Donnerstag, 17. Mai 2018


Im Urlaub bei ihren Eltern trifft Sarah durch Zufall auf einen Mann, der sie sofort in ihren Bann zieht. Nach ein paar Drinks und guten Gesprächen verbringt sie daraufhin ganze sieben Tage mit ihm, romantische Tage voller Zweisamkeit und schon bald wird ihr klar, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt hat. Doch dann trennen sich die Wege der beiden, als Eddie in den Urlaub fliegen will und Sarah hört plötzlich nichts mehr von ihm, keine Nachrichten, keine Anrufe ... nichts. Obwohl ihr ihre Freunde raten, sich diesen Mann aus dem Kopf zu schlagen, ist sich Sarah jedoch sicher, dass irgendetwas passiert sein muss.

Ich möchte mich als erstes ganz herzlich beim Goldmann Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken. Ich habe mich wahnsinnig über diesen Roman gefreut.

Der Schreibstil von Rosie Walsh lässt sich sicher recht schnell und einfach lesen, jedoch muss man sich an den Aufbau der Geschichte erst gewöhnen, denn diese springt zwischen verschiedenen Zeiten, und später auch Perspektiven, hin und her. Dazu gibt es immer wieder Briefe, die den Leser ein bisschen verwirren könnten.

Außerdem fiel es mir echt schwer, in die Story hinein zu finden, ob es daran lag, dass sie nicht chronologisch erzählt wurde oder daran, dass sie teilweise etwas langatmig war, kann ich allerdings nicht genau sagen. Es könnte aber auch eine Mischung aus beidem sein. Allerdings entwickelt sich die Geschichte ab zirka Seite 150 dann extrem. Sie wird richtig interessant und spannend und ich ließ mich bis zur Auflösung des ganzen Dramas um Sarah und Eddie so extrem in die Irre führen, dass ich mir dann dachte, ich hätte mich die ganze Zeit verlesen. In diesem Zusammenhang zeigt die Autorin auf jeden Fall ein Gespür für unerwartete Überraschungen. Aber damit nicht genug, setzt sie dem Ganzen dann noch eins drauf und lässt den Leser durch einen Perspektivwechsel mit einem riesigen Cliffhanger zurück, was ich an und für sich richtig gut gelöst fände, hätten sich die Seiten danach nicht wieder so gezogen. Leider hat mir auch nicht so ganz gefallen, dass manche Sachen wirklich überdramatisiert wurden. Ein bisschen weniger hätte sicher manchmal gereicht. Dennoch fühlte ich mich, bis auf die etwas zähen Seiten am Anfang und zwischendrin, sehr unterhalten und habe vor allem mit Sarah gelitten. Umso mehr mochte ich das emotionale Ende, welches ein recht realistisches Happy End zu bieten hatte, das nicht zu aufgesetzt wirkte.

Ebenso ist meine Meinung zu den Charakteren ein bisschen gespalten. Ich mochte zwar sowohl Sarah, als auch Eddie sehr gern. Beide fand ich wirklich gut und nachvollziehbar geschrieben und obwohl beide teilweise etwas übertrieben reagierten, konnte ich sie durchweg verstehen. Nicht immer reagieren Menschen nun mal vernünftig. Ebenso mochte ich Sarahs Eltern und Freunde sehr gern. Doch dann waren da noch zwei Charaktere, deren Handeln ich, trotz des Leides, welches ihnen widerfahren ist, überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Leider kann ich hier nicht schreiben, um welche es sich handelt, da ich sonst zu viel verraten würde, doch wer diesen Roman liest, wird sicher bald verstehen, wen ich meine.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass dieses Buch sowohl seine guten als auch schlechten Seiten hat. Es ist mit etwas Geduld durchaus unterhaltsam und teilweise wirklich emotional. Allerdings sollte man nicht mit einer wahnsinnig spannenden Geschichte rechnen, denn dafür fehlte diesem Roman noch ein bisschen das gewisse Etwas.

