieser Roman wieder einmal ein typischer Hoover, wenn man hier auch gleich zwei Liebesgeschichten in einem bekommt und gleichzeitig auch noch eine Coming-of-Age Geschichte. Dieser war super gut und flüssig geschrieben, emotional und, wie schon öfter erwähnt, zuckersüß. Jetzt freue ich mich jedenfalls auf den Film und hoffe, dass dieser gut umgesetzt wurde.

Donnerstag, 6. Juni 2024

Band 1: Nur noch ein einziges Mal-It Ends With Us
Band 2: Nur noch ein Mal und für immer-It Starts With Us

„Bevor Lily Ryle traf, den Vater ihres Kindes, gab es in ihrem Leben eine erste Liebe: Atlas. Als sie ihm zufällig wiederbegegnet, flammen bei beiden die alten Gefühle füreinander auf und sie beginnen, sich wieder zu treffen. Dabei ist ihnen beiden klar: Zwar ist Lily längst von Ryle geschieden und die Betreuung der gemeinsamen Tochter läuft relativ problemlos. Doch dieses fragile Gleichgewicht droht zu kippen, sobald Ryle von Atlas erfährt ...“

- Klappentext -

Ich muss sagen, dass dieser zweite und abschließende Band der Dilogie rund um Lily, Ryle und Atlas wirklich sehr erwachsen ist. Denn nicht nur, dass Lily mit der Scheidung von Ryle eine richtige und sehr erwachsene Entscheidung für sich und ihre Tochter getroffen hat, geht sie selbst danach noch sehr erwachsen und bedacht mit ihm um, obwohl er es ihr so gar nicht leicht macht.

Dafür nimmt die Beziehung zu Atlas aber wieder Fahrt auf und dieses Mal auch noch für mich sehr überzeugend und nachvollziehbar. Diese ist ebenfalls sehr erwachsen, nicht zu kitschig, aber dennoch emotional und romantisch, aber man merkt eben, dass beide noch ein eigenes Leben haben und in der wenigen Zeit, die sie zusammen haben, sehr respektvoll miteinander umgehen. 

Auch Atlas ist sehr erwachsen, rücksichtsvoll und in sich ruhend. Gerade auch, als es ein paar Anschläge auf seine Restaurants gibt, bleibt er eher ruhig und zeigt auch noch Verständnis für den Vandalen. Auch mit Ryle geht er sehr ruhig und freundlich um, selbst wenn dieser von Freundlichkeit nicht viel hält, gerade Atlas gegenüber, den er noch immer als Konkurrent und Eindringling empfindet. Außerdem steht auch noch eine weitere große Wendung in seinem Leben an, die mit einem neuen Charakter namens Josh zu tun hat. Dieser stellt Atlas Leben, neben Lily und ihrer Tochter Emerson, zusätzlich auf den Kopf. Ebenso lernt man seine sehr unsympathische Mutter Sutton kennen und erfährt damit auch, in welch unmöglichen Verhältnissen Atlas aufgewachsen ist.

Richtig schön fand ich hier auch die Freundschaft zwischen Lily und Allysa, denn sie steht zu ihr, obwohl sie Ryles Schwester ist und man meinen könnte, sie wäre auf seiner Seite. Sie unterstützt Lili aber, wo sie nur kann und nimmt sie vor Ryle in Schutz. Genauso verhält es sich mit Marschall, Allysas Mann und Ryles Freund. Auch er ist für Lily da und steht hinter ihr. Überhaupt finde ich die beiden richtig toll, denn obwohl sie reich sind, sind sie überhaupt nicht arrogant, sondern auf dem Boden geblieben.

Alles in allem fand ich diesen zweiten Band der Dilogie sogar noch besser als Band eins, weil die Liebesgeschichte zwischen Lily und Atlas intensiver wird und man dennoch zu spüren bekommt, wie es aussehen kann, wenn eine toxische Beziehung beendet wurde, dass dann nicht automatisch Ruhe einkehrt und die alte Beziehung oft noch eine neue Beziehung beeinflusst. Der Roman ist dabei sehr authentisch, gut geschrieben und gut vertont, mit tollen Charakteren und einem Ende, wie ich es mir für Lily und Atlas gewünscht habe. 

