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Mittwoch, 28. Februar 2024

Band 1: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Band 2: Young Elites - Das Bündnis der Rosen
Band 3: Young Elites - Die Herrschaft der weißen Wölfin

„Adelina ist endlich an ihrem Ziel angelangt: Sie sitzt auf dem Thron von Kenettra. Ihre Herrschaft als Weiße Wölfin ist grausam. Erbarmungslos rächt sie sich an ihren Widersachern.
Als jedoch eine Gefahr auftaucht, die das Leben aller Begabten bedroht, ist Adelina gezwungen, mit ihren Feinden zusammenzuarbeiten. Mit der verhassten Gemeinschaft der Dolche macht sie sich auf eine riskante Reise, um sich selbst, ihre Schwester und ihr Königreich zu retten. Doch die widerwillig geschlossene Allianz und Adelinas stetig zunehmende innere Dunkelheit scheinen die Mission zum Scheitern zu bringen …“

- Beschreibung Amazon -

Ein bisschen habe ich mich ja schon mit den ersten beiden Bänden dieser Reihe abgemüht. Nicht, weil sie schlecht gewesen wären, sondern sehr langatmig erzählt. Dieser Band hier war aber zum Glück um einiges besser und ich bin froh, dass ich an der Geschichte dran geblieben bin.

Diese zeigt ganz am Anfang eine Adelina, die am Höhepunkt ihrer Macht, sich selbst absolut aus den Augen verloren hat. Grausam und unerbittlich regiert sie nicht nur Kenettra, sondern überfällt  auch noch Land um Land. Hier ist an ihr nichts Liebenswertes zu finden und ich konnte keinerlei Sympathie mehr für sie aufbringen, sondern war beinahe schon erschrocken über ihr Verhalten. Dennoch schafft sie es im Laufe der Geschichte, sich noch einmal weiterzuentwickeln und am Ende hat sie mich dann auch noch einmal ziemlich überrascht. 

Zwar ist hier der Schreibstil noch immer recht ausführlich, dafür passiert aber auch um einiges mehr als in den ersten beiden Bänden. Vor allem aber hat mich angetrieben, dass ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Bis dahin gibt es aber zwischen viel Krieg, Tod und Dunkelheit noch eine echt süße, kleine Liebesgeschichte, die noch einmal mehr Bedeutung bekommt, als im zweiten Band, aber nicht im Mittelpunkt steht. Außerdem fand ich die Beziehung zwischen Adelina und ihrer Schwester Violetta sehr interessant, denn sie zeigt, dass die Liebe zwischen Geschwistern doch größer ist, als Hass. Richtig herumgerissen hat alles jedoch das super tolle, emotionale Finale, welches mal nicht mit einer großen Schlacht daher kommt, sondern eher ruhig und bittersüß.

Alles in allem muss ich sagen, lohnt es sich bei der Reihe am Ball zu bleiben. Sie ist und wird wohl auch nie ein Highlight für mich werden, dennoch hat sie mich im Endeffekt gut unterhalten, wobei dieser letzte Band definitiv der beste war und die Reihe rund abgeschlossen hat. 

Dienstag, 27. Februar 2024

Band 1: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Band 2: Young Elites - Das Bündnis der Rosen
Band 3: Young Elites - Die Herrschaft der weißen Wölfin

„Der Reiz der Finsternis. Adelina hat nur ein Ziel: Rache! An der Inquisition, den weißen Soldaten und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verstoßen wurde. Als „Weiße Wölfin“ versucht sie, ein eigenes Bündnis zu schmieden. Doch sie ist eine dunkle Heldin, die nicht nur gegen ihre Feinde, sondern auch gegen ihre inneren Dämonen kämpft, über die sie zunehmend die Kontrolle verliert.“

- Beschreibung Amazon -

Langsam scheint diese Geschichte etwas mehr Tiefe zu bekommen und obwohl sich diese noch immer ziemlich zieht, hat sie mich doch irgendwie bei der Stange gehalten und ich will noch immer weiterlesen und wissen, wie das Ganze ausgehen mag.

Hier trifft man Adelina und Violetta, nachdem diese von den Dolchen verstoßen wurden, anfangs noch in Merroutas wieder, einer Insel südlich von Kenettra. Dort treffen die beiden schon ziemlich schnell auf den Dieb Magiano, einen sehr sympathischen, vorwitzigen, jungen Mann, der im Laufe der weiteren Handlung eine wichtige Stellung neben Adelina einnimmt. Ihn fand ich einfach nur wundervoll. Dazu kommt mit der Zeit noch Sergio, welcher mehr Tiefe bekommen hat, als die anderen Charaktere aus Band eins. Allerdings sterben in diesem Band auch wieder Figuren, zum Teil sogar solche, von denen man es nicht erwartet.  