Mittwoch, 9. Mai 2018


Jane, bereits als Teenager Mutter geworden, hat alle ihre Träume und Wünsche über Bord geworfen. Ihre Schwester Elle lebt ein ziemlich aufregendes Leben zwischen psychischen Hochs und Tiefs und Leslie hat ihre gesamte Familie an den Krebs verloren. Ausgerechnet auf dem Konzert ihres gemeinsamen Lieblingssängers bleiben die drei Frauen mit Tom, dessen Frau vor drei Monaten verschwand, in einem Fahrstuhl stecken. Berührt von Toms Schicksal erklären sie sich bereit, ihm zu helfen und es entstehen unverhoffte Freundschaften.

Anna McPartlin ist eine Autorin, die es mit einem wundervollen, locker flockigen Schreibstil schafft, selbst der herzerwärmendsten Geschichte noch Humor zu verpassen. Die Sprache, die sie für ihre Charaktere verwendet, ist wundervoll sarkastisch und doch bleiben die Gefühle nicht auf der Strecke. Vielmehr schickt sie ihre Leser auf eine emotionale Berg und Tal-Fahrt. Dennoch habe ich ziemlich lange für diesen Roman gebraucht. Nicht, weil er langweilig wäre, sondern weil die Story meiner Meinung nach volle Konzentration benötigt.

Was diese angeht, so sollte man sich allerdings nicht vom Klappentext beeinflussen lassen, denn dieser drückt nicht im Geringsten aus, welchen Umfang und welche erzählerische Gewalt die Geschichte hat, denn es geht in erster Linie gar nicht um die Suche nach Toms Frau Alexandra, wie man vermuten könnte. Vielmehr handelt dieser Roman von Familienbanden, von Freundschaft und die verschiedenen Widrigkeiten des Lebens. Die Handlung dieses Buches ist ein einziger Strudel aus unterschiedlichen Gefühlen. Der Leser begleitet abwechselnd alle vier Charaktere, erfährt, was ihnen in ihrem bisherigen Leben geschehen ist, welche Schicksale ihnen begegnet sind und wie sich ihre Leben nach dem Zusammentreffen im Fahrstuhl verändern. Dabei entstehen wundervolle und tiefgründige Freundschaften, neue Beziehungen und ein mancher erfährt das erste mal in seinem Leben, was es heißt, nicht allein zu sein. Allerdings kam für mich das Ende dann ein bisschen zu schnell und auch die Sache mit Alexandra wird nicht völlig aufgeklärt, was ich schade finde. Dennoch war es im Großen und Ganzen recht zufriedenstellend.

Getragen wurde der ganze Roman jedoch zweifellos von den grandiosen, einzigartigen Charakteren. Diese sind allesamt sehr überzeugend geschrieben und selbst, wenn jemand von ihnen nicht sehr sympathisch war, so musste ich ihn einfach mögen. Ein gutes Beispiel dafür ist Rose, Janes und Elles Mutter, die mit bösen Bemerkungen nicht spart und gerade damit für reichlich Unterhaltung sorgt. Am besten hat mir allerdings gefallen, dass wirklich jeder von ihnen während der Geschichte eine gewisse Entwicklung durchläuft, der eine mehr, der andere weniger. Und trotzdem ist am Ende niemand mehr so, wie er es am Anfang war.

Für mich ist dieses Buch, schon allein wegen der guten Mischung aus Tiefgründigkeit und Humor, eine absolute Leseempfehlung. Zwar hat es sicher auch hier und da seine kleinen Makel, aber die sind durchaus Interpretationssache und gut zu verkraften. Mich hat dieser Roman jedenfalls sehr begeistert und ich werde auch weitere Bücher der Autorin lesen.

