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Donnerstag, 1. November 2018


Und wieder ist ein Monat vorbei, das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich habe es geschafft, zehn Bücher zu lesen und das, obwohl ich ziemlich viel Stress hatte und auch nicht auf Filme und Serien verzichtet habe.

Bücher:

gelesene Bücher: 10
Seiten: ~ 4.580
Neuzugänge: 22 Bücher, 2 DVDs
aktuelles Buch:
Erin Watt - Paper Party

(ein Klick auf das Cover bringt euch zur Rezension)




Monatshighlight: 

Wie ihr sehen könnt, war das definitiv ein Monat der Scotts. Und obwohl es mir wahnsinnig schwer fällt, mich für eins dieser vier super tollen Bücher zu entscheiden, hat dann doch "All In-Tausend Augenblicke" noch ein kleines bisschen herausgestochen.

Enttäuschung des Monats:

Ich muss sagen, dass beide 3-Sterne Bücher nicht wirklich schlecht waren, aber am meisten enttäuscht hat mich leider "Codename Rook", weil ich mir davon auch mehr erwartet hatte.

Filme:

↗The Endless

Eine mysteriöse Sekte im Hinterland Südkaliforniens, ein Wesen, das niemanden mehr gehen lässt und zwei Brüder, die ihre Beziehung zueinander neu ordnen. Also ich fand diesen Film durchaus interessant und gut gemacht.

↗The Darkest Minds - Die Überlebenden

Die meisten Kinder und Jugendlichen sind an einer mysteriösen Krankheit gestorben. Der Rest entwickelte besondere Fähigkeiten. Weil die Regierung Angst vor ihnen hat, steckt sie die Kinder in Camps, aber damit noch nicht genug.
Eine typische Jugendbuchverfilmung, mit einer interessanten Geschichte, die spannend erzählt wurde.

↗Love, Simon

Und noch eine Jugendbuchverfilmung. Simon ist homosexuell, traut sich aber nicht, das öffentlich zu machen. Bis er auf einer Webseite mit einem anderen Jungen in Kontakt kommt, mit dem er sich sehr gut versteht. 
Auch dieser Film war richtig gut, wahrscheinlich noch der beste Film, den ich im ganzen Oktober gesehen habe. 

→Bullyparade-Der Film

Eine Mischung aus allen möglichen bisherigen Filmen von Michael "Bully" Herbig und der Bullyparade. Schräg, abgedreht, bekloppt, aber irgendwie auch sympathisch. 

Serien:

The Walking Dead

Na, wann und wie wird Rick Grimes wohl verschwinden? Die Gerüchteküche brodelt und ich bin wahnsinnig gespannt, wie es danach weiter gehen wird und vor allem, wie sich die Serie überhaupt halten kann. Bisher fand ich die 9. Staffel jedenfalls gar nicht schlecht, auf jeden Fall aber besser als Staffel 8.

Spuk in Hill House

Die erwachsenen Geschwister Steven, Shirley, Luke, Theodora und Eleanor Crain, die eine Zeit lang im Spukhaus Hill House gelebt haben, werden auf grausame Weise von ihrer Vergangenheit eingeholt. 
Es gibt sicher gruseligere Serien und so ganz konnte ich den Hype nicht verstehen, dennoch fand ich sie wirklich gut gemacht und sehr atmosphärisch.

Siren

Leider gibt es die Serie um die Meerjungfrau Ryn, die auf der Suche nach ihrer Schwester an Land kommt, noch nicht auf Deutsch. Deshalb habe ich sie in Originalsprache gesehen und wurde nicht enttäuscht. Ich bin zwar sicher, dass "Siren" nicht die große Breite ansprechen wird, dennoch hat sie einiges an Action und sogar ein bisschen Komik.

Anne with an E

Durch ein Missverständnis landet die 13-jährige, aufgeschlossene Anne auf der Farm der Geschwister Matthew und Marilla Cuthbert, die eigentlich einen Waisenjungen aufnehmen wollten. Doch Anne schafft es schon bald, die Herzen der beiden einzunehmen.
Ich habe zwar bisher erst die erste Folge gesehen, bin aber schon hin und weg von Anne.

