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Mittwoch, 3. Januar 2018

Ganze 64 Bücher habe ich von Februar bis Dezember 2017 gelesen, dabei waren einige Überraschungen, aber auch Enttäuschungen und eben Bücher, die mich einfach nur begeistert haben. Hier möchte ich euch, ohne eine bestimmte Reihenfolge, die Einzelbände, aber auch Reihen vorstellen, die mir im letzten Jahr am besten gefallen haben. 

Keine Liebesgeschichte, wie sie in Märchen erzählt wird, sondern eine, die das Leben schreibt. Tristan Cole benimmt sich gegenüber Liz ablehnend und versucht, ihr aus dem Weg zu gehen. Dabei sind die beiden Nachbarn, nichts ahnend, dass der jeweils andere einen verheerenden Schicksalsschlag hinter sich hat.

Ich habe dieses Buch geliebt. Es war gefühlvoll, lebensnah und romantisch. Sogar ein bisschen Spannung konnte es bieten. Dafür hat es auf übertriebene Sexszenen verzichtet. Umso mehr finde ich schade, dass ich den zweiten Band, Wie das Feuer zwischen uns, noch immer nicht gelesen habe.



Jeden Sommer verbringt die Familie Alton ihre Ferien auf Black Rabbit Hall, bis ein schrecklicher Unfall im Jahre 1978 ihr Leben von einem auf den anderen Tag komplett verändert. Besonders die vier Kinder leiden sehr darunter.

Viele Jahre später sind Lorna und Jon auf der Suche nach einer perfekten Location für ihre Hochzeit, als sie auf Black Rabbit Hall stoßen. Lorna ist sofort begeistert von diesem Anwesen, obwohl es bereits verfällt. Bald schon muss sie feststellen, dass sie noch viel mehr mit dem Haus verbindet, als sie je zu ahnen fähig gewesen ist.

Dieses Buch bot eine schicksalsreiche, berührende und spannende Familiengeschichte, die ich verschlungen habe. Ich mochte die Atmosphäre der Geschichte und dass sie so realistisch wirkte.



Die Geschichte von vier jungen Männern und einer beinahe unerschütterlichen Freundschaft, oder eigentlich eher die Geschichte von Jude St. Francis, dessen Lebensgeschichte berührt, erschüttert und nachdenklich macht.

Was für ein Buch! Was für eine Geschichte! Ich habe mit Jude gelitten und geweint, manchmal aber auch gelächelt, weil die Charaktere um ihn herum so toll waren. Aber auch und vor allem Jude ist ein sehr interessanter Charakter. Kein einfaches Buch und nichts für schwache Nerven, aber absolut lesenswert.


Bei einem Autounfall wurde Adam schwer verletzt und benötigt nun eine neue Niere. Währenddessen liegt der Unfallverursacher, Viviens Freund, im Koma und kämpft ums Überleben. Aus Schuldgefühlen heraus nimmt Vivien Kontakt zu Adam auf und es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft oder sogar mehr?

Das müsst ihr natürlich selbst lesen!

Ich durfte dieses wunderbare Buch, wie auch einige andere in diesem Jahr, in einer Leserunde bei Lovelybooks lesen und ich war einfach nur begeistert. Es gibt keine 08/15-Geschichte, keine übertriebenen Sentimentalitäten und doch überaus ergreifende, mitreißende Emotionen und tolle Charaktere. Dazu hat Jana von Bergner einen wunderschönen Schreibstil.

Jedes Jahr verbringt Cady mit ihrer gesamten wohlhabenden Familie ihre Sommerferien auf der Privatinsel ihres Großvaters, bis sie sich in einem Sommer bei einem Unfall schwer verletzt. Danach kann sie sich kaum noch an etwas erinnern. Was ist an diesem schicksalshaften Sommertag wirklich geschehen?

Dieses Buch hat alles, was ein durchschnittlich gutes Jugendbuch haben muss: ein bisschen Familiendrama, Freundschaft und eine Prise Liebe. Und so kam es mir auf den ersten Seiten auch vor. Doch was es dann im Nachhinein mit mir angestellt hat, werde ich wohl nicht so schnell vergessen. Ja, es ist ein Buch, welches die Geduld fordert, weil lange nichts wirklich Spannendes passiert, aber wer bis zum Ende durchhält wird mit einer Geschichte belohnt, bei der nichts ist, wie es anfangs scheint.

Nach dem Unfalltod ihres Freundes möchte Vika in Japan wieder zu sich selbst finden. Reisetipps bekommt sie von Etienne, den selbst viel mit diesem Land verbindet. Doch hinter der sympathischen Stimme am Telefon steckt ein Mensch mit Handicap. Dennoch ist beiden schon beim ersten Aufeinandertreffen klar, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind.