Donnerstag, 3. Mai 2018



Wieder in bisschen später, aber ich hoffe, noch in der Zeit, kommt jetzt mein Monatsrückblick für den April 2018, in dem ich zwar nicht allzu viele Bücher gelesen habe, aber dennoch recht viele Seiten. Außerdem habe ich einige interessante Serien geschaut und drei Filme. Hier jetzt mein Überblick.

gelesene Bücher: 7
Seiten: 3.400
Neuzugänge: 17
aktuelles Buch: Anna McPartlin - Was aus Liebe geschieht

Bücher:




Filme:

↗Ready Player One


Lange habe ich auf diesen Film gewartet und war echt gespannt, wie er wohl sein wird. Nun, ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn Steven Spielberg sicherlich schon bessere Filme gemacht hat. Der Look war wirklich grandios, während die Geschichte im Großen und Ganzen nichts wirklich besonderes war. Wer sich allerdings gut unterhalten fühlen will, ist mit diesem Streifen durchaus richtig gut bedient.

→Das Zeiträtsel


Wieder ein Film, mit einem wirklich guten Look, wenn auch eher auf die märchenhafte Art, als futuristisch. Allerdings konnte selbst die Starbesetzung nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Film so seine Schwächen hat. Für mich war er ein bisschen zu verwirrend und mir fehlte die klare Linie, für welches Klientel er eigentlich gedacht sein soll.

→LenaLove


Hier geht es um Mobbing beziehungsweise Internetmobbing und dessen Folgen. Kein allzu neues Thema und leider auch nicht der beste Film seiner Art, dennoch für einen deutschen Streifen nicht wirklich schlecht. Ich habe mich zumindest unterhalten gefühlt.

Serien:

The Terror


Endlich gab es die Serie zum beliebten Buch von Dan Simmons zu sehen und ich war wahnsinnig gespannt darauf, auch wenn ich den Roman dazu bisher noch nicht gelesen habe. Ich fand die Serie auf jeden Fall sehr gelungen und atmosphärisch, auch wenn ich bereits wusste, wie die Geschichte um die HMS Terror ausgeht.

The Walking Dead


Langsam wurde es besser und dann war die achte Staffel auch schon wieder zu ende. Dafür hat mir das Finale wirklich gut gefallen. Nachdem sich ungefähr die ersten zwei Drittel der Staffel so gezogen hat, war das aber auch dringend nötig. Nun bin ich gespannt, wie es in Staffel neun weiter gehen wird.

Gomorrha


Die drei Staffeln dieser italienischen Mafiaserie habe ich eher sporadisch mit meinem Mann zusammen geschaut. Eigentlich war sie auch recht interessant, aber mir war dieser ewige Krieg zwischen den verschiedenen Clans ein bisschen zu viel des Guten. Ständig nur Mord und Totschlag und sich ständig wiederholende Konflikte sind nicht so meins.

Fear the Walking Dead


Endlich ist es soweit und die beiden Serien um die lebenden Toten bekommen ihr Crossover. Nun trifft Morgan Jones aus TWD auf Familie Clark und es wurde gleich am Anfang schon ziemlich spannend. Für mich kann diese Serie inzwischen ganz sicher mit "The Walking Dead" mithalten. 

Britannia


Wer eine Serie sucht, die mit zum Beispiel "Vikings" mithalten kann, in Großbritannien spielt und viel Blut und Action hat, der sollte sich diese Serie mal anschauen. Es geht um die Belagerung Britanniens durch die Römer, unter der Führung von Aulus Plautius, während die Kelten gerade selbst untereinander im Streit liegen. Für mich ein bisschen zu blutig, aber von der Grundstory her echt interessant.

Poldark


Oh, wie habe ich durch diese Serie meine Liebe zum 18. Jahrhundert gefunden. Nach "Outlander" hat mich auch "Poldark" wieder mitten ins Herz getroffen. Zwar ist diese Serie manchmal nicht ganz logisch, aber dafür spielt sie im wunderschönen Cornwall, hat eine spannende, emotionale Handlung mit Liebe, Hass und Intrigen und wunderbare Charaktere, die man entweder liebt oder verachtet. Ich musste einfach alle drei Staffeln durch suchten und kann Staffel vier kaum erwarten.


Damit ziehe ich dann mal einen Schlussstrich unter den April und wende mich dem Mai zu. Ich hoffe, dass es auch in diesem Monat wieder so gut läuft und ich tolle Bücher, Filme und Serien entdecken darf. Und euch wünsche ich natürlich auch einen wunderschönen, lesereichen Monat Mai!