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Sonntag, 3. Juni 2018


Besser spät als nie und bei dieser Hitze verzeiht mir bitte, dass ich erst heute dazu komme, meinen Monatsrückblick für euch zu schreiben.

Irgendwie wollte es in den letzten Wochen mit dem Lesen nicht so richtig klappen, was man auch an der Anzahl meiner gelesenen Bücher und Seiten sieht. Doch ich bin auch damit zufrieden, denn gerade in den letzten Tagen und vor allem, als es so heiß war, war meine Leselust auf dem Nullpunkt, beziehungsweise konnte ich mich überhaupt nicht konzentrieren.

Dafür habe ich aber mit meinem Mann ein paar Serien gesuchtet und zwei recht gute Filme gesehen.

Aber hier erstmal die

Bücher:

gelesene Bücher: 5
Seiten: 1.600
Neuzugänge: 8
aktuelle Bücher: Billy Graham - Friede mit Gotta
Susan EE - Angelfall-Tage der Dunkelheit




Filme:

↗Peter Hase


Peter ist ein junger Hase, der nichts von Regeln hält und damit vor allem Mr. McGregor, gespielt von Domhnall Gleeson, gehörig auf die Nerven geht, denn dessen Garten ist vor Peter und seinen Freunden einfach nicht sicher. 
Eigentlich wollte ich diesen Film gar nicht schauen, aber mein Mann und meine Kinder konnten mich überreden und wir hatten wirklich viel Spaß. 

→Lady Bird


Christine "Lady Bird" McPherson ist eine junge Frau, die ihren eigenen Weg gehen will und der soll sie raus führen aus Sacramento, hinein in ein College an der nordamerikanischen Ostküste. Nur fehlt ihrer Familie dafür das Geld und auch ihre Noten sind zu schlecht. Außerdem hat Lady Bird ihre Rechnung ohne ihre Mutter gemacht. 
Für mich war dieser Film eher ein cineastisches Abenteuer, welches sich im Rückblick gelohnt hat. Nochmal muss ich diesen Streifen aber nicht sehen.


Serien:

The Rain


Ein Regen, der tötet und mittendrin die Geschwister Simone und Rasmus, die gerade noch so von ihrem Vater in einem Bunker versteckt werden konnten, bevor dieser wieder verschwand. Sechs Jahre später verlassen die beiden diesen Bunker, um nach ihrem Vater zu suchen und treffen auf andere Überlebende. 
Klang nach einer interessanten Geschichte, war auch spannend, aber nichts, woran ich mich wohl  ewig lange erinnern werde. 

Fear the Walking Dead


Zombies, zwischenmenschliche Konflikte und eine apokalyptische Grundstimmung. 
Ich mag diese Serie noch immer und inzwischen gab es auch schon so einige interessante Wendungen und auch Tode, die ich so nicht erwartet hätte. Nun bin ich gespannt, wie es weiter geht.

Tote Mädchen lügen nicht


Nach den Tapes kamen die Polaroids und obwohl ich so manches Handeln der verschiedenen Charaktere nicht nachvollziehen konnte, fand ich auch diese Staffel wieder sehr spannend und gut gelungen. Allerdings merkt man, dass dieser Staffel keine Buchvorlage zu Grunde lag. Auch wenn ich sie mochte, fehlte mir etwas.

The 100


Der Kampf ums Überleben auf einer postapokalyptischen Erde geht weiter und auch die Spannungen zwischen den verschiedenen Clans treibt den Schweiß wieder aus den Poren des Zuschauers.
Ich weiß gar nicht, wann ich die dritte Staffel dieser Serie geschaut habe und es war langsam an der Zeit, endlich die vierte Staffel zu suchten und das habe ich dann auch tatsächlich getan, sogar zusammen mit meinem Mann, der die Serie inzwischen auch richtig gut findet. 

Black Sails


Schon zum zweiten Mal habe ich es nun mit dieser Serie versucht, die etwas zwanzig Jahre vor der Handlung von "Die Schatzinsel" spielt. Leider konnte sie mich auch dieses Mal nicht packen und ich werde wohl die zweite Staffel nicht mehr schauen. Allerdings war mein Mann ziemlich begeistert.


Das war es dann auch schon wieder mit dem Mai und ich hoffe, dass meine Leselust langsam wieder zurück kommt. Wie sah es denn bei euch im Mai aus? Könnt ihr mir ein Buch, einen Film oder eine Serie empfehlen? Ich wäre für alle Vorschläge dankbar, auch wenn ich noch genug Bücher im Regal stehen habe.