So eine wunderschöne, gefühlvolle und tiefgründige Liebesgeschichte, die ganz und gar ohne Kitsch und Tränendrüsenalarm auskommt. Und auch die Charaktere sind einfach super. Vor allem Etienne hatte es mir angetan. Alizée Korte kann einfach schreiben und davon konnte ich mich in einer Leserunde auf Lovelybooks selbst überzeugen.


Ein vor dreiunddreißig Jahren verschwundenes Mädchen, eine Liebesgeschichte, die nicht hätte sein dürfen und ein Mordfall, für den Harry Quebert verantwortlich gemacht wird. Mit alldem wird der junge, aufstrebende Schriftsteller Marcus Goldberg während einer Schreibblockade konfrontiert. Schnell steht für ihn fest, dass er seinem alten Mentor und Freund Harry helfen muss.

Was für eine hoch spannende, interessante und teilweise sogar humorvolle Geschichte, voller Irrungen, Wirrungen und unerwarteten Wendungen. Die über siebenhundert Seiten ließen sich super schnell weg lesen. Für mich die größte Überraschung in 2017.




Nun zu den Reihen, die mich im Jahr 2017 echt umgehauen haben.

Nach dem Tod ihrer Mutter ist Ella Harper auf sich selbst gestellt und verdient sich neben der Schule ihren Unterhalt als erotische Tänzerin. Als plötzlich der schwerreiche Callum Royal vor ihr steht und sich als ihr Vormund vorstellt, bringt das ihr Leben ganz schön ins schwanken. Ganz davon abgesehen, dass Mister Royal auch noch fünf unwiderstehlich sexy und vor allem unausstehliche Söhne hat, die Ella von vornherein ablehnen.

Über Geschmack kann man sich ja bekanntlich streiten und so gab es auch zu dieser Reihe viele unterschiedliche Stimmen. Ich muss sagen, dass ich zu denen gehöre, die sie absolut feiern. Zwar haben nicht alle drei Bände die volle Punktzahl von mir bekommen, doch zusammengenommen, habe ich die Geschichte rund um Ella wahnsinnig geliebt und werde die Reihe auch auf jeden Fall weiter lesen.

Lena scheint eine ganz normale Jugendliche zu sein. Doch nachts träumt sie von Dingen, die plötzlich wahr werden und als dann auch noch der mysteriöse Darian in ihrem Leben auftaucht, steht plötzlich ihre ganze Welt auf dem Kopf. Denn Lena ist alles andere als normal und hat mehr mit Darian gemeinsam, als sie sich je hätte denken können.

Im April durfte ich "Seele aus Eis" im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und war wirklich begeistert von diesem Debütroman. Als ich dann auch den zweiten Band "Seele aus Feuer" lesen durfte, konnte mich dieser absolut überzeugen. Ich mochte die Welt, die Marie Rapp eindrucksvoll beschreibt, die facettenreichen Charaktere und die spannende Geschichte. Ein absolutes Highlight.

Um Rockstars geht es in der nächsten New Adult-Reihe, die ich 2017 geliebt habe, nämlich um die Jungs von The Last Ones to Know. Im ersten Band verfolgen wir, wie Rowan unverhofft dem Sänger der Band, Adam, näher kommt. Im zweiten Band kann sich Dee nicht entscheiden, ob sie nun nur Sex mit Joel, dem Gitaristen haben will oder eine feste Beziehung. In Band drei hingegen bewirbt sich Kit nicht nur um einen neuen Job als Gitarristin, sondern auch um eine zweite Chance bei Shawn und in Band vier muss sich Hailey gegen ihre grausige Cousine durchsetzen, um Drummer Mikes Herz zu erobern.

Vom ersten Band an konnte mich diese Reihe absolut packen. Auch, wenn die Geschichten nichts absolut Neues waren, habe ich sie geliebt, genauso wie die Jungs. Nur die Protagonistinnen haben mich leider teilweise echt genervt. Warum die Reihe trotzdem bei den Highlights gelandet ist? Ganz einfach: Weil ich sie nicht aus meinem Kopf bekomme und The Last Ones to Know entsetzlich vermisse.

Gerade erst beendet habe ich die Reihe um Lockwood & Co., einer Geisterjägeragentur im von allerlei Spukgestalten überlaufenen London. Diese können jedoch nur von Kindern und Jugendlichen gesehen werden, weshalb diverse Agenturen boomen, während sich die kleinste von ihnen, nämlich die um Antony Lockwood, Lucy und George, gegen die größeren durchsetzen muss.

Schaurig spannend, mit liebenswerten Charakteren, konnte mich jedes einzelne Buch dieser Reihe in seinen Bann ziehen. Ich mochte den einfachen, aber niveauvollen Schreibstil und die gut durchdachten, in sich abgeschlossenen Geschichten. Auch wenn ich nicht immer zu einhundert Prozent zufrieden war, konnte ich einfach nicht aufhören, die Bücher zu verschlingen.

Damit wären wir mit meinen Buchhighlights für 2017 durch. Welches Buch war euer Highlight? Ist eins von meiner Auswahl auch bei euch dabei? Ich wünsche euch ein schönes neues Jahr 2018. 