Montag, 3. Juni 2024

Band 1: Nur noch ein einziges Mal-It Ends With Us
Band 2: Nur noch ein Mal und für immer-It Starts With Us

„Als Lily nach Boston zieht, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der Start ins Berufsleben und dann noch Ryle - attraktiv, wohlhabend und bis über beide Ohren in Lily verliebt. Vergessen ist ihre schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe. Doch dann trifft Lily zufällig Atlas wieder, und auf einmal zeigt Ryle sich von einer Seite, die sie niemals von ihm erwartet hätte.“

- Klappentext -

Da nun bald der Film zum Buch ins Kino kommt, war es beinahe Pflicht für mich, es endlich zu lesen. Und typisch für die meisten Bücher der Autorin war auch dieses wieder höchst emotional und hatte zudem auch noch ein sehr wichtiges Thema, welches gleichzeitig erschreckt und mitreißt. Außerdem wirkt der Roman aufklärend und zeigt, wie es vielen Frauen auf der ganzen Welt ergeht. Dies ist der Autorin gleichfalls gut gelungen.

So geht es hier hauptsächlich um eine toxische Beziehung, häusliche Gewalt und darum, wie schwer es für Betroffene tatsächlich ist, sich aus so einer Hölle zu befreien. Dabei geht Colleen Hoover sehr realistisch und feinfühlig mit diesem Thema um, lässt die Protagonistin bei all den Zweifeln und Gefühlschaos aber nicht als bloßes Opfer dastehen, sondern ebenso als starke Frau mit Träumen und Wünschen, die mit sich und ihren Gefühlen kämpft und sich im Endeffekt nicht unterkriegen lässt. Trotzdem gab es für mich auch einige Stellen im Buch, bei denen ich wirklich mitgefiebert habe und teilweise gehofft habe, Lily würde andere Entscheidungen treffen. Oft hätte ich sie wahnsinnig gern geschüttelt und gleichzeitig in den Arm genommen, denn irgendwie konnte ich sie doch verstehen, schließlich will man im Partner, den man so sehr liebt, nur das Gute sehen, hofft und zweifelt auch an sich selbst. Das ist menschlich und macht Lily zu einem Beispiel vieler Frauen, denen es so ergeht, wie ihr. Der Fakt, dass die Geschichte an die eigenen Erfahrungen der Autorin, beziehungsweise ihrer Mutter, angelehnt ist, macht diese sogar noch intensiver. Außerdem gibt es noch ein Interview mit Colleen Hoover und ihrer Mutter Vannoy, sowie einige Familienfotos am Ende des Buches, was ich richtig toll finde.

Was die Liebesgeschichte selbst angeht, so fand ich die zwischen Lily und Ryle sehr interessant und intensiv geschrieben. Vor allem ist Ryle ein sehr interessanter, charmanter und charismatischer Mann, der mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Gleichermaßen fand ich ihn aber auch irgendwie beängstigend und sehr dominant. Im Gegensatz fand ich die ehemalige Liebesgeschichte zwischen Lily und Atlas, die in Form von Tagebucheinträgen erzählt wird, nicht ganz so einnehmend. Zwar fand ich schön, wie die beiden aufeinandertreffen und ihre Beziehung zueinander, dennoch sind die Funken nicht so richtig übergesprungen. Dafür war Atlas ein sehr sympathischer, aber auch Mitleid erregender, junger Mann, von dem ich hoffe, im zweiten Band mehr zu erfahren.

Insgesamt fand ich diesen Roman aber wirklich großartig, sehr mitnehmend und emotional. Das Thema hat mich ebenfalls richtig doll berührt und fertig gemacht, da es so oft vorkommt, dass Frauen und teilweise auch Männer Gewalt in der Beziehung ertragen müssen. Und auch der flüssige, packende Schreibstil der Autorin konnte mich absolut überzeugen. Wer die Geschichte im Übrigen als Hörbuch hören will, kann damit ebenfalls nichts falsch machen, denn dieses ist richtig gut vertont. 