Mittwoch, 23. Mai 2018


Magdalena ist eine junge Frau aus Litauen, lebt aber im britischen Swindon. Niemand weiß von ihrer Gabe, die Ereignisse aus dem Leben der Menschen, denen sie begegnet, auf deren Haut lesen zu können. Neil, ein junger Amerikaner, studiert Geschichte in London und trifft eines Tages in Swindon auf Magdalena. Und Richard, Neils Vater, macht sich in Paris auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Keiner der Drei ahnt, dass ihre Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Nur Magdalena fragt sich, warum ihr Name ausgerechnet auf Neils Wange steht.

Ein großer Dank geht als erstes an den Wunderraum Verlag für die Bereitstellung dieses wundervollen Romans für eine wirklich tolle Leserunde auf Lovelybooks.

Auffällig an diesem Buch ist der eher anspruchsvolle, aber literarisch hochwertige Schreibstil der Autorin, welcher vor allem durch eine Menge Poesie glänzt. Dies mag vielleicht nichts für jeden Leser sein, hat mir aber recht gut gefallen. Ebenfalls die eher langen Kapitel, abwechselnd aus der Sicht von Magdalena, Neil und Richard geschrieben, wobei die des letzteren als einzige aus der Ich-Perspektive erzählt werden, sind eher gewöhnungsbedürftig. Damit hatte ich persönlich aber keinerlei Probleme.

Auch die Geschichte ist meiner Meinung nach etwas Anderes. Hier sollte man sich aber nicht auf den Rückentext des Buches verlassen, da dieser etwas anderes verspricht, als die tatsächliche Handlung hält. Es geht hier nämlich weniger um eine Liebesgeschichte, wie dieser vermuten lässt, sondern eher um die Abenteuer dreier vollkommen verschiedener Menschen, die auf unterschiedliche Weise versuchen, ihren Weg im Leben zu finden. Dabei ist die Handlung die meiste Zeit eher ruhig und unaufgeregt, verfügt jedoch über eine wahnsinnig intensive erzählerische Stärke. Auf mich übte sie jedenfalls einen bestimmten Sog aus, weshalb ich einfach immer weiter lesen musste und trotz des nicht leichten Schreibstils und der ganz oft eingebautenen Rückblicke in die Vergangenheit der Protagonisten, förmlich durch die Seiten flog. Allerdings muss ich sagen, dass mir nicht Magdalenas Handlungsstrang am besten gefallen hat, sondern der von Richard. Dieser war von Anfang an am interessantesten und hatte einen gewissen spannenden und mysteriösen Unterton. Am wenigsten hingegen kam ich mit Neils Geschichte klar, was einzig und allein an den vielen historischen Ausführungen und den damit verwendeten Fach- und Fremdworten, zu tun hatte. Das Ende der gesamten Handlung hat mich dann noch einmal richtig überrascht, denn es gibt noch einige unerwartete Wendungen. Und obwohl die Geschichte kein einfach gestricktes Ende hat, welches alle Fragen komplett auflöst, hat mich dieses dann doch zufrieden zurück gelassen. Es wäre hier nämlich anzumerken, dass sich einige Fragen schon viel früher klären, man muss die Geschichte nur von Anfang an aufmerksam verfolgen.

Was die einzelnen Charaktere in diesem Roman angeht, so kann ich nur sagen, dass sich auch an diese wahrscheinlich einige Leser erst gewöhnen werden müssen. Magdalena ist kein einfacher Charakter, der jedoch schon einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Sie ist nicht unbedingt ein Sympathieträger und doch fand ich sie sehr interessant, wenn ich ihr Handeln auch nicht immer komplett nachvollziehen konnte. Neil bliebt mir im Großen und Ganzen egegein bisschen blass, stelle sich aber dennoch als ein recht schüchterner und sympathischer Zeitgenosse dar. Richard hingegen mochte ich sehr. Zwar kam er mir etwas verschroben vor, doch irgendwie konnte mich seine Art ansprechen. Am interessantesten fand ich allerdings eine Nebenfigur, nämlich Inga Beart, Richards bereits verstorbene Mutter, die ein zwar kurzes auf aufregendes Leben hatte, über welches man mit der Zeit mehr und mehr erfährt.

Für mich war dieser Roman auf jeden Fall mal etwas Besonderes und obwohl er hier und da ein paar Macken aufzuweisen hat, mochte ich die liebevoll erzählte Geschichte rund um Magdalena, Neil und Richard sehr.