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Sonntag, 2. Mai 2021


Leider bin ich im April nicht besonders viel zum Lesen gekommen, da ich mit meinen Kindern bei der Reha bin. Dennoch sind es insgesamt dann doch mehr Bücher geworden, als ich anfangs gedacht hatte, wobei ich sowohl drei Bücher am Anfang des Monats gelesen habe und drei am Ende des Monats. Und hier sind sie.
gelesene Bücher: 6
Seiten: ~ 3.500
durchschnittliche Seiten pro Tag: 116
Neuzugänge: 4 Bücher, 2 E-Books
aktuelle Bücher:
Mary Beth Keane - Wenn du mich heute wieder fragen würdest
Romina Casagrande - Als wir uns die Welt versprachen
 
Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr zu meiner Rezension!


Und so beende ich meinen Lesemonat für den April ganz zufrieden und hoffe, ihr habt auch ein paar gute Bücher gelesen. Ihr könnt mir ja gern schreiben, welche Bücher ihr gelesen habt oder ob ich vielleicht sogar eines der Bücher gelesen habt, welches ich auch gelesen habe. 

Sonntag, 4. April 2021

Wisst ihr was, im März sind bei mir schon wieder neun neue Bücher bei mir eingezogen. Es lohnt sich also, euch diese vorzustellen, weshalb es wieder einen Post zu meinen Neuzugänge von mir gibt. Ich hoffe, ich kann euch damit eine Freude machen, genauso wie ich mich über jedes einzelne Buch gefreut habe. Und hier sind sie auch schon:


Die ersten drei Bücher, die ich euch zeigen will, sind allesamt Rezensionsexemplare, beziehungsweise Leseexemplare für Leserunden, welche dementsprechend auch schon gelesen sind. Die jeweilige Rezension dazu könnt ihr euch durchlesen, wenn ihr direkt auf das Cover klickt.

"Weiter als der Ozean" und "Phasenland" waren dabei riesige Highlights, beide auf ganz unterschiedliche Art und Weise. "Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt" dagegen, war leider eine Enttäuschung für mich, weil ich mir so viel davon versprochen hatte, das Buch aber im Endeffekt ganz anders war als erwartet. Allerdings könnt ihr euch natürlich gern ein eigenes Urteil bilden, ihr müsst sogar, denn meine Meinung ist halt nur eine Meinung von vielen.


Die fünf Romane oben habe ich mir alle selbst gekauft, wobei nach langer Überlegung der zweite Band der Heartless-Reihe jetzt auch einziehen durfte, allerdings nur gebraucht. Was den neuen Joël Dicker angeht, so habe ich mich total darauf gefreut, bin aber nach der schlechten Kritik einer meiner Lieblingsbooktuberinnen jetzt doch ein bisschen skeptisch. Aber wer weiß, es kann ja auch sein, dass er mir total gut gefällt. "Effie Briest" musste einziehen, weil es eine Schmuckausgabe vom Coppenrath Verlag ist und die sammle ich und die beiden New Adult-Romane standen auf meiner dieses Jahr zugegebenermaßen recht kleinen Wunschliste. Ich würde also sagen, die sind mehr als legitim.


Ein ganz besonderes Buch und mit sage und schreibe 34,00 € auch das teuerste Buch, welches ich mir im Monat März gekauft habe, war "The Electric State" und ich muss sagen, dass es sich voll und ganz gelohnt hat, denn dieses Buch verbindet fotorealistische, morbide und geniale Kunst mit einer erschreckenden und tiefgründigen kurzen Geschichte. Auch hierzu gibt es im Übrigen schon eine Rezension. Diese ist mit dem Cover verlinkt.

Und damit wäre ich auch schon wieder durch mit meinen neuen Büchern für den März. Wie sah es denn bei euch aus? Sind viele neue Bücher bei euch eingezogen? Kennt ihr schon eines meiner neuen Bücher? 

Samstag, 3. April 2021

Als erstes möchte ich dem Autoren und meinen Mitlesern ein großes Dankeschön für diese tolle und aufschlussreiche Leserunde aussprechen und Yves natürlich für die Bereitstellung des Leseexemplars und seine lieben Antworten auf Fragen, Kritik und Anregungen.

„Eine geheimnisvolle, wie auf ihn zugeschnittene Zeitungsanzeige. Eine Reise um die halbe Welt, ohne das Ziel zu kennen. Und ein verlassener, dem Verfall preisgegebener Freizeitpark: Phasenland.
Jean weiß nicht, warum er hierher gebracht wurde oder was von ihm erwartet wird. Allein das unbestimmte Gefühl, dass ein Aufenthalt in Phasenland sein festgefahrenes Leben zum Positiven verändern wird, treibt ihn an.
Inmitten des desolaten Vergnügungsparks stellt Jean sich den in Komplexität zunehmenden Aufgaben der zwölf Parkabschnitte. Dabei muss er allmählich erkennen, dass die verfallenen Kulissen, die unfertigen Bauten sowie die potenziell tödlichen Fahrgeschäfte nicht seine größten Herausforderungen darstellen.
Denn Phasenland ist nicht ganz so vereinsamt, wie gedacht. Neugierige Blicke richten sich auf ihn, sowohl wohlwollende als auch hasserfüllte. Doch wer ist Freund und wer ist Feind? Wer ist Angestellter oder Eindringling? Mitspieler oder Konkurrent?
Nur widerwillig gibt der Park seine Geheimnisse preis: Land für Land, Attraktion für Attraktion. Jean muss sich die Frage stellen, ob seine Anwesenheit dem Zufall geschuldet, oder er Spielfigur in einem ausgeklügelten Plan ist. Und ist es überhaupt vorgesehen, dass er Phasenland wieder verlässt?“