Dienstag, 7. Dezember 2021


"Wie weit bist du bereit, für die große Liebe zu gehen?
Auf der Hochzeit von Laylas Schwester lernen sie sich kennen und lieben: Leeds, der seinen Lebensunterhalt als Musiker verdient, und Layla. Es ist eine Amour fou – bis zu dem Tag, an dem Leeds eifersüchtige Exfreundin versucht, Layla zu erschießen. Danach ist Layla nicht mehr sie selbst. Um die Beziehung zu retten und Layla zu stabilisieren, mietet Leeds das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben. Doch dort scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen ..."

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss ehrlich sagen, dass ich selten ein so unterhaltsames und gleichzeitig absurdes Buch gelesen, beziehungsweise gehört, habe. So wusste ich anfangs auch gar nicht so recht, wie ich es eigentlich bewerten sollte. Nun, hier meine Meinung dazu.

Was den Schreibstil von Colleen Hoover angeht, so gibt es absolut nichts daran auszusetzen, ein absoluter Pluspunkt, denn sie schreibst eindrücklich, locker und leicht. So war selbst diese abstruse Geschichte für mich gut verständlich. Dazu kommt der super gute Sprecher des Hörbuches, denn mit Oliver Wronka wurde hier alles richtig gemacht. Er bringt die Geschichte richtig toll und mit guter Betonung rüber.

Diese ist allerdings einfach nicht mein Fall. Zwar war sie von Anfang bis Ende richtig spannend und ich wollte jederzeit wissen, wie es wohl weiter geht, doch als es dann paranormal wurde, musste ich doch einige Male mit dem Kopf schütteln. Ich dachte doch, es handle sich bei diesem Buch um einen romantischen Thriller, von Thriller war jedoch, bis auf eine Szene, nicht viel zu lesen/hören. Vielmehr wurde es immer mystischer und paranormaler, was meiner Meinung nach überhaupt nicht gepasst hat und eher komisch wirkte als wirklich ernstzunehmen. Die Liebesgeschichte fand ich ebenfalls nur eher mittelmäßig. Die Gefühle und auch die erotischeren Szenen kamen teilweise absolut nicht bei mir an. Allerdings erklärt sich hier zum Ende hin auch, warum es teilweise etwas komisch zwischen den beiden Protagonisten wurde. Und dann kam tatsächlich das Ende und damit die Auflösung des Ganzen. Was soll ich sagen? Ich habe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Was soll das? Ich habe mich echt gefragt, ob das wirklich Colleen Hoovers Ernst sein kann. Egal, wie gut hier alles zusammen gesponnen wurde, so war es dennoch sehr skurril, alles andere als realistisch und zumindest für mich nicht ernstzunehmen. Und doch war diese Geschichte von vorn bis hinten sehr unterhaltsam und ich habe sie gern gelesen, beziehungsweise gehört. 

Ebenfalls wurde ich mit den Protagonisten und sämtlichen anderen Charakteren, auch wenn es nicht viele davon gab, so richtig warm. Sie haben sich mir einfach nicht ins Herz gebrannt, wenn sie nun auch nicht schlecht geschrieben waren. Aber wenn ich überlege, dass ich schon jetzt nicht mehr so richtig weiß, wie der Protagonist hieß, dann sagt das eigentlich schon alles. Überhaupt fehlte mir hier das Besondere an ihnen. 

Alles in allem bekommt man hier einen durchaus unterhaltsamen Roman über eine recht komische Liebesbeziehung mit einem kleinen bisschen Thrill, aber dafür ganz viel absurdem und paranormalem Quatsch. Wem das gefällt, der bekommt hier sicher ein gutes Buch, für mich war das aber alles nicht wirklich etwas.

Donnerstag, 24. September 2020


„Stell dir vor, du triffst den Mann deiner Träume – und dann findest du heraus, dass er der eine ist, in den du dich nicht verlieben solltest…

Beim Shoppen in der Stadt lernt die siebzehnjährige Merit den überaus attraktiven Sagan kennen und verliebt sich so heftig in ihn, dass sie ihren sonstigen Schutzpanzer fallen und sich schon bei der ersten Begegnung von ihm küssen lässt. Ein fataler Fehler – denn leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass Sagan für Merit absolut off limits ist, weil er ihrer an versteckten Geheimnissen ohnehin reichen Familie näher steht, als sie ahnte.“

- Beschreibung des Verlags -

Ich muss sagen, dass mir die Bewertung dieses Romans echt nicht leicht gefallen ist, denn einerseits fand ich die Geschichte absolut originell und interessant, andererseits gab es aber auch das eine oder andere, was mich ein bisschen aufgeregt hat. Dennoch blieb mir am Ende nur das Gefühl, dass ich das Buch irgendwie mag. 

