Dienstag, 9. Mai 2017

Natürlich durften auch diesen Monat neue Bücher einziehen und das gleich am Anfang schon ein Arvelle- und ein Medimopspaket. Außerdem habe ich im Buchladen gestöbert und in der Mängelexemplarkiste bei MacGeiz.


Brontë-Schuber

  • Anne Brontë - Agnes Grey
  • Charlotte Brontë - Jane Eyre
  • Charlotte Brontë - Shirley
  • Charlotte Brontë - Vilette
  • Emily Brontë - Sturmhöhe





  







Sonntag, 7. Mai 2017


Delta-City ist eine Vorzeigestadt im Universum, erbaut, weil ein Leben auf der Erde unmöglich geworden ist. Dort leben unter anderem die Kopfgeldjägerin Sphinx, der Raumpirat Kain, sowie das Paar Tom und Nadia, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ein Kind bekommen zu dürfen, was in Delta-City nicht so einfach ist. Bald schon kreuzen sich die Wege dieser Personen beim Kampf um Leben und Tod, denn es bahnt sich eine Verschwörung an.

Erst einmal wieder einen lieben Dank an den Autor und den Verlag für das Leseexemplar für die Teilnahme an der Leserunde auf Lovelybooks.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gewöhnungsbedürftig und vor allem meiner Meinung nach unüblich in diesem Genre. So ist die Sprache im Buch teils einfach und locker, teils sehr hochgestochen und ab und zu doch sehr humorvoll. Die manchmal verschachtelten Sätze und Anmerkungen am Ende der Seite bedurften einiges an Konzentration. Trotzdem ist es mir gelungen, schnell durch das Buch zu kommen, was den kurzen Kapiteln zu verdanken ist und der doch recht gelungenen Geschichte.

In diese konnte ich mich recht schnell hinein versetzen und sie erinnerte mich gleich an Filme wie "Blade Runner" oder "Dark City", auch wenn ich mir ein bisschen mehr Beschreibungen zur Stadt gewünscht hätte. Die ganze Zeit wirkt sie recht düster, ist dabei mittelmäßig spannend und interessant. Ich will sagen, dass sie mich weder gelangweilt, noch vollends gepackt hat. Nichtsdestotrotz wollte ich durchaus wissen, wie es weiter geht. Gelungen fand ich die verschiedenen Wendungen. Wer gut und wer böse ist, ließ sich nicht so einfach erahnen und ich wurde oft auf eine falsche Fährte geschickt.

Am besten gefallen haben mir allerdings die Charaktere. Diese waren alle sehr unterschiedlich und individuell geschrieben. Dabei waren einige Figuren wichtiger als andere, aber jede einzelne ein nicht zu missender Teil der Geschichte. Am meisten mochte ich dabei die Kopfgeldjägerin Sarah alias Sphinx, Kain den Raumpiraten, sowie Maxine. eine Untergrundagentin. Auch die Aliens, die ich anfangs eher überflüssig fand, hatten im Endeffekt doch eine gewisse Daseinsberechtigung. Nur leider konnte ich mir diese nicht so richtig bildlich vorstellen, fehlten auch hier wieder ein paar mehr Beschreibungen, die anderenorts weggelassen hätten werden können.

Alles in Allem kann ich sagen, dass mir dieses Buch recht gut gefallen hat. Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber nicht so, dass man nichts mehr versteht, die Geschichte durchaus gut, wenn auch ausbaufähig und die Charaktere klasse. Wer eher ruhigere Sience Fiction mag, die nicht überaus spannend ist und doch zum Weiterlesen einlädt, kann getrost zu diesem Roman greifen, ohne enttäuscht zu werden.

Donnerstag, 4. Mai 2017


Wir haben hier einen Sammelband von fünf Erzählungen aus den Leben der Unsterblichen Simon und Thyri, die jeweils in verschiedenen Epochen und Orten der Zeitgeschichte spielen. Enthalten sind folgende Erzählungen:

"Die Gärten von Rom": Simon arbeitet im Jahre 11 n. Chr. als Gärtner in Rom, als er auf einen alten, mysteriösen Bekannten aus der Vergangenheit trifft. Dieser hat nichts Gutes im Sinne.

"Der Bruderpakt": Erzählt wird Simon 1891 in einem Telefonat die Geschichte der Brüder Renz, die einen Pakt geschlossen haben, der ihnen zum Verhängnis wird.

"Die Zeichen der Schuld": Hier wird von den Anfängen von Simon und Thyri erzählt, wie ein Freund zum Feind wird und Simon sich zwischen Gut und Böse entscheiden muss.

"Von sterbenden Engeln": Thyri erzählt aus ihrem Leben 1645 in Schrattenthal, wo sich grausige Dinge unter Pastor Schnabel abspielen.

"Das Gedächtnis der Welt": Auch hier erfahren wir wieder etwas aus Thyris Leben und wie sie 1933 auf den Codex Sinaiticus gestoßen ist.

Zu diesem Buch habe ich an einer Leserunde bei Lovelybooks teilgenommen und möchte mich erst einmal für das Leseexemplar beim acabus Verlag und beim Autor bedanken.

Chriz Wagner schafft es mit seinem ungeheuer bildlichen, aber dennoch leichten Schreibstil, seine Geschichten lebendig werden zu lassen. Bei jeder einzelnen Erzählung aus diesem Sammelband fiel es mir dadurch größtenteils sehr leicht, mich in die jeweilige Geschichte hinein zu finden. Außerdem ließen sich alle fünf Erzählungen sehr flüssig und rasch lesen.

Dazu kommt, die außergewöhnliche Mischung aus sehr gut recherchierten geschichtlichen Grundlagen mit Mystery, Fantasy und einem Hauch Horror, die mich super packen konnte. Die einzelnen Erzählungen wirkten dadurch so real, dass man denken könnte, es hätte sich tatsächlich alles genau so abgespielt. Die Geschichten sind allesamt sehr spannend und interessant aufgebaut, mit einem immer unerwarteten Ende, wenn mich auch nicht ein jedes regelrecht umgehauen hat. Aufgefallen sind mir auch die Bezüge zu Religion und Bibel, wenn auch abgewandelt, womit der Autor sehr sensibel umgegangen ist.

Was die Charaktere angeht, so haben mich diese am meisten überzeugt. Egal, ob es die Protagonisten Simon und Thyri waren, oder ein jeglicher anderer Nebencharakter, eine jede einzelne Person war sehr gut geschrieben und als einzigartiges Individuum erkennbar. Es gab durchweg keine Stereotypen.

Für mich ist dieses Buch einfach toll. Anders kann ich es nicht sagen. Die kurzen Erzählungen der Protagonisten sind super für zwischendurch, aber man kann auch durchaus das Buch in einem Stück lesen. Der Schreibstil ist großartig und die Geschichten klasse. Ich freue mich schon auf den nächsten Sammelband.