- Beschreibung Amazon -

Ein großes Abenteuer, ein bisschen Thriller, einiges an Action, aber auch ein wenig Liebe, Mystery und ganz viel Verwirrung, bringt dieser großartige Roman des mir bis dahin unbekannten Autors Yves Gorat Stommel mit sich und ich bin mir fast schon sicher, dass dies nicht mein letzter Roman von ihm gewesen sein wird.

Dabei hat Yves einen recht anspruchsvollen Schreibstil voller tiefgründiger Gedanken, der sich im Großen und Ganzen aber dennoch sehr schnell und einfach lesen lässt. Nur die zahlreichen philosophischen Gespräche, ob nun Monologe oder Dialoge, die ohne Zweifel wichtig für die Geschichte sind, haben hier und da leider ein bisschen meinen Lesefluss gestört. Hier bin ich mir auch sicher, dass ein bisschen weniger manchmal mehr gewesen wäre. 

Die Geschichte selbst ist einfach der Hammer, rätselhaft, undurchschaubar und wahnsinnig spannend. Ich wollte einfach immer weiterlesen und konnte das Buch kaum zur Seite legen, wenn es denn dann mal nötig war. Schon allein das Setting des Phasenlandes fand ich sagenhaft und einmal wieder etwas absolut Neues. Dieser mehr oder weniger verlassene Freizeitpark ist mystisch, magisch und birgt einige Geheimnisse in sich, versteckte Orte, gefährliche Attraktionen und eine Menge Lebensweisheiten. Wer hätte das gedacht? Ich nicht! Jedenfalls nicht, als ich mit dem Buch angefangen habe. Aber so habe ich mir einige Entwicklungen vorher nicht denken können und das Buch hat mich in Gefilde geführt, mit denen ich niemals gerechnet hätte, so sehr ich auch von Anfang an wusste, dass hinter Phasenland und der ganzen Geschichte mehr steckt, viel mehr. Dieser anhaltende Überraschungseffekt, der gut gespannte Spannungsbogen und vor allem das gut durchdachte und absolut nicht vorhersehbare Ende der Geschichte haben allein diese schon zu einem Highlight der ganz besonderen Art gemacht.

Und auch die Charaktere in diesem Buch sind gut durchdacht, facettenreich und teilweise undurchschaubar. Der Protagonist Jean wirkt dabei die meiste Zeit, trotz seiner bereits neunundzwanzig Jahre, wie ein flatterhafter, wenig gefestigter Teenager, der noch nicht in seinem Leben angekommen ist und irgendwie auch nichts zu hinterfragen scheint. Dennoch ist er extrem intelligent, macht sich Gedanken über das Leben und über den Tod. Und auch das alles wirkt anfangs noch sehr verwirrend, hat aber einen Grund, der meiner Meinung nach gut nachvollziehbar ist, wenn man sich darauf einlässt. Aber Jean entwickelt sich im Laufe der Geschichte auch weiter, immer den Sinn des Lebens hinterfragend. Dazu sei zu sagen, dass Jean kein Sympathieträger ist, kein Held und vermutlich nicht einmal unbedingt einer, mit dem man befreundet sein möchte, doch genau das macht ihn so interessant und ich habe ihn gern bei seinem Abenteuer begleitet. Ebenso gibt es einige Nebencharaktere, welche alle sehr geheimnisvoll wirken, manchmal nicht ganz nachvollziehbar agieren, die aber allesamt eine wichtige Bedeutung in der Geschichte einnehmen und diese teilweise noch spannender machen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich selten ein Buch gelesen habe, welches mich so gefesselt hat und mich in eine vollkommen andere Welt hineingezogen hat, die gleichzeitig sehr realistisch und surreal wirkt. Man kommt sich vor, wie auf einem Drogentrip und vermutet gleiches auch vom Protagonisten, wird dann aber immer wieder überrascht, in welche Richtung sich die Geschichte tatsächlich entwickelt. Dabei wirkt diese sehr morbide, denn das Vergängliche und der Tod lauern in allen Ecken, ohne sich aber lauthals erkennbar zu geben. Ein großartiger Roman, bei welchem Geschichte und Charaktere den nicht zu einhundert Prozent perfekten Schreibstil mehr als wettmachen und dem ich deshalb einfach nur die volle Punktzahl geben kann.