Über den Schreibstil von Colleen Hoover brauche ich, glaube ich, nicht mehr viel sagen. Wie immer war dieser wieder sehr flüssig und locker leicht, aber teilweise auch tiefgründig. Und auch die Sprecherin hat die Geschichte super gut herüber gebracht, hatte eine super Betonung und auch ihre Stimme hat perfekt gepasst.

Die Handlung insgesamt fand ich ebenfalls großartig, auch wenn die Geschichte dieses Mal eher für Jüngere geschrieben ist, da die Protagonisten mit siebzehn bis zwanzig Jahren noch relativ jung sind. Außerdem ist die Liebesgeschichte hier nur eher eine Randerscheinung, steht überhaupt nicht im Mittelpunkt und ist sehr unschuldig. So gibt es zum Beispiel keine Sexszenen, was einmal sehr erfrischend war, auch wenn ich sonst nichts gegen gut und prickelnd geschriebene Sexszenen habe. In diesem Roman geht es vielmehr um eine dysfunktionale Familie, die durch Lügen und Geheimnisse der einzelnen Familienmitglieder sehr ins Wanken geraten ist. Und mittendrin steht Merit, die sich vor den Augen aller immer mehr von ihrer Außenwelt distanziert und somit auch von ihren Eltern und Geschwistern. Aber anscheinend fällt dies keinem auf, weil jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Recht schnell wird klar, dass irgendetwas mit Merit nicht stimmt, dass sie leidet und psychische Probleme hat. Und dann kommt es zu einigen schockierenden Ereignissen und Offenbarungen, so dass mir oftmals der Mund offen stehen blieb. Zudem habe ich durch dieses Buch einiges gelernt, was ich vorher noch nicht wusste, gerade, wenn es um Sagans Vergangenheit geht. Trotz dieser schweren Thematik wirkte aber die ganze Stimmung in dem Buch nicht wirklich bedrückend, sondern eher skurril, manchmal sogar witzig, oft aber leider auch einfach nur albern. Und genau da lag für mich das Problem, denn für mich wurden hier und da die Grenzen des guten Humors überschritten und auch hat mir an der Liebesgeschichte etwas gefehlt. Diese kam nicht so gut herüber, wie ich es mir gewünscht hätte. Dementsprechend war ich fast schon froh, dass sie eben keine allzu große Rolle spielte.

Was die Charaktere angeht, so mochte ich wirklich, wie sie geschrieben wurden. Alle sind unterschiedlich und doch ist ein jeder für sich wahnsinnig interessant. Die Familiendynamik ist wahnsinnig spannend und gerade die Geheimnisse der einzelnen Charaktere fand ich echt überraschend. Merit ist eine wunderbare Protagonistin, die mir zwar manches Mal ein bisschen auf den Nerv ging, die aber auch nicht anders hätte sein dürfen. Ihre offene und ehrliche Art hat mir nämlich gerade super gut gefallen. Sagan ist ein sehr liebenswerter und aufmerksamer junger Mann, dessen Hintergrundgeschichte ich im ganzen Buch am berührendsten fand. Mein kleiner Held war aber Moby, Merits kleiner Bruder, den man, obwohl er nur eine kleine Nebenrolle spielt, einfach lieben muss.

Insgesamt fand ich dieses Buch wirklich großartig, gerade weil es anders war. Die Geschichte war wahnsinnig interessant und die Charaktere ebenfalls. Mir hat die Geschichte jedenfalls gezeigt, dass man nicht urteilen sollte, wenn man nicht alle Seiten der Medaille kennt. Sie war zudem teils witzig, teils tiefgründig und hat mich gut unterhalten.