Außerdem merkt man schnell, dass sich die Protagonistin immer mehr verändert, dass sie mehr und mehr von der Dunkelheit angezogen wird, was ich gleichzeitig spannend und erschreckend finde. Dazu kommt, dass sich ihre Illusionen langsam, aber stetig gegen sie wenden und Adelina dadurch scheinbar wahnsinnig wird, was für die Menschen um sie teilweise echt gefährlich wird. 

Erzählt wird das alles dieses Mal um einiges spannender und es passiert gefüllt auch mehr in diesem Band. Ebenfalls gibt es am Rane eine kleine, sachte Liebesgeschichte. Trotzdem ist mir aufgefallen, wie ausschweifend der Schreibstil tatsächlich ist, nicht mehr nur beschreibend, sondern sich in zu viele Details vertiefend. Vor allem fällt das auf, wenn Adelina gerade in ihren Illusionen gefangen ist. Dann kann dies schon einmal seitenlang beschrieben sein, wodurch sich das Buch dann doch recht zieht. Ansonsten passt der Schreibstil aber zur Geschichte und auch die Sprache gefällt mir soweit gut.

Alles in allem hat mir dieser zweite Band schon etwas besser gefallen, als Band eins. Dennoch fehlt mir noch immer das gewisse Etwas, vor allem auch durch die ausschweifenden Beschreibungen, welche die tatsächliche Handlung recht in die Länge ziehen. Ich habe aber Hoffnung auf Band drei.

Dienstag, 20. Februar 2024

Band 1: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Band 2: Young Elites - Das Bündnis der Rosen
Band 3: Young Elites - Die Herrschaft der weißen Wölfin

„Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...“

- Beschreibung Amazon -

Nachdem ich ziemlich lange gebraucht habe, um in dieses Buch hineinzufinden, hat es mir dann zumindest doch so gut gefallen, dass ich die Reihe tatsächlich weiterlesen muss.

Dabei hat mir hier vor allem das Setting super gut gefallen. Dieses erinnert sehr stark an das alte Venedig mit den Masken und den Gondeln, aber ohne die zahlreichen Kanäle. Außerdem hat es die Autorin geschafft, diese Welt und auch die Charaktere in wunderschönen Bildern zum Leben zu erwecken. Was mich allerdings gestört hat und die Geschichte auch recht in die Länge gezogen hat, sind die vielen inneren Monologe der Protagonistin, die manchmal doch etwas genervt haben. Im Weiteren ist der Schreibstil aber gut und flüssig. 

Ansonsten ist auch die Geschichte wirklich gut, unterhaltend und teilweise gibt es auch recht spannende Szenen. Ebenfalls gefällt mir, dass die Fähigkeiten der entsprechenden Figuren nicht die Klassischen, wie zum Beispiel Feuer entfachen, Gedankenlesen, Fliegen oder ähnliches sind, die man sonst in Büchern dieser Art geboten bekommt. Vielmehr sind diese hier um einiges individueller, spielen aber dennoch gut ineinander und ich fand auch die Gemeinschaft der Dolche durchaus interessant, die verschiedenen Figuren gut zusammengewürfelt. Trotzdem fand ich die meisten der Nebencharaktere etwas flach geschrieben und hätte neben Adelina, Enzo und Raffaele auch die anderen gerne noch besser kennengelernt, hoffe aber, dass das noch geschehen wird. Dafür hat das Ende dieses Bandes mich aber doch recht verwirrt und ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie es weitergehen soll.

Was Adelina angeht, so bekommt man mit ihr eine typische Teenagerin, die noch nicht weiß, wo sie im Leben steht. Dazu kommt, dass sie mit der Entdeckung ihrer Fähigkeit zu einer Geisel dieser wird, auch, wenn sie sie mit der Zeit zu beherrschen lernt. Dabei konnte ich aber auch verstehen, warum sie so viel Dunkelheit und Wut in sich hat, schließlich hatte sie bisher kein gutes Leben. Dafür habe ich ihre Schwester Violette nicht so richtig greifen können, ebenso Enzo und Raffaele. Bis zum Ende konnte ich die beiden nicht zu fassen bekommen, habe ihnen nicht so richtig getraut, was sich letztendlich auch als nicht ganz unrichtig herausgestellt hat.  

Alles in allem ist dies wieder ein typischer Auftakt einer Fantasyreihe in einem richtig tollen Setting, einem Schreibstil, der sehr bildlich ist, aber auch zu viel Wert auf innere Monologe legt und einer soliden Geschichte, die noch etwas spannender hätte sein können. Dennoch hoffe ich auf den zweiten Band und will diesen, wie gesagt, auch unbedingt noch lesen.