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Dienstag, 7. Januar 2020


Mit sieben Tagen Verspätung möchte ich nun das Jahr 2019 endgültig abschließen und euch meine gelesenen Bücher und geschauten Filme und Serien vom Dezember zeigen. Leider sind es nicht viele Bücher geworden, weil ich entweder keine Lust oder keine Zeit zum Lesen hatte oder mich nicht konzentrieren konnte. Und leider geht es bisher nicht viel besser weiter. Ich hoffe aber, dass es in nächster Zeit wieder besser wird.

Bücher:

gelesene Bücher: 5 + 1 Kurzgeschichte
Seiten: ~ 2.000
Neuzugänge: 23 Bücher (davon 2 E-Books)
aktuelle Bücher:
Monica James - Liebe mich, wenn du kannst
Karen White, Beatriz Williams & Lauren Willig - Das Herz des Ozeans

(ein Klick auf das Cover bringt euch, wie immer, zur Rezension)





Da es leider nur einmal fünf Sterne im Dezember gab und dazu noch für eine Kurzgeschichte, hat das Treppchen diesmal ein Vier-Sterne-Buch erklommen, nämlich "Meine Sterne in deiner Nacht" von der lieben Alexandra Fischer. Denn obwohl alle Bücher, die von mir vier Sterne bekommen haben, selbstverständlich richtig gut waren, ist mir dieses emotional am nächsten gegangen.

So einen richtigen Flop gab es im Dezember zum Glück nicht, dennoch muss ich sagen, dass mich "Das Geheimnis meiner Mutter" extrem enttäuscht hat, denn der Klappentext klang so gut und dann war die Geschichte leider recht langweilig. 

Filme:

Filmisch war der Dezember eigentlich ganz gut. Ich habe vier Filme zum ersten Mal geschaut und einer davon war sogar richtig klasse.

Klaus ↑

Die wahre Geschichte hinter Santa Claus? Wer weiß! Jedenfalls ist dieser Film das riesige und unerwartete Highlight gewesen und der perfekte Film zur Weihnachtszeit. Und obwohl er ein Kinderfilm ist, hat er so viel wahre Tiefgründigkeit zu bieten, so viel Gefühl und so viel Weisheit, dass ich ihn nur jedem weiterempfehlen kann.

Cinderella Story-Ein Weihnachtswunsch ↗

Der Aschenputtel-Stoff wurde ja schon einige Male verfilmt, mal besser, mal schlechter. Diese Verfilmung ist zwar super kitschig und eben auch kein Blockbuster, gehört für mich aber definitiv zu den besseren. Zudem passt der Film ebenfalls perfekt in die Weihnachtszeit.

Heiter bis wolkig ↗

Eigentlich mag ich deutsche Filme nur selten. Aber hey, hier spielt Max Riemelt mit und nachdem ich ihn in "Sense8" so sehr geliebt habe, musste ich mal einen Film mit ihm schauen, den ich noch nicht kannte. Tja, dieser hier ist lustig und trotzdem tiefgründig, zwar nicht perfekt, aber mich hat er auf jeden Fall unterhalten. Und Max Riemelts Rolle ist einfach super sympathisch.

Before we go →

Naja, für ein Mal schauen war dieser Film ganz in Ordnung, aber noch einmal müsste ich ihn nicht sehen. Irgendwie ergab für mich die Geschichte keinen wirklich interessanten Sinn und er konnte mich weder berühren noch packen. 

Serien:

Auch Serien habe ich wieder einige geschaut, wobei ich eine Staffel nur angefangen habe und noch nicht weiter geschaut, aber dazu gleich mehr. Insgesamt waren es jedenfalls neben "Sense8", die ich sowieso ständig schaue, vier.

The Witcher ↑

Ich könnte seitenweise über diese Serie schwärmen, aber das haben bereits andere getan. Dennoch muss ich sagen, dass ich sie einfach grandios finde. Henry Cavill ist der perfekte Geralt und durch die Dialoge mit Rittersporn, gespielt von Joey Batey, bekommt die ansonsten sehr spannende und größtenteils düstere Serie auch noch eine ganze Portion Humor. Nicht umsonst habe ich die Serie in der kurzen Zeit, seit sie erschienen ist, schon drei Mal gesehen.

9-1-1 Notruf L.A ↑

Es gibt so viele Wochenfallserien, die irgendwie alle gleich sind. Mit "9-1-1" schaut man mal hinter die Kulissen der Leitstellen und Ersthelfer wie Feuerwehr, Sanitäter und Polizei. Dabei gibt es ganz viel Drama, Freundschaft und Liebe. Und jede Folge ist super spannend, egal ob es nun um den jeweiligen Wochenfall geht oder um die fortlaufend erzählten Geschichten der Helden.