Dienstag, 14. Juli 2020


Quinn und Graham lernen sich unter mehr als unglücklichen Umständen kennen und verlieben sich unsterblich ineinander. Kaum ein Jahr später sind sie glücklich miteinander verheiratet… Happily ever after?
Acht Jahre danach: Jemanden zu lieben, heißt nicht unbedingt, mit ihm glücklich zu sein. Das erkennt und erleidet Quinn Tag für Tag, denn obwohl sie und Graham sich weiterhin innigst lieben, gibt es ein Problem, das ihre Beziehung zu zerfressen droht …

- Beschreibung des Verlags -

Auch wenn ich nie ein großer Fan der Bücher von Colleen Hoover war, so finde ich immer mehr Gefallen an ihnen. Ein Grund dafür sind Bücher wie dieses hier, welches mich nach anfänglichen Schwierigkeiten emotional absolut abholen konnte und dessen Geschichte mich nun nicht mehr los lässt.

Colleen Hoover schreibt mit einem wunderbar gefühlvollen Schreibstil, der sich super schnell und einfach lesen lässt und auch die Sprecherin des Hörbuches hat einen wirklich guten Job gemacht. Es war eine große Freude, ihr zuzuhören.

Mit der Geschichte hatte ich anfangs noch meine Probleme. Auch wenn sie wahrlich interessant begann, so brauchte ich einige Zeit und mehrere Anläufe, bis ich vollkommen darin versinken konnte. Gerade die Kapitel aus der Vergangenheit konnten mich, obwohl sie romantisch, emotional und zum Teil sogar humorvoll waren, nicht so richtig packen. Das änderte sich aber nach einigen Seiten und ich wurde einfach nur noch mitgerissen von den vielen verschiedenen Emotionen, die die Autorin einfach großartig zu Papier gebracht hat. Ich konnte mich in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin von Seite zu Seite mehr hineinfühlen, habe mit ihr gelitten und gefühlt noch nie so viele Tränen bei der Lektüre eines Buches vergossen, wie hier. Aber auch Grahams Seite wurde einfach großartig nachvollziehbar geschildert. Die Beziehung der beiden ist gleichzeitig so romantisch und liebevoll geschildert, wie tragisch und herzzerreißend. Umso glücklicher war ich über das überaus gelungene Ende.

Wie schon erwähnt, fand ich die Charaktere beide sehr nachvollziehbar geschrieben und ich muss ebenfalls sagen, dass ich sowohl Quinn, als auch Graham sofort in mein Herz geschlossen habe. Beide sind großartige, aber mit der Zeit auch immer gebrochenere Charaktere, mit denen ich sehr gut mitfühlen konnte. Dabei wirkten sie überaus menschlich und real.

Insgesamt hätte ich diesem Buch so gerne die volle Punktzahl gegeben, muss aber wegen des schweren Starts einen Punkt abziehen. Dennoch hat mich dieser Roman absolut zerschmettert, mir das Herz zerrissen und am Ende doch wieder zusammengesetzt. Wer also romantische und gleichzeitig emotionale Geschichten mag, macht mit dieser hier absolut nichts falsch.

Montag, 6. April 2020


Als die junge Autorin Lowen das Angebot bekommt, ausgerechnet die Thrillerreihe der Bestsellerautorin Varity Crawford weiterzuschreiben, die nach einem schweren Autounfall nicht mehr in der Lage ist, selbst zu schreiben, ist das ihre große Chance. Um sich besser einarbeiten zu können, lädt Varitys Mann Jeremy Lowen deshalb kurzerhand ein, für eine Zeit im Haus der Crawfords zu leben. Allerdings geschehen schon bald merkwürdige Dinge und während sich Lowen in Jeremy verliebt, erfährt sie durch die Lektüre eines Manuskripts von Varitys Autobiografie  immer mehr über die Abgründe dieser Familie. 

Viele haben dieses Buch, welches mal etwas komplett anderes ist, als das, was Colleen Hoover sonst so schreibt, geliebt und hoch gelobt. Und auch ich war wirklich angetan von der doch sehr heftigen, teils düsteren Geschichte, selbst wenn ich nicht zu einhundert Prozent überzeugt bin. 

Was den Schreibstil angeht, gibt es freilich wieder nichts zu meckern. Die Autorin schaffte es, mich mit ihrem locker leichten und gut lesbaren Stil schon sehr bald, in die Geschichte hineinzuziehen. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass ich, wenn ich einmal zum Lesen gekommen bin, auch gut voran kam.