Samstag, 1. Juli 2017



Gelesene Bücher: 6 (7 beendet)
Seiten: ~ 2.760
Neuzugänge: 16
aktuelle Bücher:
Julianna Baggott - Memento-Die Überlebenden
Lauren Kate - Engelsmorgen









Das waren sie, meine gelesenen Bücher im Juni. Ich muss sagen, es war ein sehr erfolgreicher Monat, was die Punkte angeht. Mal sehen, was der Juli so bringt. 

Samstag, 10. Juni 2017


In "Ein wenig Leben" begleiten wir die Freunde, JB, Malcom, Willam und Jude über den Zeitraum von insgesamt 30 Jahren. Dabei spielt vor allem Jude eine zentrale Rolle, dem in seiner Kindheit viel Schlimmes widerfahren ist, was ihn auch noch im Erwachsenenalter begleitet.

Als erstes sei zu sagen, dass man bei diesem Buch keine leichte Unterhaltungslektüre erwarten darf, denn es handelt sich hier um einen fiktionalen Lebensbericht, der nicht nur sehr anspruchsvoll ist, sondern in jeder einzelnen Zeile unter die Haut geht.

Dazu passt auch der nicht ganz so leichte Schreibstil, an den man sich jedoch sehr schnell gewöhnt, wenn man sich nur darauf einlässt. Und genau das ist gar nicht schwer, denn die Geschichte der vier jungen Männer ist so interessant und mitreißend, dass man auch ohne den großen Spannungskick einfach bei der Sache bleiben muss. Dennoch sollte man sich beim Lesen Zeit lassen, um dem Roman gerecht zu werden. Aber auch so sind diese knapp eintausend Seiten nicht schnell weg gelesen. Auffällig ist auch, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Ihre Schilderungen sind sehr ausführlich und wirken dadurch besonders real. Wer merkt, dass ihm der Schreibstil zu schwierig ist, dem empfehle ich übrigens das Hörbuch, denn dieses versteht man sehr gut und auch der Vorleser schlägt sich ausgezeichnet.

Wie schon erwähnt, spielt hier Jude eine sehr wichtige Rolle. Eigentlich ereignet sich das Leben seiner drei Freunde nur um ihn herum und das hat einen wichtigen Grund. Jude ist nämlich anders. Er selbst kennt seine Eltern nicht, ist in einem Kloster aufgewachsen und hat nicht nur dort viele schlimme Dinge erlebt, die ihn geprägt haben. So schlimm, dass er große seelische und körperliche Wunden davon getragen hat. Seine und die Geschichte rund um seine Freunde wird so gefühlvoll, aber dennoch in einer sprachlichen Wucht erzählt, dass man mit jeder Pore mitfühlt. Man leidet nicht nur mit ihnen, sondern man nimmt sie förmlich als Freunde wahr, man durchlebt alles mit ihnen und schließt sie ganz schnell ins Herz, allen voran den Protagonisten.

Dieser, Jude St. Francis, ist eine interessante Person, die sich gerade dadurch auszeichnet, dass sie trotz allem, was er erlebt hat, noch so liebenswert ist. Er opfert sich für seine Freunde auf, obwohl er selbst ein gebrochener Mensch ist. Dabei lässt er an sich selbst allerdings niemanden heran. Er redet nicht über das, was ihm geschehen ist und kämpft ganz allein mit seinen inneren Dämonen. So einige Male wollte ich ihn schütteln, weil er es einfach nicht schaffte, aus sich heraus zu kommen. Als ich dann erfuhr, was mit ihm alles geschehen ist, lief es mir einige Male eiskalt den Rücken herunter. Ich habe mit ihm gelitten und geweint und war ein paar Mal richtig geschockt.

Ich will allerdings auch die anderen Charaktere nicht vergessen zu erwähnen, allen voran Willam, JB und Malcom, aber auch Harold und Julia, sowie Andy und Richard. Auch diese sind alle sehr gut und ausführlich gezeichnet. Von jedem einzelnen erfährt man so viel, wie für die Geschichte wichtig ist, aber auch nicht zu viel. Willam, JB und Malcom sind so unterschiedliche Charaktere, aber dennoch halten sie zusammen und vor allem zu Jude. Dieser ist mit seinen Freunden wahrlich gesegnet, denn sie sind alle für ihn da, kämpfen für ihn und wollen helfen, auch wenn er sich nicht helfen lassen will. Besonders Willam spielt eine sehr große Rolle für ihn und Harold, der für ihn fühlt, wie ein Vater.

In diesem Roman ist "Ein wenig Leben" Programm, denn der Leser durchlebt jede einzelne Phase, jedes Gefühl und jedes Erlebnis mit den Charakteren. Dabei ist die Atmosphäre so dicht, dass sie einen förmlich einhüllt. Dieses Buch zieht den Leser in seinen Bann und geht mitten ins Herz und unter die Haut.