Lost in Space ↗

Ich hätte ja nicht gedacht, dass mich eine Weltraum-Science Fiction-Serie so packen könnte. Diese hier hat es tatsächlich geschafft und mich bei der Stange gehalten. Das liegt vor allem daran, dass man so viel entdecken kann und immer irgend etwas geschieht. Damit ist die Serie wahnsinnig spannend und packend, dass man immer weiter schauen will.

Vikings

Hier habe ich die sechste Staffel angefangen, aber noch nicht weitergeschaut, weil es gefühlt ewig dauert, bis eine neue Folge auf Amazon Prime erhältlich ist. Deswegen will ich noch eine Weile warten, bis zumindest Teil eins von Staffel sechs vollständig verfügbar ist.

Nun bin ich also durch mit meinem Jahr 2019 und kann mich voll und ganz ins neue Jahr stürzen. Leider hat es allerdings so mittelmäßig begonnen, wie das letzte geendet hat. Ich habe nämlich noch kein einziges Buch beendet und komme auch irgendwie nicht so richtig voran.

Wie sieht es denn da bei euch aus? Was habt ihr denn gelesen und gesehen? Erzählt es mir gern in den Kommentaren. Ich lese sie jetzt auch, da ich weiß, wo sie sich verstecken, solange sie noch nicht freigegeben wurden. 

Samstag, 21. Dezember 2019


Als Charlie Lewis vor der Entscheidung steht, ob er seine erste große Liebe Fran wiedersehen will, erinnert er sich an diesen einen prägenden Sommer nach den letzten Prüfungen. Den Sommer, in dem er sie das erste Mal traf, sich Hals über Kopf in sie verliebte und in dem er vom Jungen zum Mann wurde.

Dieses Buch habe ich von der Plattform Vorablesen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Ein großes Dankeschön dafür.

Der neue Roman von David Nicholls ist eine Wucht. Er ist keiner dieser Romane, die sich einfach mal schnell weg lesen lassen, aber dafür auch einer, dessen Geschichte in Erinnerung bleibt und doch hat sie sich meiner Meinung nach hier und da ein bisschen zu sehr gezogen. 

Was bei diesem Buch gleich auffällt, ist der grandiose, sprachgewaltige Schreibstil. Dieser ist einerseits sehr beschreibend und poetisch, andererseits aber dennoch leicht, wenn auch nicht sehr schnell, zu lesen. Und obwohl die Geschichte, bis auf wenige Szenen, eher ruhig ist, wurde sie dennoch so packend geschrieben, dass sie mich auf gewisse Weise in ihren Bann ziehen konnte.

Ansonsten ist auch der Aufbau der Handlung recht interessant. So bekommt man die Erlebnisse des jungen Protagonisten von vor zwanzig Jahren aus heutiger Sicht erzählt, wobei aber das Heute gar keine große Rolle spielt. Vielmehr steht die Liebesgeschichte zwischen ihm und Fran, die sich eher gemächlich entwickelt, im Mittelpunkt und selbst das nur zu einem relativ kleinen Teil. Denn im Grunde erlebt man diesen einen Sommer 1997 in seinen ganzen Einzelheiten. Es geht um Charlies Gefühle, Familie, Freunde und Liebe, um den Schulabschluss und eine Theateraufführung und vor allem geht es um seine ganz persönliche Entwicklung vom Jungen zum Mann. Unterstrichen wird dies alles durch Musik und durch die tollen, bildlichen Beschreibungen des Autors. Dabei wird er zwar emotional, aber nicht zu sentimental, es gibt weder übertriebene Romantik, noch wahnsinnig anrührende Momente. Und doch wusste die Geschichte, sich in mein Herz zu graben und ich fand sie auf ihre Weise sehr interessant und unterhaltsam. Allerdings gab es auch ein Manko, denn manchmal hat der Autor ein kleines bisschen über die Strenge geschlagen, wodurch es hier und da ein paar Längen gibt.

Auch die Charaktere mochte ich von der Art her, wie sie geschrieben wurden. Nein, sie waren mir nicht alle wahnsinnig sympathisch und doch, Nicholls hat es geschafft, sie lebendig werden zu lassen und mir näher zu bringen. Gerade Charlie, der eigentlich ein Niemand ist, weder ein Verlierer, noch ein Gewinner, der nicht hübsch ist und auch nicht hässlich, wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben, weil er einfach eindrucksvoll beschrieben wurde.

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass „Sweet Sorrow“ kein romantischer Liebesroman ist, sondern die Geschichte eines Sommers, in dem ein Junge die erste Liebe kennenlernt und erwachsen wird. Diese hat der Autor auf eine ruhige, tiefgründige und einprägsame Weise umgesetzt, die auf jeden Fall zu unterhalten weiß, aber auch die Geduld des Lesers fordert.