Die Handlung hatte auf jeden Fall etwas an sich. Sie war von der ersten Seite an sehr interessant zu verfolgen und vor allem spannend. Gerade, dass sie schon mit einer sehr heftigen Szene anfing, gab ihr das gewisse Etwas, aber sie wusste, sich noch zu steigern. So wurde es von Seite zu Seite spannender und heftiger, teils schon auf psychische Weise brutal. Einerseits liest man aus Lowens Sicht, was sich in der Gegenwart abspielt, man erlebt mit, wie sie im Haus der Crawfords lebt und sich immer mehr in Jeremy verliebt, während es immer mysteriöser um sie herum wird. Andererseits liest man zusammen mit Lowen das Manuskript von Varitys Autobiografie und betritt damit Abgründe, mit denen ich jedenfalls am Anfang absolut nicht gerechnet hätte und die mich extrem an meine Grenzen gebracht haben. Das alles fand ich einerseits wahnsinnig erschreckend, aber eben auch sehr spannend und ich wurde emotional an einer Stelle gepackt, die ich vorher so noch gar nicht kannte. Bis hierhin fand ich die Geschichte auch extrem gut und nachvollziehbar, doch dann gab es am Ende noch einmal eine ganz komische Wendung, von der ich nicht weiß, was ich halten soll. Zwar fand ich sie wirklich erschreckend und überraschend, aber dennoch auch zu konstruiert und unglaubwürdig. Und auch ein gewisser Brief, der irgendwann auftaucht, war mir einfach nur zu lang.

Die Charaktere hingegen fand ich wieder großartig geschrieben. Hier gibt es kein Schwarz oder Weiß, sondern auch viele verschiedene Grautöne.  Keine der drei wichtigsten Figuren fühlte sich für mich unrealistisch an, sie alle hatten ihre guten und schlechten Seiten und auf jeden Fall konnte ich sie gut nachvollziehen. Besonders wichtig finde ich allerdings, dass sie mich alle auf irgendeine Weise überraschen konnten.

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich diese erschreckende Geschichte wirklich klasse fand, auch wenn sie nun nicht unbedingt ein Highlight für mich ist. Dennoch ist das Buch absolut lesenswert und  hat etwas ganz eigenes an sich. Eine Leseempfehlung gibt es also auf jeden Fall.

Mittwoch, 1. Januar 2020


In den sozialen Medien sind sie gerade überall zu sehen, die Jahresrückblicke und -highlights. Auch ich will mich dieser Tradition anschließen und euch einen kurzen Überblick über mein Jahr 2019 zeigen. Auf geht's!

Ich habe zwar im Großen und Ganzen keine genaue Ahnung alle möglichen Daten meine Bücher betreffend, aber ein bisschen weiß ich Bescheid. So kann ich euch sagen, dass ich zur Zeit rund 900 Bücher besitze, von denen derzeit leider noch immer um die 700 Bücher ungelesen sind. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn in 2019 sind rund 360 neue Bücher bei mir eingezogen. 

Kommen wir aber zum wichtigsten Punkt, meine gelesenen Bücher. Das waren ganze 124 Stück plus 3 Kurzgeschichten. Hier will ich euch meine absoluten Highlights zeigen.





Schon der erste Band dieser Dilogie von Emma Scott konnte mich absolut begeistern. Und auch Band zwei stand dem in nichts nach. Die Geschichte von Kacey und Theo war packend, herzzerreißend und einfach großartig. Sogar ein paar Tränchen habe ich wegen ihnen verdrückt. Für mich steigt Emma Scott jedenfalls immer weiter im Olymp der Top Autorinnen auf und kann sich durchaus mit Schreiberinnen wie Brittainy C. Cherry und Kylie Scott messen.








Verwirrend, düster und total mitreißend schreibt die Autorin in diesem Jugendthriller über eine Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die total aus dem Ruder läuft, aber vor allem schreibt sie über Themen, die alle etwas angehen und die nicht totgeschwiegen werden dürfen. Das ist natürlich mutig, aber auch großartig. Für mich ist dieser Thriller auf jeden Fall der aufwühlendste Jugendthriller, den ich je gelesen habe.