Das war es dann auch schon wieder und ich freue mich auf die nächsten Bücher, Filme und Serien. Was habt ihr denn im Oktober gelesen und gesehen? Habt ihr Empfehlungen für mich? Gerade was Serien angeht, würde ich mich sehr darüber freuen.


Sonntag, 21. Oktober 2018


Als sich Bastian mit seiner Freundin und ihrer Rollenspielgruppe aufmacht, um fünf Tage weitab der Zivilisation ins Mittelalter abzutauchen, weiß er noch nicht, was auf ihn zukommt. Denn kaum auf der Lichtung tief in einem abgelegenen Wald angekommen, geschehen mysteriöse Dinge. Liegt es an dem Fluch, der angeblich auf der Gegend ruht oder steckt etwas ganz anderes dahinter. Bald schon wird es extrem gefährlich und ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Vor langer Zeit hatte ich bereits „Erebos“ von Ursula Poznanski gelesen und war begeistert. Nun habe ich auch dieses Buch endlich gelesen und muss sagen, dass mich auch „Saeculum“ durchaus überzeugen konnte, wenn es auch Kleinigkeiten gab, die mich gestört haben.

Aber erst einmal zum Schreibstil. Dieser hat mir sehr gut gefallen, denn er war passend zum Genre und empfohlenen Lesealter einfach gehalten und schnell zu lesen. So war auch die Sprache die meiste Zeit ziemlich jugendlich, wenn bedingt durch das Thema nicht gerade mittelalterlich gesprochen wurde.

Um in die Handlung hinein zu finden, brauchte ich erst einmal ein paar Seiten, da mir das Thema in Buchform komplett neu war. Daher fand ich es auch gut, dass man nicht gleich ins Geschehen geworfen wird, sondern in den ersten Kapiteln einen Überblick über Live-Rollenspiele bekommt und in die Welt des Mittelalterspektakels eingeführt wird. Als es dann Richtung Wald und Schauplatz der Convention geht, wie dieses Event genannt wird, wird es immer spannender. Trotzdem muss ich sagen, dass die Spannungskurve dann doch immer mal wieder abbricht, weil meiner Meinung nach zu viele Diskussionen aufkamen und teilweise in die Länge gezogen wurden. Dennoch konnte mich die Geschichte absolut in ihren Bann ziehen und ich wurde sehr gut unterhalten. Auch das Ende hat mir gut gefallen und die Wendungen, die geschickt dazu geführt haben. Bis zum Schluss hatte ich zwar immer wieder Vermutungen, was hinter den ganzen Geschehnissen steckt, wurde dann aber doch noch überrascht. 

Was die Charaktere angeht, so fand ich sie alle sehr gut geschrieben. Mit dem Protagonisten Bastian bin ich zwar bis zum Ende nicht richtig warm geworden, aber er war mir auch nicht unsympathisch. Anders ging es mir da bei  Sandra. Sie mochte ich nicht, was wohl auch an ihrer Rolle im Buch lag. Was mir jedenfalls aufgefallen ist, ist dass man die Charaktere in diesem Buch nie so richtig einschätzen kann und damit jeder hinter den geheimnisvollen Vorkommnissen stecken konnte. Allerdings fand ich, dass einige der Jugendlichen wirklich dumm gehandelt haben. Selbst, wenn es die Handlung bewirkte, so war gerade eine Entscheidung, die getroffen wurde, einfach nur bescheuert und hat mich total genervt.

Alles in Allem ist dieses Buch aber trotzdem absolut lesenswert und wie schon erwähnt, die meiste Zeit wirklich spannend. Gerade das Thema Mittelalter-Live-Rollenspiel fand ich sehr interessant und wie die Geschichte darum aufgebaut wurde. Meiner Meinung nach ist Ursula Poznanski auch mit diesem Buch ein richtig guter Jugendthriller gelungen.