"Die Bücherdiebin" von Markus Zusak ist hochgelobt und auch ich habe es geliebt. Schade, dass dieser neue, großartige Roman des Autors über fünf Brüder, die ohne ihre Eltern aufwachsen müssen, so in der Menge untergegangen ist, denn Markus Zusak schreibt wahnsinnig witzig und doch einfühlsam. Seine Sprache ist einzigartig und es gibt einfach so viele tolle Sätze in diesem Buch. Und auch die Geschichte ist besonders und auf eine unaufgeregte Weise extrem unterhaltsam.





Und noch einmal gibt es Emma Scott auf meiner Liste, dieses Mal mit ihrer neuen Dilogie, die mich wieder komplett von den Füßen gerissen hat. Die Dreiecksliebesgeschichte zwischen Autumn, Connor und Weston hat mir das Herz zerrissen und mich total fertig gemacht und dieser Cliffhanger am Ende von Band eins hat mich sogar dazu bewogen, Band zwei in Englisch und als E-Book zu lesen. Da ich weder gern auf Englisch lese, noch besonders gern E-Books, könnt ihr euch sicherlich vorstellen, wie dringend ich wissen wollte, wie es weiter geht und auch da wurde ich nicht enttäuscht, denn Band zwei ist fast noch mitreißender, emotionaler und romantischer als sein Vorgänger.



Ich muss sagen, dass ich nie ein großer Fan von Colleen Hoover war, auch wenn mir das eine oder andere Buch von ihr wirklich gut gefallen hat. Mit diesem Roman hier hat sie mich allerdings mehr als positiv überrascht. Anders als in ihren anderen Romanen, geht es hier recht brutal zu, es geht um Drogen und eine toxische Beziehung, alles super spannend und emotional erzählt. Am besten haben mir aber die vielschichtigen Charaktere gefallen, allen voran Asa, ein Bösewicht, der viel mehr ist, als einfach nur böse. Ich finde ja, es sollte viel mehr solcher Bücher geben. Was meint ihr?



Auch eine dystopische Trilogie hat es auf meine Liste geschafft, nämlich die von Carya, die sich gegen das System stellt und dabei hinter ein ganz großes Geheimnis blickt. Aber das ist nur eine minimale Zusammenfassung eines umfangreichen, spannenden und mitreißenden Abenteuers, welches mich absolut in seinen Bann gezogen hat. Außerdem ist Carya so eine tolle Protagonistin, genauso ihre Begleiter auf einer aufregenden Reise durch halb Europa.



Joël Dicker ist ein genialer Schriftsteller, der es auch mit seinem zweiten Roman geschafft hat, mich einmal mehr absolut zu packen. Ich habe die Geschichte rund um Markus Goldberg und seine Familie wieder wahnsinnig genossen und förmlich in mich aufgesogen. Der Autor hat einfach ein riesiges Talent, eigentlich ruhige Geschichte zum Leben zu erwecken, so dass man sich beim Lesen direkt in sie hinein gesogen fühlt. Nicht umsonst ist auch dieses Buch eins meiner Jahreshighlights.







Eigentlich hatte ich bei dieser Dilogie damit gerechnet, dass es eine süße kleine Liebesgeschichte geben wird. Aber nichts da. Diese Geschichte hat extrem spannende Thrillerelemente und hat mich von der ersten Seite an absolut gepackt. Ja, es gibt eine Liebesgeschichte und die ist auch wirklich emotional, obwohl sie erst in Band zwei so richtig zum Tragen kommt, aber das, was alles ringsherum passiert ist hoch explosiv und mal etwas ganz anderes. Mich haben diese zwei Romane jedenfalls großartig unterhalten und ich war so froh, dass ich sie gelesen habe.



So, das waren sie, meine Jahreshighlights 2019. Aber mein altes Jahr ist noch immer nicht abgeschlossen, denn ich schulde euch noch immer meinen Monatsrückblick Dezember und genauso die Neuzugänge. Diese kommen dann in den nächsten Tagen. Bis dahin macht es gut und ich wünsche euch ein gesundes neues Lesejahr.